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Was dem Günter Grass Gedicht geantwortet werden muss

Foto: Copyright Andreas Henschel www.behlendorf.net

Günter Grass hat vor einigen Tagen ein Gedicht in der internationalen Presse veröffentlicht. Dieses Gedicht hat einen Riesenwirbel in den Medien entfacht.
Unter dem Titel „Was gesagt werden muss“ spricht es den Iran von jeglicher Aggression frei.
Grass hat hingegen den Verkauf deutscher U-Boote an Israel angeprangert.
Des weiteren beschuldigt er Israel, den Weltfrieden mit seinen atomaren Waffen zu gefährden.
Dr. Claude Salama, israelischer Arzt, Dichter und Dramaturg, hat als Antwort auf Günter Grass ein Gedicht in französischer Sprache geschrieben: „Was geantwortet werden muss“.

Übers: Margaret Traub

Übersetzung des nachfolgenden Gedichts aus dem Französischen von Margaret Traub.

 

Dr. Margaret Traub Artikel erschienen auf God’s Sabbath International (GSI):

Vorrangiges Existenzrecht des Staates Israel
sowie
Antisemitismus getarnt als Israelkritik

Was geantwortet werden muss

Was sollte ich Günter Grass antworten!

Ich suche
Ich überlege
Ich wäge und wäge jeden Buchstaben ab
Ich untersuche jeden Buchstaben, einen nach dem anderen
Ich füge sie zusammen mit höchster Vorsicht …
Zahlreich sind sie, die nur darauf warten, jedes Wort zu greifen,
Jeden Satz
Um zu deformieren
Um uns anzuprangern
Um uns zu verurteilen

Was kann ich Günter Grass antworten?

Ein Abgrund trennt uns

Ich,
nach Jerusalem zurückgekehrt
weil ich glaube
an diese antiquierten Dinge,
an diese versteinerten Mumien
aus den Museen des Exils entlassen
und plötzlich wiederbelebt:
an die Bibel, die Propheten, das Gelobte Land und sogar,
auch wenn ich dir altmodisch erscheinen sollte, an Gott.

Ich,
nach Jerusalem heimgekehrt
auch in der Hoffnung
mich hinzusetzen
vielleicht eines Tages
zu trinken
mit arabischen Freunden
ein Glas Tee
in Ramallah.

Du,
ein deutscher Dichter
schon mit 17 Jahren
zu U-Booten hingezogen,
Hitlers U-Booten,
die den Tod
auf den Ozeanen säten.

Du warst ein SS
Ein Jugendfehler …
Für uns war die Shoah
Ein Riesenfeuer von
Den Nazis, von der SS entzündet
Für unsere Jugend
Für das Volk der Bibel

Was kann ich dir antworten, Günter,
du, der sich unverschämter Weise
als Überlebender bezeichnet?

Dieser Abgrund, der uns trennt,
den dein Deutschland gegraben hat
die Führer aus dem Iran,
diese gläubigen Männer
brüllen jeden Tag,
dass sie noch einmal
das Volk der Überlebenden,
die Echten, das Volk Israels,
in diesen Abgrund hineinwerfen wollen.

Sie wollen Atombomben
zu friedlichen Zwecken
Sie wollen Langstreckenraketen
zu ökumenischen Zwecken
Für ein klares Ziel.
den Frieden in der Welt zu schaffen,
den Frieden der Friedhöfe.
Nicht den Frieden des wahren Islams
mit den Juden geteilt,
nicht den Frieden aus Andalusien
nicht den Frieden der Dichtung, der Mystik, der Musik.

Sie wollen den Frieden der Taliban,
der eingeschüchterten, geschlagenen, eingesperrten und gesteinigten Frauen,
den von schwarzen Trauerschleiern umhüllten Frauen,
den Frieden der Tausenden von Kindern,
in den Krieg gegen den Irak gezwungen,
den Frieden des Iranischen Volks
dieses zivilisierten Volkes
als erstes gegen die Diktatoren erhoben
den Frieden dieser Männer, Frauen, Kinder, Studenten
geschlagen, vergewaltigt, eingesperrt
den Frieden eines ganzen geknebelten Volkes.

Was soll ich sagen, damit du endlich verstehen kannst?

Ist dir klar, dass Israel, dieses unermesslich große Land
kleiner ist als in Frankreich
die Normandie … oder die Bretagne
Dass Israel genauso unermesslich groß wie Lothringen ist
oder das deutsche Land Hessen

Soll ich dir sagen, dass der Iran und die Türkei zusammen
die gleiche Einwohnerzahl haben wie Russland.

Russland gegen Lothringen

Und es gibt auch noch Syrien, den Irak, die Hisbollah,
die Hamas, Gaza und seine tausenden Raketen,
den Sinai voller Terroristen, den hinkenden ägyptischen Frieden und
noch weiter entfernte andere islamische Länder
Fläche etwa wie ganz Europa

Europa gegen Lothringen

Also entschuldige bitte, Günter
Aber ich will nicht
Wir wollen nicht
In diesen Abgrund
der uns von dir trennt, hineinfallen
weil wir wissen
dass wir in der Tiefe dieses Abgrunds
die Millionen jüdischen Leichen,
die Hitler, die SS und Nazi-Deutschland
ermordet haben
wiederfinden werden.

Und siehst du jetzt, Günter
Ich habe gefunden, was ich dir sagen wollte.

Nimm dein Gedicht
und bringe es in den Iran
du wirst dort mit offenen Armen erwartet,
um dir zu gratulieren.
Sag ihnen, dass das jüdische Volk den Frieden will
aber, wenn ihre militärischen Führer
uns bedrohen, mit atomarer Ausrottung
weiterhin bedrohen
werden wir es nicht zulassen, dass
sie Waffen produzieren, um uns zu zerstören.

Wir werden das iranische Volk nicht auslöschen,
wie du es jämmerlich behauptest.
Wir werden die Kernkraftwerde liquidieren
bevor es zu spät wird

in der Hoffnung
dieses große gefesselte Volks zu befreien.

Gehe und sag es deinen Freunden,
dass wir, sie und wir, den gleichen Gott haben
und sag ihnen, sie sollen ihre Augen und Ohren aufmachen.
Gott hat sich schon zu unserer Gunst entschieden.
Er hat uns das Land, in dem Milch und Honig fließen
zurückgegeben
Die sechs Millionen Juden,
die die Nazis verbrannt haben,
sind jetzt wieder lebendig in Israel!
Sie sind auferstanden,
wie der Prophet Ezechiel es angekündigt hat.

Kündige überall die gute Nachricht
die Auferstehung Israels
den Wiederaufbau Jerusalems

Und ich würde dir gerne meine Traurigkeit ausdrücken.
Du bist ein großer deutscher Schriftsteller
mit 84 Jahren, als reumütiger Ex-Nazi
du hast alles gesehen, alles gehört
du weißt alles
du hättest dich erheben können,
um die Wahrheit zu sagen,
um den Holocaustleugnern die Wahrheit über die Shoah zu verkünden
um das Iranische Volk über die Wahrheit über deren Nuklearabsichten aufzuklären,
denn diese sind existenzbedrohend für die ganze Menschheit.

Du, „ein Gewissen“, ein Nobelpreis.
Du hättest deine Jugendschuld, deine SS-Schuld begleichen können
Du, der unser ganzes Leiden gesehen hat
Du hättest dann bewiesen, dass du dich wirklich geändert hast,
dass Deutschland sich geändert hat.

Aber du hast es nicht getan

Du hast es vorgezogen, dich der „Meute“, der knurrenden Meute anzuschließen,
der Meute, die mit den Wölfen heult, die dieses kleine Land umzingelt

Das ist der Grund, weshalb ich dir fortan nichts mehr zu sagen habe.
Erspare uns deine Gemütsbewegungen.
Und du sollst wissen, Günter Grass,
dass ich weiter davon träumen werde,
obwohl es dich gibt, und von dem Tag
wo ich das Risiko eingehen kann, ohne gelyncht zu werden
mich hinzusetzen,
zu trinken
mit arabischen Freunden
ein Glas Tee
in Ramallah.

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Käßmanns Besoffene Fastenzeit vorbildlich für Deutschland und Lutherdekade


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12 Kommentare to “Was dem Günter Grass Gedicht geantwortet werden muss”

  1. jean paul schäfer sagt:

    ich habe mir wohlgemerkt aus dem internet das wannseeprotokoll das wie permanent behauptet die liquidierung des juden aus europa und deutschland beschreiben soll, heruntergeladen. ich habe mir dieses protokoll von vorn bis hinten durchgelesen und fand keinen einzigen satz vom verrecken, vergasen und dem ganzen stuß, was sich unsereiner (deutscher) immer wieder anhören muß. Bei der wannseekonferenz haben die beteiligten nur beraten und beschlossen, wie es zu bewerkstelligen sei, möglichst alle juden aus dem deutschen reich abzuschieben. der grund war die jüdische oberschicht, die sich dem deutschen reich gegenüber in böser absicht verschworen hat und letztlich den ersten und den zweiten weltkrieg vom zaume gebrochen hat. die kriege gegen deutschland wurden von der jüdischen hochfinanz in usa und gb vorangetrieben, weil von diesen gesteuert.
    dieses hochfinanzgesindel war und ist auch für den mörderischen kommunismus in osteuropa verantwortlich. diese gesindel ist auch für verrantwortlich für 9/11 (bush und konsorten) und vielen anderen schlimmen sachen. z. bsp. irak, lybien, afghanistan und irgendwann 2012 eben iran.
    und unsere medien, von ard/zdf, rtl etc., von „die zeit“ bis zum kleinsten provinzblatt sind alle gekauft und somit unterwandert von diesem abartig bösen pack. eben lüge und mord an millionen, die glaubten an euer wort. in einem alten wesern haben sie einen spruch sichtbar werden lassen der da lautet,“god save you for the queen my son“. Die steckt da auch mit drin bei diesem freimaurer-, illuminaten und jesuitengesindel, die den tod und das verderben über die ganze welt bringen werden. der antijeschuah und sein gefolge.
    wie war das nochmal mit jakob ? – Ein Lügner und Schwindler. Heute noch ist das haus jehuda und das Haus Israel mit ephraim und manasse ein weltweit wütender massenmörder, der keine skrupel kennt seine eigenen leute wie bei 9/11 hinterrücks zu ermorden, um seiner kruden idee, die weltherrschaft zu übernehmen alsbald näher kommen zu können.
    Die tanach und die evangeliumsschriften mit der offenbarung des johannes sagten dies ja alles schon voraus. jeschuah sagte aber auch, „Leget die Lüge ab und redet die Wahrheit, die euch freimachen wird“.

  2. Gods Sabbath sagt:

    Wir bitten Sie – lutherischer Kairos-Palästina-Pfarrer, richtig? – herzlich um Entschuldigung, soviel Unheil über Ihre Welt gebracht zu haben. Dabei haben Sie die Ritualmorde vor Ostern dankenswerter Weise noch unter den Tisch fallen lassen; das sei Ihnen hoch angerechnet! Was Sie in Ihrer Liste noch vergaßen, sei der Vollständigkeit halber hier als kleiner Film mit angefügt:

  3. Birgit Zeller sagt:

    @Jean Paul
    die Sache ist ein wenig anders.
    Der Verschwörer, gegen den Ewigen und gegen die Menschheit, ist Satan selber. Viele Politiker haben ihre Macht durch Satan bekommen, durch Verschreibung, und sind deswegen dementsprechend ein Schaden für das jüdische Volk und auch für die gesamte Menschheit.

    Die Verschwörungsgeschichte ist einfach unglaublich. Wenn das ganze vor der französischen Revolution angefangen hätte, wie soll das den realistisch sein.
    Ein Mensch kann das nicht, dazu lebt er nicht lange genug.
    Ich weiß, dass es derartige Bücher gibt. Hab‘ sie selber gelesen.

    Der Holocaust ist leider wirklich geschehen, mir wäre es lieber, es wäre nicht so. Es gibt zu viele Zeugen und Bilder. Auch von Sintis und Roma nicht nur von Juden, Kommunisten, Anarchisten, Psychisch Kranke , Behinderte, etc. haben das erlebt, und Leute, welche die Juden unterstützt haben

    Wieso sollten ausgerechnet Juden eine Geschichte erfinden, die gegen sie selber ist!!???
    Oder gar noch eine Verschwörung gegen sich selbst anzetteln!!???

    Ich grüsse Sie mit dem folgenden Bibelvers
    Genesis 12 Vers 2-3
    Gott sagt zu Abraham

    2 Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. 3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde!

    Da steht drin, wie man zu Segen kommt, das gilt für alle, und auch wie man Fluch bekommt.
    Im 5. Buch Mose steht noch mehr über Segen und Fluch. Das gilt auch heute noch. Hat denn der Ewige das jemals widerrufen???? Bricht Er etwa sein eigenes Wort! Es gilt auch heute noch. Er ist ewig.
    Sein Wort ist die Wahrheit, deswegen wäre auch gut, mal Joel 4 zu lesen, wie die Strafe G-ttes ist für die Teilung Israels.

    @ Eric Martienssen
    Das Gedicht für den Günther Grass ist stark; so liebevoll geschrieben und trotzdem sachlich und realistisch. G. Grass schreibt nach dem Zeitgeist, für sein Ansehen oder Geld. Dafür hat er die Wahrheit eingebüsst.

    Shabat Shalom
    Birgit Zeller aus Mannheim

  4. Ingo Thies sagt:

    Bei allem Verständnis, aber dieses Antwortgedicht ist meiner Ansicht nach um nichts besser als das von Günter Grass. Im Gegenteil, es zeugt von einer unerträglichen einseitigen erzkonservativen Weltanschauung, die zu Recht auch von vielen Juden und Israelis kritisiert wird. Im Gegensatz dazu kann ich in Grass‘ Gedicht derartige Feindbilder nicht erkennen. Es sei denn, dass man die (zugegeben, undiplomatisch formulierte) Kritik an der Politik eines Landes mit Feindschaft diesem Land gegenüber verwechselt.

    Allerdings muss ich auch Grass dahingehend korrigieren, dass die größte Gefahr für den Frieden weder von Israel noch vom Iran ausgeht, sondern von der hemmungslosen Ausbeutung unseres Planeten durch die industrialisierte Welt und den daraus resultierenden Konflikten.

    Mit besonderem Befremden hängen geblieben an diesem Gedicht sind mir aber die Zeilen „Wir werden die Kernkraftwerke liquidieren bevor es zu spät wird“. Ich hoffe, dass dies nicht ernst gemeint ist, und appelliere an Frau Dr. Traub, sich das von ihr übersetzte Gedicht noch einmal ganz genau anzuschauen.

    Die Katastrophe von Fukushima ist gerade mal ein Jahr her, und wir alle haben mit ansehen können, was geschieht, wenn ein Kernkraftwerk im Betrieb (oder sogar kurz nach der Abschaltung) zerstört wird. Eine Bombardierung des iranischen Kernreaktors würde eine ähnliche Katastrophe nach sich ziehen. Ein solcher Angriff würde das iranische Volk nicht befreien, sondern ihm unermessliches Leid zufügen. Er würde die Angreifer politisch isolieren – und das dann auch völlig zu Recht. Wer ein anderes Land wissentlich in eine nukleare Katastrophe stürzt, handelt unentschuldbar. Das gilt selbstverständlich für alle Seiten.

    Daher hoffe ich inständig, dass die Regierung Israels sich nicht zu diesem verhängnisvollen Schritt verführen lässt, denn die Folgen wären für alle Beteiligten verheerend. Radioaktive Wolken machen im übrigen vor Landesgrenzen nicht halt.

    Der Konflikt um das iranische Atomprogramm lässt sich nur politisch lösen, und zwar mit einer Politik, die auch dem Iran die offene Hand reicht, anstatt die Faust zu ballen. Dazu gehört auch, beim iranischen Volk das Vertrauen zu gewinnen, dass der Iran vom Westen keine Angriffe zu befürchten hat. Diese Furcht, ob nun begründet oder nicht, existiert auf iranischer Seite, und muss daher ernst genommen werden.

    Ich hoffe, dass die Lehren von Tschernobyl und Fukushima auch in Jerusalem und Teheran nicht überhört wurden (der Iran ist, nebenbei bemerkt, auch Erdbebengebiet; allein von daher wäre die iranische Führung gut beraten, aus der Kernenergie schnellstmöglich wieder auszusteigen!) – im Gegensatz offenbar zum Verfasser dieses Antwortgedichts.

  5. Gods Sabbath sagt:
      „Wir werden die Kernkraftwerde liquidieren
      bevor es zu spät wird“

    Da heißt es „Kernkraftwerde“, bevor die Kernkraft zur Zerstörungskraft „werde“, die Kernkraft seine Zerstörungskraft entfalten kann, „werden wir sie liquidieren“. Was wie ein Druckfehler erscheint, ist – literarisch wertvollst und wissenschaftlich korrekt benannt – der scharfsinnigste und sensibelste jüdische Umgang mit der Weltgeschichte nach dem Holocaust, von der freilich Deutsche nichts wissen, da sie von der Wirklichkeit verschont werden, sogar Wissenschaftler q.e.d.

    Gemeint ist „O Chirac“, das irakische Kernkraftwerk „Osirak“, das wir 1981 zerstörten, „bevor“ es zu der ihm von Saddam Hussein zugedachten Zerstörungskraft Israels „werden“ konnte. Deutsche dürfen aus „Fürsorgepflicht“ des Staates gegenüber seiner Bürger nicht wissen, was französischen Juden wie Dr. Margaret Traub und Dr. Claude Salama nicht erst seit den Attentaten auf den Rabbiner, Schulleitertochter und Schüler in Toulouse vom März seit damals ständig vor Augen steht. Wir haben diese Stelle nachträglich mit Osirak in Wikipedia verlinkt, damit auch Deutsche nachträglich – auf die Gefahr hin, dass es ihnen doch vielleicht leid tut, wie sie immer und immer wieder (oft aus Unwissenheit q.e.d.) Juden verurteilen – langsam lernen können, mit der Wirklichkeit umzugehen.

    Für uns ist die Entwicklung vom deutschen Wegguck-Massaker an den jüdischen Olympioniken in München vom 5. September 1992 eine Ära, die erst mit der Verurteilung Israels für die vorsorgliche – und atomkraftlose!! – Zerstörung Osiraks durch den UN-Sicherheitsrat am 19. Juni 1981 endete. Deutschland hat in München (wie blöde für ein Volk, das 6 Millionen Juden ermordet hat) gemeint, aus Imagegründen vom inneren polizeilichen Schutz des Olympiadorfes und insbesondere der jüdischen Sportler „absehen“ zu können – Deeskalation ist eine deutsche Tugend.

    Aus der deutschen olympischen „Deeskalation“ zugunsten der palästinensischen „Befreier“ entstand 1976 Entebbe, bei dem Jonathan Netanjahu sein Leben für die deutsche Folklore der lieben Palästinenser-Terroristen lassen musste. Dann kam, 1977, die Mogadischu-Aktion um den SS-Starantisemiten Hanns Martin Schleyer (bester Freund von Helmut Schmidt) samt hunderte Israelzerstörer aus der „Gefangenschaft“ zu befreien. Doch man kann aus der Geschichte nur lernen, wenn man sie „wahr“ nimmt.

    Wir hoffen, aufgrund des vorangeganenen, die Geschichte ignorierenden Kommentars, hier ein wenig dazu beigetragen zu haben, dass man Ursache und Wirkung nicht immer wieder durch deutsche Unkenntnis (Wegschauen) miteinander vertauscht, sonder vielleicht haben wir ein wenig anstossen können dazu, sich zu bilden um nicht zu vergessen. Schabbat Schalom

  6. BS“D

    Lieber Herr Martienssen!

    Bitte gehen Sie zu dem Gedicht „Was geantwortet werden muss“ den von mir mit diesen Zeilen gestellten Fragen einmal nach!

    „Nimm dein Gedicht und bringe es in den Iran“ …
    „Gehe und sag es Deinen Freunden, dass wir, sie und wir, den gleichen Gott haben“

    Wer hat hier den gleichen Gott? Entspricht das dem Original des Autoren Dr. Claude Salama oder ist es ein Übersetzungsfehler?

    Auf wen bezieht sich das wir? Wird hier der Günter Grass rein grammatisch „seinen Freunden“, dem Iran, zugeordnet oder „uns“, Israel? Oder spielt das gar keine Rolle im Sinne der Ringparabel aus „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing, dem Vertreter der Egalite (Liberte, Egalite, Fraternite) im Sinne der Aufklärung und der Französischen Revolution und des Liberalismus – progressiv (fortschrittlich)?

    Zitat aus dem Buch „CHOREW“ von Rabbiner Samson Raphael Hirsch, Kapitel 4 § 14:

    … „– Ja, ahnst du selbst Kräfte, und gelingt dir´s nicht, die Kette zum Ring zu schließen, dann führt Schluss auf Schluss unabweisbar zu einer Kraft, die du als erste setzt, den Wesen als Urkraft zugrunde legst, – aber den persönlichen, heiligen, vor allen Wesen gewesenen, über allen Wesen Seienden, und doch alle Wesen mit Seiner Allmacht und Seiner Liebe durchdringenden Gott der Tora, der mit Seinem Willen, in Seiner Allmacht, zu Seiner Weisheit Zweck, alles was ist ins Dasein rief, – den lebendigen Gott und Beherrscher aller Zeitentwicklung, – der auch dir dein dich heiligender Gott ist, – Ihn wirst du nicht haben, allmächtig, allbelebend, allgerecht, alliebend, hoch über alles, und doch überall nah, – Ihn nicht; – du gelangst zur Gottesleugnung oder zur Gottverkennung: „Minut“.

    Da brauchen wir nicht von Israel bis nach Teheran zu fliegen. Es genügt, wenn wir von Jerusalem nach Ramallah laufen.
    Lernen dort die Schulkinder den Gott der Tora, den Gott Israels, verstehen? Werden dort nicht Kinder bereits im Vorschulalter dressiert, auf jüdische Attrappen zu schießen? Würde ein Jude dort ungepanzert überhaupt lebendig ankommen, dem man doch Apartheid vorwirft ohne dabei zu merken, dass der vor der UNO propagierte Apartheids-Staat der sogenannten Palästinenser bereits vor seiner Entstehung als „Judenreiner Staat“ auf einem Staatsgebiet im Herzen des Kernlandes Israels propagiert wird“ und dabei Israel als Besatzungsmacht im eigenen Land diffamiert wird? Ist der Gott des Islam und der christliche Gott und der Gott der Tora, der Gott Israels, Einer?

    Ist das nicht vielmehr das Ziel der Weltgeschichte, das die Islamisten und die Christen sowie alle Menschen auf Erden den Gott Israels erkennen, anerkennen und sich vor ihm demütigen werden? Ist das nicht der Grund, auf dem der Messias Israels sein weltweites Friedensreich gründen und sich von jedem Messias anderer Religionen unterscheiden wird?
    Israel hat auf dem Altar des Ewigen in Jerusalem Lämmer geopfert und wird das beim dritten Tempel auf dem Heiligen Berge auch wieder tun.
    Das Christentum und andere Religionen und Systeme haben auf Scheiterhaufen und in Gaskammern etc. Juden geopfert und werden das nicht mehr tun.
    Dann können wir in Ramallah bei einem Glas Tee zusammensitzen, wobei diese Stadt bereits nicht mehr mit ihrem Namen an den Namen eines anderen Gottes erinnern wird.
    Dann wird das Paradies des Gottes Israels auf der ganzen Erde funktionieren und dem Gott der Juden werden nicht mehr via Israel-Kritik Verschwörungstheorien der Weltherrschaft angelastet werden!

    Ich wünsche Ihnen eine glückliche Omerzeit und mit dem Erreichen des 50. Tages zur Begegnung mit dem Gott der Tora das unzertrennliche Geheimnis der Freiheit, das auch gleichzeitig das Geheimnis des Friedens ist.

    SCHALOM!

    Ihr Jehonatan Kiebitz

  7. Ingo Thies sagt:

    Es heißt tatsächlich „Kernkraftwerke“, wie man auf dieser offenbar typografisch korrigierten Version sehen kann:

    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/04/19/was-geantwortet-werden-muss/

    Im französischen Original, das auf

    http://www.israel-flash.com/2012/04/poeme-du-dr-claude-salama-en-reponse-au-poeme-de-gunther-grass/#axzz1sqTAY6Xy

    nachgelesen werden kann, ist allerdings ganz allgemein von „les centres nucléaires“, also Nuklearzentren/-anlagen die Rede. Wobei aber auch bei der Zerstörung von Uranzentrifugen mit der Freisetzung von Radioaktivität gerechnet werden muss, wenngleich nicht im dem Maße wie bei einer Kernschmelze.

    Wie gesagt, ich hoffe, dass niemand in verantwortlicher Position wirklich so dumm sein wird, wirklich im Betrieb befindliche Kernreaktoren zu bombardieren und damit eine Katastrophe unkalkulierbaren Ausmaßes (nicht nur für das iranische Volk) auszulösen. Nicht einmal die Verteidigung einer Landes rechtfertigt dies, ganz gleich welches Land dies ist und welche Geschichte es hat.

    Wie gesagt: Ich kann die Ängste auf israelischer Seite sehr gut verstehen und hoffe sehr auf eine baldige politische Wende im Iran in Richtung Freiheit, Demokratie und Anerkennung des Existenzrechtes Israels, so wie Israel ja auch das Existenzrecht des Iran nicht in Frage stellt. Bei allem Verständnis darf jedoch die Vernunft nicht auf der Strecke bleiben.

    Schalom!

  8. Gods Sabbath sagt:

    @ Dr. Ingo Thies:
    mit Deiner Antwort seiest Du (auch vom Geiste s. unten her) als mir bekannter akribisch genauer Wissenschaftler voll rehabilitiert, vielleicht habe ich Dich auch jetzt erst richtig verstanden, wo Du selbst einräumst, dass die nicht autorisierte typografische Korrektur mit dem Original im Französichen nicht gedeckt ist. Die autorisierte Übersetzung von Dr. Margaret Traub weist uns allen jedoch den Weg zu dem Geist des Gedichtes von Dr. Claude Salama, den Du nunmehr weitgehend zutreffend kommentiertest, wenngleich mit allem Gehorsam vor Gott festgestellt werden muss, dass „natürlich“ – also vom Geist des Ewigen her – Amalek und jedes Gedenken an ihn (Adolf Hitler, Mahmud Ahmadinedschad) völlig zu vertilgen ist, denn Amalek sind die Fürsten von Eliphas im Land Edom, die (damals schon) Israel auslöschen wollten, als Israel krank und schwach aus Ägyptens Sklavenhaus floh (deshalb Erstes Gebot, insbesondere auch für Christen, dass diese daran gedenken, dass Martin Luther wollte, dass alle Synagoga, Jüden und ire Lügen, ausgelöscht würden – heute Feiern deutsche Christen Amalek Luther wieder feierlich in der Lutherdekade, angeführt von Bischöfen, die vom deutschen Gesetzgeber her moralisch nicht einmal zum Führen eines Kraftfahrzeuges befähigt sind.) Amalek aber ist der Erstling der Heiden (1.M.36,16 + 4.M.24,20). Und bevor diese Israel auslöschen (Vorsatz!) muss es uns gestattet sein, ihre Erde, in nicht so großem Ausmaß wie Du selber sagst weil 80 m unter der Erde, zu vergiften, um Menschenleben geringstmöglich zu gefährden. 5.M.25,19: „Wenn dir nun der Ewige, dein Gott, Ruhe gegeben hat vor allen deinen Feinden ringsum in dem Land, das der Ewige, dein Gott, dir als Erbe gibt, um es in Besitz zu nehmen, so sollst du das Andenken an Amalek unter dem Himmel vertilgen; vergiß es nicht!“ Bitte sei so gut, und versuche also erst einmal hier in Deutschland die Lutheraner zur Besinnung auf Gott zu bringen; und es wäre nett, nicht vorher wieder „deutsche Regeln“ aufzustellen, in welchem Rahmen wir unser Leben retten dürfen. Denn nach lutherisch christlichem Geist, nach päpstlich deutschem Geist übrigens auch nicht, s. Karfreitagsfürbitte, dürfen wir es gar nicht retten. Erlaube Du es uns. In diesen Bibelstellen spricht Gott ganz persönlich zu Dir als Mensch. Danke.

    @ Jehonatan Kiebitz:
    Ihre Frage sehr gern beantwortend, lieber Herr Kiebitz, ist mein Eindruck vom Gedicht des Dr. Claude Salama der, dass wir uns in unserem Geiste (Gesinnung) heute schon „können hinsetzen, zu trinken mit arabischen Freunden ein Glas Tee in Ramallah.“

    Denn vom Geiste des Ewigen her
    gesegnet sei Er
    sollst du nicht
    verabscheuen den Edomiter
    denn er ist dein Bruder
    Du sollst nicht
    verabscheuen den Ägypter
    Denn ein Fremdling
    warst du in seinem Lande.
    (Tora, 5.M.23,8)

    In der Tora finden wir aber nicht nur an dieser Stelle den verheißenen Grund, warum wir bereits heute im Geiste eine „verbrüdernde“ Tasse Tee trinken könnten in Ramallah – wohlgemerkt, eine verbrüdernde, keine „versöhnliche“, denn Gottes Ersgeborener Sohn bleibt einzig Israel (2.M.4,22). Denn immerhin, vor dem Ewigen, gelobt sei Er, sind wir – Israeliten und Ismaeliten (wie uns Gott in der Tora mit Namen nennt) – Brüder!…
    … nur zu Christen, bzw dem Christentum und deren Kirchen, besteht überhaupt gar keine verwandtschaftliche Verbindung im Sinne Gottes, der Tora. Christen sind keine Brüder (es steht ihnen wie den heutigen Islamiten frei, sich dem Volk Gottes und dessen am Sinai uns gegebenem Wort anzuschließen). Weder Brüder von uns noch unseren Freunden in Ramallah: Ich freue mich auf diesen Tee, fast soo sehr wie auf den Dritten Tempel (s. Sehnsucht auf den Messias und den Dritten Tempgel erblüht).

  9. […] vom nichtjüdischen Umfeld heutzutage oft als kleinlich belächelt wird, dass der → Waffen-SS Schriftsteller Günter Grass für sein Gedicht Einreiseverbot in Israel vom israelischen Innenminister Jischai ausgesprochen bekam, da Grass seine Einstellung nie bereute […]

  10. Birgit Zeller sagt:

    Wir haben EU Faschismus, nicht nur früher sondern jetzt wieder:
    Der neue Faschismus – Die Ursprünge der EU-Diktatur

    Uns wird ein System übergestülpt, das uns arm macht, das antisemitisch ist und ohne Gewaltenteilung. Faschismus kommt von Facies- Rutenbündel, und heißt alle Macht in einer Hand.

    Die arabischen Länder sollen auch so ein System kriegen und auch die USA ist schon so und weitere die noch dazu kommen sollen in solche Staatengemeinschaften, die zwangs aufgebürdet werden. Es wird bald weltweit sein, ausser in Israel.
    Diese Systeme provozieren auch den Nationalkapitalismus. Nationalsozialismus war ja Kapitalismus pur; nur nicht für alle. Weil die Menschen wieder zurück wollen in kleine Staatensysteme und die alten Währungen und diese Monsterdiktaturen, die wir bereits jetzt schon haben abwerfen. Aber genau das ist ein Irrtum und kein Ausweg.

    Schabbat Schalom
    Birgit Zeller

  11. Silke Müller sagt:

    Am liebsten möchte man sagen, Günter Grass ist senil. Aber er weiß, was er sagt- und das macht die Sache umso schlimmer. Der Antisemitismus bricht sich immer mehr Bahn, tragisch, wenn Menschen wie Grass das durch solch abscheuliche Veröffentlichungen noch förden.
    Ich stehe von ganzem Herzen hinter Israel und dem jüdischen Volk. Silke Müller

  12. […] zur Israel zerstörenden Atomkraft werden können (wir wir unlängst mit einem → Kommentar zum Grass Gedicht und dem Atomkraftwerk Osirak 1981 abklärten). Und hier geht es zum Volltext der vereinigten Koalitionskraft in der Knesset im […]