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Jüdischer Kalender Schabbat Schoftim – Richter

5. Mose 16,18 bis 21,9; Jesaja 51,12 – 52,12

Das Leben der gesamten heutigen Menschheit in der Beziehung zu haSchem begann mit der Frage Gottes: „Adam/Mensch, wo bist du?“ (1.Mo.3,9) Lassen Sie uns jetzt und hier doch ruhig noch einmal nachspüren, wie das ist oder wie das war, die gelebte Beziehung in/mit unser aller Richter, dem Ewigen, gelobt sei Sein heiliger Name. So gestellt, gesellt sich neben das Wohlgefühl der freundlichen, herzlichen Beziehung, in welcher wir doch einst als Kinder zum „lieben Gott“ unserem Schöpfer beten konnten, oft gleichzeitig ein ambivalentes, ein uns erschaudern lassendes Gefühl hinzu, alsbald wir erkennen, dass es sich bei ein- und derselben Person, dem Einen Gott, immer auch um unseren obersten Richter handelt, oder? Doch, baruch haShem, Hilfe naht: Seit Mittwoch befinden wir uns im jüdischen Monat Elul!

Jüdischer Kalender Hawdala-Kalender 5775Der Jüdische Kalender 5775
(Beschreibung: Hawdala-Kalender)
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Ebenfalls in johakiso-edition/Kiebitz erschienen: „VERKNÜPFUNGSPUNKTE – Warum gerade dieser Psalm?“ [Autor: Prof. Y. Ahren, € 9,80]
Stichpunkte der Paraschat Schoftim nach dem jüdischen Hawdala-Kalender:
< Richterrecht: Schwere Sachen ins Heiligtum. Königsrecht: Tora schreiben, lesen, regieren. Leviten-, Priester- und Prophetenrecht: Erziehung zu Dienern des Ewigen. Vernichtung Götzendienst; Freistätte. Zeugenrecht. Kriegsrecht. / Gottes Recht an Seinem Volk Israel: Gerichtszeit zu Ende – jetzt Israels Quälern. Gott ist König – nach Zion zurückgekehrt, Sein Volk getröstet, Jerusalem erlöst, Israel zieht heim > Psalm 17

Elul ist der Monat, in dem der Jude „und der Fremdling, der bei euch weilt, oder der unter euch lebt … eine Weisung und ein Recht sei für euch und den Fremdling, der unter euch weilt“ (aus 4.Mo.15,14-16) sein Herz auf Jom Kippur vorbereitet, zunächst aber ausrichtet auf den Großen Gerichtstag, auf Neujahr im Herzen, Rosch Haschana, und auf die Hoffnung auf Vergebung (selichot), den „Monat des Erbarmens“ (chodesch harachamim). Toratreue Juden gehen früh morgens in die Synagoge, um beim Blasen des Schofarhorns, ein Weckruf zur Umkehr, zu beten. Die jüdischen Weisen ermahnen uns, niemanden zu richten. Denn Gott wird uns mit demselben Maß richten. Das Vielen wichtigste und nachfolgend zitierte Gebet zu den Schacharit-Gottesdiensten in der Zeit der 50 Tage zwischen dem 1. Elul und Hoschana Raba ist der Psalm 27. Dieses Psalm beschreibt das/den Bösgesinnte/n, den Geist des Bösen also (…der, lt. Schiller, „fortzeugend immer Böses muss gebären“) im Gegensatz zum Geist des Gott und Sein Wort beobachtenden Geistes, der sich nichts sehnlicher erwünschet als zu wandeln im heiligen Tempel (dem Geist Gottes, der Tora) alle Tage seines Lebens:

    1 Von David. Der Ewige ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Ewige ist meines Lebens Schutz, vor wem sollte mir grauen?
    2 Wenn sich Bösgesinnte mir nahen, mein Fleisch zu fressen, meine Bedränger und meine Feinde, so straucheln die und fallen.
    3 Wenn sich ein Heer gegen mich lagert, so fürchtet sich mein Herz nicht; wenn sich auch Krieg gegen mich erhebt, trotzdem bin ich gesichert.
    4 Eins habe ich vom Ewigen erwünscht, das ist’s was ich suche: zu wohnen im Haus des Ewigen alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Freundlichkeit des Ewigen und jeden Morgen nachzusinnen in Seiner Halle
    [des Tempel]…

An alle Christen gerichtet, die noch nicht den Absprung aus den Kirchenlügen geschafft haben: Es war dieser „Geist“, jede Sekunde seines Lebens von Herzen gern in Gottes Geist / Tora wandeln zu wollen, dem einer Überlieferung nach (Johannesevangelium 10,23) natürlich – wie jeder andere pharisäische Rabbiner seiner Zeit – auch der Rabbiner von Nazareth zum Fest des Tempels in Jerusalem folgte. Es war Winter, „und Jesus ging umher im Tempel in der Halle Salomos.“ Doch der Geist der bösen Tat, der Gottes Tora durch eigene Gesetze und Gottverlassenheiten ablösen wollte und fortzeugend immer Böses gebären musste, hatte zu dem Zeitpunkt bereits schon mindestens 300 (dreihundert/klick: Wikipedia) Jahre lang die alte Kirche Roms regiert, die den Rabbiner von Nazareth dann folglich martern, an ein Kreuz nageln und dort elendiglich verrecken ließ. Mit Unterbrechung residiert dieser Pontifex also seit über 2.300 Jahren bereits in Rom. Warum seine geistlichen Geschwister auf der ganzen Welt ihn so fröhlich anhimmeln, obwohl dieser Pontifex ihren vermeintlichen Messias ermorden ließ, bleibt schleierhaft (doch lt. Jesaja 25 wird der Ewige den Übriggebliebenen aus den Nationen „dereinst den Schleier von den Augen wegnehmen, mit dem alle [nichtjüdischen] Völker bedeckt sind“). Der Rabbiner von Nazareth hatte vor seinem irdischen Tode den Gott Israels jedenfalls noch (merke: Fragen erfüllen eine Beziehung mit Leben) gefragt, „wozu hast Du mich verlassen“? Wobei ihm die himmlische Antwort natürlich klar gewesen sein wird…

    5 Denn der Ewige wird mich bergen in Seiner Hütte am Tag des Unheils, Er wird mich verbergen im Versteck seines [Stifts-]Zeltes; auf einen Felsen wird er mich heben.
    6 Und dann hebt sich mein Haupt über meine Feinde rings um mich her, opfern werde ich in Seinem Zelte Opfer mit Jubelschmettern, singen und harfen dem Ewigen.
    7 Höre, Du, meine Stimme, ich rufe, leihe Gunst mir, antworte mir!
    8 Dir spricht mein Herz nach: »Suchet Mein Antlitz!« [die gelebte Beziehung] – Dein Antlitz suche ich, Dich!
    9 Verstecke dein Antlitz nimmer vor mir! Nimmer lehne im Zorn deinen Knecht ab! Meine Hilfe bist Du gewesen, nimmer verstoße mich, nimmer verlasse mich, Gott meiner Freiheit!
    10 Ja, mögen mich mein Vater und meine Mutter verlassen, Er aber holt mich heim!
    11 Weise Du mir Deinen Weg, und leite mich auf den Weg der Gradheit wegen meiner Feinde!
    12 Gib mich nicht preis dem Übermut meiner Bedränger, denn falsche Zeugen stehen auf wider mich, vor Gewalt Schnaubende
    (vgl: Antisemitismus Psalm 14).
    13 Oh vertraute ich nicht, Seine Güte zu sehen im Lande des Lebens!
    14 Hoffe zu Ihm! Sei stark, dein Herz straffe sich, und hoffe zu Ihm!

Wenn wir nun betrachten, dass der falscheste Zeuge, der je gegen Israel auferstanden ist, dieser pontifikale Geist Roms, nicht nur den Rabbiner von Nazareth ermorden, sondern 40 Jahre später sogar auch den Tempel Gottes in Jerusalem plündern ließ, um sich mit dem Erlös aus der Plünderung – und durch die Versklavung von zigtausenden Juden – das bis heute von den Katholiken weltweit am Karfreitag bepilgerte Kolosseum erbauen zu können wird uns wahrscheinlich immer klarer, warum bereits in der Parascha der letzten Woche der Ewige mit aller Schärfe anwies, dass „der Prophet oder Träumer, weil er euch gelehrt hat abzufallen von dem Ewigen, eurem Gott, der euch aus Ägyptenland geführt und dich aus der Knechtschaft erlöst hat, getötet werden soll, weil er dich von dem Wege abbringen wollte, auf dem du wandeln sollst, wie der Ewige, dein Gott, geboten hat, auf dass du das Böse aus deiner Mitte wegtust.“

Heißt im Klartext, dass ein zum Verstoß gegen Gottes Gesetz verführender Geist – in unserer Zeit besonders der Verführer zu homosexuellem Treiben und Verständnis für schwule Geister Wowereits am Berliner Flughafen Aufbringende – getötet werden muss, sonst vermehrt er sich immer weiter, wird immer noch hässlicher und immer noch verlogener, wie der vorhin erwähnte katholische Geist beweist: Erst war es der Rabbiner von Nazareth, der von diesem Geist Roms gekreuzigt wurde, dann raubte er Gott und seinen Tempel aus, plünderte Israel und ließ die Juden aus dem Land werfen, erschuf ein Neues Testament, in welchem er alle Schuld an den von ihm selbst begangenen Verbrechen an Gott und Seinem Volk den Juden andichtete, sie sogar in der Diaspora noch über hunderte von Jahren verfolgen und massakrieren ließ (weil den Juden entsprechend dem von diesem Geist geschaffenen Neuen Testament „ das Maul zu stopfen“ ist), ihnen dann die Kreuzzüge antat, um im Jahre 2008 dann aus deutschem Pontifexmunde die heilige Karfreitagsfürbitte des Kolosseums-Kreuzweges für die „verblendeten, verstockten und perfiden Juden“ beten zu lassen. Darauf folgte fast unweigerlich, dass die tausende von schwulen oder pädophilen Pfarrer und katholischen Ordensleute für ihren geistreichen Missbrauch von Kindern durch Angela Merkels christlich-demokratische Straftatsvereitelung im Regierungsamt namens „Runder Tisch“ frei gesprochen wurden von ihren Verbrechen an den jungen Menschen. Geht’s noch schlimmer, noch perverser, noch von Gott und allen guten Geistern verlassener, Frau Merkel? (vgl. mit von Merkel angezetteltem Ukrainekrieg)

Deshalb, damit sie sich gar nicht erst verbreiten können, fordert der Ewige im Kapitel 17 der dieswöchigen Parascha – noch vor der Einsetzung des Obersten Gerichtshofes, den Richtern (Schoftim) des nachherigen Sanhedrin – in unmissverständlicher Weise noch einmal die Ausrottung aller Geister, die mit „falschen Zeugen“ (davon wimmelt der christlich-kirchliche und muslimische-Koran-Festtagskalender s. Jehonatan Kiebitz in seinem aktuellen GSI-Artikel: Schaltjahr für den Islam) andere Götter bezeugen und beschwören und mit solcherlei Gräuel den Bund des Ewigen übertreten: „Die Hand der [wahren] Zeugen soll die erste sein, diese zu töten, und danach die Hand des ganzen Volks, dass du das Böse aus deiner Mitte wegtust!“
Im geistlichen Beritt dieses Gebotes findet sich natürlich auch der Gesellschaftsausrottende o.g. Geist der Homosexualität wieder . . . hätte man ihn direkt getötet, hätte er nimmer derart ins Kraut schießen können, dass sich sogar der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland gern mit diesem Totengeist (Westerwelles) gemeinsam in orthodoxen Synagogen und sogar vor dem Jüdischen Weltkongress (WJC) blicken ließ – womit sich Herr Dr. Dieter Graumann lt. Tora auch selbst vom Bund Gottes ausschließt. Da unser aller Oberster Adam-Richter jedoch keinen double standard zwischen Juden und Nichtjuden setzen will noch wird, hat Dr. Graumann diese sich für ihn selbst ergebenden Konsequenzen etwa schon bagatellisierend abgetan? Sind ihm und können Ihnen, jetzt nur angesprochen: geschätzte jüdische Leser, aber die Folgen im Volk Israel egal sein, auch wenn jetzt gerade einmal von Außen, dem Gazastreifen, Syrien-Golan und Libanon Frieden eingekehrt zu sein scheint, was aber ist mit dem Frieden im Innern und den mit Gott?

Der – hoffentlich – mehrheitliche Rest der Juden erwünschet sich in den nächsten Sieben Wochen nichts sehnlicher als „zu wohnen im Haus des Ewigen alle Tage seines Lebens, um anzuschauen die Freundlichkeit des Ewigen und jeden Morgen nachzusinnen in Seiner Halle des Tempels“. Das sollte doch Judentum und Israel spiegeln, oder?

Schabbat Schalom,
und jetzt schon einen guten Eintrag (ins Buch des Lebens),
herzlich Ihr Eric Martienssen


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