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Parascha Korach – was Besseres sein wollen

2013 wegen Rosch Chodesch am Schabbat Korach folgende Lesungen:
Kl. Hallel; 4. Moses 16,1 – 18,32; 4. Moses 28,9-15 / Haftala: Jesaja 66
Stichpunkte der Parascha lt. Hawdala-Kalender: „Aufruhr gegen G’ttes Regierung und Diener. Strafwunder. Sühne durch Aharon und blühender Stab / G’ttes Diener mit Jerusalem getröstet – Nationen erfahren G’ttes Herrlichkeit – Himmel und Erde neu. Neumond- und Schabbatfeier ewige Weltordnung!“

Kommentar von Eric Martienssen:

Die Sprüche der Väter 4 sagen uns in Vers 21: „Die Welt ist nur ein Vorhof der zukünftigen. Im Vorhof mach dich bereit, auf dass du eingelassen werdest in den Festsaal.“ Bei dem Zitat dieses Spruches denken viele mit Recht sicher gleich an den Schabbat, den uns der Ewige, gesegnet sei Er, als Sehnsucht und Vorschatten der künftigen Welt ins Heute geschenkt hat und den Abraham J. Heschel entsprechend als den Tag beschreibt, dessen Enthaltsamkeit bereits im Jetzt und Hier „Lieder singt jenen, die wissen, wie man zu Hofe einer Königin weilt“ (klick → Sabbat). Jenen, die es wissen, sind die Juden. Und jene, die es nicht wissen, oder nicht wissen wollen, wird auch der allerletzte Satz der Bibel nichts von der Heiligkeit Gottes sagen, wo es heißt (2. Chronik 36,23): „So hat Cyrus, der König von Persien, gesprochen: Alle Königtümer der Erde hat mir Er, der Gott des Himmels, gegeben, und Er ist es, der mir zuordnete, Ihm ein Haus in Jerusalem, in Jehuda zu bauen. Wer unter euch von all Seinem Volk ist: Er, Sein Gott, ist bei ihm, er ziehe hinauf! “

Auch an dieser Stelle wieder, mir „von all Seinem Volk“ ist natürlich jeder Jude gemeint! Doch wird auch tatsächlich jeder Jude am Jüngsten Tag nach Jerusalem hinauf ziehen, wie es der allerletzte Bibelsatz verheißt? Sogar ein Mann wie Korach und dessen Sippe, dem Gottes Heiligkeit, Prophetien und den Vätern Israels gegebenen Versprechen auf das Land, darin Milch und Honig fließen würden, vollkommen egal waren und die nur ihre eigene Macht in der jetzigen Welt im Sinn hatten? Wir dürfen es stark bezweifeln, handelt der aktuelle Wochenabschnitt Korach doch von deren Gott verlassener Eifersucht, vom gierigen Verlangen, die Position von Moses einzunehmen, also selbsternannter Weise eine heilige Rolle im Gottesvolk zu spielen. Wie auch der im letztwöchigen Kommentar bereits beschriebene → Gott verlassene Wunsch des Einzelnen nach Ruhm, Ehre, Anerkennung und Herrschaft ergreifen Korach und 250 Fürsten dessen Gemeinde die Gottes lästernde Initative gegen Mosche, dass sogar Gott keine Sekunde länger warten wollte, ein Exempel für Gottverhöhnung für alle Juden zu statuieren und „der Boden, der unter ihnen war, spaltete sich, die Erde öffnete ihren Mund, sie verschlang sie und ihre Häuser, alle Menschen, die Korachs waren, und alle Habe. Lebend sanken sie und alles Ihre nieder ins Gruftreich, die Erde überhüllte sie, sie schwanden aus der Mitte der Versammlung“.

Tausend Jahre später, im Dritten Jahrhundert vor Christus, sollte es in Rom, geführt vom bis heute in diesem Amt regierenden Pontifex, wieder einen Korach geben, diesmal unter den Nichtjuden also, dem Gottes Verheißungen und Gottes Gesetz (GG, s. ebenfalls Kommentar der letzten Woche) vollkommen am Allerwertesten vorbei ging, weil er glaubte, dass es sich in diesen alten Geschichten nur um den Gott der Juden handelte, während es ihm selbst jedoch um seine eigene Macht in der Welt ging. Er brauchte nur eine neue Geschichte, zugeschnitten auf seine Machtvorhaben. Dieser Pontifex hat Gottes Wort dann auch gleich,

  • nachdem er Gottes Tempel in Jerusalem geplündert hatte und sich
  • aus dieser Gott gestohlenen Beute seines meuchelmordenen Jüdischen Krieges ein eigenes Kolosseum in Rom hatte bauen (s. Doku, 49 min.)
  • sowie alle Überreste des Mosesvolkes über die ganze Welt hat verstreuen lassen,
  • ein eigenes Wort an Gottes Wort anhängen lassen. Bekannt geworden ist es als Neues Testament, welches Gottes Gesetz als etwas Antiquiertes, etwas Altes, etwas Überholtes erscheinen ließ. Da tauchten dann selbstverständlich ganz neue Götter auf mit ganz neuen, ihnen zugeordneten Zielen und ganz neuen Zeugen der selbst entwickelten Verheißungen, die am Ende jeden Menschen, der noch an das verheißene Ende der jüdischen Bibel und dessen Einen Gott glaubte, mit der Wegnahme des Lebens drohte. Zugegeben origineller Weise wartet seither das Ende jener christlichen Bibel mit einer Todesdrohung anstelle einer Verheißung auf, indem es heißt: „Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind; und wenn jemand etwas von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist“.

    Heute, am Anfang des 21. Jahrhunderts, müsste man meinen, nachdem Ausgrabungen historisch belegen, dass es das Amt des Pontifex schon viele Jahrhunderte vor der kirchlichen Ermordung des Rabbiners von Nazareth gab und die Grundplatte des Kolosseums zweifelsfrei klarstellt, dass die Kirche durch Plünderung Gottes Tempels ihr Gott verlassenes Reich begründete, dass auch die Christen diese Kirche verlassen würden. Doch da zeigt sich die Weisheit des Pontifex, warum er eine neue Bibel hat erfinden lassen, die jeden mit dem Tode bestrafte, der nicht an sie, sondern wieder an Gott glauben würde. Und, welch ein Wunder, anstelle dass sich der Boden auftut und den gesamten Klerus der katholischen Kirche und der evangelischen Kirche, Martin Luthers deutsche Kirche, verschlingt, schaut Gott zu, wie alle Juden durch den christlichen Holocaust der Deutschen vernichtet werden und der erste Deutsche Papst nach der Zeit Martin Luthers süffisant für die verblendeten, verstockten und perfiden Juden beten lässt, dass diese doch ihren Retter erkennten. (Karfreitagsfürbitte)

    Auch darin steckt ein Fünkchen Wahrheit, wenn man es genau umgekehrt zu der römischen Verwegenheit liest. Denn eben wie Korach und dessen Sippe von Gott aus der Versammlung der Juden (auf Erden wie in Ewigkeit) verschlungen wurde, wird Er jeden Christen und alle Kirchen der Christenheit aus der Versammlung der Nationen in die Tiefe des Ortes ewiger Qual und Pein (Jesus-Worte im Gleichnis Lukas 16,19-31) herabziehen, so sie nicht aus Väterchen Kirche ausgetreten sind, wie die Söhne Korachs.

    Die hatten Gott nicht gelästert, wie ihr Vater es tat. Ihnen werden entsprechend wunderbare Psalmen, Lobeshymnen auf den einen Ewigen, ihren Gott, zugeschieben, wie Psalm 84, Psalm 87, vor allem jedoch Psalm 48, der quasi die Verheißung Gottes im oben bereits genannten letzten Vers der Bibel Gottes kommentiert: „Psalmlied der Söhne Korachs, Groß ist der Ewige und sehr zu loben in der Stadt unseres Gottes. Sein heiliger Berg Zion ragt schön empor, eine Freude der ganzen Erde! … Wie Dein Name, Gott, so ist Dein Ruhm bis an die Enden der Erde; mit Gerechtigkeit ist gefüllt Deine Rechte. Es freue sich der Berg Zion, es sollen jauchzen die Töchter Judas wegen Deiner Gerichte! Ja, dieser ist Gott, unser Gott immer und ewig!“

    Der Nebensatz „Jerusalem, Zion, eine Freude der ganzen Erde“ ist die Verheißung Gottes für jeden Christen und jede Christin, alsbald er/sie sich von der Gottesverachtung der Kirchenväter lossagt, aus der Kirche austritt und den Schabbat vereint mit Seinem Volk, →Gottes Volk, hält. Dann, siehe, (Jesaja 25,7+9) „wird der Ewige auf diesem Berg die Hülle verschlingen, die das Gesicht aller Völker verhüllt, und die Decke, die über alle Nationen gedeckt ist. An jenem Tag wird man sagen: Siehe da, unser Gott, auf den wir hofften, dass Er uns rette! Da ist der Ewige, auf den wir hofften! Wir wollen jauchzen und uns freuen in Seiner Rettung! (Mehr über die Rettung durch Juden, „denn Weisung wird ausgehen von Zion und das Wort des Ewigen von Jeruschalajim“, im Artikel → „Christliche Glaubens- und Götzenbilder in Israel“ von Jehonatan Kiebitz, Ramat Bet Shemesh, Israel.)

    Schabbat Schalom


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    1 Kommentar to “Parascha Korach – was Besseres sein wollen”

    1. […] sich eine kuschidische Frau genommen zu haben, und – ohne Qualifikation oder Berufung wie Korach in unserer letzten Parascha – sogar darauf beharrte, selbst mit dem Ewigen, gelobt sei Er, reden zu dürfen, deswegen […]