Im Judentum und Islam ist der Segen (hebräisch „Bracha“, arabisch „Baraka“) ein zentrales Konzept. Während das arabische Wort Baraka göttliche Gnade, Gedeihen und spirituelle Fülle mit Gott als einzigem Spender bedeutet, können sich im Judentum Menschen auch gegenseitig segnen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der „Aaronitische Segen“ (Der Ewige segne dich, der Ewige behüte dich…), den Rabbiner oder auch Eltern am Freitagabend über ihre Kinder sprechen. In unserem Tora-Wochenabschnitt „Schelach Lecha“ (Entsende für dich) wird die berühmte Geschichte der zwölf Kundschafter behandelt. Moses entsendet im Auftrag Gottes zwölf Männer, um das Land Kanaan (Israel) zu erkunden.

Doch während Moses die Verheißung Israels über alles liebend im Herzen trug, war das nur bei zweien der Botschafter der Fall, die er „für sich“ aussandte. Die anderen zehn schürten Angst im Volk Israel vor dem Land Israel, das der Ewige – gesegnet sei Er – ihnen als ewige Heimat versprochen hatte. Als Strafe für den mangelnden Glauben bestimmt Gott, dass die gesamte Generation 40 Jahre lang durch die Wüste irren muss und das gelobte Land nicht betreten wird. Nur Kaleb und Josua werden verschont und dürfen dort später einziehen. Unser Wochenabschnitt endet mit dem letzten Abschnitt eines der Hauptgebete im Judentum, dem „Schma Israel“ , also dem „Höre Israel“! Gehören Gehorsam, Liebe und Segen wohl untrennbar zusammen, von Herzen empfunden, um segensreich „für Dich“ zu gedeihen?

Paraschat „Sch’lach lecha“ (Entsende für dich): 4. Moses 13,1 – 15,41 || Josua 2
| Kommentar von Eric Martienssen | → Über uns – gegen Rom

    „Entsende für dich Männer, sie sollen das Land Kanaan abschreiten, das ich den Kindern Israel geben werde; je einen Mann für den Stamm seiner Väter sollt ihr entsenden, jeder ein Fürst unter ihnen.“ (13,2)

Jeder der zwölf Gesandten wird hier vom Allmächtigen „Fürst“ genannt. Also von hohem Adel, wie ihn beispielsweise bis heute auch der Titel „Exzellenz“ für Botschafter ausdrückt. Unter einem Gesandten oder Entsandten, einem Botschafter, versteht der Ewige in unserem Kontext also gleichzeitig auch einen Kundschafter in Gottes Gnaden.

Wenn dieser Botschafter pro Israel oder sogar pro Jerusalem, Gottes Volk, Land und heiliger jüdischer Stadt Kunde tut, dann ist er in der Tora als einer „der ihm nachfolgt“ genannt: „Kaleb Sohn Jefunnes, er soll es sehen, ihm [und Josua] gebe ich das Land, durch das er den Weg zog, und seinen Söhnen, weil er völlig ihm nachfolgte“ (5.Mo.1,36)

Diese beiden aber, Kaleb und Joshua, waren in unserem Tora-Wochenabschnitt von zwölf Gesandten die einzigen, die „gut“ über Israel sprachen. Das Land, das zu bekundschaften war. Die anderen Zehn dichteten und erlogen sich die wildesten, schlechtesten und verleumderisch bösesten Storys gegen Israel zusammen. Das Land also, von dem der Ewige sie, die Juden, als das Land, wo Milch und Honig fließt, hatte „hören“ lassen.

Wir wollen die Polit-Geschichte von heute einmal versuchen, als ein Ganzes zu begreifen. Zu hören, im Gott Gehorsam! Denn seine Liebe zu Gott kann der Mensch nun einmal nur beweisen im Gehorsam gegenüber der Tora, den Fünf Büchern Moses, Gottes Lehre, dem Grundgesetz in seiner Ordnung.

Die Psyche des Christenmenschen scheint sich, wie die Auswirkungen der merkelinischen NATO-Kirchenpolitik (s. Sachbuch MEIN GOTTESSTAAT – FAKTEN STATT GLAUBEN) es abgründig offenbart, heute mit Ausnahme der USA und der muslimischen Staaten, die bislang dem Abraham Abkommen beitraten, grundsätzlich gegen die Liebe Gottes gekehrt zu haben. Und die Gott Verleumder machen „Staat“ damit! Naheliegend, dass im Gegensatz zu diesen falschen Botschaftern der Liebe die Hebräische Bibel unseren Wochenabschnitt mit dem letzten Satz des „Schema Israel“ enden lässt, das so beginnt:
| „Schema Jisrael [Höre Israel], der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig … |→|
Du sollst den Ewigen, deinen Gott, lieben mit deinem ganzem Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“

Israel scheint oft allein zu stehen. Besonders natürlich allein im Kampf gegen das ach so Heilige Römische Reich Deutscher Nation, das sich aus den Worten des Neuen Testaments (der Widerlegung der Hebräischen Bibel), dem vermeintlichen Herzstück europäischer Kultur, die „Herrenrasse“ züchtete. Eine Identität, einen Geist, den man meist nicht mehr los wird?

Wir merkten uns bereits: Der christliche „Glaube“ ist das Gegenteil vom ewigen „Studium“ der Tora/Moses!
Ist das Christentum folglich das Gegenteil vom Judentum? Kultur des Sehens versus Kultur des Hörens (Gehorsams)?
| Dazu s. u. ein Auszug aus dem Hör-Vortrag von Großrabbiner Prof. Sacks sel.A.| Komplett → Tora vom Himmel:

    former Chief Rabbi Jonathan Sacks Foto: coopermiall

    „…Im Judentum sagt nicht das, was man sieht, die Wahrheit, sondern das, was man hört – und das ist alles. Wenn man sich auf das Sehen verlässt, geht man in die Irre.
    Was sollen wir anschauen, um es richtig zu erfassen? Die „Zizit“. „ure’item oto usechartem“ – „ihr sollt sie sehen und gedenken“.
    Und wie fängt der Wochenabschnitt an, in dem die Zizit eine Rolle spielen? „Schelach lecha“ [„Sende aus“! 4. Mose 13,1 – 15, 41] – es ist der Abschnitt über die Kundschafter.
    Da werden dieselben Worte gebraucht: „ure’item et ha’arez“ – „und ihr sollt ansehen das Land….“ Das ist das Leitwort. „Und ihr sollt sehen“ – das Wort kommt nur drei Mal in der Tora vor, zwei Mal in diesem Abschnitt.
    Die Kundschafter sahen – und zogen daraus bestimmte Schlüsse. Es waren falsche Schlüsse. Was sahen sie? Wann immer Sie eine Verteidigung des Judentums brauchen, hier ist sie. Erinnern Sie sich, dass Mose unter den vielen Dingen, die er den Kundschaftern aufgetragen hat, sagte: „Seht, was es für Städte sind, in denen sie wohnen, ob sie in Zeltdörfern oder in festen Städten wohnen!“ Und sie kamen zurück und sagten, die Städte seien befestigt und sehr groß. Im 5. Buch Mose , Kapitel 1, fügen sie noch hinzu, sie seien bis an den Himmel ummauert. Also: Was machen die Kundschafter? Sie folgerten, wenn die Städte stark sind, dann ist auch die Bevölkerung stark. Das war ihre Schlussfolgerung…“

Schabbat Schalom

Eric Martienssen

Seit meinem Kirchenaustritt 2009 spüren meine jüdisch-orthodoxen Freunde in Israel und ich in Artikeln und höchst politischen Schabbat-Kommentaren auf GSI (God's Sabbath Int.) den Fake News Roms nach.

Der damalige Pontifex zerstörte die Wohnung Gottes, den Tempel in Jerusalem - Fakt! War das Neue Testament und die Kirche nur eine Weltmacht strategische Geschäftsidee Roms? Was ist Politik heute? Viel Freude bei Ihrer Reise auf GSI.