| Nach 2Tsd. Jahren → Antijudaismus im Neuen Testament immer noch Träume, woher Antisemitismus kommt?
«Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist.» So das Zeugnis des Matthäus (1,20) am Anfang der vier Evangelien, dem Beginn der Weihnachtsgeschichte des aller Wahrscheinlichkeit nach vom damaligen Pontifex und Imperator Roms bei Joseph – Joseph ben Mathitjahu ha Kohen (Priester) – beauftragten Neuen Testaments. Denn dieser Joseph war einer der höchsten jüdischen Tora-Gelehrten und als rebellischer Anführer der Galiläischen Armee gleich zu Beginn des Jüdischen Krieges vernichten geschlagen worden und hatte bis zur Zerstörung Gottes Tempels in Jerusalem durch Vespasian in dessen Kerker gelegen. Einzige Möglichkeit da heraus zu kommen, ein Traum: «Aus dem Rebellen wurde ein Prophet. Zu Kaiser Nero wolle der Feldherr ihn schicken? „Wozu denn? Werden denn die Nachfolger Neros bis zu deinem Regierungsantritt lange an der Herrschaft bleiben? Du, Vespasian, wirst Kaiser und Alleinherrscher, sowohl du wie dieser dein Sohn.“» So SPIEGEL GESCHICHTE unter der Headline «Rebell und Überläufer». Unser Abschnitt aus der Tora (Lehre) endete letzte Woche mit den Deutungen der Träume des Oberbäckers und Obermundschenks des Pharao durch unseren Joseph. Der eine Traum voll zum Leben. Der andere Traum voll zur Zerstörung.
Die Lehre: Wir sollen zwischen gutem Traum und bösem Traum – wie dem oben angeführten zu Beginn der sogenannten Evangelien des Neuen Testaments, der gar lieblich Weihrauch geschwängert die Einzigkeit des Einen Gottes bis zu seinem Zweiten Tempel in Jerusalem voll vernichten / überschreiben will – voll unterscheiden lernen! Nehmen wir über das Neue Testament hinaus zur völlig sicheren Entlarvung des Bösen einfach einmal eine etwas modernere Zerstörungsgeschichte, wie beispielsweise die des Baptistenpators Martin Luther King: „I have a dream“. Da sind es gleich drei Merkmale, die über jeden Zweifel erhaben gegen irgendetwas Gutes in ihm sprechen: 1. Er ist ein Baptist – die Taufe in den vermeintlich heiligen Geist beinhaltet, dass nichts Heiliges im Judentum mehr sein soll, Auslöschung, 2. Der Pastor / Pfarrer, der sich im völligen Wissen darum auf den Antijudaismus im Neuen Testament stützt, und 3. dass der gebürtige Michael King sich den „Künstlernamen“ des wohl bis zum heutigen Tage politisch und Seelen-missbräuchlich wohl nachhaltigsten Antisemiten der Weltgeschichte gab. Unser Tora-Wochenabschnitt Mikkez (nach Ablauf) beginnt mit den Worten: „Nach Ablauf 2 [voller] Jahre [Josephs im Kerker des Pharao] geschah es, dass Pharao träumte: Da, er steht an dem Fluss“. Jeder kennt Pharaos Traum von den sieben fetten und den sieben mageren Kühen, den dieser sich in Regierungsverantwortung für sein Land – und in völligem Gegensatz zu den christlichen Gottesstaaten des Pontifex und Luthers – ausgerechnet vom Sohn Israels, Joseph, deuten lässt.
Mikkez (auch: Mikez) 1. Moses 41,1 – 44,17 || 1. Könige 3,15 – 4,1
| Kommentar von Eric Martienssen | → Über uns – gegen Rom
[ Für Christen zum Vergleich auch | → Die Jüdische Weihnachtsgeschichte
- „Pharao sprach zu Joseph: Ich habe einen Traum geträumt, und keiner ist, der ihn deute. Ich aber, ich habe von dir sprechen gehört, du brauchest einen Traum nur zu hören, um ihn zu deuten. Joseph antwortete Pharao, sprechend: Ohne mich! Gott möge antworten, was zu Pharaos Frieden ist.“ (41,15-16)
Sind es nur die Gehorsamen, die, in Demut allein auf den Ewigen, nicht auf sich selbst („ohne mich“) und schon gar nicht auf Götzen wie den Jesus der Kirche oder Luther-Deutschlands Hörenden, die wie Joseph im Toraabschnitt dieser Woche dem Pharao Deutungen auf dessen Träume geben können? Nein, jetzt wohl auch jedermann, der in „allerhöchster“ Konsequenz die Lehre aus diesem Tora-Wochenabschnitt für sich ganz persönlich und sein Land zu ziehen bereit ist.
Mit Ausnahme von Hiob sind es in der Hebräischen Bibel nämlich immer nur jüdische Propheten. Moses (Mosche) der größte unter ihnen. Rom wollte die ganze Welt erobern und tat es, bis heute erfolgreich, mit der Erfindung eigener Propheten, sogenannter Apostel, die sogar die Worte ihres Jesuskindes ins völlige Gegenteil verklären.
In der Parascha der letzten Woche hatte auch der Mundschenk Pharaos unserem Joseph im Kerker einen Traum erzählt. Er handelte von „voll“ Fruchtbarem bei viermaligem Vorkommen von Wein bzw. Beeren – zum Dienst am Herrn. So sagt der Talmud, dass wir vier Becher Wein am „Seder“ vor Pessach trinken sollen – zur Befreiung! Joseph prophezeit entsprechend des „voll“ guten Traumes des Mundschenks, dass der Pharao „das Haupt des Mundschenks [wieder] erheben“ wird – zur Freiheit und Würde.
Daraufhin dachte sich der Bäcker wohl im vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem (obwohl auch nach den gehässigen Märchen im Neuen Testament selber Jude) antisemitischen Götzen des Christentums Roms, Jesus: Ach, wenn das so einfach geht, Errettung und Befreiung zu erlangen, dann will ich dem Joseph auch mal `nen Traum vorträumen. Es war ein voll böser Traum. Ergo prophezeit Joseph dem Bäcker „binnen drei Tagen wird der Pharao deinen Kopf von dir herab nehmen und dich an einen Baum hängen, und das Gevögel wird das Fleisch von dir abfressen.“ So geschah es!
Beide Träume des Pharaos in unserer aktuellen Tora-Wochenlesung MIKEZ – sowohl der von den fetten und mageren Kühen wie der von den Ähren – stellen jeweils in sich Gutes und Böses gegenüber, während in der Lesung der Woche zuvor der eine Traum [voll] gut und der andere [voll] böse war. Immer waren es ZWEI Träume! Ist es für Christen nicht ein ziemlich Existenz gefährdendes Wagnis, neue Träume zu erfinden, wenn doch der Ewige weiß, welche Träume wahr und ehrlich sind?Sollte umgekehrt ein Jude, sehr geehrter Herr Dr. „Josef“ Schuster, nicht stringent wie der Ewige und mit Ihm Eins unterscheiden können, was voll böse und was voll gut ist? Also was zum Albtraum führt und was zur Befreiung / Errettung der Träumenden? Denn:
- „Wenn er kehren lässt die Heimkehrer Zions, werden wir wie die Träumenden. Lachens voll ist dann unser Mund, unsere Zunge Jubels. Man spricht in der Stämmewelt dann: »Großes hat ER an diesen getan! – Großes hatte an uns er getan, Frohe waren wir worden. Lasse, Du, uns Wiederkehr kehren wie den Bachbetten im Südgau! Die nun
| säen in Tränen, im Jubel werden sie ernten!“ → sagt Israels – nicht Roms! – Psalm 126.
Wieso heimkehren? 2Tsd. Jahre sind es nun schon her nach der Zerstörung Gottes Tempels in Jerusalem durch den Pontifex Roms, des heutigen Papstes! Infolge dessen römischen Vernichtungskrieges gegen die Juden, dem Jüdischen Krieg, „starb nach modernen Schätzungen bis zu einem Drittel der Bevölkerung Judäas. Die Angabe von Flavius Josephus, ca. 1,1 Millionen jüdische Kriegstote“, subsumiert Wikipedia. Flavius Josephus, der zum römischen Papst übergelaufene jüdische Kohen Joseph ben Mathitjahu, hatte als einziger Historiker dieser Zeit den Vorteil, dass er das aller Wahrscheinlichkeit nach von ihm sebst erfundene Neue Testament als „historische Wahrheit“ hinstellen, also quasi sich selbst bezeugen konnte.
Das nun ist das Große an Josephs Deutung (mit fast identischem Inhalt in der Koran-Sure „Yusuf“) und der Überlegenheit seiner Weisheit. Er hat den Mut zur Wahrheit und damit zur einzigen Befreiung, sogar vor dem König! Er verzehrt sich danach, dem Pharao nur Gutes deuten zu können, aber er verbürgt sich nicht dafür. Er kann es nicht, weil das bei Gott steht. Josef erinnert daran, dass das Glück unbeständig ist. Er deutet dem Pharao nicht dessen Träume sondern dessen Pflichten. Die aus dem Verlassen auf den Ewigen, den Schöpfer und Regenten der Welt, stammende jüdische Weisheit ist es, die Zeiten sich zum [voll] Guten kehren lässt und deren Aufgabe es ist, die Menschen die Lehre des und vom Ewigen zu lehren.
Schabbat Schalom


BS“D
Schabbat Schalom, lieber Eric, heute zum Schabbat Mikketz!
Nach Deinem Wunsch ein Hinweis auf eine seltene Konstellation am Schabbat Mikketz in diesem Jahr: Wer den Jüdischen Kalender kennt, für den sind die Zusammenhänge des Wochenabschnitt aus der Torah mit dem dazu gehörigen Propheten-Abschnitt selbstverständlich. Ebenfalls ist es keine Frage, dass bei bestimmten Konstellationen, wenn ein Schabbat z.B.auf einen speziellen Feiertag fällt, von der Regel-Haftara abgewichen und statt dessen eine Spezial-Haftara gelesen wird.
Nur selten wird es bewusst wahrgenommen, dass es einen Schabbat gibt, bei dem der Spezialfall wie die Regelmäßigkeit erscheint, also der zum Wochenabschnitt der Tora gehörende Propheten-Abschnitt nur selten vorkommt, als wäre es eine Ausnahme. Das ist beim Schabbat Mikketz der Fall. So sind die neun Jüdischen Jahreszahlen 5733, 37, 57, 61, 5781 (heute), 5784, 5801, 08, und 5828 Beispieljahre in fast 100 Jahren, in denen der zum Wochenabschnitt Mikketz eigentlich dazu gehörige Prophetenabschbnitt „1. Buch der Könige, Kapitel 3 Vers 15 bis Kapitel 4 Vers 1“ gelesen wird.
Der Grund ist das Jüdische Weihefest Chanukka über 8 Tage, das durch eine der Ersatz-Theologien zum Weihnachtsfest umfunktioniert wurde. Mikketz fällt also meistens in die Chanukka-Tage und wird dabei zum Schabbat Chanukka, wenn der 1. und der 8. Tag Chanukka ein Schabbat sind, dann können die Spezial-Hafterot am Schabbat Mikketz gegenüber einem Jahr mit nur einem Schabbat Chanukka auch noch verschieden sein.
Wäre das Ganze nicht ein Grund, den Propheten-Abschnitt zu Mikketz auch in manchem Jahr einmal extra zu lesen?
Nochmals Schabbat Mikketz Schalom!
Dein J. K. in R. B. S.