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Waetchanan – Und ich flehte für das Lutherdekaden verhetzte Deutschland

5. Mose 3,23 – 7,11 || Jesaja 40,1-26
Kommentar von Eric Martienssen

Rabbi Schlomo Hakohen von Radimsk (Kommentar „Tiferet Schlomo“) weist der in unserem heutigen Wochenabschnitt Wa’etchanan (und ich flehte) von Mosche (Moses) benutzten Wendung „in dem Lande“ (Ba’arez) nicht nur eine typisch chassidische Deutung zu, sondern, wenn Sie – in Zeiten der Aggressionen aus dem Gazastreifen und anderer palästinensisch-christlicher Aushöhlungsversuche an Israel – so wollen, auch eine hoch aktuelle politische Deutung. Denn auch, wenn es sich um irdische, materielle Belange handelt (Ba’arez), sind die Gesetze der Tora gültig. Es gibt keinen Bereich menschlichen Lebens, in welchem die göttlichen Vorschriften, Satzungen und Rechte nicht Gültigkeit hätten. Im Prinzip sollte das Judentum, wenn es sich nicht ständig von den Völkern und deren Ba’alim verführen ließe, die Trennung in Profan und Heilig gar nicht kennen, da jeder Aspekt des tagtäglichen Lebens geheiligt sein will, wörtlich 5.Mo.4,5-6:

    „Siehe, ich habe euch Satzungen und Rechte gelehrt, wie es mir der Ewige, mein Gott, befohlen hat, auf dass ihr also in dem Lande tun sollt, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen. So beachtet und übt sie aus, denn darin besteht eure Weisheit und Einsicht in den Augen der Völker; wenn sie all diese Satzungen hören, so werden sie sagen: fürwahr, ein weises und verständiges Volk ist diese große Nation.“

Wie wir leider erfahren mussten, erkannten die Völker und Nationen – und wollen bis auf den heutigen Tag nicht erkennen – in Israels göttlicher Gesetzgebung weder Weisheit noch Einsicht, sondern nahmen das Wort Gottes, bezeichneten es als Altes Testament, Vermächtnis eines toten Gottes, schufen sich einfach neue, jederzeit mit neuen Einsichten auslegbare Ba’alim, gar mit einem Neuen Testament und eigenen Gesetzen. Diese Götter konnten sich der Zeit stets anpassen – ein Landesbischof der Luther-Nachfolgeorganisation Evangelische Kirche wies 1996 sogar nach, dass Gott Jesus ein Schwuler war – und waren untereinander stets nach Belieben austauschbar. Samt Gesetzen austauschbar „versteht“ sich, denn bis vor wenigen Jahren war Homosexualität auch im Deutschland Luthers noch strafbar.

rp_Luthers-Reichskristallnacht-bzw-Pogromnacht-zu-Ehren-des-Christengottes-150x150.jpgHeute braucht Lutherpfarrerstochter Angela Merkel in ihrer Springer-Presse lediglich weise und verständig auszusprechen, „kein Verständnis für die Siedlungspolitik Israels“ zu haben, und jeder Deutsche fühlt sich zum antisemitisch-lutherischen Kampf gegen ganz Israel und alle Juden, die DIE WELT unter Gottes Gesetze treten wollen, geradezu berufen, heiliger Krieger für das geliebte Lutherdeutschland zu werden! (Man hat in der Welt „vorsätzlich“ doch glatt vergessen, dass die heutige Palästinensermisere eine Erfindung Deutschlands war – ausgelöst durch Hitlers Großmufti von Jerusalem al-Husseini und seine arabische „Armee des heiligen Krieges“ zur Befreiung Palästinas, s. DER SPIEGEL 1951.) Der Kirche erscheint es wie im 2. Buch Könige Kapitel 1 Vers 2 eben weise und verständig, ihren jeweiligen Baal zu befragen, sogar „den Teufel mit dem Ba’al Sebub [בעל זבוב] auszutreiben“ und gleiches Gott lästernde Treiben auch den Juden nahezulegen. Zuerst allerdings ihrem Luthervolk. Dieser Tage lief eine jedem Menschen, der an Deutschlands geistig-geistliche Zersetzung nicht glaubt zu empfehlende Dokumentation „Mission unter falscher Flagge“ in der ARD. Hier brachte DAS ERSTE tatsächlich das Kunststück zustande, radikale charismatische Christen in Deutschland zu verdammen und einen Lutherpfarrer (weise und verständig) diese „Fehlentwicklung christlichen Glaubens“, die der Pfarrer Kraft seines Amtes selbst verantwortet, gerade biegen zu lassen. Hier wurde vor laufender Kamera also sprichwörtlich „der Teufel mit dem Ba’al Sebub ausgetrieben, denn etwas Gottloseres als der ganz „normale Glauben“ Martin Luthers – und Antisemitischeres obendrein – hat es doch wohl in der ganzen Weltgeschichte nicht gegeben. Aber schauen sie selber (45 min.) → Mission unter falscher Flagge.

Und erinnern Sie sich des letzten Satzes der Parascha voriger Woche:

    “Fürchte sie nicht, denn der Ewige euer Gott, er ist es, der für euch streitet.“

Und diese Zusage Gottes an Dich, Israel, ist Gottes Wort. Das Wort, das Er Dir gab:

    “[Tuet] Fügt nichts hinzu zu dem Worte, das ich euch gebiete, und nehmt nichts davon weg, dass ihr beobachtet die Gebote des Ewigen eures Gottes, die ich euch gebiete.“(5.Mo.4,2)

Die Väter der Kirche, die dem Israel von Gott gegebenen Wort durch ihr Neues Testament am meisten hinzufügten, die waren es auch, die Israel vor zweitausend Jahren aus dem Land Gottes vertrieben, in welches Israel in unserer Parascha gerade im Begriffe ist, einzuziehen. Christen bezeichnen sich sogar als „Befreite von den Gesetzen Gottes“, „Überwinder“, und obendrein durch Lutherpfarrer Gauck als „Gottes Neues Volk“. Und sie leben somit in weit größerer Entfernung von Gott, als die islamistischsten Mohammedaner, denn es gibt nicht einmal unter denen einen einzigen Gläubigen, der Mohammed als Gott anbeten würde, wie Christen ihren griechischen Christus.

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

Wann wohl will Deutschland anfangen, Israel zu trösten, statt es mit Palästinensern vereint noch weiter zu vernichten? Dazu gibt der kommende Schabbat Gelegenheit, denn er trägt entsprechend der Haftara aus Jesaja 40 auch den Namen „Nachamu“[ami], ‚Tröste, tröste Mein Volk!

Stichpunkte der Parascha Wa’etchanan
nach dem jüdischen
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< Wiederholung des Bundes und Bundes-Gesetzes. Gottes Weg mit Israel; Erlösung aus Mizrajim - Erlösung aus allen Völkern zur Erkenntnis des Ewigen || Trost in Offenbarung der Herrlichkeit Gottes >Psalm 90 >

Bitte beachten Sie auch den originellen Beitrag des Herausgebers des Hawdala-Kalenders, Jehonatan Kiebitz, in der Rubrik „Aktuelles“ von Gods-Sabbath.de:
Schaltjahr für den Islam?

Ergo gibt es keine größere Entfernung vom Gott der Bibel, als das Christentum, keinen größeren Spott gegen Gott, als die Lutherdekade und den von Angela Merkel – wieder – dem deutschen Tätervolk unterschwellig aufoktroyierten Antisemitismus? Gleiches Szenario in der Ukraine: Merkel konstruiert – weil ihre Lügen keine Ländergrenzen noch gesetzliche Begrenzungen mehr kennen – eine militärische Invasion Russlands, obwohl sie die Invasorin ist, um entgegen des den Sowjets 1990 gegebenen Versprechens hinterlistig eine NATO-Osterweiterung betreiben zu können, s. DER SPIEGEL „Absurde Vorstellung„? Was sich an Merkel beweist ist, dass wer persönliche Schuld leugnet, oft wieder zum Täter wird. Man sympathisiert mit terroristischen Palästinensern; ist man doch seelisch eins mit ihnen. War es im September 2011 noch allein die deutsche Kanzlerin im europäischen Konzert, der vorsätzlich „jedes Verständnis“ für die Siedlungspolitik Israels fehlte, war es ihrer „finanziellen“ Überredenskunst in der Europäischen Union schon im Dezember des gleichen Jahres gelungen, dass zunehmend das ganze von Deutschland – wieder – überlagerte Europa dem Staat Israel das Verständnis verweigerte! Gibt es etwas Perverseres, als vorsätzliche Verständnislosigkeit? In Gottes Augen nicht – ihr habt alle Meine Rechtsverordnungen gehört! „So sollst du nun wissen“,lässt der Umscharte unsere Parascha enden (5.Mo.7,9-11), „dass der Ewige, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die Ihn lieben und Seine Gebote halten, und vergilt ins Angesicht denen, die Ihn hassen, und bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die Ihn hassen. So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du danach tust.“

Schabbat Schalom


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1 Kommentar to “Waetchanan – Und ich flehte für das Lutherdekaden verhetzte Deutschland”

  1. Marion Parsch sagt:

    Lieber Herr Martienssen,

    Früher oder später wird auch die Kanzlerin Flagge zeigen müssen.
    Es kann nicht angehen, dass man dem Feind Israels Waffen verkauft und dann die höchste Auszeichnung Israels annimmt.

    So langsam steigt in mir aber der Verdacht hoch, dass es an Kenntnis mangelt. Möglicherweise hat sich die Regierung mit dem Thema Wahrheit noch nicht befasst. Sie ist sich dessen wohl auch gar nicht bewusst, dass sie allein durch ihre Waffenverkäufe sich an jedem Krieg beteiligt ist und zum Mittäter macht. In dem Fall steht sie indirekt auf der arabischen , bzw. palästinensischen Seite.
    Interessant wäre zu erfahren, welchen „Gott“sie anbeten, wenn überhaupt.
    Denn ist es der Allmächtige, der Gott Israels, so müssten sie erkennen, dass es nur ein Volk Gottes gibt. Dieses Volk besteht aus den Zeugen von damals, den nachgefolgten und zukünftigen Generationen, sowie denjenigen die sich ihnen aus der Fremde angeschlossen haben, in Annahme der Gebote und Gesetze.

    Wären sie in der Lage das zu erkennen, würde die Frage nicht hochkommen, auf welcher Seite sie stehen. Dann ständen sie natürlich auf der Richtigen.

    Ich denke lieber Herr Martienssen, es ist alles eine Frage der Zeit, wann die Wahrheit ans Licht kommt und sie kommt, denn der Herr allein ist die Wahrheit.
    Bis dahin, wird die Lüge weiter ihr hässliches Gesicht zeigen.

    Schalom
    Marion Parsch