| Goethe-Institut: Antisemitisch und antideutsch, überschreibt die JÜDISCHE RUNDSCHAU einen Artikel in ihrer März-Ausgabe vor dem erneuten Corona Pessach-Fest „– ohrenbetäubendes Schweigen der Medien zu dem Skandal in der deutschen Vorzeige-Institution“, heißt es dort weiter. „Kurz gesagt: Ideologie-Vermittlung kommt jetzt vor Kultur-Vermittlung.“ Wie bitte, was für eine Ideologie soll das denn sein, bei uns haben Nazis doch lange schon keinen Platz mehr? Doch verkannt wird ihr Platz am Tisch des heiligen Abendmahls Jesu Christi, Gründonnerstag vor Karfreitag und Ostern. Da wurden die seinem jüdischen Volk vermittelten Werte Gottes ins grundsätzliche Gegenteil verkehrt. Von wem? Vom römischen Neugott Jesus Christus persönlich, „auf dass ihr [Christen nun umgekehrt] an meinem Tisch in meinem Reich essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.“ (Lukas-Evangelium des Neuen Testaments, Kapitel 22, Vers 30) Die Blaupause für jedwede Verkehrungskultur der Werte in ihr absolutes Gegenteil bis heute! Oder „Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen“, wie es der jüdische Philosoph Theodor Lessing es ausdrückte, der 1933 im Exil in Marienbad von deutschen Nazis ermordet wurde? – An unserem aktuell bevorstehenden Schabbat mit dem Namen „Gebiete“ (hebr: zaw – צו) leidet die ganze Welt unter dem Corona-Virus. In diesem Jahr ist dies der unmittelbar am Vorabend des Seder-Mahls beginnende Schabbat, also vor dem von Gott und seinen Gesetzen Israel befohlenen Pessach-Fest und trägt den Beinamen „haGadol“ – derGroße … und furchtbare Tag des Ewigen (Maleachi 3,23). Bis heute trennt dieser Tag faktisch – keine Fake News – die eine Religion der Juden von allen heidnischen Religionen der ganzen Welt. Und zwar tief in Seelen und Kulturen. Egal, ob diese einen Jesus statt Gott oder Mohammed als Propheten verherrlichen. Jetzt aber sind wir alle vereint im Corona-Virus – auf wessen Gebieten hin? Eine der markantesten Stellen der Erzählung und Handlungsanweisung aus der „Haggada“ für den „Seder“ (Ordnung), am Vorabend des ersten Pessach-Tages (28. März 2021), ist der gleich hier unten folgende. Nennen wir ihn der Plakativität halber einfach einmal den „Wissens-Vers“ der Haggada.

Schabbat ZAW-Lesungen: 3. Moses 6,1 – 8,36 || Maleachi 3,4-24
Zusammenfassung lt. „Hawdala-Kalender“ unseres Freundes und Autors Jehonatan Kiebitz aus Bet Shemesh: «Salbung der Stiftshütte und Priester: Einsetzungsopfer zum Dienst des Ewigen || Der große und furchtbare Tag des Ewigen – alle Frevler wie brennend Stroh, Gottes Dienern Sonne der Gerechtigkeit»
Lesung beim Seder-Mahl → Pessach-Haggada
1. Tag: Hallel, 2.M.12,21-51; 4.M.28,16-25 || Josua 3,5-7 & 5,2 – 6,1 & 6,27

Zfg: «Pessach in Ägypten || Pessach vor Jericho / Gebet um Tau und Mussaf»
2. Tag: Hallel, 3.M.22,26 – 23,44; 4.M.28,19-25 || 2.Könige 23,1-9 & 21-25
Zfg: «Die heiligen Feste || Joschijahu’s Pessach»
7. Tag, Schabbat: Kl. Hallel, 2.M.13,17 – 15,26; 4.M.28,19-25 || 2.Sam. 22
Zfg: «Durchzug Schilfmeer – Moses Lied || Davids Lobgesang für Errettung»
8. Tag: Kl. Hallel, 5.M.15,19 – 16,17; 4.M.28,19-25 || Jesaja 10,32 – 12,6
Zfg: «Heiligung Erstgeburt und Feste Pessach, Schawuot, Sukkot – Gottes Befreiung gedenken und erhalten || Regierung des Maschiach – Erkenntnis des Ewigen»
| Kommentar von Eric Martienssen | → Über uns – gegen Rom

    „Da sprach Gott zu Abraham: Wissen, wissen sollst du, dass Fremdling dein Nachkomme sein wird in ihnen nicht gehörendem Land, sie werden ihnen [den Ägyptern] dienen, und sie werden sie peinigen vierhundert Jahre“ (Haggada aus 1.Mo.15,13)

Benno Jacob weist darauf hin, dass diese Einleitung „jadoa teda“ (wissen, wissen sollst du) zu Beginn einer Rede eine feierliche Proklamation einführt, die wir an verschiedenen Stellen im Tanach finden. Die Verdopplung des Verbums soll uns auf dessen Bedeutung hinweisen.

Der Talmud interpretiert eine solche Wiederholung bei anderen Verben als Aufforderung, eine Handlung, falls erforderlich, sogar „hundertmal“ zu wiederholen. In unserem Vers bedeutet es, sich den Hintergrund und Ablauf jüdischer Geschichte immer wieder vor Augen zu halten. Jüdische Geschichte, die mit Abraham beginnt, ist gerade nicht Sinngebung des Sinnlosen, sondern von Im Anfang an sinnerfüllt, da von Gott bestimmt und geleitet.

Kommt dem Auszug aus Ägypten, den wir in der Sedernacht am Samstag Corona-Virus bedingt erneut nicht einmal in Gemeinschaft unserer Gemeinden, mit Abstand von allen Menschen, vielleicht sogar alleine verbringen, somit vielleicht sogar erstmals eine Bedeutung zu, die wir als Einzelner unter vielen geliebten Menschen in Gemeinde oder Familie niemals derart verinnerlicht hätten:
Du sollst als einzelner und als Volk Israel den Auszug aus Ägypten, deiner Befreiung, deine Freiheit, heute in unserer Zeit so persönlich innerlich erleben, als seiest du selber dabei gewesen?

Der Auszug aus Ägypten fand seinen Sinn und seine Vollendung am Sinai mit der Verkündung der göttlichen Gesetzgebung. Aber erst am Sinai, an Schawuot, erlangte das jüdische Volk zu seiner physischen (Corona = Kranz?) auch seine geistige Freiheit. Die Krone aller Freiheit! Wer hätte das vorher gedacht, dass Gesetze frei machen?

Die Unterwerfung unter einen menschlichen (oder viralen) Herrscher wurde aufgehoben, um die höchste Freiheit zu erlangen, die sich ausdrückt in der Anerkennung Gottes, des Schöpfers der Welt und des Herrn der Geschichte, dem alles untertan ist. Freiheit besteht nicht darin, nichts anerkennen zu wollen, sondern in der Befolgung der Gebote Gottes, wie sie am Sinai mitgeteilt wurden.

„Ich bin der Ewige, dein Gott, der dich aus Ägypten, aus dem Sklavenhaus geführt hat“, lautet der erste Satz des Dekalogs, des Zehnwortes, der Zehn Gebote.
Schon dieser erste Satz wird von unseren Lieblingsnachbarn in Deutschland verachtet; der einzig singulär Ewige – Erkennungsmerkmal: der dich persönlich aus Ägypten geführt hat – ebenso durch den Nationalhelden Luther wie vom Papst aus dem ersten Gebot heraus geschrieben, wie das einzig singuläre Volk, das sich von IHM aus Ägypten, aus dem Sklavenhaus führen ließ! Deshalb sagt die Haggada:

„In allen Zeitaltern ist es Pflicht eines jeden Einzelnen, sich vorzustellen, als sei er selbst aus Ägypten gezogen, wie es heißt (Exodus 13,8): «Du sollst deinem Sohn sagen, um dieses willen hat es der Ewige für mich getan, als i c h aus Ägypten zog».“
Und die Tora stellt fest (egal aus welchem Schlamassel):
„Der Ewige unser Gott hat mit uns einen Bund geschlossen am Horeb. Nicht mit unsern Vätern hat der Ewige diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, diesen hier, die wir heute alle leben.“ (5.M.5,3)

Wissen wir nicht auch um die Tatsache, dass all die großen Mächte, die das jüdische Volk verfolgt haben, letztendlich scheiterten und von der Bühne der Weltgeschichte verschwunden sind: Am Jisrael chai? Was ist letztendlich dann mit dem Feind COVID 19 (SARS-CoV-2) – Corona? Ein Blick in unseren Tora-Wochenabschnitt ZAW sieht (3.M.7,11-12):

    „Und dies ist die Lehre des Friedensmahlopfers, welches er Gott darbringt. Wenn er es wegen einer Dankespflicht darbringt, so bringt er zum Dankesmahlopfer mit Öl durchrührte Mazzotbrote.“

Raschi zitiert den Talmud, der, basierend auf einem Kapitel der Psalmen (107), festlegt, wer zu besonderem Dank verpflichtet ist, denn…

    “…Vier müssen einen Dankessegen sprechen – die das Meer befahren, die in der Wüste reisen, wer krank war und genesen ist, wer im Gefängnis eingesperrt war und freigekommen ist…“ (Brachot 54b)

…also alle Juden müssen dankbar sein! Wem? Dem Ewigen. Einzig, echad!
Schabbat Schalom wePessach Sameach!
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Eric Martienssen

Seit meinem Kirchenaustritt 2009 spüren meine jüdisch-orthodoxen Freunde in Israel und ich in Artikeln und höchst politischen Schabbat-Kommentaren auf GSI (God's Sabbath Int.) den Fake News Roms nach.

Der damalige Pontifex zerstörte die Wohnung Gottes, den Tempel in Jerusalem - Fakt! War das Neue Testament und die Kirche nur eine Weltmacht strategische Geschäftsidee Roms? Was ist Politik heute? Viel Freude bei Ihrer Reise auf GSI.

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