Ausgerechnet am Donnerstag vor dem mit den Worten „und Jakob sandte Boten“ beginnenden Schabbat „Wajischlach“, sendet der Deutschlandfunk die Botschaft einer gemeinsamen Erklärung der EU-Staaten gegen Antisemitismus. Sie war auf Initiative der deutschen Ratspräsidentschaft zustande gekommen! Etwa um zu erkunden, ob das maßgeblich von Deutschland dezimierte Weltjudentum all den vom Neuen Testament und seiner Kirche bis zum heutigen Tag andauernd ins Christentum gesandten Antijudaismus eventuell vergessen hätte? Die frohe Botschaft: Es hat! „Der Jüdische Weltkongress sprach von einem wichtigen Schritt. Es sei höchste Zeit, dass die EU, ihre Mitgliedstaaten und Kommunen dem Problem mehr Ressourcen widmeten.“ Wieder Mal haben die Juden das Problem nicht erkannt, sondern arbeiten sich – etwa durch den heiligen Glauben an das Christkind erfolgreich irre geführt – an Symptomen wie „Hassreden auch im Internet“ ab, die durch konsequente Ahndung und die „Arbeit spezialisierter Strafverfolger und Ermittler sowie die systematische Erfassung antisemitischer Vorfälle“ verhindert werden sollen. Dessen ungeachtet bleibt aber das grundsätzliche Problem, dass wenn eine Lutherpfarrerstochter – weil sie es aus dem Neuen Testament ihres Vaters seit der Kinderwiege nun schließlich nicht anders weiß – einen Israel vernichten wollenden PLO-Finanzchef des Olympia-Massakers von 1972 „mal wieder sehr herzlich“ im politischen Berlin empfängt, dann ist das für das Volk, das es seit hunderten von Jahren archetypisiert nicht anders weiß, wie eine vom Himmel hoch kommende Kanzelpredigt. Zwar rechtlich nicht zu ahnden, aber tausendfach wirkungsvoller x 27, denn die gesamte Europäische Union fußt doch auf ihren ach so christlichen Werten vom Jesuskind, das sich so lieblich-hold an die Juden wendet, von wegen „ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun“. So charmant kann antisemitische Volksverhetzung sein. Und Jakob – der nach dem Kampf am Jabok in unserem Tora-Wochenabschnitt den Namen Israel erhält – hat mit recht Angst vor der Tücke seines Bruders Esau / Esav / Edom.

Paraschat WaJischlach: 1. Moses 32,4 – 36,43 || Hosea 12,13 – 14,10; Obadja
| → politischer Sabbat-Kommentar von Eric Martienssen

    Und Jakov sandte nun Boten vor seinem Antlitz her zu Esav seinem Bruder nach dem Lande Seir, in Gefilde Edom. Diesen gebot er und sprach: So sollt ihr zu meinem Herrn Esau sagen … ich habe Rinder, Esel und Schafe, Knechte und Mägde erworben; und ich sende nun Boten, um es meinem Herrn zu berichten, damit ich Gnade finde vor deinen Augen! Und die Boten kehrten wieder zu Jakov zurück und berichteten ihm: Wir sind zu deinem Bruder Esav gekommen; und er zieht dir auch schon entgegen und 400 Mann mit ihm! Da fürchtete sich Jakov sehr, und es wurde ihm angst.“ (aus 32,4 bis 8)

Die zweite Schlagzeile des Tages betraf die Vornacht, den Corona-Tod von Valéry Giscard d’Estaing. Des Staatspräsidenten Frankreichs, der als ausgewiesener Europäer durch den Bau von Atomkraftwerken unter französischer Federführung das irakische Atomprogramm erst möglich machte, welches in letzter Minute nur durch die Luftwaffe der Israelischen Armee beendet werden konnte, als deren Jagdbomber 16 Bomben mit jeweils 1000 Kilogramm Gewicht auf die Reaktorhülle abwarfen.

Denn eigentlich wissen Juden: Das Gebiet Edom (rot, das auch für Blut steht) wird von Archäologen und Historikern zwar erforscht. Nicht aber der blutige Geist der Edomiter und deutschen Bundespräsidenten gegenüber Israel, die am Grabe Arafats – ganz Kirchentagspräsident a.D. – schwarz-rot-goldene Kränze niederlegen und dem Iran zum 40. Jahrestag seiner Islamischen Revolution Glückwunsch-Telegramme senden. Was für eine eindeutige Botschaft?

In mittelalterlichen rabbinischen Texten wird Edom häufig als Synonym für das byzantinische Reich (das sich selbst als fortbestehendes Römisches Reich betrachtete) oder das Christentum verwendet.

(Wikipedia) Esau (Esav) gilt als Stammvater der Edomiter. „Die Bosheit der Frevler ist groß, die Tücke Edoms hebt sich mächtig auf gegen Israel“, sagt Lion Feuchtwanger in seinem im Württemberg des 18. Jahrhunderts spielenden Roman „Jud Süß“. Wir erinnern uns, dass die damaligen Nazis (im Gegensatz zu den politsch korrekten von heute) diesen Roman zum Zwecke der Propaganda verfilmten. Heute findet das gleiche deutsche Regierungstreiben völlig offen als „Israel-Kritik“ gegen Israel statt. Entgegen aller Fakten wie von
| ► ARD-Kontraste entfaltet: Deutsche Steuergelder für Terroristen?

Die Volksetymologie des Alten Testaments deutet „Israel“ als „Gottesstreiter“ (32,29). Jakob bekam diesen neuen Namen, nachdem er mit einem geheimnisvollen Gegner gerungen hatte. Seine Nachkommen, die zwölf Stämme Israels, wurden als „Kinder Israels“, „Israeliten“ oder kurz „Israel“ bezeichnet. Der Name entspricht einer weit verbreiteten semitischen Namensform, die ein Verb im Imperfekt und das theophore Element El als Subjekt enthält.

Das verbale Element wird in dieser Deutung als von der semitischen Wurzel שרה „sarah = ringen, kämpfen“ abgeleitet angesehen. Möglich ist allerdings auch eine Ableitung von der Wurzel שרר „sarar = herrschen“. Das hebräische Imperfekt kann im Deutschen mit dem Präsens oder der Wunschform wiedergegeben werden, so dass sich als mögliche Übersetzungen ergeben: „Gott streitet (für uns)“ oder „Gott möge (für uns) streiten“ und „Gott herrscht“ oder „Gott möge herrschen“.

… Jakob war auf dem Rückweg aus dem Ausland (Haran), als dieses Ringen Gottes um ihn, und praktisch jeden einzelnen Menschen der sein Herz nicht an andere Götzen wie Jesus hängt, stattfand. Der vom Neuen Testament ausgehende Hass auf Israel – Mörder des Herrn Jesus, man muss ihnen das Maul stopfen, Toralesen tötet den Heiligen Geist (Roms) etc. – lässt sich in seiner die Ewigen Werte ins Gegenteil verkehrenden Weise einfach auf alles und jeden übertragen als „christliche Volksverhetzung“! Der Holocaust war eine christliche Veranstaltung!

Es bleibt als Lehre aus unserem Tora-Wochenabschnitt wahrscheinlich nur jedes Einzelnen Ringen, das mit Kirchenaustritt, Fakten büffeln und Liebe zum Ewigen anfängt. Diesen Geistern kämpferisch trotzendes Ziel jedes Einzelnen möge sein: Rettung hin zum Ewigen und zu seinem Volk Israel! Der RaMBaM schickte dem im Midrasch verewigten Kommentar Rabbi Hanassis zu diesem Tora-Wochenabschnitt eine besondere Einleitung voraus, welche die zeitlose Bedeutung des Kapitels hervorhebt:

„Dieser wurde verfasst, um dir zu sagen, dass Gott seinen Diener errettet und aus übermächtiger Hand erlöst…“

Wir sprachen schon des Öfteren von den drei Haupt-Vernichtungsstrategien gegen den Gott Israels durch christliche Parteien (zu oberst CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen), meassianische Kirchen und islamistische, muslimische Moscheen in deren erfundenen Bibel und Koran, hier ein Link zu den
| → 3 Hauptentwertungen Gottes durch Neues Testament und Koran.

Auf die sich in unserer Parascha aufdrängende Frage, wer in unserem Tora-Wochenabschnitt denn der Gegner Jakobs war, weiß Benno Jakob eine überzeugende Antwort:

    „…Der Midrasch [Bereschit Rabba] sagt: Es war der [himmlische] ’Fürst’ Esaws [Esaus], und das ist von allen Erklärungen die Zutreffendste. Der ’Satan’ ist auch ein Gotteskämpfer, er vertritt immer eine gute Sache, ein relatives Recht. Und das war Esaws Sache: Er durfte mit Recht auf den Bruder ergrimmt sein, der ihn betrogen hatte … im himmlischen Rate, wo kein Recht unvertreten ist, musste es eine Stimme gegeben haben ..: Nun wohl, du Annehmer Esaws, versuche, ob du Jakow überwinden kannst, d.h. ob er im Kämpfen erlahmen oder sich ergeben wird, sodass mein Plan, ihn zu einem Jisrael zu machen, zuschanden werde…“

Das war die Nacht, der Kampf am Jabbok (Nahr ez-Zarqa auf Arabisch, blauer Fluss). Jakob weiß, dass Esau ihm mit einer unüberwindlichen Streitmacht entgegen zieht. Um Esau friedlich zu stimmen, schickte Jakob ihm drei Tierherden. – Dies ist der diplomatische Weg.

Wie weit darf man dabei aber gehen, fragt der Midrasch Rabba 75,11? „Diplomatie und Kompromissbereitschaft finden dort ihre Grenzen, wo sie zur Selbsterniedrigung und Selbstverleugnung führen“. Aber Jakob vertraut nicht nur auf Diplomatie. Auch bereitet er sich auf eine kriegerische Auseinandersetzung vor. Beides jedoch nützt nichts, wenn nicht beide Strategien auf DEM Fundament guthin fundieren: dem Gebet zu dem einen Einigen Gott Israels und dem würdigen (also nicht-christlichen) Vertrauen auf das wahrhaftig Ewige:

    „Gott meines Vaters Abraham [Awraham] und Gott meines Vaters Isaak [Jizchak], Du, der zu mir sprach, kehre in dein Land und zu deiner Verwandtschaft zurück … errette mich aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus [Esaws, Edoms, Palästinenser im Gaza, den Siedlungsgebieten, der Palästinensischen Autonomiegebiete, der Muslime überhaupt und der diesen zugewandten deutschen Regierung, der Welt der sogar die Klagemauer als Teil Israels leugnenden UNO, wenn ich denn dereinst zu Dir zurückkommen will].“ (32,10 & 12)

Ein gerechtes Ringen und eine gute Rückkehr sei jeder Seele von Herzen gegönnt. Schabbat Schalom

Eric Martienssen

Seit meinem Kirchenaustritt 2009 spüren meine jüdisch-orthodoxen Freunde in Israel und ich in Artikeln und höchst politischen Schabbat-Kommentaren auf GSI (God's Sabbath Int.) den Fake News Roms nach.

Der damalige Pontifex zerstörte die Wohnung Gottes, den Tempel in Jerusalem - Fakt! War das Neue Testament und die Kirche nur eine Weltmacht strategische Geschäftsidee Roms? Was ist Politik heute? Viel Freude bei Ihrer Reise auf GSI.

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