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EMOR – Sprich zu Deutschland: Heilig leben

3. Mose 21,1 – 24,23; Haftara: Hesekiel 44,15-31
Kommentar von Eric Martienssen:

„Sprich zu“ (emor) heißt unser Wochenabschnitt. Schon in der Parascha „Kedoschim“ der letzten Woche hieß es gleich eingangs “Ihr sollt heilig sein, weil ICH heilig bin”. Zu denen Der Heilige dies sagen lässt sind die, die den Völkern durch Halten Seiner Gebote hier auf Erden vorausgehen. Will heißen, hier unten bereits im Angesichte des Ewigen – gelobt sei Er – heilig werden wollen, von ganzem Herzen orthodoxes Judentum. Warum hier auf Erden bereits? Weil es sonst kein Leben bei Gott in der kommenden Welt geben wird? Könnte das die Message sein, die die Juden den Völkern durch Vorleben weitergeben sollen, dass diese nicht gar dem Irrsinn verfallen, sie könnten hier unten, gar im gottlosen Kampf des Gottesstaates Deutschland gegen Putins Russland (denn in Wahrheit geht es wieder – verchristianisiert – um „Meinen Kampf gegen den Jüdischen Bolschewismus“) ihre Götter der Kirche anbeten oder sich als Islamisten, Salaphisten, Dschihadisten oder Palästinenser, den Gesetzen des Islam nachgehend, im Kampf gegen Juden und Israel in die Luft sprengen, und schwupps, nach dem Tod, geht es dann trotzdem zum Ewigen, den und dessen Gesetze sie vorher abgelehnt haben. Um ganz klar zu machen, was HaShem damit meint, indem Er es zum Gesetze machte, hier unten heilig zu werden, „weil ICH heilig bin“, sei an dieser Stelle das Schabbatgebot erwähnt … als Zeichen zwischen den Seinen und Ihm. Prompt schmeißt der Merkelinisch christlich wie auch der lutherisch-pastoral eine „Willkommenskultur“ vorGauckelnde Familienvater am Schabbat den Rasenmäher an. Und wer erlaubt Lutherpfarrern und deren Töchtern eigentlich, Worte wie „Gott“ oder „Kultur“ in den Mund zu nehmen, wenn nicht der diese Gottosigkeit Deutschlands – Hauptsache, es geht uns gut – bejahende Wähler? Verstehen Sie, was gemeint ist und dass es gar nichts damit zutun hat, ob „man“ meint, es käme doch schließlich nur auf das „Feiertag halten“ an? Denn am Schabbat ruhte der Ewige selbst in der Schöpfung. Tut Er es auch im Himmel? Würde Er Verständnis dafür haben, dass du Seine Sabbatruhe verachtest, dann – und nur dann – würde er auch jeden anderen Verbrecher an Seinen Ordnungen in die Ewigkeit lassen, oder? Wenn Du es also hier unten nicht begriffen hast, wirst du oben nie eine Chance bekommen, Seine „Humanität“ erkunden zu können. Versteht sich doch von selbst, weil das Ausprobieren als Tätigkeit und als solches schließlich die Ruhe der bei Ihm bewährt und verlässlich Ruhe Suchenden sowie die Ruhe Seiner selbst verletzen würde, was meinst du, Mensch?

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .
. . Stichpunkte der Parascha EMOR nach dem jüdischenHawdala-Kalender . .
< Gesetze für geheiligtes Leben der Priester zum Dienst im Heiligtum. Die Feste des Ewigen - Heilige Versammlungen || Der Ewige - Erbgut der Cohanim > Psalm 42

Mahmoud_AbbasAuch den Völker, besonders deutschen Kirchen-Christen, ist durch die „Lehre“ (tora) Gottes ans Herz gelegt, bei Zeiten bedingungslos umlernen: Statt eigene Gesetze mörderisch durchzusetzen oder sich selbst heilig zu sprechen, wie der Papst Franziskus es ihnen durch Heiligsprechungen von Judenhassern – er nennt Abbas einen Friedensengel – vormacht sieht die Tora des Ewigen nämlich vor, vor Ihm und Seinen Gesetzen heilig zu werden. Denn natürlich entbehrt das EU-Boykott von Siedlungsgebietsprodukten ebenso jedweden Fehlverhaltens seitens Israel wie die Sanktionen gegen Russland jeden Hauchs von Völkerrechtsbruch. Ein wie auch immer geartetes unrechtmäßiges Vorgehen Russlands auf der Krim wurde sogar von der renommierten FAZ klar wiederlegt: Kühle Ironie der [deutschen] Geschichte?

Es geht dem Ewigen ganz klar um Seine Begriffe von Heiligkeit, nicht etwa dass man sich selber heilig oder frei spräche, sondern dass der Ewige nach Seinen Gesetzen jemanden als heilig erkennt. Doch müssen Christen den Irrtümern gegen Gott partout folgen?

Im Prinzip haben wir mit unserer kommenden Tora-Wochenlesung EMOR inhaltlich zwei Abschnitte zu je zwei Kapiteln vorliegen. Beginnen wir unsere Betrachtung mit dem ersten Abschnitt, den Kapiteln 21 und 22, die an den Hohenpriester – den Cohen Gadol – Aharon & Söhne, gerichtetet sind, die Cohanim. Hier weist der Ewige, gesegnet sei Er, Mosche an: „Sprich [emor] zu den Priestern, den Söhnen Aharons, und spreche zu ihnen“… was für einen Auftrag sie innerhalb des Volkes Gottes und der ganzen Welt haben! Und genau dieser herausragende priesterliche Auftrag Gottes bringt die Welt gegen eben diese Cohanim – sie tragen auch immernoch Namen wie Cohn, Cohen, Coehn, Kahn, Ahron oder Ahren – und ganz Israel bis zum heutigen Tag auf. Oft bis zur Raserei.

… Doch was eigentlich sonst noch soll Mosche den Cohanim gebieten bzw. befehlen? Eben, die Feiertage zu halten soll er ihnen befehlen, sie zu achten (zu beobachten), also Achtung zu üben vor dem einen (1) Gott, der „Dich gerettet aus dem Sklavenhause Ägyptens“. Sprich: Erstes Gebot – Die Juden sind das einzige Volk, welche das Zehnwort, also die Zehn Gebote Gottes am Berg Sinai zu Schawuot empfingen und bis heute beobachten! Bei heidnischen Religionen hapert es oft schon dabei, allein nur das Erste Gebot zu zitieren, geschweige denn dessen Gott zu achten. Der Gott des Ersten Wortes ist natürlich, wie eben angerissen, auch der Gott Seines Vierten Wortes, des Schabbats, Seines Schabbats = Gottes Schabbats. Dieser Tag gehört Ihm! Er ist Sein Besitz, den Er mit Seinem Volk, dem Volk Gottes, Israel, teilen will (und allen, die sich zu Seinem Volk hinzu gesellen würden … gegen alle inneren Teufel). Und um diese Tage Seines Eigentums geht es, die Feiertage, die hier aufgelistet werden, beginnend natürlich mit dem Schabbat, dann den Bogen spannend von den Wallfahrtsfesten nach Jerusalem, Pessach, gefolgt, 50 Tage später, von der Übergabe der Tora an Schawuot bis zum Sukkot. Doch folgt in der Auflistung nach Schawuot nicht direkt Rosch HaSchana, wie wir es wohl alle erwartet hätten, sondern eine besondere Mizwa unterbricht unsren Ablauf:


    Und wenn ihr die Ernte eures Landes schneidet sollst du die Ecken deines Feldes nicht ganz fortnehmen indem du schneidest, und das Aufzulesende – versehentlich zu Boden Gefallene – Deiner Ernte sollst Du nicht auflesen; dem Armen und dem Fremden sollst du sie lassen, ICH bin Gott, euer Gott
    (3. Moses 23,22)

    Finden wir hier nicht die Ahnmutter unsres Königs David, nämlich Ruth, eine Nichtjüdin in unsrer Seele wieder, die von dem, was wir übrig ließen überlebte, dann in Boas ihren Löser fand um später Ahnmutter Davids zu werden, aus dessen Geschlecht dereinst der Messias kommen wird? Sie hatte wahrlich Hunger gelitten und Schmerzen, wie auch der Nichtjude (dem einzigen, dem ein ganzes Buch unserer Heiligen Schriften gewidmet ist), Hiob, hier Kapitel 7: „Muss der Mensch nicht immer im Dienste stehen auf Erden und sind seine Tage nicht wie die eines Tagelöhners? … Ich will reden in der Angst meines Herzens und klagen in der Trübnis meiner Seele … dass ich mir wünschte, erwürgt zu sein (nachdem er alle seine Kinder verloren hatte, alles Gut, Haus und Hof und Gesundheit), und den Tod lieber hätte als meine Schmerzen. Doch keine Sekunde zweifelte Hiob an Gott!

Das Liegenlassen der versehentlich zu Boden gefallenen Ernte für die Armen und Fremden hat für Dr. D. Hoffmann etwas Grundlegendes im Judentum, Zitat:

    „Die Anerkennung Gottes als den Herrn des Bodens, die durch die Weihung des Zuerst Geernteten zum Ausdruck kommt … ICH bin der Ewige, euer Gott, schließt die Vorschrift; des Reichen und des Armen Gott bin ICH, dem ihr ja gemeinsam das Erste eurer Ernte dargebracht habt.“

Wir werden erinnert an das Wesentliche, das vom Wesen Gottes Zeugende, wie Er zu den Menschen steht: Die Jüdische Religion ist im gleichen Umfang auch Verpflichtung gegenüber dem Mitmenschen! Doch nicht, „dass betört werde euer Herz, dass ihr abweichet, andern Göttern dient und euch vor ihnen beugt, dann flammt Sein Zorn auf euch ein“ (aus dem „Schema“). Für unsere Weisen kann „mit ganzer Seele Gott zu dienen“ durchaus auch heißen, „sein Leben für Gott zu lassen“ (Brachot 54a). Die oben erwähnte Unterbrechung zwischen Schawuot und Rosch HaSchana will uns auch noch einmal verinnerlichen, dass es die Tora war, die dem ganzen Volk Israel vom Gott des Ersten Gebotes am Sinai gegeben worden war, für die das Volk Gottes später soviel Verfolgungen auf sich zu nehmen bereit sein musste; bereit, das eigene Leben für das an Schawuot offenbarte Wort, die Tora, zu geben.

Schabbat Schalom


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