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ZAW – Rühme den Ewigen

3. Mose 6,1 – 8,36 || Jeremia 7,21 – 8,3 & 9,22-23
Kommentar von Eric Martienssen

Ins Deutsche übersetzt beginnt unsere Wochenlesung mit dem Wort „Zaw…“, Gebiete … Aharon und seinen Söhnen. Von HaSchem gemeint sind mit Ahron und seinen Söhnen die Kohanim (Cohen = Priester), denn diese bringen nicht nur die Opfer dar, sondern auch des Ewigen Segen über ganz Israel, auch wenn wir heute nicht mehr Opferdienst tun können, weil uns der Pontifex Roms den Tempel, da nur geopfert werden darf, zerstört hat, so bleibt uns doch in Gedanken zu opfern; an diesem Schabbes auch mit den Voraugenführen der einzeln vorgeschriebenen Opfer:

• „Dies ist das Gesetz des Brandopfers“ (sot thorat ha-Ola; 6,2)
• „…dies ist das Gesetz des Speisopfers“ (sot thorat ha-Mincha; 6,7)
• „Dies ist das Gesetz des Sündopfers“ (sot thorat ha-Chatat; 6,18)
• „…dies ist das Gesetz des Schuldopfers“ (sot thorat ha-Ascham; 7,1)
• „…dies ist das Gesetz des Friedensmahlopfer“ (sot thorat Sewach ha-Schlamim; 7,11).

Stichpunkte der Parascha Zaw
nach dem jüdischen
Hawdala-Kalender

< Salbung der Stiftshütte Priester, Einsetzungsopfer zum Dienst des Ewigen || Wer sich rühmen will, der rühme sich des Ewigen > Ps 107

„Wer sich rühmen will, der rühme sich des Ewigen“, wie Jehonatan Kiebitz in seinen Stichpunkten die Haftara zusammenfasst, lässt uns gedenken, wem wir von Herzen dankbar sein dürfen für all das Geschenkte / das uns in unsere Verantwortung Übergebene.

    3. Moses 7,11-12: „Und dies ist die Lehre des Friedensmahlopfers, welches er Gott darbringt. Wenn er es wegen einer Dankespflicht darbringt, so bringt er zum Dankesmahlopfer mit Öl durchrührte Mazzotbrote.“

Raschi zitiert den Talmud, der, basierend auf einem Kapitel der Psalmen (107), festlegt, wer zu besonderem Dank verpflichtet ist, denn…

    …Vier müssen einen Dankessegen sprechen – die das Meer befahren, die in der Wüste reisen, wer krank war und genesen ist, wer im Gefängnis eingesperrt war und freigekommen ist…“ (Brachot 54b)

…also alle Juden müssen dankbar sein! Wem? DEM EINEN Ewigen. Denn so sagt es das Erste Gebot: „ICH bin DER Ewige, der dich befreit aus der Gefangenschaft der Ägypter, dem Sklavenhause.“ Und genau diese Befreiung werden wir auch am kommenden Pessachfest feiern. Keine Gefangenen mehr, sondern Befreite!

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

Das Christentum Roms persifliert o. g. Befreiungsprinzip des Gesetzes Gottes durch die – zweifellos geniale – Erfindung von Ostern, einem Befreiungsfest von Gottes Gesetzen (Juden werden von der Kirche als „gesetzlich“ verteufelt). Seinen Anfang nahm dieses gottlose Treiben, indem der Pontifex im Jahre 70 Gottes Wohnung, den Tempel (in unserer Parascha noch „Stiftshütte“ – Mischkan: משכן) in Jerusalem plünderte, um sich davon in Rom das größte Bollwerk „gegen Gott“, das Kolosseum, zu finanzieren. Noch heute zieht der Papst (Franziskus) zum Zeichen seines Triumphes über den Gott der Juden am Freitagabend vor Ostern mit einem Gott lästernden Spektakel namens „Kreuzweg“ durch diese Show-Arena seines römischen Amtsvorgängers:

Vgl. Foto Tafel 1 Ausstellung ▼ „Im Licht der Menora“ von 2015 im Jüdischen Museum Ffm:
Kolosseum finanziert mit Gottes Tempelschatz

Schabbat Schalom !


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