|Auf Wikipedia → Antijudaismus im Neuen Testament mag ein argloser Mensch die Unterschlagung des Jesus-Wortes: „dass ihr [heutige Christen] in meinem Reich auf Thronen sitzen sollt zu richten die zwölf Stämme Israels“ |→| als Bagatelle abtun. Dann alarmiert vielleicht erst die Realisierung, dass dieses Wort des Jesus Christus an der zentralsten Stelle des Evangeliums zu lesen ist. Nämlich dem in manchen Kirchen täglich gefeierten Heiligen Abendmahl, mit dem das jüdische Pessach politisch vorsätzlich durch das Osterfest des bis heute als Heiliger Vater regierenden Pontifex Roms ersetzt wurde. Wird man sich im Heimatgeist des Holocausts nach Martin Luther – Kristallnacht (in Luthers Geburtstag gefeiert): „brennt ire Synagoga nieder, Gott zu ehren“ – dann aber in aller Konsequenz auch fragen können, was heilig und was Volksverhetzung ist, und ob man diese Volksverhetzung als denkender Mensch nicht überhaupt ganz abschaffen sollte? – Scheint diesbezügliches Nachdenken bei Lektüre unseres doppelten Tora-Wochenabschnitts „Acharej“ – „nach“ dem Tod der nur wegen unbedachten Feuermachens von einem Himmelsfeuer getöteten Söhne des Hohepriesters Aaron (Aharon) – mit gleich anschließend folgendem Abschnitt „Kedoschim“ – „Heilige“, heilig sollt ihr werden, „denn heilig bin ICH“ – nicht als differenzierter Lösungsansatz gegen Volksverhetzung? Als Voraussetzung für jedweden Dialog scheint also die versöhnende Erkenntnis zu stehen, dass Jesus, das Christentum und Kirche das exakte Gegenteil von Gott, seinem Judentum und seinem vom Pontifex Roms im Jahre 70 u. Z. zerstörten Tempels in Jerusalem ist – nicht dasselbe! Während die deutschen Politiker der Öffentlichkeit immer noch Angst vor napoleonischen Ansprüchen der Kirche vorgaukeln, scheint der Jüdisch-Muslimische, Tora-Koran bzw. Judentum-Islam-Dialog hierzulande zumindest in Sachen Annäherung durch klare Unterscheidung schon weiter.

Acharej-Kedoschim: 3. Mose 16,1 – 20,27 || Amos 9,7-15 [Sepharden: Hesekiel 20,2-20]
| Kommentar von Eric Martienssen | → Über uns – gegen Rom

    „Heilig sollt ihr sein, denn heilig bin ICH, der Ewige, euer Gott.“ Eure Mutter und euren Vater „sollt ihr achten“. „Meinen Sabbat“ soll man halten, sich „keinen Götzen“ [wie den römisch-katholischen und lutherisch-deutschen] zuwenden und sich „keine Götzen machen“ [wie Kruzifixe / Kreuze von einem neutestamentlich gegen Gott und Juden eingesetzten Jesus Christus]. (aus 19,1-4)

| Deutschlandfunk |►| „Bitte kein Begegnungskitsch“ – 9 min
„Juden und Muslime in Deutschland teilen viele ähnliche Erfahrungen. Als Mitglieder von Minderheiten z. B. Andererseits gibt es in beiden Gruppen Vorbehalte gegenüber der jeweils anderen. Es gibt moslemischen Antisemitismus und es gibt Juden mit islamfeindlichen Einstellungen … Was braucht man für den wertschätzenden, erfolgreichen Dialog? Ein jüdisch-moslemischer Dialog soll nicht beim Erkennen von Gleichheit enden, sondern Anlass sein, die Wichtigkeit und den Wert von Unterschiedlichkeit zu erkennen! Wir vermeiden das Wort Allianzen in letzter Zeit, weil wir immer stärker dazu übergehen, zu schauen wo es gemeinsame Tätigkeitsfelder gibt, und wo auch nicht! Uns scheint da der Begriff von Bündnissen etwas stärker zu sein.“ Doch, egal wie:
| Deutschlandfunk |►| „Politiker haben Angst vor Kirchen“ – 14 min

Natürlich betont auch der Hawdala-Kalender unseres Freundes und Autors Jehonatan Kiebitz in Ramat Bet Schemesch die „Unterscheidung“ (hebr. „Hawdala“), wenn er das Ziel Leben statt Tod in unseren aktuellen Tora-Wochenabschnitten mit folgenden Worten zusammenfasst: « Aharons Versöhnungsdienst am Jom Kippur. Blut = Seele. Nicht nach den Gesetzen der Völker (ausgerottet) – nach Gottes Gesetz leben (erlöst und geheiligt) || Ende der Zerstörung Israels: Wiederaufrichtung der Hütte Davids »

    „Hütet Meine Gesetze und Meine Rechtsverordnungen, die der Mensch [Ha’adam] zu erfüllen hat, damit er durch sie lebe, ICH bin Gott. (18,5)

Der Geist des Neuen Testaments ist doch gerade der zu behaupten, dass jeder „Buchstabe [des Gesetzes Gottes / Fünf Bücher Moses] tötet, aber der Geist [des vermeintlich Neuen Bundes Jesu] macht lebendig“ – ist das nicht auch wieder nur pure Volksverhetzung? (2.Korinther 3)

    Aarons Versöhnungsdienst am Jom Kippur aus 16,30-32:
    „Denn an diesem Tag erwirkt man Sühne für euch, um euch zu reinigen; von allen euren Sünden sollt ihr vor dem Ewigen rein werden. Ein Sabbat vollkommener Ruhe sei er euch, und ihr sollt euch kasteien: eine ewige Satzung! Sühne soll da der Priester erwirken, den man salben und in das Amt einsetzen wird, den Priesterdienst zu verrichten an seines Vaters Stelle…“

Welche Chancen auf Versöhnung mit dem Gott Israels kann vom Geist eines deutschen Volkes ausgehen, das sich eine Lutherpfarrerstochter als christliche Bundeskanzlerin erwählt, die die Islamische Republik Iran geistig und physisch im Kampf gegen Jerusalem als Hauptstadt des ungeteilten Staates Israel unterstützt?

Welche Chancen auf Versöhnung mit dem Gott Israels kann vom Geist eines deutschen Volkes ausgehen, das nicht auf den gerade erst ins Amt gehievten Bundespräsidenten Steinmeier, ehemals Kirchentagspräsident, „unehrenhaft“ auf der Stelle entlässt, wenn dieser pontifikal am Grabe Jasir Arafats, der für die Vernichtung Israels brannte, einen ehrenden Kranz der Bundesrepublik Deutschland niederlegt?

Aber: Ich bin Gott, Schöpfer allen Lebens, auch jenes nach dem Tod, dem eigenen und der Kinder? Aus der Verwendung des Wortes „Ha’adam“, der Mensch, zieht der Midrasch „Torat Kohanim“ eine bedeutsame Schlussforderung: „Selbst ein Nichtjude, der das göttliche Gesetz erfüllt, steht dem Hohepriester gleich; denn es heißt: welche der Mensch erfüllt, damit er lebe.“

In der Tora-Lesung „Schmini“ wandte sich Gott ultimativ an jeden Juden, an jeden einzelnen Christen und an jeden einzelnen Deutschen mit der Forderung: „Ihr sollt unterscheiden, was heilig und unheilig, was unrein und rein ist!“ (10,10)

Würden die Deutschen sich nach der von ihnen initiierten Shoa, dem Holocaust, seelisch-geistig tatsächlich geändert haben, gäbe es kein einziges Neues Testament, gäbe es schon heute keine einzige Erinnerung an noch Lehre von Luther im Theologie-Studium (Weimarer Ausgabe), keine einzige antisemitische Fernseh-, Hörfunk- oder Kirchensendung mehr in Deutschland, keinen einzigen volksverhetzenden Beitrag mehr darüber in Medien aller Art und auch kein einziges Judensau-Bildnis mehr an Kirchen, oder? – Schabbat Schalom!

Eric Martienssen

Seit meinem Kirchenaustritt 2009 spüren meine jüdisch-orthodoxen Freunde in Israel und ich in Artikeln und höchst politischen Schabbat-Kommentaren auf GSI (God's Sabbath Int.) den Fake News Roms nach.

Der damalige Pontifex zerstörte die Wohnung Gottes, den Tempel in Jerusalem - Fakt! War das Neue Testament und die Kirche nur eine Weltmacht strategische Geschäftsidee Roms? Was ist Politik heute? Viel Freude bei Ihrer Reise auf GSI.