Wenn ausgerechnet im Verlauf des Tora-Wochenabschnitts „Sch’mini“ sowie des Holocaustgedenktages „Jom haShoa“ der katholisch-priesterliche Fundamental-Theologe Hans Küng verstirbt, macht das nicht nur die Frage nach „Identität“, sondern auch die nach „Weltethos“ brandaktuell. Denn während der Kirchen-Priester Küng die „Stiftung Weltethos“ mitbegründete und alle Normen und Werte in der „Identität als Christ“ erfüllt sah, deren Christus Jesus doch„die Juden zu richten“ als erstrebenswertestes Lebensziel beim Abendmahl nach Lukas-Evangelium |→| verherrlicht hatte (demzufolge der Holocaust eine rein christliche Veranstaltung war), lässt der Gott der „Tora“, also der „Lehre“, die Priester Israels, namentlich Aarons Söhne Nadab und Abihu, alleine schon dafür im Feuer sterben, weil sie ihm, dem Ewigen, ein „ungehöriges Feuer darbrachten, das er ihnen nicht geboten hatte … sprechend: An denen, die mir nahe sind, will ich geheiligt sein und vor dem ganzen Volk verherrlicht werden!“ (aus 10,1-3)

Parascha „Sch’meni“ (am „achten“ Tag): 3. Moses 9,1 – 11,47 || 2. Samuel 6,1 – 7,14
| Kommentar von Eric Martienssen | Über uns – gegen Rom

    Denn ich bin euer Gott: heiligt euch und werdet heilig, denn heilig bin ich, bemakelt nicht eure Seelen an allem Gewimmel, das auf der Erde sich regt, denn ich bin es, der euch heraufführt aus dem Land Ägypten, euch Gott zu sein, werdet heilig, denn heilig bin ich. Dieses ist die Weisung über das Vieh, den Vogel, alles lebende Wesen, das im Wasser sich regt, und alles Wesen, das auf der Erde wimmelt, zu scheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen, zwischen dem essbaren Lebendigen und dem Lebendigen, das nicht gegessen werde. (11,44-47)

Juden sind nun mal die einzigen, die „einzig“ den Gott der Heiligen Schriften (vom 1. Buch Moses bis zum 2. Buch der Chroniken reichen) anerkennen. Punkt. Interessanter Weise finden wir in der deutschen Sprache sogar noch den Zusammenhang zwischen der Zahl Acht und der Achtung, der Anerkennung, wie sie sich im Eingangsvers unserer Tora-Wochenabschnittes verewigt findet:

    Und es war am achten Tag, da rief Moses den Aaron, dessen Söhne und die Ältesten von Israel. (9,1)

Wohin rief er sie? Zur Heiligung des Heiligtums! Laut Raschi war dies, nach sieben Tagen der Vorbereitung, der achte Tag, der Tag der Einweihung des Wüstenheiligtums. Dieser fiel auf den ersten Nissan. Rabbiner Samuel Raphael Hirsch bemerkt zu dieser Stelle: „Durch ein solches Zählen von sieben Tagen, wird ein bisheriger Zustand völlig abgeschlossen, und mit dem achten Tag beginnt ein neuer Anfang uzwar auf erhöhter Stufe, gleichsam die Oktave.“ Um sich selbst auf eine heilige Stufe zu bringen? Deshalb etwa die christliche Kreation neuer Normen, Werte und in Reinkultur des neuen Ethos mit Beginn Luthers Reichskristallnacht der Holocaust der Deutschen?

Wann könnte uns die Frage näher vor Augen stehen, als dann, wenn an diesem Donnerstag, um 10 Uhr, (wegen Schabbat um 1 Tag vorverlegt) in ganz Israel für 2 Minuten die Sirenen schreien? Aus eigener Erfahrung:
Niemand, der auf einem Mal von einigen oder allen Menschen, die er jemals liebte, für immer Abschied nehmen musste, wird je vergessen!
Shoa ist das hebräische Wort für Unheil, Holocaust ist griechisch und steht für vollständig Verbranntes, Brandopfer – Feuer: „Erstlich, das man jre Synagoga oder Schule mit feur anstecke … solches sol man thun, unserm Herrn und der Christenheit zu ehren damit Gott sehe, das wir Christen seien”, Originalton eines Deutschen, Martin Luther (weltweit ca. 1 Mrd. Anhänger). Damit Gott sehe, dass wir Christen seien – alle Deutschen? In unserer Parascha wendet sich Gott ultimativ an jeden Juden, an jeden Christen und an jeden Deutschen mit der Forderung: „Ihr sollt unterscheiden, was heilig und unheilig, was unrein und rein ist!“ (10,10)

Unser Freund, der Herausgeber des „Hawdala-Kalenders“ Jehonatan Kiebitz schreibt in seinem Artikel:
Gottes System oder Antisystem? Heilig oder unheilig:

| „Der Einzigkeit des Ewigen Israels hat die Israelitische Religion den Namen „Monotheismus“ zu verdanken. Diesen Punkt müssen die anderen Völker Israel geneidet haben. Um auch als „monotheistisch“ zu erscheinen, haben sie ihre Vielgötterei auf einen Götzen reduziert, dem sie nun mit höchster Empfindlichkeit die Heiligkeit beimessen, die sie damit dem Heiligen Israels, gelobt sei Er, verweigern. Dazu gehört auch das System, einen Menschen zu Gott zu machen.
Nun gibt es da eine Institution in der Welt, die sich selbst das Prädikat der Heiligkeit verliehen hat. Ihr „Oberhaupt“ lässt sich anreden mit „Seine Heiligkeit“. Da hat man Systeme der „Heiligkeit“ heraufbeschworen, die in krassestem Widerspruch stehen zum Heiligkeitsbegriff der Tora. Das betrifft wesentlich auch ein Antisystem gegen die im Gebot Gottes enthaltenen Heiligen Zeiten – gegen den Kalender der Heiligen Schrift.
Wenn ein Volk gegen Israel zum „Jihad“ (Heiligen Krieg) rüstet, was ist das für eine Heiligkeit? Wenn eine Institution das Heilige Gesetz Gottes mit der Begründung als Feindbild bekämpft, dass man nicht mehr unter dem Gesetz sondern stattdessen „unter der Gnade“ zu stehen hätte? Wenn diese Institution Kreuzzüge befehligte unter der Maßgabe, keinen Juden am Leben zu lassen?…

Die Verkehrung des Heiligen mit dem Unheiligen? Sie ist so urrömisch wie urdeutsch! Eben Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation. Dessen rein deutsch-christliche Nachfolgeorganisation wollte das Heilige Volk völlig vergasen, weshalb u.a. das NATO-Bündnis bezeichnender Weise noch als Beistandspakt der Welt gegen eine erneute deutsche Aggression vorgesehen war. Diese war schließlich zweimal hintereinander vom unheiligen deutschen Geist ausgegangen. Ob der sich aber je geändert hat noch es je wird?
| ZDF ► Der Heilige Krieg – [Deutscher] Dschihad für den Kaiser?

Unterscheide [Du] zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen! Schabbat Schalom!

Eric Martienssen

Seit meinem Kirchenaustritt 2009 spüren meine jüdisch-orthodoxen Freunde in Israel und ich in Artikeln und höchst politischen Schabbat-Kommentaren auf GSI (God's Sabbath Int.) den Fake News Roms nach.

Der damalige Pontifex zerstörte die Wohnung Gottes, den Tempel in Jerusalem - Fakt! War das Neue Testament und die Kirche nur eine Weltmacht strategische Geschäftsidee Roms? Was ist Politik heute? Viel Freude bei Ihrer Reise auf GSI.