Der Tora-Abschnitt der letzten Woche teilte uns (33,11) mit, dass der Ewige „zu Moses redete, Antlitz zu Antlitz, wie ein Mann zu seinem Genossen redet.“ Bei den im Vergleich der beiden großen jüdischen Zeitungen hierzulande ebenfalls letzte Woche zutage getretenen zwei Gesichtern Steinmeiers, würde ein solches Reden wohl eher schwierig:
| 04.03.2021 → JÜDISCHE ALLGEMEINE: »MEET A JEW« Bundespräsident übernimmt Schirmherrschaft – Zentralrat der Juden freut sich über die Unterstützung des Begegnungsprojekts „Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt die Schirmherrschaft für das Projekt »Meet a Jew« des Zentralrats der Juden in Deutschland. Damit erfahre das Begegnungsprojekt eine besondere Unterstützung, erklärte der Zentralrat…“
| März 2021 → JÜDISCHE RUNDSCHAU: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Steinmeiers unglaubwürdige Schirmherrschaft „Vor dem Hintergrund der devoten Verneigung vor dem Grab des Judenmörders Arafat und seiner Gratulation an die iranischen Mord-Mullahs ist die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten für die Veranstaltungsreihe leider wenig überzeugend…“

Welche der beiden die Regime- und welche die unabhängige Zeitung für das Judentum in Deutschland ist, ist an ihrem Reden über eine gleiche Sache leicht identifizierbar. Und so doppelzüngig wie Bundespräsident Steinmeier, sein Volk und dessen Gottheiten (Jesus: „Ihr sollt auf Thronen sitzen zu richten die zwölf Stämme Israels“), so eindeutig ist der Schabbat als Bundeszeichen Israels mit dem einzigen Gott und dessen Präsidenten Moses als wahrhaft treuer Führer identifizierbar.

Unser aktuell vorliegender (doppelter) Tora-Wochenabschnitt „WaJakhel – Pekudei“ beginnt mit Gott gebotenen Worten über den Schabbat und endet mit seiner Präsenz, der Wolke über Gottes Wohnung, dem Wüstenheiligtum, dem nachherigen Tempel in Jerusalem, den der Pontifex Roms im Jahre 70 u. Z. zerstörte, um sich zunächst in Rom und später im Herzen Steinmeiers, dessen Volkes und dessen gleich geschalteter Organe einen eigenen, einen neuen Tempel erschaffen zu können.

2. Moses 35,1 – 40,38 | 2.M.12,1-20 || Hesekiel 45,16 – 46,18
| Kommentar von Eric Martienssen | → Über uns – gegen Rom

    „Und es war vollendet das ganze Werk an der Wohnung des Stiftzeltes. Und die Kinder Israel hatten gemacht, ganz so wie der Ewige dem Moses geboten, so hatten sie gemacht.“ (2. Moses 39,32)

Dieser Vers schreibt die Durchführung des Werkes allen Kindern Israel zu. In Wirklichkeit waren es jedoch nur Bezalel und eine ausgewählte Gruppe von Sachverständigen, Künstlern und Handwerkern, die direkt beteiligt waren. Or HaChaim (Rabbi Hayyim ben Moshe ibn Attar 1696-1743) löst diesen Widerspruch, indem er eine talmudische Maxime zitiert:

„Der Bevollmächtigte eines Menschen gleicht ihm selbst.“ (Chagiga 11b)

Alle Arbeiten wurden im Auftrag des ganzen Volkes durchgeführt und so waren letztlich alle an dieser großartigen Aufgabe beteiligt (umgekehrt negativ auch leider bei Aufgaben funktionierend wie Tempel- und Judenvernichtung im Glauben an den Jesus des Neuen Testaments oder in die vom Zentralrat der Juden freudig begrüßten schirmherrschaftlichen Worte Steinmeiers, ganz Kirchentagspräsident a.D.)

Or HaChaim entwickelt im Kommentar zur Stelle den Gedanken der gesamtheitlichen Durchführung weiter, in dem er auf die 613 Mizwot hinweist, die ja unmöglich von jeder Jüdin und jedem Juden realisiert werden können. Es gibt Gebote, die sich beispielsweise nur an Priester und Leviten richten. Die Mizwa der Familienreinheit (Mikwe) betrifft nur die Frau, während nur der Mann zum täglichen Gebet mit Gebetsriemen und Gebetsschal verpflichtet ist.

Wenn man aber als Jude aktiver Teil der Gemeinschaft ist und jeder die ihm obliegenden Pflichten erfüllt, so erlangt jeder einen Anteil an allen praktizierten Geboten. Zur Vollendung der Arbeiten am Mischkan (der Stiftshütte / Zelt der Begegnung / Wohnung Gottes / Tempel) existiert eine Parallele in der Tora, nämlich der Abschluss der Schöpfungsgeschichte:

    „Und es waren vollendet die Himmel und Erde und all ihr Heer. Und Gott hatte vollendet“ (BeReschit / Im Anfang / 1. Buch Moses, 2,1-2). Den letzten Ausdruck finden wir auch in unserer Parascha (Tora-Wochenabschnitt): „Und Mosche hatte vollendet (40,13).

Ein weiterer Passuk (Vers) findet ebenfalls sein Gegenstück im ersten Buch der Tora (Moses / Genesis): „Und Moses sah die ganze Arbeit, und siehe, sie hatten dieselbe gemacht; so wie der Ewige geboten, so hatten sie gemacht; da segnete sie Moses.“ (39,43) Wie vertraut klingen da die Worte: „Und Gott sah an alles, was er gemacht, und siehe, es war sehr gut … und Gott segnete den siebten Tag.“ (1.M.31,23)

Will uns die Tora mit dieser Parallelität der Worte vielleicht sagen, dass er mit der Erde, der Vegetation und den Tieren dem Menschen eine Heimstätte (wie den Juden Israel) schuf, in der er sich einrichten sollte, um Gott (und nicht Jesus und dem Christentum des Zentralrats der Juden) zu dienen?

Mit dem Erbauen des Wüstenheiligtums und des späteren Ersten und Zweiten Tempels in Jerusalem (Negativentsprechung; Zerstörung durch Rom, durch Neues Testament, durch Ersten und Zweiten Weltkrieg Deutschlands gottloser Präsidenten, Shoa / Holocaust) erbaut nun das jüdische Volk Gott symbolisch eine „Wohnstätte“ und demonstriert so dessen Präsenz in seiner Mitte.

Und heute, wo zur Zeit kein Tempel existiert? Da mag die klassische Antwort von Rabbi Menachim Mendel von Kozk auf die Frage gelten: Wo wohnt Gott?“ Bemerke: „Dort wo man ihn einlässt.“
Schabbat Schalom

Foto Steinmeier (SPD) © photothek/Thomas Köhler

Eric Martienssen

Seit meinem Kirchenaustritt 2009 spüren meine jüdisch-orthodoxen Freunde in Israel und ich in Artikeln und höchst politischen Schabbat-Kommentaren auf GSI (God's Sabbath Int.) den Fake News Roms nach.

Der damalige Pontifex zerstörte die Wohnung Gottes, den Tempel in Jerusalem - Fakt! War das Neue Testament und die Kirche nur eine Weltmacht strategische Geschäftsidee Roms? Was ist Politik heute? Viel Freude bei Ihrer Reise auf GSI.

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