Warum den heiligen Tempel in Jerusalem zerstören, warum das heilige Volk? Muss zwangsläufig alles Heilige von Kirche und ihren Staaten jeden Tag aufs Neue durch offenen Antisemitismus wie Kranzniederlegungen am Grabe Arafats oder einfach nur politisch korrekte Kritik am Staat Israel vernichtet werden, damit ihre Gläubiger und Bürger sich selber heilig erscheinen können? Da kann doch was dran sein, wenn der Heilige Israels tatsächlich der Schöpfer der Welt wäre. Denn im Judentum ist Keduscha, Heiligkeit, sogar das in allen Lebensbereichen mit Leben zu erfüllende Ziel. Im Judentum gibt es keine privaten Sphären, die von diesem Anspruch ausgenommen wären. Während die Kirche einen Menschen entsprechend seinen Verdiensten erst nach dem Tod zum Heiligen erklärt, gilt es im Judentum, sich diesen Titel bereits zu Lebzeiten durch Verwirklichung der Gebote dieses Gottes zu erwerben. Der Ort, an dem die höchste Stufe der Keduscha anzutreffen ist, ist das Heiligtum. Die Priester taten im Heiligtum „stellvertretend für das ganze Volk“ ihren Dienst und hatten sich in jedem Moment dort entsprechend zu verhalten. Berlin, Rom und ihre heiligen Geister haben sich sowohl auf EU- als auch auf transatlantischer Ebene als völlig untauglich erwiesen, ihren eigenen Phrasen von der „westlichen Wertegemeinschaft“ und der „Family of Nations“ auch nur ein wenig Leben einzuhauchen. Vielleicht doch einmal über das Gott Heilige nachdenken, statt es immer wieder nach Kräften auszulöschen?

Tora-Wochenabschnitt Emor: 3. Moses 21,1 – 24,23 || Prophetenabschnitt: Hesekiel 44,15-31
| | Kommentar von Eric Martienssen | → Über uns – gegen Rom

(21,1) „Und der Ewige redete zu Moses, sprechend: Rede mit den Priestern, den Söhnen Aarons, sage ihnen: [Ein Priester] soll…“
(23,1-3) „Und der Ewige redete zu Moses, sprechend: Rede zu den Kindern Israels, sage ihnen: Das sind die Feste des Ewigen, zu denen ihr heilige Festversammlungen einberufen sollt; dies sind meine Feste: Sechs Tage lang soll man arbeiten, aber am siebten Tag ist ein Sabbat der Ruhe,, Feiern, Ausrufen der Heiligung, allerart Arbeit sollt ihr nicht machen, Feier ist es IHM in all euren Siedlungen …
(aus Vers 27) Ausrufen der Heiligung sei euch, beuget eure Seele.“

Im Prinzip haben wir mit unserer Tora-Wochenlesung am kommenden Schabbat EMOR inhaltlich zwei Abschnitte zu je zwei Kapiteln vorliegen. Beginnen wir unsere Betrachtung mit dem ersten Abschnitt, den Kapiteln 21 und 22, die an den Hohenpriester – den Kohen Gadol – Aharon & Söhne gerichtetet ist, die Kohanim. Hier weist der Ewige Mosche an: „Sprich [emor] zu den Priestern, den Söhnen Aharons, und spreche zu ihnen“… was für einen Auftrag sie innerhalb des Volkes Gottes und der ganzen Welt haben! Und genau dieser herausragende priesterliche Auftrag Gottes bringt die priesterlose Welt gegen eben diese Kohanim – sie tragen auch immer noch Namen wie Cohn, Cohen, Coehn, Kahn, Ahron oder Ahren – und ganz Israel bis zum heutigen Tag auf. Oft – obwohl auch ihre Seelen insgeheim nach dem einzigen Gott, der sie erschaffen hat dürsten – bis zur Raserei!

. . . Doch was eigentlich soll Moses den Kohanim gebieten bzw. befehlen? Die Feiertage des Ewigen zu halten soll er ihnen befehlen, sie zu achten (zu beobachten), also Achtung zu üben vor dem einen (1) Gott, der Dich „führte aus dem Land Ägypten, ICH, euer Gott“ (23,43). Sprich: Erstes Gebot – Die Juden sind das einzige Volk, welche das Zehnwort, also die Zehn Gebote Gottes am Berg Sinai zu Schawuot empfingen und bis heute beobachten! Bei heidnischen Religionen hapert es oft schon daran, allein nur das Erste Gebot auzusagen, geschweige denn dessen Gott zu achten.

Der Gott des Ersten Wortes ist natürlich auch der Gott des Vierten, des Schabbats. Seines Schabbats! Dieser Tag gehört ihm! Er ist sein Eigentum, das er (nur) mit seinem Volk, dem Volk Gottes, Israel, teilen will. Und allen, die sich diesen Gesetzen entgegen aller kindlich erworbenen Teufel Roms hinzu gesellen würden.

Denn laut Neuem Testament sind doch die Christen „Gottes Volk des Eigentums“, rechtmäßiger Besitzer Israels (und das Volk Israel entsprechend Besatzer). Zurzeit fährt die römisch „Internationale Christliche Botschaft Jerusalem“ (ICEJ) mal wieder ein besonders teuflisches Gebetsprogramm namens „Jesaja-62 Initiative“. Denn in Jesaja 62 steht doch: „Rufen wird man dich [Jerusalem] mit einem neuen Namen.“ Diese ICEJ-christliche Besatzungsmacht meint damit selbstverständlich den Namen „Jesus“, den sie im Gebet natürlich auch entsprechend anruft. Weder Israel noch die Juden international merken, auf diese perfide Weise irre geführt, nicht einmal, dass sie die Vernichtungsmacht im eigenen Lande willkommen heißen und bewirten.

Doch um die Tage „Gottes Eigentums“ – entgegen der Israelvernichtungslüge „Neues Testament“ – geht es, die Feiertage, die in unserem Tora-Wochenabschnitt aufgelistet werden, beginnend natürlich mit dem Schabbat, dann den Bogen spannend von den Wallfahrtsfesten nach Jerusalem, Pessach, gefolgt, 50 Tage später, von der Übergabe der Tora an Schawuot bis zum Sukkot.

Was ist heilig und was unheilig?
| Frage → Im Omerzählen 2017, von Jehonatan Kiebitz,
| ebenso → eine Hawdala zwischen Schawuot und Pfingsten. „In vielen Fällen ist das jüdische Original in der Welt im Schatten demonstrativer Präsenz der Ersatztheologien oder Antilehren landläufig nicht mehr sichtbar.“ Denn von der Kirche in einem gottlosen Verwechslungsspiel für ihre ersatztheologischen Zwecke missbraucht folgt in der Auflistung nach Schawuot nicht direkt Rosch HaSchana, wie wir es wohl alle erwartet hätten, sondern eine besondere Mizwa unterbricht unsren Ablauf:

    „Und wenn ihr die Ernte eures Landes schneidet sollst du die Ecken deines Feldes nicht ganz fortnehmen indem du schneidest, und das Aufzulesende – versehentlich zu Boden Gefallene – deiner Ernte sollst du nicht auflesen; dem Armen und dem Fremden sollst du sie lassen, ICH bin Gott, euer Gott.“ (23,22)

Finden wir hier nicht die Ahnmutter Israels Königs David, nämlich Ruth, eine Nichtjüdin in unser aller Seele wieder, die von dem versehentlich zu Boden Gefallenen überlebte. Dann in Boas ihren „Löser“ fand, um später Ahnmutter Davids zu werden, aus dessen Geschlecht dereinst der Messias kommen wird – ach komme er doch heute schon in unseren Tagen? Sie hatte wahrlich Hunger gelitten und Schmerzen wie auch der Nichtjude Hiob. Hier passend aus dem Buch Hiob Kapitel 7:

    /em> „Muss der Mensch nicht immer im Dienste stehen auf Erden und sind seine Tage nicht wie die eines Tagelöhners? … Ich will reden in der Angst meines Herzens und klagen in der Trübnis meiner Seele … dass ich mir wünschte, erwürgt zu sein [nachdem er alle seine Kinder verloren hatte, alles Gut, Haus und Hof und Gesundheit], und den Tod lieber hätte als meine Schmerzen.] Doch keine Sekunde zweifelte Hiob an Gott!“

Das Liegenlassen der versehentlich zu Boden gefallenen Ernte für die Armen und Fremden hat für Dr. D. Hoffmann etwas Grundlegendes im Judentum, Zitat:
„Die Anerkennung Gottes als den Herrn des Bodens, die durch die Weihung des Zuerst Geernteten zum Ausdruck kommt … ICH bin der Ewige, euer Gott [Israels, nicht Roms], schließt die Vorschrift, des Reichen und des Armen [Juden!] Gott bin ICH, ein, dem ihr ja gemeinsam das Erste eurer Ernte dargebracht habt.“

Wir werden erinnert an das Wesentliche, das vom Wesen Gottes [entgegen des Gottes der Kirche] Zeugende, wie er zu den Menschen steht: Die Jüdische Religion ist im gleichen Umfang auch Verpflichtung gegenüber dem Mitmenschen! Doch nicht, „dass betört werde euer Herz, dass ihr abweichet, andern Göttern dient und euch vor ihnen beugt, dann flammt Sein Zorn auf euch ein“ (aus dem „Schema“).

Für unsere Weisen kann „mit ganzer Seele Gott zu dienen“ durchaus auch heißen, „sein Leben für Gott zu lassen“ (Brachot 54a). Die oben erwähnte Unterbrechung zwischen Schawuot und Rosch HaSchana will uns auch noch einmal verinnerlichen, dass es die Tora war, die dem ganzen Volk Israel vom Gott des Ersten Gebotes am Sinai gegeben worden war, für die das Volk Gottes später soviel Verfolgungen auf sich zu nehmen bereit sein musste; bereit, das eigene Leben für das an Schawuot offenbarte Wort, die Tora, zu geben.
Schabbat Schalom

Eric Martienssen

Seit meinem Kirchenaustritt 2009 spüren meine jüdisch-orthodoxen Freunde in Israel und ich in Artikeln und höchst politischen Schabbat-Kommentaren auf GSI (God's Sabbath Int.) den Fake News Roms nach.

Der damalige Pontifex zerstörte die Wohnung Gottes, den Tempel in Jerusalem - Fakt! War das Neue Testament und die Kirche nur eine Weltmacht strategische Geschäftsidee Roms? Was ist Politik heute? Viel Freude bei Ihrer Reise auf GSI.

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