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Sabbat

Dies zeigt, wie sich das Christentum immer mehr von den jüdischen Traditionen wegbewegte und jüdische Bräuche durch heidnische ersetzt wurden: aus dem heiligen siebten Tag, dem Schabbat, wurde der römische Sonnen-Tag. Messianische Juden tendieren zurück zu den Wurzeln ihres Glaubens, d.h. zur Urgemeinde bzw. zum Urchristentum. Jede messianische Gemeinde in Israel, die sich von Gott leiten läßt, wird über kurz oder lang zu den Wurzeln ihres Glaubens zurückkehren.

Der physischen Restoration und Rückkehr ins Land der Väter folgt die geistliche Restoration und Rückkehr zum Glauben der Väter.

Selbst der Staat Israel ist am Schabbat auf Ruhe eingestellt. Dann stehen Linienbusse, Züge und Flugzeuge staatlicher Gesellschaften still; auch Läden und Schulen sind geschlossen.

DER SCHABBAT IST EIN GEBOT
„Glücklich der Mensch, der dies tut, und der Mensch, der daran festhält; der den Schabbat bewahrt…“ Jesaja 56,2

Wir dürfen die Einhaltung des Schabbats nicht vernachlässigen, sie ist eines der Zehn Gebote unseres Gottes und daher genauso gültig, wie, „Du sollst nicht töten“ oder „Du sollst Vater und Mutter ehren“. In der Bibel, im Dekalog, lesen wir von zwei Aspekten des Schabbatgebotes: „Sachor“ und „Schamor“ – GEDENKE und (BE)HÜTE.

A.) In 2. Mose 20,7 (am Berg Sinai):
Gedenke (Sachor) des Schabbats und heilige ihn.

B.) In 5. Mose 5,11 (in Moses Abschiedsrede):
(Be)Hüte (Schamor) den Schabbat und heilige ihn…

Die Weisen im Judentum begründen die zwei Formeln „Sachor“ und „Schamor“, gedenke und behüte, so:

Gedenke“ steht für „Gedenke, all das zu tun, was dir befohlen wurde“. Das heißt, es sind die Tue-Gebote – wir sollen also etwas tun.

(Be)hüte“ steht für „Hüte Dich, das und das zu tun“. Mit anderen Worten, ein Tue-Nicht-Gebot, also das Verbot am Schabbat.

Wir sollen „gedenken – sachor“: An was gedenkt der Mensch am Schabbat? An die Schöpfung und an den Schöpfer! Es gibt 39 mal 39 Ge- und Verbote des Schabbats, d.h. Gott hat den Schabbat eingesetzt und Er meint es sehr ernst damit.

Gott spricht von einer Strafe, die derjenige zu erwarten hat, der den Schabbat nicht hält: In 2. Mose 31,14 + 15 heißt es: „Haltet den Schabbat, denn heilig ist er euch. Wer ihn entweiht, muß … getötet werden.“ Ja, jeder, „der an ihm eine Arbeit verrichtet, eine solche Seele soll aus der Mitte Seines Volkes ausgerottet werden.“ Obwohl Jesus den Fluch des Todes (der Thora) auf sich genommen hat, meint Gott es sehr ernst mit seinem Wort und mit dem Gebot des Schabbats! Siehe die Schabbatentweihungsgeschichte in 4. Mose 15,32-41.

VON GOTT UND MENSCH GEHEILIGT, DARUM „SCHABBAT-KODESCH“ GENANNT
Das Volk Israel sündigte und folgte nicht immer dem Schabbat-Gebot seines Gottes: „Meine heiligen Dinge verachtest du, und meine Schabbate entweihst du.“ So lesen wir es in Hesekiel 22,8 (auch in 20,13 + 16). Das hebräische Wort, das in der Bibel für Schabbat-Entweihung steht, ist Chilel und kommt vom Wort Chol, was wiederum „profan“ oder „Alltag“ (Jom Chol) bedeutet. Das heißt, Israel wird getadelt, weil es den Schabbat zu einem profanen, zu einem alltäglichen Tag gemacht hat.

So liegt auch kein Segen auf der Arbeit, die man am Schabbat ausführt. Gott holt sich durch Krankheit oder Wirtschaftskrisen, die von uns durch Arbeit gebrochenen Schabbate zurück – so tat Er es mit dem Volk Israel.

Ein zweites klares Gebot, das kaum bekannt ist, ist das Verbot, am Schabbat Feuer anzuzünden. In 2. Mose 35,3 heißt es: „Ihr dürft am Schabbat in all euren Wohnsitzen (d.h. in Israel wie auch in der Diaspora) KEIN FEUER anzünden“ – das ist ein ewiges Gesetz – CHOK OLAM!

DER SCHABBAT ALS ZEICHEN DER EWIGKEIT
Auch wenn viele in der Welt und auch in Israel den Schabbat nicht halten, bin ich mit Jesajas Worten getröstet: „Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Schabbat für Schabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.“ (Jesaja 66,23) Der Schabbat wird in der Endzeit zum universalen Tag des Gottesdienstes werden.
Damit ist der Schabbat ein Vorgeschmack auf die kommende Welt, auf die ewige Ruhe und Gemeinschaft mit unserem Herrn und Gott.

DER SCHABBAT-PSALM
Zum Schluß erinnere ich noch an Psalm 92, den Schabbat-Psalm.

1 Ein Psalm. Ein Lied. Für den Tag des Schabbat.
2 Es ist gut, den HERRN zu preisen und Deinen Namen, Du Höchster, zu besingen;
3 Am Morgen zu verkünden Deine Gnade, und Deine Treue in den Nächten.
4 Lasst Laute, Harfe und Zither erklingen,
5 Denn Du hast mich erfreut, HERR, durch Dein Tun. Über die Werke Deiner Hände jubele ich.
6 Wie groß sind Deine Werke, HERR! Sehr tief sind Deine Gedanken.
7 Ein unvernünftiger Mensch erkennt es nicht, und ein Tor versteht dies nicht.

„Somit bleibt dem Volk Gottes die Schabbatruhe noch vorbehalten; denn wer in Gottes Ruhe eingegangen ist, der ist damit auch seinerseits zur Ruhe von seinen Werken gelangt, geradeso wie Gott von den Seinigen.“ Hebräerbrief 4,9

SCHABBAT SCHALOM !

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