cat-right

BeSchalach: Als US-Christ Trump Jerusalem entließ

? Muss vor und hinter diese vom Namen unseres aktuellen Tora-Wochenabschnitts „BeSchalach“ („als entließ“… der Pharao das Volk Israel) abgeleiteten Überschrift nicht ein sehr dickes Fragezeichen gesetzt werden ? Stern: „Trump wurde nicht wegen seiner Frömmigkeit Präsident, sondern trotz ihrer Abwesenheit.“ Und bedenken wir doch, was Gott dem Volk Israel in unserer Parascha nach „Ertränken des ägyptischen Heeres“ und der „Überwältigung Amaleks“ für alle Generationen sagt (2.M.17,13-14): „ICH will das Andenken Amaleks ganz und gar austilgen unter dem Himmel“. Dessen ungeachtet wurde Jerusalem nach Zerstörung des Tempels Gottes durch Rom jedoch auch die Hauptstadt des Christentums und vor allem des IS – also des vom römischen Pontifex (Hadrian) nach der Zerstörung Jerusalems seinerzeit gegründeten und mittlerweile von der Mehrheit der UNO-Staaten nebst Vatukan anerkannten (Islamischen Staates) Palästina! Wie kann es vor diesem Hintergrund angehen, dass pünktlich zur Verlesung des Lobgesanges Moses (15,1 ff) und Deborahs (Ri.5,1 ff) in den weltweit zerstreuten Synagogen nun gleichzeitig zum Besuch des zum evangelikal Israel auslöschenden Christum konvertierten US-Vizepräsidenten Mike Pence nun auch noch die Palästinenser ein Loblied auf die in diesem Jerusalem besetzenden und für sich beanspruchenden christlich-islamischen Sinne ein Loblied wie das vom 21. Januar 2018 anstimmen:

Parascha „BeSchalach“: 2. Moses 13,17 – 17,16 || Richter 4,4 – 5,31
Sabbat-Kommentar von Eric Martienssen

    „O Palästinenser, Jerusalem ist dein Name, dein Land, dein Herzschlag und deine Mutter. Löse es mit deinem Leben und Blut ein, oh, du, der mein Haupt stolz erhebt … O gequälter Palästinenser, dein Kopf ist stolz erhoben, die ganze Welt hört deine Stimme, nur deine Entschlossenheit stärkt mich … Wir sind vereint, Muslime und Christen. Damit Palästina leben kann, müssen wir vereint bleiben!“ | PMW v. 21.01.2018 ► Song on Official PA Radio

Christliche Israelliebe ist die renommierteste Form des Antisemitismus. Ein wahnsinniges Verwirrspiel mit den ur-menschlichsten Gefühlen gegenüber dem Schöpfer. Denn diese „Liebe“ entspringt geradewegs dem Neuen Testament, das sich – um größtmögliche Durchschlagskraft auf des Menschen Seele überall auf der Erde zu erreichen – alle Narrative und Schauplätze des Heiligen Landes vereinnahmt. Ziel – ebenso wie im Islam – die (dem Judentum im Übrigen völlig fremde, da man dort schlicht „leben“ will) absolute Weltherrschaft! Da diese jedoch dem für aller Menschen Seele streiten wollenden Gott Israels innewohnt, verbrüdert sich der palästinensische Terrorismus, wie in obigem „Lied“ besungen, auch gerne mit der lutherisch deutschen und christlich-amerikanischen Realpolitik. Letztere artikulierte sich – Donald Trump und den Gott Israels christlich vereinnahmen wollend – in den Worten des nunmehr wieder aus Jerusalem abgereisten, als gedienter Senator (der ursprünglich katholischer Priester werden wollte) das amerikanische „Establishment“ geradezu verkörpernden US-Vize Präsidenten Mike Pence, der vor der Wahl in dieses von seiner Warte aus so betrachtete „christliche Weltherrschaftsamt“ sagte:

    „Am liebsten stelle ich mich auf diese Weise vor: Ich bin ein Christ, ein Konservativer, ein Republikaner – in dieser Reihenfolge … es wurde mein eigener Glaube, als ich meine persönliche Entscheidung traf, Jesus Christus zu vertrauen … Donald Trump wird auch Gesetze erlassen, die die freie Glaubensäußerung überall im Land herstellen werden, durch Aufhebung der als „Johnson-Amendment“ bekannt gewordenen Gesetze. Das Johnson-Amendment steht seit den 50ern in den Gesetzbüchern und es droht Gemeinden mit dem Verlust ihres Steuervorteils, wenn sie sich öffentlich zu wichtigen politischen Themen äußern … Es ist wahr, dass eine sorgfältige Untersuchung der amerikanischen Geschichte gezeigt hat, dass die Stärke unserer Nation von ihren Glaubensgemeinschaften her resultiert … ich möchte Sie zu einer weiteren Sache ermutigen: Beugen Sie Ihr Haupt, gehen Sie auf die Knie … beten Sie für unser Land … nicht so sehr darum, dass Gott auf unserer Seite stehen möge, sondern viel mehr, dass wir in Seinem Wort stehen mögen, auf Gottes Seite… | klick ► ges. 5 Min. Rede
    [Einspruch Gottes im Schema Israel: „Hütet euch davor, euer Herz betören zu lassen, dass ihr abweicht, andern Göttern dienet, ihnen euch beugt!“]

Dieser präpräsidiale Aufruf von Pence gegen Gott, indem er amerikanische Bürger – gerade umgedreht – ermutigt, seine Knie nicht vor dessen „Wort“ sondern vor dem neutestamentlichen Gott Jesus zu beugen, ist mit seiner einhergehenden Abschaffung aller laizistische Politik bejahenden Gesetze ein Paradebeispiel für all das, was auch im Deutschland des gottlosen Erfolgsduos Merkel/Schulz, CDU/SPD, passiert: Nämlich Fakten als Fake News zu diffamieren, um umgekehrt bare Lügen politisch zu Volksverhetzungszwecken als Wahrheit ins Volk zu streuen (in Deutschland ein Äußerungsdelikt nach § 130 StGB). Diese Vertauschungspolitik führte unweigerlich dazu, dass man dem wohl unangefochten größten Antisemiten der Weltgeschichte Martin Luther – frei nach dem Glauben: heute gehört uns Europa, morgen die ganze Welt – auch in dem vermeintlichen Rechtsstaat Deutschland rechtlich völlig ungeahndet ein zehjähriges Fest des Glaubens an das „Deutschtum“ mit Abschlussrede von der Friedensnobelpreis dekorierten, in „Farbrevolutionen“ von Ägypten bis Syrien bewährten Tötungsmaschine Barack Hussein Obama widmete und die einzige Partei Deutschlands, die ausgewiesener Maßen pro Israel und pro Russland ist, also alles andere als das Nationaldeutschland von Merkel und Schulz, als rechte Populisten verunglimpft und – mit welchem Demokratieverständnis auch immer – aus dem gewählten Bundestag und dessen Ausschüssen durch perfideste Rechtsbeugung heraushält … hoffentlich gibt es eine Bundestagneuwahl 2018, die in diesem Sinne volksverbrecherische Kirchenstaats-Parteien wie CDU, SPD und Grüne vor die Türe setzt. Doch dieses Phänomen, das Gute mit dem Bösen vorsätzlich zu vertauschen, kennen wir grundsätzlich doch auch sehr gut. Woher? Von den angeblichen „Fleischtöpfen Ägyptens“ des Volkes Israel in unserem Wochenabschnitt:

    „Und die Söhne Israels sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch die Hand des Ewigen im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot in Fülle zu essen hatten! Denn ihr habt uns in diese Wüste hinausgeführt, um diese ganze Gemeinde verhungern zu lassen!“ (16,3)

Und – nicht ähnlich dem christlich-islamistischen Palästinensergesang oben? – das alles, nachdem kurz zuvor…

    „Mosche und die Söhne Israels IHM diesen Gesang sangen, sie sprachen im Spruch: Singen will ich IHM, denn hoch stieg er, hoch, das Ross und seinen Reiter schleuderte er ins Meer. Mein Stolz und Saitenspiel ist oh ER, und ward meine Freiheit. Mein Schutzgott der, ich rühme ihn, meines Vaters Gott, ich erhebe ihn. ER ist ein Kriegsmann, Hie ER! sein Name. Gefährte und Heer Pharaos stürzte er in das Meer, seiner Drittkämpfer Lese, ins Schilfmeer tauchten sie.“ (15,1-4) „Miriam die Prophetin, Ahrons Schwester, nahm die Pauke in die Hand und alle Frauen zogen heraus, ihr nach, mit Pauken und im Tanz. Da entgegnete ihnen Miriam: singet zu Gott, denn hoch, hoch ist Er, Pferd und Reiter hat Er ins Meer geschleudert“. (15,20-21)

Der ehemalige Großrabbiner des Commonwealth, Baron Prof. Dr. Jonathan Henry Sacks, brachte vor vier Jahren einmal diesen denkwürdigen Satz hervor:

Rabbi Sacks Foto: coopermiall

Rabbi Sacks Foto: coopermiall

Die Tora ist Gottes Lied, und gemeinsam sind wir ihre Sänger
„Worte sind die Sprache der Vernunft. Musik ist die Sprache der Seele. Das Judentum ist eine Religion der Worte, und doch, wenn immer die Sprache des Judentums sich auf die geistliche Ebene erhebt, bricht sie in Gesang aus, als ob die Worte selbst Ausflucht suchten aus der Schwerkraft der endlichen Bedeutungen. Es liegt etwas in einer Melodie, die eine Wirklichkeit deutet, die außerhalb unserer Reichweite liegt … Wir lesen die Tora nicht, sondern wir singen die wöchentliche „Lesung“, jedes Wort mit seiner eigenen Kantabilität … Musik ist die „Landkarte“ des jüdischen Geistes, und jede geistliche Erfahrung hat ihre eigene, unverwechselbare, melodische Tonalität.“
| Klick → Die Tora als Gottes Lied
| Klick → Tora vom Himmel – Vergleich von Rabbi Sacks: Tanach vs Altes Testament

Und was ist mit der „Landkarte“ des deutschen Geistes? Wahrscheinlich nur, wer selbst einmal Wistleblower war, wird Donald Trumps mit unbändiger Kraft wie Mosche gegen seine Gegner alltäglich geführten Kampf gegen das durch CIA, NSA und FBI über zig Jahre und teils Jahrhunderte geförderte Weltherrschafts-christliche Establishment zu würdigen wissen, was der UNO und Deutschland spätestens nach seiner „politischen“ Jerusalem-Anerkennung vor Zorn bis zum derzeitigen Weltwirtschafts-Forum in Davos die Stimme und Gesang verschlug. TAGES-ANZEIGER, Zürich: „Den Palästinensern drohte Trump mit dem Entzug ihrer Finanzhilfen, wenn sie sich weiterhin weigerten, Friedensverhandlungen mit Israel aufzunehmen. «Das Geld liegt auf dem Tisch, und es geht nicht zu ihnen, bis sie sich hinsetzen und über Frieden verhandeln», so Trump.“ Denn speziell der parteiübergreifend kontradiktorische Geist Deutschlands politischer Führung gegen Gottes Weltherrschaft – leider nur mit Ausnahme der Alternative für Deutschland, AfD – präsentiert sich gleich dreifach ägyptisch-pharaonisch. Nämlich a) im Heiligen Geist des Neuen Testaments, b) in Lehre und Deutsch Martin Luthers, und c) im Dritten Reich (per Definition: 1. Reich Gottes, 2. Reich des Sohnes, 3. Reich des heiligen Geistes). Kein Auszug möglich?

Man könnte unzählige sowohl intellektuell verkopfte wie auch der aktuellen Siedlungsbau-Politik gerecht werdende Kommentare über speziell diesen, heuer sogar um
Tu biSchwat ergänzten Tora-Wochenabschnitt schreiben.
Doch könnte es – menschlich, seelisch – nicht viel angebrachter sein, auch einmal die innigsten „Gefühle“ der Juden zu betrachten, nachdem der Feind versank, der sie auslöschen wollte und nach wie vor will?! Zumindest was Iran, Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, sein Palästinenservolk samt Kirche, EU, UNO, NATO, Merkel und Schulz anbelangt? Die Lobeslieder der Frauen der Juden, die man unter den sechshunderttausend aus Ägypten Ausgezogener nicht einmal mitgezählt hatte, sind sie nicht gefühlsmäßig viel relevanter, emotional engagierter, als die männlichen? Nun, das ist nur ein Grund, warum unser „Schabbat Beschalach“ den Beinamen „Schabbat Schira“ (Schabbat des Liedes) trägt und sogar die Haftara, das Siegeslied einer Frau, der Deborah, laut erschallen lässt. Keiner Geringeren als einer Prophetin und Richterin also! Hier geht es um das Gefühl überschwänglicher Freude, das die Rationalität des Kopfes schwerlich hervorbringen kann.

Und Prof. Yizhak Ahren schreibt in seinem Buch „VERKNÜPFUNGSPUNKTE“ (Warum gerade dieser Psalm dieser Parascha zugeordnet ist; Verlag: Kiebitz.Edition[ät]gmail.com):
Psalm 66 – Gesang der Erlösten: Den Schabbat, an dem der Wochenabschnitt Beschalach vorgelesen wird, nennt man „Schabbat Schira“, Schabbat des Liedes. Gemeint ist das Lied am Schilfmeer, das die Israeliten nach ihrer wunderbaren Errettung gesungen haben … Auch in Vers 7 des Psalms können wir eine Andeutung auf die Worte im Wochenabschnitt Beschalach entdecken. Die Erlösten sprachen (und wir wiederholen diesen Tora-Vers morgens und abends [stehend] im Gebet): „Gott wird König sein immer und ewig!“ (Schemot 15, 18). Im Psalm steht: „Er herrscht in seiner Stärke ewiglich, seine Augen schauen auf die Völker. Die Ungehorsamen mögen sich nicht erheben!“ Die Ereignisse am Schilfmeer sind eine ewige Lehre, dass Gott das bedrängte Volk erlöst – und die Verfolger bestraft hat. – Erwähnenswert ist, dass unser Psalm ausdrücklich auch die nichtjüdische Welt auffordert, aus historischen Begebenheiten die richtigen Schlüsse zu ziehen: „Gehet hin und seht die Wirkung Gottes, wie furchtbar im Handeln Er ist über den Menschensöhnen“ (Vers 5). Rabbiner Hirsch schreibt in seinem Kommentar: „Gehet einmal hin, lautet daher der Aufruf an die Völker und ’seht‘ – in Israels Geschichte – die Wirkungen Gottes. In Israels Geschichte liegen sinnlich wahrnehmbare, nicht weg zu weisende Tatsachen da, die Gottes Wirken und Walten demonstrieren.

Schabbat Schalom.


Stichworte zum Thema: , , , ,

Kommentarfunktion geschlossen.