cat-right

Weihnukka: Weihnachten oder Neueinweihung Gottes Tempels

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass zu den nächsten beiden Schabbatot → WaJischlach und → WaJeschew keine Kommentare erscheinen. Denn erstmals wieder seit 38 Jahren fallen „Chanukka“ (dt: Wiedereinweihung [Gottes Tempels 164 vor der Zeitwende]) und sein christlicher Gegenentwurf „Weihnachten“ auf einen Tag. Anlass zu brüderlich geteilter Freude? Oder eher zu wahrem interreligiösen Respekt . . . gerade wegen absoluter Unterschiedlichkeit!
„Faktisch“ war es eben jener heute Papst genannte „Pontifex“ (dessen sakrales Wächter-Amt über den altrömischen Götterkult bereits seit dem 3. Jhd. v.d.Z. existiert), der im Jahr 70 n.d.Z. den Tempel Gottes in Jerusalem völlig zerstörte und plünderte, um dem an seine Götter glaubenden Volk vom Erlös der Beute in Rom das bis heute → kolossalste Wahrzeichen der vermeintlichen „Kultur“ des Westens zu errichten.
„Postfaktisch“ jedoch ist aus dieser Vernichtung der Werte Gottes das Wertesystem des christlichen Glaubens sowie – später – auch der Europäischen Union als Zuflucht für Flüchtlinge aus der durch falsche Fakten und US-Terror-Rebellen von ihr selbst zerbombten Welt entstanden … Bsp. Syrien: Kein Bürger- sondern vom Westen 2009 begonnener Rohstoff-Krieg gegen russische Interessen → klick Doku ab Minute 16. Zuflucht in Deutschland aber nur für Flüchtlinge, die diesem zweifelhaften „Wertekanon“ zustimmen. Denn nur Lutherpfarrerstochter Merkel und Kirchentagspräsident Steinmeier ist der postfaktische Heiland erschienen – Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen?

 

Tannenbaum Chanukkia„Lasst euch von niemand und auf keine Weise täuschen“, enthüllt das wohl hinterlistigste Täuschungswerk aller Zeiten, das Neue Testament, in den Briefen des Paulus an die griechische Gemeinde in Thessaloniki (2. Thess. 2) die alle Werte Gottes ins Gegenteil verkehrende Wirkweise seines Heiligen Geistes: „Er wird sich auflehnen und über alles hinwegsetzen, was Gott oder Heiligtum genannt wird, bis er sich schließlich [freilich den Juden „Täuschung“ vorwerfend] im Tempel Gottes niederlässt und für Gott ausgibt.“ Warum über zweitausend Jahre Bewährtes verändern, mag sich da die Kanzlerin des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation im 21. Jahrhundert gefragt haben: Vernichte Fakten, schaffe neue Fakten, bezichtige deine politischen Gegner dieses von dir selbst begangenen Verbrechens und stigmatisiere sie als „Gefahr von rechts“, „Rechtspopulisten“, „Putin-, Trump- und AfD-Versteher“! Ist aber dieser Führungsstil, mit „guten Gefühlen“ sowohl Fakten als auch mit solchen argumentierende Gegner zu vernichten, ein merkel’sches Phänomen?

Mitnichten, denn die Würde und Demokratie vorgaukelnde Niedertracht der Römischen Staatsidee, die sogar heute noch „historische Fakten“ und den Intellekt selbst geistlicher Eliten mühelos „durch Glauben“ zu überwinden fähig ist, wird uns erst klar, wenn wir deren Ursprung im antiken Griechenland erkennen. Namentlich in der Ethik- und Staatstheorie Sokrates’, Platons und Aristoteles. Also zweihundert Jahre vor Chanukka, der ersten „Weih-Nacht“ des jüdischen Volkes, in der die Vertreibung der Griechen aus Jerusalem und die Wiedereinweihung des von ihnen u.a. durch Aufstellen des Zeus-Altars geschändeten Gottestempels gefeiert wurde, vgl.→ Terminkonjunktion zu Channuka. Über 52 Jahre hinweg hatten die Seleukiden (Hellenisten, Syrer uvm.) dem benachbarten Israel durch Untergrabung dessen Toratreuen Judentums sowie Implementierung der Gott – wie heute via Heiligem Geist – durch den hellenistischen Geist ersetzenden griechischen Philosophie sowie Verbot von Schabbat und Beschneidung versucht, Zeit, Raum und die Menschen zu entweihen. Alles, was jüdisch war, sollte ausgerottet werden, in der Hoffnung, den Gott Israels auszulöschen und dadurch dessen Volkes und Tempelschatzes habhaft zu werden! Die griechische Hoffnung auf Ausmerzung des jüdischen Gottesstaates und dessen Gesetze wurde – wie heute durch christlichen Neoliberalismus der westlichen Demokratien – insbesondere vom Anspruch auf Weltmachterlangung getrieben. Denn nach dem Tod Alexander des Großen 323 v.d.Z. in Babylon/Irak – Alexanders Regierungssitz – war das Griechische Weltreich zerfallen und Israel war Teil Syriens geworden.

Tut es Wunder, dass man es seitens Rom, als 400 Jahre später auch deren Römisches Imperium zu zerfallen drohte, noch einmal mit dem „Geschäftsmodell“ der Alten Griechen versuchen wollte . . . Diesmal aber eben mit verbesserter „Endlösung der Judenfrage“ durch endgültige Auslöschung des Judengottes – History Reloaded? Immerhin war es ihnen im Gegensatz zu den letztlich gescheiterten Alten Griechen doch schon gelungen, den Jerusalemer Tempel gänzlich zu zerstören! So wollte man einen Schritt weiter gehen und kam auf die Idee der bis heute durchregierendend Kreation des Neuen Testaments, die man dem in römische Gefangenschaft geratenen jüdischen Priester „Joseph ben Mathitjahu ha Kohen“ anbefahl (dieser nachher „Flavius Josephus“ genannte Schriftgelehrte ist, soweit historisch nachvollziehbar, der alleinige Verfasser des NT). Die Staatsform des Fakten ersetzenden „Glaubens“ ward geboren – jungfräuliche Geburt in einem armseligen Stall in Bethlehem. Einen sich darauf besinnenden heimelig-warm berührenden Staat, den kann man doch nur lieben, oder?

*°) nicht zu verwechseln mit „Mattitjahu“, der den Brüderkampf der Makkabäer zur Erhaltung Gottes Tora einst anführte. Den eigentlichenKampf sollte jedoch Sohn Jehuda (Judas) „der Starke“ anführen; sein Beiname „Makkabi“ enthält die Anfangsbuchstaben des hebräischen Satzes „Mi kamocha baelim, HaSchem“ – „wer ist wie Du, oh Gott“.

Schon früh besann man sich auch darauf, diese rein imperialistisch motivierte römisch-christliche Weihnachtsgeschichte durch ständig neu auf die Weihnachtsmärkte geschmissene Glaubenspapiere und Mythenbildungen völlig von seiner ursprünglich rein jüdischen Historie zu entkoppeln. Ein besonders anrührender Mythos ist der von der Bestimmung des Geburtstages des Jesuskindes; war der historisch betrachtet nicht eher im Herbst? Andere „Gläubige“ sinnieren wiederum darüber, dass aufgrund der näheren, neutestamentlichen Beschreibungen und an verborgenen Plätzen neu entdeckter „Zeugnisse von Jüngern Jesu“ eigentlich nur Februar als Geburtsmonat des zum Mensch gewordenen Gottes, ihres vermeintlichen Messias, in Frage kommt. Dass nur ja niemand der von Kirche und Staat als dumme Schafe gehaltenen Christenschar auf die Idee kommt, dass das Ursprungsfest der geglaubt „christlichen Weihnacht“ – genau umgekehrt – das Einweihungsfest des eben durch den griechisch-römischen Geist entweihten Gottestempels der Juden „Chanukka“ ist. Und zwar seit fast 2.200 Jahren jährlich gefeiert exakt am 25. Kislev, am Vorabend beginnend mit dem Zünden der ersten Kerze an der Chanukkia, was die Kirche zu ihrem „heiligen Abend“ vorsätzlich Juden- und Gottfeindlich umetikettierte. Von wegen, Christen seien die „älteren Geschwister“ der Juden! Ist es historisch nicht völlig umgedreht eher so, dass Juden – in diesem Jahr zufällig am 25. Dezember – mit ihrem Lichterfest den Sieg über den griechisch-christlichen Geist feiern dürfen? Jedenfalls die Nachkommen der wenigen Überlebenden der griechischen, der frommen römischen und heilig-deutsch nationalistischen Vernichtungsindustrie? Bieten Fakten, Wahrheit und Ehrlichkeit nicht ein weitaus höheres Potential für interkulturellen Austausch, als lutherisch-antisemitische Reformationsjubiläen, nationalsozialistische Griechenland-Verarmungskampagnen, Putin-, Trump- und AfD-Bashings oder Bombardements Syriens, mit denen Sie von Ihrer politisch-initiatorischen Hauptverantwortung für fast alle Kriege heutzutage, besonders aber auch für den Ukrainekrieg ablenken, Frau Merkel?

Der Rambam (Maimonidis) fasste in einem Brief an die Juden im Jemen zusammen, wie auch Antiochus IV. Epiphanes (gr: der Erschienene [Gott]) das Judentum und damit indirekt das jüdische Volk versuchte, zu zerstören:

    Und wisset, meine Brüder, dass . . . das böse Königreich der Griechen, als es in [der Zeit des] Zweiten Bejt ha-Mikdasch siegreich wurde, schwere Zwangsmaßnahmen gegen Israel dekretierte, um die Tora abzuschaffen. Sie verlangten von ihnen [den Juden], den Schabbat zu entweihen und die Beschneidung zu unterlassen. Und jeder Jude sollte auf seine Kleidung schreiben, dass er keinen Anteil am Gott Israels habe [wie die UN-Kulturorganisation aktuell auch Israels Verbindung zum Tempelberg und der Klagemauer leugnet, um die Juden völkerrechtlich ihres Landes zu enterben], und das Gleiche sollte er auf das Horn seines Ochsen einritzen, und erst dann durfte er mit ihm pflügen. Diese Maßnahmen galten zweiundfünfzig Jahre, und dann hob Gott ihre Herrschaft auf und ebenso ihre Gesetze.

Dessen ungeachtet: The same procedure as every year, James? Kann die heutige Politik in den christlichen Demokratien der Westreich-Nachfolger sich denn etwa nur deshalb nicht ändern, da die geistigen und staatspolitischen Grundlagen der Menschen, die in ihnen aufwachsen, zweitausend Jahre alt sind? Denn siehe, die bekannteste Fake News, aus der sich alle christlich- und sozialdemokratischen Konzepte von heute bis zu Martin Schulzens EU-präsidialem Vorwurf in der Knesset (Israel würde die Palästinenser verdursten lassen, das habe ihm ein Palästinenserjunge gesagt) ableiten, ist doch die, dass eine Jungfrau ein Kind bekommen hat. Folgerichtig hat der Sohn doch so seine eigene Mutter entjungfert. Lächerlich? Oder ist nicht vielmehr das Nachdenken darüber dringend angezeigt, um sich zu vergegenwärtigen, welch widerlicher Politik man zu Ehren seines zweifelhaften „Glaubens“ nachfolgt? Die Weih-Nacht Gottes Tempels in Dir ist aber Deine eigene Entscheidung:
Fröhliche Weihnachten und Chanukka Sameach!


Stichworte zum Thema: , , , ,

Kommentarfunktion geschlossen.