cat-right

TOLDOT – Nachkommen oder Vaterlos deutsche Täter

Kennen Sie das Gefühl, wenn man unbedingt etwas haben will; Anerkennung, Ruhm, Besitz, Macht oder einfach nur „die Einheit“? Der nach Adenauer und Luther (lt. ZDF-Umfrage 2003) erst auf Platz 7 der „besten Deutschen“ rangierende Goethe gibt zu bedenken: „Was Du ererbt hast von den Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.“

Toldot (dt: Nachkommen) 1. Moses 25,19 – 28,9 || Maleachi 1,1 – 2,7
Kommentar von Eric Martienssen

„Nach wem ein Sohn kommt“ meint im Volksmund häufig dem Aus- oder Ansehen, am treffendsten jedoch dem Geist/den Ansichten des Vaters nachkommend. Und schon sind wir mitten im Thema unseres Tora-Wochenleseabschnitts. Und zwar beiden Vätern nach: dem himmlischen UND dem irdischen! – Esau, der erste Zwillingssohn von Vater Isaak, verkauft – nach dem Töten von der Jagt hungrig nach Hause kommend – seinem Bruder sein Erstgeburtsrecht (Erbe) . . . für einen Teller Linsengericht! Nicht nur, dass dem erstgeborenen Nachkommen Esau sein Erbe offensichtlich nichts „wert“ ist, war unanfechtbar aber auch ein gültiges Rechtsgeschäft getätigt worden, denn (25,33) „er schwur ihm und verkaufte sein Erstlingsrecht an Jakob!“ Doch wie es bei Menschen oder Völkern ohne „Werten“ immer so geht, versucht Esau sich nachträglich – von wegen, der „Vater“ hat den Eid doch nicht gehört – ohne jede Scham noch Skrupel das Erbe und den Erstlingssegen vom Vater zu erbitten. Mutter Rebekka vereitelt dessen niederträchtiges Vorhaben und verhilft dem himmlischen und irdischen Recht zu Kraft und Würde, sodass Vater Isaak dem wertelosen Sohn Esau beides verweigert, Erbe und Segen. Statt Reue über seinen Frevel verfolgte Esau nun seinen rechtmäßig erbenden Bruder, „ihn zu erwürgen“ (27,41).

Gleiche Geschichte unglaublicher Skrupellosigkeit hier und heute: Heute verfolgt Deutschland Russland wieder für die von ihm selbst begangenen Verbrechen. Denn war es nicht Deutschland, das die Wiedervereinigung mit den DDR-Bürgern unbedingt haben wollte? So sehr, dass es Russland dafür nicht nur ein Linsengericht gab, sondern gemeinsam mit der NATO sogar „alle“ nur vorstellbaren Sicherheitsgarantien, woraufhin ein gültiges Rechtsgeschäft – die Wiedervereinigung – zustande kam. Wörtlich → NATO-Generalsekretär Manfred Wörner am 19.5.1990:

    „Schon der Fakt, dass wir bereit sind, die NATO-Streitkräfte nicht hinter den Grenzen der BRD zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien“

Deutschland ist – wieder – der Täter! War es damals sein hinterlistiger „Russlandüberfall 1941“ (denn die Sowjetunion hatte einen Waffenstillstandsvertrag mit Deutschland) in dem 20 Millionen Russen getötet wurden und Deutschland demzufolge – zu Recht! – die Ostgebiete verlor, will Deutschland sie sich über die EU mit gleicher Heimtücke wie Esau sein Erbe und Segen wieder einverleiben. Lutherisch-Adenauerische Mentalität? Kaum jemand wird nach Luthers Verhetzung des deutschen Volkes, die in → Luthers Geburtstagsfeier „Reichskristallnacht“ vorläufig gipfelte, wohl bestreiten wollen, dass Luther einer der größten Verbrecher gegen Gott und sein Volk war, der jemals lebte. Ungeachtet dessen wählen die Deutschen ihn, nach Adenauer, zum „besten Deutschen“. Ausgerechnet nur noch von Adenauer übertrumpft, der nicht nur als Mitglied des „preußischen Herrenhauses“ sondern auch als „Präsident des Preußischen Staatsrates“ für ein mindestens Großdeutsches- wenn nicht sogar Weltreich bürgte! Auch war es dieser, der fast die gesamten NS-Juristen in die Bundesrepublik Deutschland überführte. Wie sollten Deutsche je ein Rechtsempfinden bekommen, wenn es ihnen nicht jetzt der Islamische Staat IS beschert?

Schließlich hätte es auch nie einen Ukraine-Krieg gegeben, hätte der Westen unter deutscher Führung durch skrupellosen Wortbruch nicht das Rechtsgefüge gegenüber Russland mutwillig zerstört und später, nach dem „Regime Change“ in der Ukraine (→ von Obama am 1.2.15 auf CNN zugegeben), die eigene Schuld durch Vorwürfe gegen Moskau mit Sanktionen und Nichtanerkennung der Krim-Wahlen (vgl. FAZ → Die Krim und das Völkerrecht: Kühle Ironie der Geschichte) ins Gegenteil verkehrt! Die deutsche Bevölkerung stellt sich blind. Aber ist deshalb auch der himmlische Vater blind? Als ob nicht spätestens nach den US-Wahlen und dem steten Trump-Bashing völlig offensichtlich wäre, wer hier nicht gewillt ist, demokratische Wahlergebnisse anzuerkennen. Die Vierte Macht, die deutsche Presse, bläst mit Freuden die Totenmärsche zur Beerdigung jedes Rechtsempfindens bei deutschen Bürgern. Je mehr Merkel und ihre Schergen Gott spotten, indem sie bei völligem Verlust des eigenen Wertesystems den anderen, den berechtigten Mahnern z. B. aus der AfD, Verlust desselben unterstellen, je mehr werden sie in der Welt isoliert. Schon heute sind die Deutschen das einzige Volk in der Welt, dass Deutsche noch mag.

Auch die Abschlussverse unserer Parascha machen deutlich, wie sehr dem Esau die „Werte“, das „Recht“ und die „Würde“ seines Vaters verhasst sind. Denn gerade weil Esau wusste, wie sehr die kanaanitischen Frauen seinem Vater (dem jüdischen Stammvater) Isaak missfallen, geht er zu seines Vaters Bruder Ismael (Islam) und heiratet eine von dessen Töchtern. – „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“ Doch die gute Nachricht ist: Jeder deutsche Vater und jede deutsche Mutter hat die (Bundestags-) Wahl, aus diesem Teufelskreislauf auszubrechen.

    Im Prophetenabschnitt Maleachi heißt es abschließend, „damit mein Bund mit Levi sei, spricht Gott, der Ewige … Das Gesetz der Wahrheit war in seinem Munde, und Unrecht fand sich nicht auf seinen Lippen; er wandelte mit Mir in Frieden und Geradheit, und viele brachte er von ihrer Ungerechtigkeit zurück.“


Schabbat Schalom


Stichworte zum Thema: , , , ,

Kommentarfunktion geschlossen.