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Warum gibt es keinen „Schabbat Wesot haBracha“ 1

...von Jehonatan Kiebitz...

…von Jehonatan Kiebitz…

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Dem Schabbat einer Woche gibt man den Namen der Paraschat haSchawua, des [Toralese-] Abschnittes derWoche. So heisst zum Beispiel der Schabbat, an dem der erste Leseabschnitt der Tora gemeinsam gelesen wird, die Paraschat „BeReschit“ (imAnfang), auch „Schabbat Bereschit“.

Diesem Schabbat müsste doch eigentlich der Schabbat mit dem letzten Leseabschnitt in der Tora vorausgehen, wodurch der Kreis des Jahres geschlossen wird. Das wäre also der „Schabbat Wesot haBracha“. Den gibt es jedoch nicht, denn der letzte Schabbat im Torajahr, der seinen Namen seinem Wochenabschnitt verdankt, ist der Schabbat Ha´asinu.

. . . . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . . . .
Stichpunkte der Parascha Ha’asinu (Neiget euer Ohr…| 5.Mo.32 || 2.Sam.22,1-51)
nach dem jüdischen → Hawdala-Kalender:
< Moses universelles Abschiedslied || König Davids Dankeslied > Psalm 71

Der darauf folgende Schabbat ist dann der letzte Schabbat im Torajahr. Aber er hat den Namen „Schabbat Chol Hamoed Sukkot“. Er ist der Fest-Schabbat zwischen den Halbfeiertagen des Sukkot-Festes (bei denen täglich die heilige Zusammenkunft in der Synagoge den Fest-Charakter dieser Tage hervorhebt), an dem der Toralese-Wochenabschnitt (die Paraschat haSchawua) aus 2. Buch Moses vom Kapitel 33, Vers 12 bis Kapitel 34, 26 gelesen wird. Vor Lesung dieser Stellen wird außer dem Hallel (Psalmen 113 bis 118) die Megillat (Schriftrolle) Kohelet, Prediger Salomo, eingeschaltet. Was ist das Besondere am letzten Leseabschnitt der Tora?

Lassen wir dazu zuerst Rabbiner Samson Raphael Hirsch (1808 – 1888) zu Worte kommen und zitieren aus seinem Kommentar und in seiner Übersetzung zu „Wesot HaBracha ascher berach Moscheh Isch HaElohim“, der keine so routinemäßige Aufmerksamkeit bekommt wie die anderen Wochenabschnitte: Kapitel 33, Vers 1: „Und dies ist der Segen, mit welchem Mosche, der Mann Gottes (Isch HaElohim), Israels Söhne vor seinem Tode segnete.“

Kommentar-Zitat: „Isch HaElohim, der Mann Gottes, der Mann, der in einer nahen Beziehung zu Gott gestanden, den Gott als seinen Diener und Boten gebraucht hatte. In der Torah kommt diese Bezeichnung von Moses nur hier vor. Wenn, wie wir glauben, dieser Segen von Moses nicht wie der übrige Inhalt der Torah als Gottes Wort, sondern als zunächst seinem eigenen Inneren entstammend gesprochen war, so dürfte sich diese einzig hier gegebene Bezeichnung Isch HaElohim wohl darin begreifen lassen. Bei allem Bisherigen war Moses Gottes Organ und bedurfte es daher einer solchen näheren Charakterisierung nicht. Aber eben, weil dieser Segen nicht Gottes, sondern Moses Ausspruch war (Anm.: Der ganze Abschnitt „Wesot HaBracha“), sagt diese Bezeichnung der Persönlichkeit, die hier gesprochen, dass denn doch diesen Aussprüchen ein unvergleichlich höherer Wert beizumessen ist, als wenn in ihnen nur die Rede eines gewöhnlichen Menschen vorläge. Es war doch Mosche Isch HaElohim, der hier den Segen gesprochen, doch der Mann, den Gott einer so nahen Beziehung zu sich gewürdigt hatte, und wenn diese Bracha (Segen) auch vielleicht nicht baDerech Newua (durch Gottes Offenbarung) gesprochen worden, so war sie doch jedenfalls vom Ruach HaKadosch – Geist des Heiligen (Gottes = Elohim) – getragen.“

Wo bleibt dabei die Paraschat Wesot HaBracha?
Diese wird außerhalb des Landes Israel immer an einem Wochentag gelesen, also nicht an einem Schabbat,.und immer mit der dazu gehörenden Haftara, dem Prophetenabschnitt Josua erstes Kapitel, und trotzdem ganz anders: Im Anschluss an Paraschat Wesot Habracha wird nicht zuerst die Haftara gelesen, sondern zuvor eine andere Torarolle ausgerollt, wie sonst an einem anderen Hohen Feiertag für den Maftir. Daraus wird der Anfang der Parascha vom Schabbat Bereschit vorgelesen, 1. Moses Kapitel 1 bis 2,3. Auf diese Weise wird das Ende und der Anfang eines jeden Torajahres in derselben Stunde vereinigt, also der Kreis des Torajahres geschlossen und neu eröffnet.
Es ist einer der vier Neujahrstage des jüdischen Jahres und hat den Namen „Simchat Tora“, das Tora-Freuden-Fest, der Neujahrstag im Torajahr, ist aber in der Tora selbst als [DER SPIEGEL →) eines von den 613 Geboten [im Einzelnen →] nicht zu finden. Wie kommt es dann zustande?

Die ganze Tora hat ihren Höhepunkt am 50. Tage des Auszugs der Kinder Israel aus Ägypten am Berg Sinai mit der Offenbarung des Schöpfers und Erlösers der Welt und der Übergabe der Tora durch den Heiligen, gelobt sei ER, an SEIN Volk Israel am Wochenfest (Schawuoth).
Dieses Geschehen hatte seine Erfüllung wesentlich in der Erstellung des transportablen Heiligtums, der Stiftshütte, wie es Moses nannte, in dem die beiden Bundestafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt wurden die der Schöpfer und Erlöser der Welt Moses schriftlich überreichte, nachdem das ganze Volk diese von IHM hören konnte. Rabbiner Samson Raphal Hirsch nennt es Zusammenkunft-Bestimmungszelt (hebr. Ohel Moed, Zelt der Zusammenkunft). Wer kam da zusammen?

Die Zusammenkunft bestand keinesfalls in einer enthusiastisch-spirituellen Menschenmenge, die sich für eine Sache begeistern ließ. In dem Fall geht es um die Zusammenkunft des Schöpfers von Himmel und Erde, des Erlösers der in Sünde gefallenen Menschheit, mit seinen Erlösten nach deren Befreiung aus der Sklaverei der Götzendiener. Hier bekamen sie den Zweck ihrer Befreiung mit ihren Ohren zu hören und dann in ihrem ersten Auftrag mit ihren Händen zu greifen. Gerade so war dem Pharao der Grund gesagt worden, warum er Israel freilassen sollte: Damit sie dem Ewigen, dem Gott der Hebräer, dienen können. Das geht wiederum nur auf der Grundlage des Ewigen Gesetzes der Freiheit, das sie am Sinai bekamen, zusammengefasst auf den zwei Bundestafeln. Die einzige Unterscheidung, die Havdala zwischen Freiheit und Sklaverei, wird nur im einzig einen Gott des Ersten Gebotes sichtbar, welches im Unterschied zu den gefälschten Ersten Geboten anderer Religionen bestimmt: „ICH bin der Ewige, dein Gott, der ICH dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.“
Vergleich mit Fälschungen

Das Ohel Moed findet durch König David seinen Bestimmungort in Jerusalem und durch Davids Sohn Salomo an dem vom Gott Israels selbst erwählten Platz seinen festen Standort, dem Heiligsten Ort auf dieser Erde, auf dem Berg Moria. Dort hatte Abraham als einzelner Mensch in seiner zehnten Prüfung für das Erlösungswerk des Schöpfers und Erlösers die von Seiten der Menschen nötige Voraussetzung für Israel und dadurch auch, erst in weiterer Ferne sichtbar, für die ganze Menschheit erreicht und durch den Altar erfüllt, auf dem er Isa´ak (Isaak) bereits gebunden hatte und bereit war, ihn auf Gottes Geheiß hin zu opfern:

    Die Bedeutung besteht dabei in der Bereitschaft zum ultimativen „Hören“ (hebr: Shema) eines Menschen seinem Schöpfer und Erlöser gegenüber, also in seinem freien und echten Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Abraham erfüllte diese Bedingung nicht allein, als er bereit war, seinen erst durch Wunder und mit Verheißung für die Menschheit ihm gegebenden Sohn dem Schöpfer und Erlöser zu opfern, sondern gleichzeitig erfüllte sie sein Sohn, indem er bereit war sich von seinem Vater opfern zu lassen.

Auf diese Bereitschaft ist ewig das Augenmerk des Ewigen gerichtet, der am Ende der Tage den Prophet Elijah, selbst ein Cohen, ein Priester aus dem Stamme Aharons (Aaron), senden wird, um die Herzen der Väter mit den Söhnen und die Herzen der Söhne mit den Vätern zu vereinen, und zwar nicht nur untereinander sondern ebenso mit ihrem Schöpfer und Erlöser im Vorbild von Abraham und seinem Sohn Isa´ak, und gehört zum Ziel der Weltgeschichte, der Erlösung der Menschheit.

Wir verweilen noch auf dem Berg Moria in Jerusalem in der Stadt, von der im Buch des Propheten Secharjah (Sacharja, Zacharias), Kapitel 12 (2-3) zu lesen ist:
„Siehe, ich mache Jeruschalajim zum Taumelkelch für alle Völker ringsum. – Und auch über Jehudah, das in der Belagerung sein wird gegen Jeruschalajim (Anm.: mit belagert sein wird). Und es geschieht, an selbigem Tage mache ich Jeruschalajim zum Laststein für alle Völker, alle, die ihn aufladen, werden sich daran zerschneiden, und es werden sich rotten um dasselbe all die Völker der Erde…“

Also: UNO-weit? Diese Welt-Organisation hat natürlich auch ein Hauptquartier in Jerusalem, und zwar auf dem „Berg des bösen Rates“ (!) südlich vom Tempelberg bei Talpiot. Wer wird nicht durch die täglichen Nachrichten aus Jerusalem bereits darauf hingelenkt? Es ist die Stadt, die seit über 1500 Jahren in ihren Altstadt-Mauern das echte „Monotheistische“ System Israel (Schöpfer und Erlöser = Echad) und zwei andere Systeme beherbergt, die es als todeswürdigen Unglauben ansehen, wenn man ihnen ihren vorgetäuschten Monotheismus abspricht (Die Schlange spielt den Erlöser !). Der Pfarrersohn Gotthold E. Lessing hat die drei Systeme gleichgesetzt und durch eine Kriminal-Trilogie namens „Ringparabel“ getarnt, bei der das Original eines kostbaren Ringes und zwei durch Betrug erstellte Duplikate durch irgend einen fahrlässigen „Glauben“ gleichwertig gemacht werden sollen, oder zumindest das Original herabgewürdigt wird – alles egal. (Jede Lüge erwartet, geglaubt zu werden! Vgl. [„Der Überragende ist Gott“ im Gedicht, PDF] → ISRAEL versus Ringparabel [← das Souverän ist Toleranz / Neoliberalismus].)

Der Hawdala-Kalender ist entstanden durch die Überzeugung, dass es nach dem System der Tora, das die Unterscheidung lehrt (z.B. Bereschit 1. Kapitel Vers 4: „Und es schied Gott zwischen dem Licht und der Finsternis“) darauf ankommt, nicht alles zu glauben, sondern alles zu unterscheiden. Das Wort Täuschung kommt von Tausch, sinnlos vertauschen! Wer unterscheiden kann ist auch fähig zu entscheiden, sich zu entscheiden, Verantwortung zu tragen!

Das Stiftszelt, wie es Moses nannte, wurde innerhalb der Tempel-Mauern an den Platz gebracht, an dem kein bewegliches Heiligtum mehr gebraucht wurde und hatte hier das Ziel seiner Wanderung erreicht, erst lange Jahre nachdem Israel in dem ihm verheißenen Lande bereits sein Zuhause gefunden hatte. In heutiger Zeit könnte man erwarten, dass man dem Tempel an dieser Stelle die Funktion eines „Stiftszelt-Museums“ zuschreiben würde.

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Nun schließen wir mit einem Zitat aus dem 1. Buch der Könige, Kapitel 8, Verse 65 und 66, was vom Laubhüttenfest in Jerusalem handelt, an dem der Tempel eingeweiht wurde, indem König Salomo die Bundeslade, die ihren Platz bis dahin im Allerheiligsten im Stiftzelt hatte, in das Allerheiligste im Tempel bringen ließ und die Herrlichkeit Gottes ganz Israel erschien. Hier wird an Abrahams und Isa´aks Stunde an diesem Ort erinnert. So, wie der Ewige durch Seine Gegenwart die Wende herbeigeführt hatte und an Isa´aks Stelle ein Widder auf dem Altar dargebracht wurde, an den auch heute noch der Ton des Schofar-Hornes erinnert, so wurde das Werk des Königs David und seines Sohnes Salomo durch die Schechina (Gegenwart des Ewigen) eingeweiht. Es ist wiederum durch die Bereitschaft der Menschen, also würdiger Nachkommen Abrahams, aber dann erst durch die Gegenwart des Gottes Israels eingeweiht und vollendet. Den Ort hat der Schöpfer des ganzen Universums selbst gewählt. Was hat ER damit im Grunde gewählt? Die Bereitschaft seiner Geschöpfe, IHM ausschließlich zu dienen!

„Und Schelomoh feierte in selbiger Zeit das Fest (Anm.: das Fest der Laubhütten und des 8. Tages – Schmini Atzeret, zu dem nach Gottes Gebot alle Männer Israels sowieso in Jerusalem versammelt waren), und ganz Israel mit ihm, ein große Versammlung, von der Gegend um Chamat bis zum Bach Mizrajim, vor dem Ewigen unserem Gotte sieben Tage und sieben Tage, vierzehn Tage. (Anm.: Die zweiten 7 Tage waren die Weihe des Tempels, beginnend mit Schmini Atzeret.)
Am achten Tage entließ er das Volk, und sie segneten den König und gingen in ihre Zelte fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das der Ewige getan David, seinem Knechte, und Israel, seinem Volke.“ (Übers. Zuntz)
Weiteres Zitat aus 3. Buch Moses 23, Vers 39 (Übers. Rabbiner S. R. Hirsch):
„Nur am 15. Tage des siebten Monats, wenn ihr das Erträgnis des Landes einsammelt, sollt ihr das Gottesfest sieben Tage begehen; am ersten Tage ist Werkeinstellung und am achten Tage ist Werkeinstellung.“

Ist es nicht auffällig, dass ein Fest, das sieben Tage lang gefeiert wird, einen achten Tag hat? Darauf habe ich bereits in verschiedenen Artikeln Bezug genommen. Im Machsor zum Laubhüttenfest, dem Festtags-Gebetsbuch, ist zu lesen, dass der Ewige dieses den vier Jahreszeiten entsprechend vierte Fest an das dritte Fest angeschlossen hat, da Er Israel eine vierte Wanderung im Jahr hinauf nach Jerusalem nicht zumuten wollte → Des Juden Katechismus und das vierte Wanderfest. Dass der Schöpfer und Erlöser auf die von Ihm selbst geschaffen Belange Rücksicht nimmt, ist keine Frage.
Anders dagegen bei vorgetäuschtem Monotheismus wo, wie z.B. beim Ramadan-Fasten, es als Unglauben bestraft würde, wenn sich jemand gegen diese offensichtliche Grausamkeit wehrt. Der Ramadan, der 9. Islamische Monat, der wie der Kislev, der 9. Jüdische Monat, nur im Winter war, wurde durch Mohammeds Beseitigung des Schaltjahres als eine „Ausgeburt des Unglaubens“ zur Rotation durch alle Jahreszeiten gebracht, also auch in den Sommer! War Mohammed wirklich ein Prophet des Ewigen wie Moses?

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2 Kommentare to “Warum gibt es keinen „Schabbat Wesot haBracha“ 1”

  1. Gods Sabbath sagt:

    Die Weltgeschichte – zumindest was deren Umschreibung durch o.g. UNO ▲ anbelangt – überschlägt sich stündlich! Kaum hatten wir besagten Artikel am Donnerstag online gestellt, «hat Israel aus Protest gegen eine Entscheidung der Unesco zum Thema Jerusalem die Zusammenarbeit mit der UNO-Kulturorganisation teilweise gestoppt», schreibt die Neue Züricher Zeitung → in ihrem Beitrag. Betroffen, weil sie so authentisch wie wohl keine andere Zeitung außerhalb Israels aus eigenen, schweizer Erfahrungen mit dem von der UNO und von deutschen, bis vor wenigen Jahren auch von schweizer Steuergeldern unterstützen palästinensischen Geschichtsumschreibungs-Terror nicht müde wird, zu berichten [z.B. «erpresserische Drohungen gegen die schweizerischen Behörden erfolgt» → Arabischer Terror in der Schweiz (1/4) oder → Schweizer Terrorjahre]. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Beschluss am Donnerstag lt. NZZ gewohnt anschaulich verurteilt: «Zu sagen, dass Israel keine Verbindung zum Tempelberg und der Klagemauer hat, ist wie zu sagen, dass China keine Verbindung zur Chinesischen Mauer hat und Ägypten keine Verbindung zu den Pyramiden.»

    Doch auch der schweizer Tages-Anzeiger titelt ebenso kompetent wie Brand aktuell: «Israel bricht Beziehungen zum UNO-Menschenrechtsrat ab», hat dieser (UNHRC – United Nations Human Rights Council) seinen Sitz schließlich im schweizerischen Genf. Untertitel: »Das Gremium der UNO in Genf hat beschlossen, die Auswirkungen der israelischen Siedlungspolitik zu untersuchen. Die Regierung in Jerusalem reagiert mit einem Einreiseverbot.»

    Das Israelnetz zitiert Netanjahu, der laut Mitteilung seines Büros erklärte, mit einer solchen Resolution schreibe die UNESCO die Menschheitsgeschichte um. „Die UNESCO ignoriert die einzigartige historische Verbindung des Judentums zum Tempelberg, wo über einen Zeitraum von tausend Jahren hinweg zwei Tempel standen, und zu dem jeder Jude in der Welt seit Tausenden von Jahren gebetet hat. Die UN haben einmal mehr bewiesen, dass es keinen Tiefpunkt gibt, vor dem sie Halt machen.“

    Der Vorsitzende der Oppositionspartei „Jesch Atid“, Jair Lapid, kritisierte die Resolution ebenfalls und nannte sie einen „Schandfleck auf den Vereinten Nationen“. Er sieht sie als Teil der „fortlaufenden politischen Angriffe auf den Staat Israel und auf das Judentum“. Die UNESCO fördere damit die aktuelle Terrorwelle. „Die UNESCO kann sich dieser Verantwortung nicht entziehen“, sagte Lapid laut der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

    Die Generalleiterin der UNESCO, die Bulgarin Irina Bokova, forderte in einer Stellungnahme alle Seiten auf, Vertrauen aufzubauen. „Jerusalem ist ein heiliges Land für drei monotheistische Religionen, ein Ort des Dialogs für alle Juden, Christen und Muslime“, sagte sie laut Mitteilung der UNESCO. „Ich glaube, die Mitgliedsstaaten haben eine Verantwortung zum Auftrag der UNESCO, auf Wegen voranzuschreiten, die Dialog, Toleranz und Frieden fördern.“ (df)

  2. BS“D

    Ein hochkarätiger aber christlicher Link

    Schalom Dir, lieber Eric Martienssen, und allen GSI-Lesern, aber auch allen Lesern des
    Forum zum Hawdala – Kalender!

    In diesem Jahr habe ich mit dem Forum 77 die Leser direkt an den Überraschungen beteiligt, die zu erwarten sind, wenn ein Beitrag vom Betreiber einer Webseite im Internet freigeschaltet wird, in meinem Fall bei „gods-sabbath.de“ in Köln. Das hast Du natürlich auch gelesen. Wer auf diese Freischaltung „Warum gibt es keinen Schabbat Wesot haBracha?“ gewartet hat, sieht vielleich zuerst, dass Du es in zwei Teilen einprogrammiert hast.
    Erwähnenswert ist auch der Zeitpunkt, zu dem ich erst heute diesen Kommentar dazu absende, was auch noch ungewöhnlich erscheint, denn ich reagiere damit nicht auf einen anderen Kommentar, sondern auf den von Dir eingebauten Link „Vergleich mit Fälschungen“.
    Das liegt einmal am Monat der hohen Feiertage, Tischri. Da ist es viele Tage nicht möglich, einen Kommentar zu schreiben, denn die Zeit ist ganz anders ausgelastet oder kadosch (heilig). Ich habe mir hiermit zudem eine Arbeit vorgenommen, die etliche Tage Zeit in Anspruch genommen hat.

    Mit Deinem Link hast Du, wie bereits öfters, eine christliche Plattform eingeschaltet, hier sind Adventisten erkennbar. Dein Grund ist nicht der Einblick in deren Argumentation, sondern eine Tabelle zu den beiden Tafeln des Bundes in Moses Händen am Berg Sinai „Wie die Gebote geändert wurden“. Der Vergleich zwischen einer christlich-lutherischen Übersetzung der „Zehn Gebote“ mit dem Wortlaut des katholischen- und des lutherischen Katechisnus in wiederum je einer Spalte ist unendlich bedeutsam und sehr beeindruckend.
    Diese Links habe ich bisher übergangen, denn ich hatte bereits seit Anfang der 80-er ein Flugblatt aus Düsseldorf: „Die biblischen zehn Gebote – haben sie heute noch Gültigkeit?“ von Johannes Pruss, sel. And., als Herausgeber. Darin werden die Texte des jeweiligen Katechismus nicht nur einer Übersetzung gegenüber gestellt, sondern derjenigen der jeweiligen Kirche. Die Tafel hat also vier Spalten. (siehe PDF) Das hat damals auch Einfluss gehabt auf mein Gedicht „Lot und Waage“ (siehe PDF), wobei mein Augenmerk auch der Schnittstelle zwischen beiden Tafeln galt.

    In meinem Beitrag „Des Juden Katechismus und das vierte Wanderfest – Teil III“ (Oktober 2014) hast Du erstmals auf eine solche Tabelle verlinkt: „Die Zehn Gebote im Vergleich“, auch mit drei Spalten. Die Webseite könnte auch zu Adventisten gehören, enthält aber keine Adresse.

    Jetzt habe ich mich einmal in den verschieden Ebenen, die in Deinem Link vom Oktober 2016 enthalten sind, umgesehen. Das hat mich zu dieser heutigen Arbeit bewogen. Weil der Umfang mit 18 gedruckten Seiten für die Kommentar-Spalte viel zu groß ist
    habe ich ein PDF daraus gemacht,
    damit es beliebig verlinkt, vom Leser aber auch einfach ausgedruckt werden kann.

    Diese Tabellen machen ein unendliches Ausmaß theologischer Kriminalität sichtbar, und wollen die „Ersatztheologie“ korrigieren. Man kann natürlich dabei nicht erwarten, dass die Akteure über ihren eigenen christlichen Schatten springen können.
    Dazu fehlt ihnen aber auch das hebräische Sprachverständnis und der Blick aus jüdischer Sicht und damit der Zugang zum Original.
    Dafür sind jetzt die 18 Seiten des PDF für jeden zur Verfügung, der in diesen Fragen den Einblick finden möchte. Dazu ist der verlinkte Vergleich verändert worden. Die zwei Kathechismus-Spalten interessieren ja nicht mehr und fallen erst einmal weg. Bleibt nur noch die mittlere Spalte übrig?

    Wie unendlich das Ausmaß des Betruges der Ersatztheologie ist, kann bald jeder erahnen, der neben der übrig gebliebenen mittleren Spalte der christlichen Übersetzung eine ganz neue Spalte zum Vergleich vorfindet mit Einblick in das hebräische Original der Heiligen Schrift zum Vergleich mit der zwar vollständigen aber christlichen Übersetzung. Da stehen sich auch zwei Welten gegenüber, die aber Hoffnung machen können, die Kluft im Verständnis zu überwinden.

    Mit Schalom-Grüßen und Segenswünschen!
    Jehonatan Kiebitz