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KI TAWO: Gottes Kollegen vs Gottes Siedlungspolitik

5. Mose 26,1 || Jesaja 60,1-22
sowie jeden Morgen im Monat Elul und bis Roschana Raba: Psalm 27
Kommentar von Eric Martienssen

Der Tora-Wochenabschnitt Ki Tawo („wenn du kommst“ in das Land, das Er, dein Gott, dir als „Besitz“ gibt, du ererbst es, siedelst darin…) eignet sich in diesem Jahr am Rande jener UNO-Generalversammlung, die Israel seit nunmehr fast 70 Jahren verlogen und ohne Unterlass übelster Kriegsverbrechen gegen Palästinenser unterstellt, ganz besonders zur Betrachtung der zwei wohl größten Gegensätze der Welt. So nimmt es nicht Wunder, dass Gottes Wort vom „Besitz Israels“, seitens der christianisierten Völkergemeinschaft zur „Besatzungsmacht Israel“ umfunktioniert wurde.

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Wahrscheinlich vermag „heuttags“ (ein Begriff unseres Wochenabschnitts) auch nur ein einzelner den Gott Israels neutestamentlich negierender Christenmensch, solche kolossalen Widersprüche, verbrecherisch und tausende von Menschleben zerstörend, als „Gottes Kollege“ in sich zu vereinigen. So hatte z. B. Barack Hussein Obama in seinem CNN-Fernsehinterview vom 1. Februar 2015 doch längst zugegeben, den Putsch in der Ukraine „in Auftrag gegeben“ zu haben, bei dem 2014 direkt auf dem Euromaidan zunächst einhundert Menschen, im sich anschließenden Krieg jedoch schon weit mehr als 10.000 Menschen getötet wurden, und der lt. FAZ 1,4 Millionen zu Flüchtlingen machte (FAZ.net 22.05.2015: „Fast unbemerkt von Europa vollzieht sich damit mitten auf dem Kontinent ein Flüchtlingsdrama von einem Ausmaß, das es hier seit den Balkan-Kriegen der neunziger Jahre nicht mehr gegeben hat“). Und in seiner letzten Rede animiert ausgerechnet dieser scheidende US-Präsident, der schon vor seinem Syrien-Verbrechen zu „Regime Change“-Zwecken u. a. durch Initiieren des Arabischen Frühlings das einst reichste Land Afrikas, nämlich Libyen, und nach Syrien die o. g. Ukraine in das letzte Jahrtausend zurückbomben ließ, die Völkergemeinschaft der Vereinten Nationen zum Nachahmen, denn: „Wir können alle Gottes Kollegen sein“, zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung. . .

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

Jüdischer Kalender Hawdala-Kalender 5775

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„VERKNÜPFUNGSPUNKTE – Warum gerade dieser Psalm?“ [Autor: Prof. Y. Ahren, € 9,80]

Paraschat Ki Tawo-Stichpunkte lt. Hawdala-Kalender v. Jehonatan Kiebitz:
< Im Land – Erstlingsfrüchte und Zehnten. Selbst reifen für Erretter und Geber des guten Landes. Berge Gerisim und Ebal – Segen und Fluch. Israel Gottes Volk geworden. Bund im Land Moab neben Bund am Horeb || Durch Israel wirkt Herrlichkeit des Ewigen allen Völkern. Zwar unter Gottes Zorn geschlagen – jetzt im Wohlgefallen. Trauer zu Ende. Friedensreich des Ewigen > Psalm 51

. . . „In Syrien gibt es keine Alternative zur Diplomatie. Militärisch kann dort niemand gewinnen. Wir müssen die Gewalt stoppen und den Menschen helfen.“ Der US-Präsident vermied es, Russland oder Syrien direkt für den Angriff verantwortlich zu machen, kommentiert hier die ARD-Tagesschau vom 20.09.2016 weiter. In Anlehnung an die Worte von Martin Luther King rief er zu „Frieden und Verständigung auf. Sein Vermächtnis.“ – Sollte man nicht sagen: sein Neues Testament? Schließlich war Martin Luther King nur der „Künstlername“ eines ansonsten in der Versenkung verschwundenen Michael King, hätte dieser die Weltzerstörende Teufelsglut des deutschen Martin Luther nicht für die Schwarzen in den USA neu entfacht (O-Ton Luther: „Erstlich, das man jre Synagogen oder Schule mit feur anstecke … solches sol man thun, unserm Herrn und der Christenheit zu ehren damit Gott sehe, das wir Christen seien“)? – Obama weiter: „Fortschritt kann es nur geben, wenn wir uns ohne Unterlass darum bemühen, vor Gott zu bestehen. Alle Regierenden und die gesamte Völkergemeinschaft sollte diese unverrückbare Wahrheit vor Augen haben“, wird Obama von der „tagesschau“ weiter zitiert.

Stand Obamas „Gott mit uns“ nicht schon auf den Koppelschlössern der die ganze Welt zerbombenden Soldaten seit Anbeginn des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und des Preußenterrors? Urchristliche Tradition? Weiter gefragt: Ist Obamas „unverrückbare Wahrheit“ nicht nur deshalb unverrückbar, weil der Lebensspendende „Schöpfergeist Gottes“ im vermeintlich überholten alten Testament, durch ein den „Geist der Wahrheit“ (heute US-amerikanischer „Neoliberalismus“) des an den römisch-weltimperialistischen Haaren herbei gezogenen neuen Testaments ins Gegenteil verkehrt worden war? Nunmehr, seit zwei Tagen, gar justiziable Rechtsgrundlage der Gemeinschaft der Völker gegen Gott … und gegen die Siedlungen Israels in Gottes Land, wie sie unsere Parascha „Ki Tawo“ vorsieht, dass du, Volk Israel, darin siedelst?

Da kommt dann so ein römischer Stadthalter auf die jedwede Fakten für alle Zukunft zunichte machende Frage: „Wahrheit, was ist Wahrheit?“ (Johannesevangelium 18,38) kreuzigt einen Rabbiner, und schon ist der gesamte Tanach Gottes (entwertend vom römischen Rechtssystem in „altes Testament“ umbenannt) bis auf den heutigen Tag ins Gegenteil verkehrt? Von Obama in die Steinzeit zurück gebombt, oder einfach nur „Apocalypse Now“? Du entscheidest, sagt unsere Parascha. Du sollst in aller Ewigkeit in dem Lande siedeln, dass du dir – hier, als du in der Fremde weiltest – selber erwählt hast!
Gebet Mosches in unserer Parascha (5. Moses 26,15):

    Blicke nieder von „der Wohnung Deines Heiligtums“, vom Himmel, und segne Dein Volk, Israel, und den Boden, den Du uns gabst, wie Du’s unsern Vätern zuschworst: Land, Milch und Honig träufend! An diesem Tag gebietet dir Er, dein Gott, diese Gesetze und diese Rechtsgeheiße zu tun: wahre, tue sie mit all deinem Herzen, mit all deiner Seele! IHM hast du dich heuttags anversprochen: dir zum Gott zu sein, – in Seinen Wegen zu gehen, Seine Gesetze, Gebote und Rechtsgeheiße zu wahren und auf Seine Stimme zu hören; und Er hat sich dir heuttags anversprochen: ihm zu einem Sonderguts-Volk zu sein. Wie er dir geredet hat, so: all Seine Gebote zu wahren; und so: dich als höchsten zu begeben über alle Weltstämme, die er gemacht hat, zu einer Preisung, zu einem Namen, zu einem Ruhm, und ein heiliges Volk, du, IHM, deinem Gott, zu sein. Wie Er geredet hat.

Jedem Menschen, ausdrücklich jedem, steht es frei, im Volk Gottes „zu leben“und in „das Land“ hinaufzuziehen, zumindest aus der Kirche auszutreten, der Zerstörung alles Gott Heiligem. Was die ach so christlichen Politiker der selbstherrlichen Welt, allen voran die Gottesstaatliche Lutherpfarrerstochter Merkel, der Lutherkirchentagspräsident Steinmeier und die vermeintlich Opposition führende ehemalige Lutherkirchensynoden-Präsidentin Göring-Eckardt, gerne unter dem von ihnen ebenfalls selbst verantworteten Dschihad-, al-Qaida- und Islamisch Staat-Zerstörungsterror (IS) vorsätzlich verstecken, ist, dass der Pontifex ihrer heutigen Kirche – dessen Papst nunmehr als reichstes Amt der Welt Armut predigt, statt armen Flüchtlingen sein verbrecherisch angeeignetes Vermögen zuteil werden zu lassen – es war, der die Wohnung Seines Heiligtums unter den Menschen, den Tempel auf dem Tempelberg in Jerusalem, zerstörte und bis heute geistlich und politisch mutwillig im Friedensreich-Glauben der Kirche weiter vernichtet (vgl. Foto Tafel 1 der 2015er Ausstellung “Im Licht der Menora” im Jüdischen Museum Ffm▼):
Kolosseum finanziert mit Gottes Tempelschatz

Wir nähern uns mit unserer Parascha nicht nur der Schöpfungsgeschichte der ganzen Welt, sondern auch dem Wiederbeginn der Heiligen Schriften dieses Gottes Israels in weniger als zwei Wochen. Quasi der Erneuerung der Heiligen Schriften, die eigentlich für alle Menschheit gedacht waren. Denn schließlich heißt der erste Satz der Bibel Gottes: „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde“. Beendet wird die Bibel Gottes allerdings ebenfalls im Gegensatz zum Fake des deutsch-palästinensischen Christentums (klick Link unten) mit der exklusiven Hoffnung – ausschließlich für Juden – im letzten Vers der 2. Chroniken:

    Wer immer unter euch aus Seinem Volk ist, mit dem sei Gott, der Ewige! Er ziehe hinauf!
    [ins Ewige Leben, Jerusalem, das ererbte Land]

Eben ausdrücklich nicht Christen gilt diese Prophetie, denn deren neues „Testament“ endet nicht, wie Gottes Wort, mit dem ewigen Leben, sondern mit dem ewigen Tod, für alle, die dem Ewigen Gott und nicht an das Wort der Kirche glauben. Doch auch nicht den Muslimen des Koran gelten die Prophetien des Gottes, den sie hassen, erst recht nicht Palästinensern, die Israel auslöschen wollen. Wahrscheinlich ahnt nicht einmal der Judenabstecher und Sprengstoffattentäter fürstlich von deutschen Steuergeldern an die Palästinensische Autonomiebehörde entlohnende PLO-Chef Mahmud Abbas (unter dem Kampfnamen Abu Mazen noch Finanzchef für die Durchführung der Massaker von Olympia 1972) etwas davon, dass die christliche Rechtsgrundlage für seine terroristische Tätigkeit gegen Gott und Sein Volk im Neuen Testament Roms verbrieft ist, nämlich:
Denn, liebe (palästinensischen) Brüder, ihr seid den Gemeinden Gottes in Judäa nachgefolgt, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von den Juden erlitten haben. Die haben den Herrn Jesus getötet und die Propheten und haben uns verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen Feind. (1. Thessalonicher 2,14-15)
Wer sich also hier unten auf Erden mit den Verbrechern gegen Gott vereint, wird auch in Ewigkeit unter den Verbrechern gefunden. Jedoch: “Wenn du in das Land kommst“ (wehaja ki tawo el ha’arez) entspricht dem gleichen Zahlenwert, 792, wie das zwei Kapitel später folgende hebräische Wort Gottes, also Seine Zusage an dich: „Der Ewige wird dich zu Seinem Heiligen Volk erheben“ (jekimcha hashem lo leam kadosch, 28,9).

Was Gott im letzten Bibelsatz und der Parascha Ki Tawo wirklich meint ist jedoch ganz persönlich und freundlich an „dich“ gerichtet, nämlich dass der Nichtjude/Goi nach völligem Auszug aus seinen christlich-islamischen Geburtsländern geistlich in Sein Land und physisch in das Volk Seines Wortes (Orthodoxe Synagogengemeinde) kommen darf und dort hoch willkommen ist, 26,3:

    Und wenn Du zum Priester, der in jenen Tagen sein wird, kommst, so sage zu ihm: Ich will heute bekennen dem Ewigen, deinem Gott, dass ich in das Land gekommen bin, welches der Ewige unseren Vätern zugeschworen hat, uns zu geben!

Schabbat Schalom !



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