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PINCHAS: Grund Geist Gottes

4. Moses 25,10 – 30,1 || Jeremia 1,1 – 2,3
Kommentar von Eric Martienssen:

Ist der Grund Deines Handelns Dein Geist, oder ist es der Geist Gottes, der Dich grundsätzlich antreibt? Diese Frage scheint grundlegend über dem Wochenabschnitt Pichas (auch Pinhas) zu liegen, der zumeist in den drei Wochen gelesen wird, die den 17. des Monats Tamus, den Tag des Durchbruchs der Stadtmauer von Jerusalem, vom 9. Aw trennen, dem Tag der zweimaligen Tempelzerstörung. Zuletzt durch den Pontifex Roms im Jahre 70, welche die Juden überhaupt erst in die Diaspora vertrieb, über den Galut zerstreute,

vgl. Tafel 1 der Ausstellung „“Im Licht der Menora” ▼ (2015, Jüdisches Museum Ffm):
Kolosseum finanziert mit Gottes Tempelschatz

Der Nachfolger des damaligen römischen Pontifexes (dieses Menschen- und Gottes Geist-tötende Amt existiert schon seit hunderten von Jahren VOR DER ZEITWENDE) ist heutzutage Papst Franziskus, der als reichstes Amt der Welt Armut predigend – wie gerade jetzt beim Weltjugendtag in Polen – nun mit seinen „Messen“ Millionen Menschen für den Geist der Kirche verzaubert. Und für Frieden – historisch belegt hat kein anderes Amt in der Weltgeschichte soviele Morde begangen, wie er und sein Amt. Grundlegend für den ihm – später auch Luther: „Brennt sie und ihre Synagogen nieder, dem Herrn zu ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen sind“ – verfallenen Geist der Menschen ist der griechisch-römische Geist dessen Neuen Testaments selber, der die christlichen Völker z. B. im 1. Brief des „Apostel“ Paulus an die Thessalonicher 2,15 gegen den Geist Gottes und Seines Volkes anheizt: „Die [Juden] haben den Herrn Jesus getötet und die Propheten und haben uns [Griechen und Palästinenser] verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen feind.“ Aller Menschen Feind? Tatsächlich hat es das Neue Testament also geschafft, dass alle Menschen, ohne nachzudenken und bis zum heutigen Tag, eben dem Volk feind wurden, das Gott sich als einzigen Freund und Erstgeborenen Sohn erwählt hatte, zugunsten aller Völker, dass diese später dem Volk Israel in diese glücklichste aller Freundschaften nachfolgen können würden.

Doch das Schlimme an menschlichen Geistern wie dem Geist Roms ist, sie lassen sich, einmal frei gesetzt, nie wieder einfangen. Außer, Menschen beginnen „zu denken“! Oder es passiert ihnen persönlich oder engsten Familienangehörigen etwas Dramatisches. Wie am Ende der vorangegangenen Parascha, das den sittlichen Verfall eines Teils des Volkes beschreibt, denn Mann hatte sich mit den Frauen der Völker eingelassen, die wir letzte Woche als BALAK-Völker bezeichneten, die stellvertretend für alle Völker gegen Gott und Israel stehen. Doch Pinchas griff ein, tötete die Schlimmsten der Schlimmen von ihnen, worauf die von Gott verhängte Seuche, die bereits 24.000 Leben gekostet hatte, aufhörte. Die Tora spricht von einem Eifer, den Pinchas – stellvertretend FÜR Gott – zeigte: „…indem er Meinen Eifer unter ihnen eiferte…“ – Man kann natürlich „glauben“, dass das mörderischste Amt der Welt und sein Neues Testament das ewige Leben verheißt. Man kann jedoch auch darauf „vertrauen“, dass Gottes Wort zum Leben führt – leChaim, wie es das letzte Wort der Hebräischen Bibel (von den Völkern als Altes Testament verschrien) prophezeit:

    (2. Chronik 36,23) „So hat Cyrus, der König von Persien, gesprochen: Alle Königtümer der Erde hat mir Er, der Gott des Himmels, gegeben, und Er ist es, der mir zuordnete, Ihm ein Haus in Jerusalem, in Jehuda zu bauen. Wer unter euch von all Seinem Volk ist: Er, Sein Gott, ist bei ihm, er ziehe hinauf“… Gefragt sind Männer der Unterscheidung (hebr. Hawdala), die eifernd für Gott wie Pinchas einen Unterschied zwischen Gut und Böse machen. . .

Gefragt sind Männer der Unterscheidung (hebr. Hawdala), die eifernd für Gott wie Pinchas einen Unterschied zwischen Gut und Böse, Gott und menschlicher Hurerei machen…

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .
Stichpunkte der Parascha „Pinchas“ nach dem jüdischen → Hawdala-Kalender:
< Friedensbund und ewiges Priestertum für Pinchas. Krieg gegen Midjan. Musterung für Verteilung des Landes. Erbordnung für Töchter. Opferordnung des Jahres || Gott gedenkt der Liebe Israels in der Wüste – Sein Heiligtum. Ersting seines Ertrages. Unheil seinen Hassern > Psalm 50

. . . Pardon. Ebenso sind natürlich auch Frauen gefragt, die einen Unterschied machen! Ihr Anliegen trägt Mosche dem Ewigen vor und erhält prompt eine Antwort (27,7):

    „Ganz recht (`Ken´) reden die Töchter Zlochfchads, gewiss sollst du ihnen Erbbesitz unter den Brüdern ihres Vaters geben, und übertrage das Erbe ihres Vaters.“

Ken“ leitet Rabbiner Samson Raphael Hirsch von „Kenim„, rechtschaffen, ab (1.Mo.42,11), „was dort Charakter eines Menschen ist, ist hier Charakter einer Rede, einer Darstellung. Was die Töchter Zlochfchads geredet haben, ist ganz so wie es sein soll, ihre Rede entspricht der Wahrheit und dem Recht.“ Nach Raschi besaßen sie mehr Weitsicht als Mosche. Damit stehen sie in einer ehrenvollen Tradition, denn unsere Weisen teilen uns mit, dass auch Sara ihrem Mann Abraham an prophetischer Sicht überlegen war (Midrasch Tanchumar).

Führer einer jüdsichen Gemeinde haben – im Gegensatz zu christlichen oder gar messianischen Gemeinden (die im Grunde nur noch teuflischer in den Reichtum der Kirche, deren Verbrechen, Lügen und Götzenbilderwelten hineinführen) – die Aufgabe, ihre Leute aus der Welt des Materiellen hinaus- und vorbildlich in die Welt des Geistigen, zum Leben (leChaim) im Geiste Gottes, einzuführen. Übe dich in deinem Charakter bis zur letzten Minute, hier, denn in der kommenden Welt bleibt dieser Charakter. (S.R. Hirsch): „Es bedarf eines Mannes, der dem Volk im öffentlichen und Privatleben mustergültig voran geht, und der durch sein Beispiel vor allem, dann aber auch überhaupt durch seinen Einfluss, zu gleicher pflichtgetreuer Lösung aller öffentlichen und Privatobliegenheiten zu bringen vermag.“
Ist dies nicht der krasseste Gegensatz zum heutigen „Zeitgeist“ und – im schlimmsten Fall „heiligen Geist“ derjenigen, die sogar als Ordensleute Kinder und ganze Völker missbrauchen? Da die Tora keine Teilung in Öffentlich und Privat kennt, muss eine Führungspersönlichkeit des Volkes Vorbild in allen Lebensbereichen sein. Ein einziges „faules Ei“ kann alles zunichte machen. So geschehen in einer Synagogen-Gemeinde, die einen ungerechten Mann in einen Führungsdienst berief und eine Woche drauf ganz Deutschland zu einer Großdemo für „Gerechtigkeit für Israel“ aufrief. Als sei der Ewige blind?

Im Gegenteil: Die Mischna (Sota 9,15) hält fest, dass beim Eintreten der messianischen Endzeit, also noch vor Ankunft des Maschiach (klick: Die Messias-Frage), die betreffende Generation einem Hund gleichen werde. Rabbi Israel Salanter erklärt diesen Vergleich. Es liegt in der Natur des Hundes, seinem Herrn voran zu springen, doch sieht er sich immer wieder um, ob der Herr auch die Richtung beibehält. Ändert dieser seinen Weg, so folgt der Hund sofort nach. In der Vormessianischen Zeit werden die Führer des Volkes das Volk nicht wirklich leiten, sondern ihr „Mäntelchen nach dem Wind hängen“. Die Führung wird auf „die Stimme der Straße“ hören und dementsprechend reagieren, nicht der Tora!

Es geht also in erster Linie um Gehorsam. Umso mehr, da die heidnischen Religionen Gottes Gesetze mit dem Vorwurf von „Gesetzlichkeit“ wegwarfen, um ihre eigenen römischen und bis heute praktizierten Gesetze, Götzen und Rechtsordnungen zu installieren – allen voran das Christentum der Katholischen Kirche und der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) und ihre → Lutherdekade.

    „Da sprach Mosche zu Gott wie folgt [lemor*]: So bestelle Gott, Gott der Geister in allem Fleisch, einen Mann über die Gemeinde, welcher vor ihnen ausgehe und welcher vor ihnen eingehe, und der sie ausführe [aus Ägypten, ihrem Sklavenhause] und der sie einführe [ins Ewige Land], dass nicht die Gemeinde Gottes wie Schafe sei, die keinen Hirten haben.“ (27,15-17)

Deshalb, um vom Ewigen Gott wegzuführen, hat sich die Kirche Roms eigene Hirten gesucht, mit einem Oberhirten in Rom statt im Himmel, dass die Christenschafe nach griechisch-römischen Gesetzen wandelten, was irgendwann in einem Sodom und Gemorra der Perversionen und Gegenwehr der anderen Gottesstaaten, der im islamischen Glauben Lebenden, mit entsprechenden Terroraktionen enden musste. Neue Juden braucht das Land, in Israel ebenso wie im Pfarrerstochter Merkel verführten Deutschland, NATO-Amerika wie auch NATO-Frankreich. Frauen und Männer, die so resolut für Gott sind, wie Er für sie ist, wenn sie Ihn hören wollen!

Schabbat Schalom

*)„lemor“ – wie folgt – steht gewöhnlich immer dann in der Tora, wenn Gott Mosche etwas mitteilt, was dieser an die Kinder Israel weiterzuleiten hat. Nur 4 x finden wir es an Stellen, wenn Mosche Gott fragt. Dann bedeutet es die Erwartung einer raschen Antwort (Sifri).


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2 Kommentare to “PINCHAS: Grund Geist Gottes”

  1. Klaus Püplichhuisen sagt:

    Ja, neue Juden braucht das Land. Worin besteht das Neue? Das Neue wird nicht von der römischen oder lutherischen Kirche repräsentiert. Allein der Ruach HaKodesch, der Heilige Geist Gottes kann das Neue bringen. „Denn weder Beschneidung gilt etwas noch Vorhaut, sondern nur eine Neuschöpfung. Und so viele nach dieser Regel wandeln werden, über die komme Friede und Barmherzigkeit, auch über das Israel Gottes!“ Diese Neuschöpfung kann nur aufgrund des neuen Bundes erfolgen, der in Jeremia 31,31-34 verheißen wurde. Aufgrund dieses neuen Bundes gab es in Jerusalem einmal ein shavuot-Fest, wo der Heilige Geist auf jüdisches Fleisch ausgegossen wurde, das bereit war, den Königssohn von Psalm 2 anzuerkennen. „Und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in andern Zungen zu reden, wie der Geist ihnen auszusprechen gab.“ Diese alle waren Juden. Könnten nicht auch heute Juden in neuen Zungen des Geistes reden? Ich tue es schon.

  2. Gods Sabbath sagt:

    . . . klar, Sie tun das schon! Warum auch Gottes Geist, wenn man sich seine Geister doch selber machen kann. . .