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Schabbat TASRIA und ROSCH CHODESCH NISSAN

Kl. Hallel; 3. Moses 12,1–13,59; 2.M.12,1-20; 4.M.28,9-15 || Hesekiel 45,16-46,18; Jesaja 66

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Kommentar von Eric Martienssen:

Nur zweimal taucht der Begriff Nissan im Tanach auf, bei Nehemia 2:1:
„Es geschah in der Mondneuung Nissan, im zwanzigsten Jahr des Königs Artaxerxes: Wein war vor seinem Antlitz, ich trug den Wein auf und gab dem König, und ihm ins Antlitz sah ich nicht übel drein.“
Unvergessen, da das Los-Fest PURIM erst zwei Wochen her, Esther 3:7:
„Im ersten Monat, das ist der Monat Nissan, im zwölften Jahr des Königs Achaschwerosch, warf man das Pur, das ist das Los, vor Haman, von Tag zu Tag und von Monat zu Monat, auf den zwölften, das ist der Monat Adar.“

Freud und Leid: Gedenke! Am 15. Nissan erfreuen wir uns mit dem „Überschreitungsfest“ (Pessach) der vom Ewigen im Ersten Gebot verewigten „Befreiung“ für Juden und all Seine, die sich von IHM bereits aus der Dienstbarkeit anderer Götterkulturen herausführen ließen, wörtlich (2.M.20,2):

    „ICH bin dein Gott, der ich dich führte aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Dienstbarkeit.“

Und was den Amalekiter Haman, aber auch alle anderen Israel auslöschen wollenden Feinde der Juden anbelangt, hieß es doch im Sachor vor Purim noch (5.M.25,17-19):

    „Gedenke was dir Amalek antat, als ihr auszogt aus Ägypten, als er über deinen Weg kam und die Schwachen rücklings überfiel, … du sollst dies Andenken auslöschen und es dennoch nicht vergessen“.

Geht man mit Wikipedia der Herkunft des Namens „Nissan“ nach, so wird uns auch dort das nahe Beieinanderliegen völliger Gegensätze, das Freud und Leid (wo dem Menschen die Unterscheidung – Hawdala – in der Regel nicht schwer fällt), sehr deutlich: „Der Begriff leitet sich vom akkadischen Wort nisannu ab, was sich auf die Frühjahrsblüte bezieht. Nisannu ist ein Monatsname des babylonischen Kalenders. Der Name Nisan wird im heutigen Türkisch und in arabischsprachigen Ländern der Levante (Libanon, Syrien, Jordanien, Irak, Palästinensische Autonomiegebiete) und in der Kurdischen Sprache für den Monat April des gregorianischen Kalenders verwendet.“ – Für uns aber ist der Nissan nicht nur der siebte Monat des jüdischen bzw. erste Monat des religiösen Kalenders, sondern in erster Linie Befreiung durch den Ewigen, Pessach, Beginn des Omer-Zählens, Frühling, den auch der Holocaust der Kirche nie wieder nehmen kann. Denn geistlich war der Holocaust eine rein christlliche Veranstaltung, und so liegt entsprechend auch der Jom HaShoa – der israelische Nationalfeiertag zum Gedenken an die Opfer der Shoa – im Monat Nissan (27.).

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

Stichpunkte der Parascha Tasria (Wenn sie gebiert…) Schabbat HaChodesch (…dieser Monat) nach dem jüdischenHawdala-Kalender
< Lehre über Aussatz und leibliche Unreinheit - nicht sterben, wenn Gottes Wohnung unter ihnen / 1. Monat (Nissan): Pessach in Mizrajim || Nissan: Pessach im Tempel in Jeruschalajim > Psalm 106

Im letzten Wochenabschnitt lasen wir davon, dass Aron und seinen Söhnen vom Ewigen, gelobt sei Er, verboten war, Wein zu trinken und anderes berauschendes Getränk, wenn sie in die Stiftshütte gehen, „auf dass ihr nicht sterbet“, dass dies ein ewiges Gesetz sei, „damit ihr unterscheidet zwischen dem, was heilig und nicht heilig (unheilig), zwischen dem was unrein und was rein ist, und den Kindern Israel alle diese Gesetze lehret“.

In der Paraschat HaSchawua TASRIA lesen wir von den Vorschriften der Reinigung nach der Geburt. Dem gegenüber steht gedanklich auch das (Schlimmeres verhindern wollende) Gedenken an das Hervorbringen / die Geburt / das Gebären unreiner Gedanken, eines falschen Geistes, gar heiligen Geistes der christlich-muslimischen Glaubensgemeinschaften → vgl. PESSACH-Erlösungsartikel 5774 von Jehonatan Kiebitz. Ebenso schlimm: Üble Nachrede! Denn Rabbi Schmuel ben Nachmani sagte im Namen Rabbi Jonathans: „Wegen sieben Vergehen kommen Aussatzplagen – wegen Übler Nachrede (Laschon Hara), Blutvergießen, falschem Schwur, Unzucht, Hochmut, Raub und Missgunst“ (Arachin 16a).

    Jeder Aussätzige aber … bis über die Lippen soll er sich verhüllen … solange die Plage an ihm ist, soll er abgesondert bleiben, außerhalb des Lagers ist sein Sitz (13,45-46).

Auch hier sehen wir das Volk Gottes heutzutage klarer denn je unterschieden von allen Völkern der Welt. Beispielsweise vom Christentum, das sich mit dem Neuen Testament einen Neuen Gott mit Karfreitags- und Osterbotschaft gesetzt hat, der mit dem Ewigen des Ersten Gebotes, besonders ausgeprägt in den Lutherischen Kirchen, nichts mehr zutun hat. → Vgl. dazu PESSACH Pressemitteilung 2012 zum neuen „ersten Gebot“ der Lutherdekaden-Botschafterin Margot Käßmann. Diese selbstherrliche, wenn überhaupt einmal nüchterne Abänderung der Zehn Gebote durch die Evangelische Kirche Deutschlands, EKD, wird von dieser übrigens gewissenlos entgegen dem ausdrücklichen Befehl des Rabbiners von Nazareth vollstreckt, den die Kirchen Jesus Christus nennen. Der nämlich hatte ultimativ dazu aufgerufen: „Du sollst den Ewigen, deinen Gott, anbeten und NUR Ihm alleine dienen“ (Lk 4,8). Völlig absurd also und gegen den Geist aller Gebote Gottes verstoßend, den Rabbiner von Nazareth selbst zum Gott zu erheben, wie es die von allen guten Geistern verlassene Kirche ihren Schafen einredet! Und deshalb auch die allergrößte von Gott selbst vorgenommene Unterscheidung zwischen dem Volk, das heilig ist (wie ebenfalls letzte Woche gelesen in 11,45: Denn ICH bin der Ewige, der euch aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, um euer Gott zu sein: So sollt ihr heilig sein, denn ICH bin heilig), und dem Volk in Gottes Aussätzigenlager, dem was unheilig ist, dem Dreieinigen Gott der Kirche nachrennt. Die überdimensionalen Kirchtürme schreien im Grunde genommen das, was die Seele des einzelnen Christen im tiefsten Innern weiß, über die ganze Stadt hinaus: Ich bin aussätzig – nicht zu Gottes Volk gehörig. Und um so schriller auch die Kirchglocken bei gleichzeitiger Verurteilung von Minarett und Muezzin.

Beide, Neues Testament und Koran, verkehren das Wort Gottes so substantiell ins Gegenteil, dass beide Religionen, Christentum und Islam, unter dem Licht der Tora betrachtet, alle sieben Vergehen wie selbstverständlich in sich vereinigen:
Üble Nachrede (Laschon Hara: Christusmörderlüge des Neuen Testaments → Israel habe Gott getötet), den – wenn schon – der damalige Pontifex Roms kreuzigen ließ),
Blutvergießen (vom Holocaust I 70 n.d.Z. bis zum Holocaust IV der mit → Martin Luthers Reichskristallnacht begann),
falschem Schwur (in Deutschland und sogar in den USA wird der Amtseid der Präsidenten mit der Hand auf eine Lüge geschworen),
Unzucht (die katholischen Priester und Ordensleute missbrauchen Kinder sexuell, die ehemalige Ratsvorsitzende Bischöfin Käßmann fährt sturzbesoffen Auto, und wird daraufhin zum Vorbild an Aufrichtigkeit erhoben),
Hochmut (der Papst erhebt sich und sein Christenvolk selbst zum „jüngeren Bruder“ der Söhne Israel, obwohl er es doch war, der diesen das Existenzrecht als Volk Gottes nahm, um sich selbst nun als Heiligkeit anreden und sein eigenes Volk als Volk Gottes bezeichnen zu lassen),
Raub (der Pontifex hat mit seinem römischen Heer den Tempel Gottes in Jerusalem geplündert und sich von dem Geld das Kolosseum gebaut → Katholisch-Päpstliche Plünderung von Gottes Tempel in Jerusalem)
und Missgunst (seit der Rückkehr der Juden in ihr Land, 1948, versuchen die Kirchen ihnen – „theologisch“ erlogen und neuerdings vom Kirchenstaat Merkels und Gaucks begünstigt – das Land mit Lügen über die Siedlungspolitik streitig zu machen).

Wenn Du gehst LECH LECHAFrage also: fliehe aus der Kirche, „denn [Sprichwörter 7,26f] viele sind die Durchbohrten, die sie gefällt hat, eine mächtige Schar alle von ihr Erwürgten. Wege des Gruftreichs sind die ihres Hauses, sie führen hinab zu den Kammern des Todes?“ – Es ist am einzelnen Christen und Muslimen gelegen, gerade vor Pessach zum Rabbiner zu kommen und sich selber und dem Rabbi einzugestehen, dass man aussätzig war, aber gerne wieder in den Bund mit Gott und Seinen Gesetzen eintreten würde. Auf diesen Schritt hat → der Ewige schon immer voller Sehnsucht nach Dir gewartet.

Schabbat Schalom



1 Kommentar to “Schabbat TASRIA und ROSCH CHODESCH NISSAN”

  1. […] letzten Wochenabschnitt lasen wir vom – oft durch Üble Nachrede (Laschon Hara) selbst verschuldeten – Aussatz an Menschen und Kleidern als Zeichen göttlicher Mahnung und Strafe. Mit […]