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Wajakhel: Und es versammelte Deine Seele

2. Moses 35,1 – 38,20 || 2. Könige 18,1-39 (seph.) 11,17 – 12,17

Die ersten Sätze unseres Wochenabschnitts „Wajakhel“ (dt: und es versammelte) muss man allein schon ob der Fülle ihres (geschriebenen und versteckten) Inhaltes mehrfach lesen, um sie einfach zu verstehen: Denn Mosche war es, der versammelte all das Volk der Söhne Israels; und jetzt kommt das erste Mal: „Dies ist die Rede, die ER [der Ewige] gebot, sie zu tun“, nämlich den Schabbat am siebten Tag zu heiligen und zu feiern. Und dann folgt auch schon zum zweiten Mal der gleiche Wortlaut: „Dies ist die Rede, die ER [der Ewige] gebot“, jetzt aber von allen „Herzens Willigen“ eine Spende zu sammeln, für SEIN Gold, Silber, Öl zur Erhellung… – Wofür bitteschön braucht Gott Gold, Silber und Öl zur Erhellung? Hat ER es etwa zu Dunkel im Himmel?

Spätestens jetzt aber dämmert es uns hier unten: Es geht Gott um SEINE Wohnung hier unten, da ER wohnen wollte inmitten SEINES Volkes. Ein Wohungswunsch Gottes, den der Pontifex Roms – damals Vespasian, heute Franziskus – im Jahre 70 u.Z. unbedingt zerstören musste und immer wieder von neuem zerstören muss, dass für die fromme christliche Welt bloß niemals mehr ruchbar würde, welche Verbrechen gegen Gott und SEINE Wünsche die Kurie im Namen ihrer Götter über die Jahrhunderte begang und heute begeht. Heute sind es kleine Kinder, die – in Deutschland von Merkels Rundem Tisch straffrei gestellt – deren gesamtes Leben von staatlich honorierten Priestern durch ekelhaftesten Missbrauch mit sexueller Zügellosigkeit geschändet wird, damals war es der Tempel in Jerusalem, Gottes liebevoll eingerichtete Privatwohnung unter den Juden, SEINEM Volk, das der Pontifex der Kirche höchstselbst zerstörte und plünderte, um sich von diesen Schätzen Gottes und dessen Volkes ein eigenes Heiligtum für seine Christenheit zu finanzieren, das Kolosseum in Rom…

    s. Foto Tafel 1 Ausstellung ▼ „Im Licht der Menora“ (von 2015 im Jüdischen Museum Ffm)
    Kolosseum finanziert mit Gottes Tempelschatz

Jedoch: „Die Welt hier ist nur ein Vorhof der zukünftigen! Im Vorhof mach dich bereit, auf dass du eingelassen werdest in den Festsaal“, so bringt Abraham J. Heschel die Beobachtung des Schabbats aus den Sprüchen der Väter in Erinnerung, den uns der Ewige, gesegnet sei ER, als seelische Sehnsucht und Vorschatten des Seelenfriedens in der künftigen Welt ins Heute geschenkt hat und den Heschel entsprechend als den Tag beschreibt, dessen Enthaltsamkeit bereits im Jetzt und Hier „Lieder singt jenen, die wissen, wie man zu Hofe einer Königin weilt“ (Rabbiner Heschel). Jenen, die es in ihrer Seele fühlen, sind die Juden. Und jene, die es nicht wissen, oder nicht wissen wollen, wird auch der allerletzte Satz der Bibel nichts von eingangs genannter Heiligung des Schabbats und Heiligkeit Gottes sagen, wo es heißt (2. Chronik 36,23):

    „So hat Cyrus, der König von Persien, gesprochen: Alle Königtümer der Erde hat mir Er, der Gott des Himmels, gegeben, und Er ist es, der mir zuordnete, Ihm ein Haus in Jerusalem, in Jehuda zu bauen. Wer unter euch von all SEINEM Volk ist: Er, Sein Gott, ist bei ihm, er ziehe hinauf!“

Mit „von all SEINEM Volk“ ist natürlich NUR jeder Jude gemeint! Denn der Rote Faden durch die Bibel Gottes (also von 1. Moses bis 2. Chroniken) ist der, dass jeder Mensch entsprechend dessen, was ER redete und gebot, zu SEINEM Volk hier unten schon gehören will, um dann nachher überhaupt eine verlässliche Basis zu haben, da oben im Himmel SEINE Wohnung zu beziehen.

Dass der Schabbat ein Zeichen – das Dritte Zeichen des Judentums – zwischen „MIR und Euch“ (2.M.31,13) ist, war willkommener Anlass für Jehonatan Kiebitz, uns in der Rubrik AKTUELLES weitere wissenswerte ! Zeichen Gottes! zum Verständis beizusteuern, die er – zur Lektüre sehr empfohlen – unter folgende Frage setzte:
Jüdisches oder Christliches Verständnis?

Schabbat Schalom,
Ihr Eric Martienssen


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1 Kommentar to “Wajakhel: Und es versammelte Deine Seele”

  1. […] an die Parascha WAJAKHEL der letzten Woche vom geistgeführten Bau des Allerheiligsten → Bau Deines Zuhauses: Heiligtum – sehr schlüssig und logisch nachvollziehbar. Fast wie eine Parallele unseres Lebens zum […]