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Ki Tissa – Aufnahme in Ewigkeit

2. Moses 30,11 – 34,35; 1. Könige 18,1-39

KOMMENTAR: Die Schabbatfeier – „zwischen MIR und den Söhnen Jisraels ist sie Zeichen auf Weltzeit“ (31,16&17) – ist nicht nur das dritte Zeichen des Judentums, sondern auch das auf ewig „vereinende Zeichen“ zwischen Gott und allen Menschen, die definitiv zu Seinem Volk gehören. Das sind qua Definition bislang zwar leider fast ausschließlich gebürtige Juden, aber natürlich – Seiner Natur entsprechend – will Gott, dass nicht nur die „Söhne Jisrael“, sondern auch jeder Mensch wieder zu Ihm hinauf, also aus der Fremde Ägyptens (der Welt) zu Ihm ins heilige Jerusalem (ins Gottesreich) zurückkehrt (deshalb Erstes Gebot ► Hier im Vergleich ◄ Die Kirche hat sich durch die Streichung „Ägyptens“ aus dem Ersten Gebot um die Wiedervereinigung gebracht).

Dass mit der Wiedervereinigung Israels mit Gott auch die Frauen gemeint sind, liegt auf der Hand, wenn man erkennt, dass die beiden ersten Zeichen des Judentums die Tefilla (Gebet [Achtzehn-Gebet]) und die Brit Mila (Beschneidung) sind, die eben ausschließlich von/an männlichen Juden vollzogen werden, während die Schabbatfeier von beiden Geschlechtern gehalten wird. Aber dereinst auch vereint von allen Menschen? In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass es wieder die Deutschen, alleine unter allen Völkern der Erde waren, die Juden an dieser bezeichneten, grundlegenden Stelle, durch Beschneidungsverbot, ihr Existenzrecht als Gottes Volk absprechen wollten. Nein, es waren nicht die schließlich ebenfalls beschnittenen Iranis oder Palästinenser, es waren Deutsche am Anfang des 21. Jahrhunderts. Denen geht es nach wie vor um die Vernichtung ewiger Werte, damit sie ihre eigenen – mit der Zustimmung des Volkes – manifestieren können. Besonders wertvoll bei dieser Wertevernichtung erscheinen heidnischen Religionen dann die vor fast exakt zwei Jahren in der Knesset getätigten Worte des „Kauft nicht bei Juden“ Kennzeichnungs-Präsidenten Martin Schulz, der seine Israel schändlich diffamierende Kritik – entgegen aller Fakten! – auf Äußerungen eines Palästinenserjungen stützte. Ergebnis: Boykott des Grausamen Israels. Noch gottloser das Werte-Bewusstsein der Deutschen zur lutherisch dominierten Rechtfertigung der Sanktionen gegen Russland, zu der sich sogar die FAZ, einfachste Begriffe für das schon wieder begriffsstuzige deutsche Volk deffinierend, am 7.4.2014 – also kurz nach Schulzens antisemitischen EU-Vorstoßes – im Artikel über „Die Krim und das Völkerrecht – Kühle Ironie der Geschichte“ äußerte:

Russland hat völkerrechtliche Ansprüche der Ukraine verletzt. Aber man sollte die Kirche im Dorf lassen. Wer am lautesten nach Sanktionen schreit, lenkt nur ab von der eigenen Blamage. Hat Russland die Krim annektiert? Nein. Waren das Referendum auf der Krim und deren Abspaltung von der Ukraine völkerrechtswidrig? Nein. Waren sie also rechtens? Nein; sie verstießen gegen die ukrainische Verfassung (aber das ist keine Frage des Völkerrechts) … Das ist nicht der einzige Grund, den regierungsamtlichen Vokativen von Berlin bis Washington zu misstrauen. Sezession, Referendum, Beitritt ist etwas anderes als Annexion. „Annexion“ heißt im Völkerrecht die gewaltsame Aneignung von Land gegen den Willen des Staates, dem es zugehört, durch einen anderen Staat. Annexionen verletzen das zwischenstaatliche Gewaltverbot, die Grundnorm der rechtlichen Weltordnung. Regelmäßig geschehen sie im Modus eines „bewaffneten Angriffs“, der schwersten Form zwischenstaatlicher Rechtsverletzungen. Dann lösen sie nach Artikel 51 der UN-Charta Befugnisse zur militärischen Notwehr des Angegriffenen und zur Nothilfe seitens dritter Staaten aus – Erlaubnisse zum Krieg auch ohne Billigung durch den Weltsicherheitsrat. Schon diese Überlegung sollte den freihändigen Umgang mit dem Prädikat „Annexion“ ein wenig disziplinieren.

Ist das chronologische Zusammentreffen der merkelinisch euopäisierten Israelprodukt-Kennzeichnung und der Sanktionen gegen Russland etwa ein Zufall? Doch wohl eher nicht, geht es letztlich prinzipiell wie vorgenannt um die ständige Reaktivierung der Lügen gegen Israel und den Kommunismus durch Vernichtung von Gottes Werten. (Merkel, Lutherpfarrerstochter, hat von Kindesbeinen nichts anderes gelernt.) Zumindest soll das Luthergläubige deutsche Volk wohl ihres Erachtens „mit Nichtwissen widerlegen“ können, wenn, was heut‘ auf morgen durchaus wieder passieren könnte, alles in Schutt und Asche liegt. Es sind immer die ewigen Werte, die zuerst dran glauben müssen. Kann man dem Ewigen, gelobt sei Er, verdenken, dass Er sich aber wenigstens an Sein eigenes Wort hält? Unsere Parascha stellt klar: „Wenn du die Zahl der Söhne Israels aufnimmst in der Musterung, so soll ein jeder für seine Seele dem Ewigen ein Sühnegeld geben…“ Heißt Tacheles gesprochen, dass NUR eines jeden Seele, die tatsächlich Sühne/Buße gibt, aufgenommen wird! Heißt für Nichtjuden zu allererst hier auf Erden: Austritt aus der Kirche!

So Gott will wird es später einmal heißen, Aufnahme in das Judentum → Gerim, bewusster Übertritt zum Judentum/Konversion – aber sehr viel später erst. Nach Musterung des Mosesvolkes durch Dich ↔ und umgekehrt! Erst einmal musst Du erkennen, dass Du, indem Du der Kirche statt Gott die Treue hieltest, selber es warst, der – wie im Kommentar zur Toralesung Truma vor 14 Tagen über des Pontifex‘ gottloses Vernichtungswerk berichtet → Gottes Tempel in Jerusalem zerstört hat, um Dir mit dem Blut und den Schätzen der Juden ein Bollwerk gegen Gott, das Kolosseum in Rom, zu finanzieren. Niemand kann sich rausreden, denn jeder einzelne (Jude) wird in unserer Parascha gezählt. Protestanten der evangelischen Kirche sind umgekehrt schließlich von Werte verachtenden Menschen aufgerufen, einen der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte, Martin Luther („Brennt ihre Synagogen nieder, Gott zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen sind“) statt Gott die Ehre zu geben, extremster Weise vielleicht sogar mit Gott verlassenen Lutheranern wie Angela Merkel oder Joachim Gauck vereint die Lutherdekade gegen Gott zu feiern. Darüber gilt es, zu Deiner Reinigung, Sühne, Buße und tätige Reue vor Gott abzulegen, Ihm alleine Dein Vertrauen zu zeigen, zunächst durch Deinen Austritt! Auch bei mir, wie bei Tausenden anderer Ex-Christen, hat das „Aufnehmen“ damit angefangen, dass ein beherzter Jude mich (im völligen Gegensatz zum schändlichen Missionsvorbild des Christentums) mit der ultimativen Aufforderung anrief: fliehen Sie aus der Kirche!

Bride_stock.xchngAllmählich wird dann – so Gott will – die Sehnsucht nach den ewigen Zeichen zwischen Gott und den Söhnen Israels in Dir selber wachsen, und Du wirst zu Hofe sitzen, wo man nach Abraham J. Heschel „Lieder singt für jene, die wissen, wie man im Palast einer Königin weilt“, denn „die Liebe zum Sabbat ist die Liebe des Menschen für das, was er mit Gott gemeinsam hat“. Und Du begrüßt Dein neues Leben mit dem Einen Gott → nur der Ewige ist Eins – wie Heinrich Heine es tat:

    Sei gegrüßt, geliebte Halle
    Meines königlichen Vaters!
    Zelte Jakows, eure heil’gen
    Eingangspfosten küsst mein Mund!

      Trällert vor sich hin ganz leise,
      Bis er endlich laut aufjubelnd
      Seine Stimm’ erhebt und singt:
      Lecho Daudi Likras kalle!

    Lecho Daudi Likras Kalle –
    Komm Geliebter, deiner harret
    Schon die Braut, die dir entschleiert
    Ihr verschämtes Angesicht!

Das Zeichen Schabbat bedeutet das sichere „Zuhausesein“ an einem Dir (zum) Fest gesetzten Tag jeder Woche hier unten in der Fremde, in die der Ewige, gesegnet sei Er, mit Dir zusammen zog. Er überlässt es jedem Nichtjuden (denn die Juden haben die Lektion des Goldenen Kalbes verstanden und wurden so zu verlässlichen Hausmitbewohnern Gottes), ob er auf ewig hier unten bei den Menschen und unter ihren Hausordnungen des Totenreiches wohnen, oder befreit zu Ihm hinaufziehen und dann auf ewig mit Ihm leben will. Denn Jakob versprach Er (1. Moses 46,4): „ICH selbst ziehe mit dir nach Ägypten hinab, und ICH, ich führe dich auch wieder hinauf.“ Er würde dieses Versprechen niemals brechen. Und es gilt auch jedem nichtjüdischem Menschen, der sich wie die Juden unter die Lehre (Tora) Gottes stellt.

Auch die gesamte Bibel (Tanach) endet mit dieser Verheißung* (2. Chronik 36,23):
„So hat Cyrus, der König von Persien, gesprochen: Alle Königtümer der Erde hat mir ER, der Gott des Himmels, gegeben, und er ist’s, der mir zuordnete, Ihm ein Haus in Jerusalem, in Jehuda zu bauen. – wer unter euch von all Seinem Volk ist: ER, sein Gott, ist bei ihm, er ziehe hinauf!“

    *) weshalb die Kirchenväter eine neue Bibel mit einem sich selbst über Gott sowie eigene Lebensentwürfe über Gottes Ratschluss erhebenden Ende erfanden.

Schabbat Schalom
Ihr Eric Martienssen

Bild: Bride stock.xchng


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1 Kommentar to “Ki Tissa – Aufnahme in Ewigkeit”

  1. […] ich nun durch den Ki Tissa–Kommentar vom 25. Februar 2016 beflügelt wurde, erneut über diese Dinge zu schreiben, dann […]