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Wajikra – Gott ruft alle Menschen zu Seinem Tempel

Schabbat HaChodesch Kl. Hallel; 3. Moses 1,1 – 5,26; 2. M. 12,1-20; 4. M. 28,9-15 || Hesekiel 45,16 – 46,18
Kommentar von Eric Martienssen

Kommentar:
Beginnend mit diesem Wochenabschnitt „Und [Er] rief“ (wajikra) werden den Juden, den Söhnen Israel, die Leviten gelesen, das Buch Leviticus, das im Hebräischen auch Torat haKohanim heißt, zu deutsch: Tora der Priester. Doch bereits in den ersten beiden Versen stoßen wir auf wirklich Verblüffendes. Denn dort lesen wir zunächst, aus dem mobilen Tempel heraus, von Gottes doppelter Anrede Moses – warum doppelt? Und gleich anschließend, Vers 2, die doppelte Anrede der Menschen, der Söhne Israels und dann – schließlich soll dereinst (Jes. 56) Mein Haus ein Haus des Gebets für alle Völker genannt werden – der Söhne der ganzen Erde:

    Und Er rief Mosche und Gott sprach zu ihm aus dem Zelt der Begegnung Folgendes:
    Sprich zu den Bne Jisrael und sage ihnen: Ein Mensch, wenn er von euch ein Opfer Gott nahe bringen will . . .

Der „Mensch“ wird im Original der Bibel (1. Moses – 2. Chroniken) fast überall als „Seele“ (nefesch) bezeichnet, an dieser Stelle jedoch, wie sonst fast nur in der Schöpfungsgeschichte, mit adam. Oft wird diese außergewöhnliche Wortwahl „Mensch“ mit dem Anspruch Gottes begründet, dass der Mensch erst einmal zum Mensch geworden sein muss, bevor er sich Gott naht, um Ihm würdig, also in Würde und Kenntnis Gottes Gegenwart, zu opfern. Denn die Gegenwart Gottes ist schließlich die Stiftshütte, Mischkan, Tempel, denn dort sagt Er, „ist Meine Wohnung, mitten unter ihnen“. Eine solche Kommentierung ist hochwertig; es gibt keine trefflichere Begründung…

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

Jerusalem. Mit dieser Verheißung für den Menschen → letzte Woche mit dessen Aufnahme in den Himmel kommentiert – endet, entgegen der kirchlichen Irreführung durch mannigfaltige Hinzufügungen, auch die gesamte Bibel (2. Chronik 36,23):
So hat Cyrus, der König von Persien, gesprochen: Alle Königtümer der Erde hat mir ER, der Gott des Himmels, gegeben, und er ist’s, der mir zuordnete, Ihm ein Haus in Jerusalem, in Jehuda zu bauen. – wer unter euch von all Seinem Volk ist: ER, sein Gott, ist bei ihm, er ziehe hinauf!
Die Wohnung Gottes auf der Erde hat der Pontifex Roms (und des heutig ganzen Erdkreises, wie der Papst Gott zum Spott, als reichstes Amt der Welt Armut predigend, glaubt), wider aller Menschlichkeit doch im Namen seiner kommenden Kirche, zerstört und geplündert, um sich damit das größte Bollwerk der Kirche gegen Gott zu finanzieren, das Kolosseum in Rom.

s. Foto Tafel 1 Ausstellung ▼ „Im Licht der Menora“ (bis 10.5.15 im Jüdischen Museum Ffm)
Kolosseum finanziert mit Gottes Tempelschatz

Dort wird der Papst auch in diesem Jahr an Karfreitag des Osterfestes, dem Erew Pessach und Schabbat des Gottesvolkes zum Hohn Gottes und dessen Wohnung unter den Menschen den Kreuzweg der katholischen Kirche begehen, deren zölibateren Geistliche heutzutage so viele kleine Kinder sexuell missbraucht haben und trotzdem von Pfarrerstochter Angela Merkels „rundem Tisch“ straffrei gesprochen wurden. Was sind das nur für Menschen?

…doch es gibt auch eine doppelte Begründung für die Bezeichnung „Mensch“ an dieser Stelle, indem es um Anweisungen geht, nämlich wie Ihm von den Söhnen Israel zu opfern sei, um die äußerlichen Einzelheiten … und eben auch um die innere Einstellung des Menschen! Doch mur des Menschen aus Seinem Volk? Klar, denn zu denen persönlich, und nur zu denen, spricht Er doch in den Heiligen Schriften! Eine solch schnelle Antwort jedoch würde gerade hier viel zu kurz greifen. Denn Gott will doch, dass alle Menschen sich zu Ihm bekehren, besonders die, die Ihn am meisten hassen – die Christen! – und sich sogar eine eigene Bibel mit neuen Verheißungen für ein anderes Gottesvolk als Gottes Gottesvolk erfanden. Hier also die doppelte Ansprache: bne jisrael + adam. Gottes erste Frage an den Mensch (hebr. adam) war im dritten Kapitel der Bibel: Wo bist du? … wie ist dein Standpunkt gegenüber Mir und Meinen Weisungen? … was hast du angestellt? Spätestens an dieser Stelle fragt Er auch Sie, die Nichtjüdin/den Nichtjuden, ganz persönlich nach Ihrer Einstellung. Denn das hebräische Wort adam für Mensch kommt aus dem Wort adama, Erdboden – der Lehm, der sich aus allen Elementen der Welt zusammensetzt, gab und gibt jedem der sich aus ihm zusammensetzt, jedem Menschen, die gleiche Chance. Nur den Juden gibt Er zusätzlich qua Geburt den einzigartigen Lehrauftrag an alle Menschen mit (weil Nichtjuden mit ihren christlichen Götzendiensten und Tempelzerstörungen Gottes Willen nicht einmal mehr erahnen können), vom wahren Tempeldienst und Gottes Ruhm zu verkünden der ganzen Welt … den Nichtjuden die Bekehrung zum Einen Gott. Also dem Gott, gelobt sei Er, der die Verheißung für jeden Menschen gegeben hat. Sogar für den verlogenen Papst Franziskus, Jorge Mario Bergoglio (76), dem Ex-Erzbischof von Buenos Aires, alsbald er denn erkennen und Ihn alleine anbeten will, sich also bekehrt…
… auch, wenn die Völker, Kirchen vereint mit Terroristen, Palästinensern und Iranis gegen Benjamin Netanjahu und ein sicher leben wollendes Israel – s. Kommentare zum „Offenen Brief“ an BiBi – sich das nicht vorstellen wollen.

Schabbat Schalom


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2 Kommentare to “Wajikra – Gott ruft alle Menschen zu Seinem Tempel”

  1. BS“D

    Schalom, lieber Herr Martienssen!

    Schön ist es, wie Sie den Einstieg ins Sefer Wajikra gleich mit der Bedeutung für alle Menschen beginnen, und zu seinem Ziel gemäß Jesaja 56 Vers 7 überleiten.

    Das erste Heiligtum war das Heiligtum innerhalb der Zeit, das Israel von seinem Erlöser gegeben wurde, der siebente Tag jeder Woche, der Schabbat, von G“tt gesegnet und geheiligt, der Tag, an dem es keine Knechte gibt sondern alle und alles die Freiheit genießen dürfen, die Nähe ihres Schöpfers und Erlösers zu „athmen und dabei aufzuathmen“. Das bekam Israel auf dem Wege vom Schilfmeer zum Berg Sinai, verbunden mit einer Ernährungs-Praxis (Manna), also Ausnahmen möglichst ausschließend.

    Das zweite Heiligtum war das Heiligtum des Geistes, das Allerheiligste, das Gesetz des Geistes des Schöpfers und Erlösers, das Gesetz der Freiheit für die Befreiten. Das bekam Israel am Berg Sinai direkt aus dem Mund seines Erlösers zu hören, die Zusammenfassung aller 613 Gebote innerhalb der Torah in 10 Geboten, schriftlich eingraviert in zwei Tafeln aus Stein, überreicht zu Moses Händen. Diese Offenbarung am Berg Sinai war das erste Ziel Israels beim Auszug aus Ägypten. An diesem Ort blieben Sie ein Jahr. Dort hatten sie nach Vorgaben Ihres Erlösers die Aufgabe:

    Das dritte Heiligtum, und zwar im Raum, als Gemeinschaftswerk transportabel, als Aufbewahrungs-Stätte für das Allerheiligste, die Offenbarungsstätte von Israels Erlöser in ihrer Mitte, mit dem Ziel in ihrer aller Herz zu wohnen. Die Wertsachen, die sie sich auf G“ttes Geheiß beim Auszug aus Ägypten erbitten sollten, konnten sie nach freiem Herzenswunsch nun dafür spenden, das Gold, Silber, Kupfer etc. erreichte damit auch sein heiligstes Ziel. Der Ort, an dem sie sich ihrem Erlöser nahen konnten, war der Altar mit dem Feuer, das vom Himmel gekommen war.

    Da beginnt das Sefer Wajikra, das dritte Buch Moses, Leviticus, mit dem Dienst der
    Heiligung eines Ganzen Volkes im Dienst des Heiligen, gelobt sei ER, mit dem Ziel, dereinst alle Völker zu vereinigen. Der sichtbare Ausdruck dieses Dienstes erscheint im Opfer und im Altar, der Opferstätte vor dem Eingang des Heiligtums, und bereits im zweiten Vers des 3. Buches der Tora.

    Zitat aus Torah (Übersetzung und Kommentar von Rabbiner Samson Raphael Hirsch, 1808 – 88):
    „Sprich es aus zu Israels Söhnen und erläutere es ihnen: Ein Mensch, wenn er von euch ein Opfer G“tt nahe bringen will, aus dem Viehgeschlecht, aus der Rinder- und aus der Kleinviehgattung sollt ihr euer Opfer nahebringen.“
    Zitat aus Kommentar: „… während aber durch אדם (Adam = der Mensch) das Subjekt, vom welchem Opfer angenommen werden, zu dem universalsten Begriff erweitert ist, wird dasselbe in Beziehung auf בני ישראל (Bnei Israel = Israels Söhne), an welche direkt dieses Gesetz gerichtet ist, durch den Beisatz מכם (michem = von euch) beschränkt: … und damit der ´Andersgewordene´, der ´Unjüdischgewordene´, der ´in Gegensatz´ zum Judentum Getretene, ausgeschlossen. Für den Nichtjuden ist der jüdische Tempel ausnahmslos geöffnet; jeder, der die Bestimmung אדם trägt, darf dem Altar sein Opfer bringen. Für den Juden genügt es aber nicht, dass er nur seiner Bestimmung nach Mensch sei, er darf zu dieser Bestimmung des vom jüdischen Gesetz gelehrten reinen Menschentums nicht in vollen konträren Gegensatz getreten sein, (Aus dem Bund Israels sich getrennt zum Heidentum). Nicht dass diese Beschränkung etwa jeden noch nicht in sittlicher Vollkommenheit dastehenden Juden ausschlösse; … tritt doch der Opfernde gerade mit seiner unveredelten tierischen Seite im Opfer hin, um eben durch Hinopferung und Hingebung des ´Tierischen´ im Menschen sein Sinnliches läuternd zu veredeln und zu weihen, weshalb die überlieferte Lehre lautet: Auch von den jüdischen Verbrechern gegen das jüdische Gesetz nimmt man Opfer an, damit sie rückkehrend sich bessern, חוץ ממומר (chuz mimumar = ausgenommen Konvertierte), jedoch Konvertit darf er noch nicht geworden sein, muss im Grundprinzip seines Wesens noch auf jüdischem Boden stehen, auch noch nicht seinen Abfall zum Heidentume durch עבודה זרה (Awoda Sara = Götzendienst) oder diesem gleichstehende öffentliche Schabbat-Entweihung betätigt haben. Diese Ausschließung des zum Heidentum abgefallenen Juden und Zulassung des geborenen Heiden zum Opfer im jüdischen Tempel dürfte vielleicht in dem Motive wurzeln, dass der von jüdischen Händen Gott errichtete Altar durch ein Opfer heidnischer Juden die Reinheit seiner Bedeutung einbüßen würde; die jüdische Gesinnung, die dem Altar seine Bedeutung gibt, zöge ihn (den Altar) alterierend (ändernd) ins Heidentum hinüber. Durch den Heiden jedoch kann der jüdische Altar nichts von seiner reinen Beziehung zu Gott einbüßen. Vielmehr ist er von Juden errichtet, um einst alle Heiden zu Gott zu sammeln.“
    Siehe wiederum Jesaja 56, 7: „…, denn mein Haus soll ein Bethaus genannt werden für alle Völker.“

    Der Auszug aus dem Hirschkommentar lehrt uns jedoch, wie viel größer die Verantwortung eines Juden vor Gott sein kann. Dabei ist nur die Rede vom Altar, aber nicht vom dritten Heiligtum, dem transportablen Heiligtum, dessen Altar noch Jahrhunderte braucht, bis er an sein Ziel kommen kann, den Ort, auf dem der Altar von Abraham errichtet wurde, auf dem sein Sohn Jizchak bereit war, sich von seinem Vater dem G“tt Israels, dem Heiligen, gelobt sei ER, als Ganzopfer (Holocaust) darbringen zu lassen.

    Das vierte Heiligtum ist der Tempel auf dem Berg Moria in Jerusalem, der heiligste Ort der Welt. Im Verdienst des König David wird dieses heiligste Bauwerk auf Erden durch seinen Sohn Salomo vollendet und eingeweiht. Das ganze Buch Leviticus hat darin wiederum sein Ziel.
    Jedoch wie im Paradies kam auch wieder die Sünde zur Macht, bis dieses Heiligtum mitsamt der Stadt Jerusalem durch Babylon verwüstet wurde.

    Das fünfte Heiligtum war dann 70 Jahre später der zweite Tempel, in dem die Bundeslade fehlte. Dieses Heiligtum wurde durch die Griechen entweiht und der Dienst am Altar war 3 1/2 Jahre unterbrochen und die Ausübung des Judentums bei Todesstrafe verboten.

    Das sechste Heiligtum war der zweite Tempel, nachdem durch das Verdienst und die Treue des Priestergeschlechtes der Hasmonäer durch das kleine Israel die damalige Weltmacht Griechenland besiegt und der Tempel wieder gereinigt und geheiligt war und der Gott Israels den Dienst seines Volkes durch ein Öl-Vermehrungs-Licht-Wunder wieder annahm, auf dem rein Goldenen Lichterbaum im Tempel am 25. Kislev, woran das Weihefest Israels, Chanukka, noch heute zur Erinnerung dient.

    Das siebente Heiligtum, der Dritte Tempel, dürfte nun, nachdem der zweite Tempel schon vor bald 2000 Jahren durch die Römer, wiederum mit der Stadt Jerusalem, jedoch gleich mit dem ganzen Land Israel zusammen verwüstet wurde, nicht mehr zu lange auf sich warten lassen, nachdem die Prophetie der Rückkehr Israels ins eigene Land sich so sichtbar vor unseren Augen erfüllt.
    (Hinweis: Die Zählung der Heiligtümer von eins bis sieben habe ich ohne ein Vorbild zu haben so vorgenommen. Wer dazu Grundlagen kennt, die mir zur Korrektur dienen könnten, ist gefragt.)

    In unserer heutweltigen Zeit halte ich es jedoch für unumgänglich noch darauf hinzuweisen, mit welcher grausamsten Brutalität die Gesinnung des Amalek immer wieder um sich greift, wie damals im Persischen Reich mit Haman bis zu Purim, im griechischen Reich mit Antijochius Epiphanes bis zu Chanukka, im römischen Weltreich mit Vespasian und seinem Sohn Titus bis zur Neugründung des Staates Israel nach dem Holocaust, der Schoa.

    Was hat die Welt immer wieder versucht bei den Juden zu erreichen? Sie zum Götzendienst zu zwingen. Es gab zu allen Zeiten Heiden, die den Weg zum Altar Israels fanden und zu ihrem eigenen Segen konvertiert sind. Wie viele ermordete Juden stehen dem jedoch gegenüber, die nicht bereit waren, sich durch die Taufe etc. zum Götzendienst konvertieren zu lassen?
    Zudem gibt es leider heute noch einen ganz anderen Aspekt: Es gibt Konvertiten zum Judentum, die nicht gesonnen sind, die Nähe zum Gott Israels und zur Wahrheit zu finden, sondern wie trojanische Pferde täuschen sie die Rabbinatsgerichte, um sich Zugang ins Land Israel zu verschaffen und tauchen hier unter, zum Beispiel in christlichen Kreisen, um mit Luthers Gesinnung Israel zu missionieren !

    ! Frieden für Israel !

  2. Gods Sabbath sagt:

    Konversion durch:
    Erkenntnis Gottes, Opfern, gemeinsamen Kiddusch!

    Den einzigen Tora-Bericht eines Übertritts zum Judentum – nämlich den Jitros, Moses Schwiegervaters, eines ehemaligen Götzen-/Kirchen-Pfarrers und Staatspräsidenten – beschreiben gerade einmal drei Verse anhand nur dreier Prädikate (2. Moses 18,10-12):
    1. (An)Erkenntnis des Einzigen Gottes als alleinigen Erretter,
    2. der Darbringung von Opfern aus Überzeugung und Dankbarkeit,
    3. der Heiligung des Namens Gottes (Kiddusch HaSchem):
    „Und Jitro sprach: Gepriesen sei der Ewige, der euch gerettet von der Hand Mizrajims [Ägyptens] und von der Hand Pharaos, der das Volk [Israel] gerettet aus der Gewalt Mizrajims. Nun weiß ich, dass der Ewige groß ist vor allen Göttern, denn das, womit sie frevelten kam über sie. Und Jitro, der Schwäher Mosches, brachte Gott Brandopfer und Schlachtopfer; und Ahron und alle Ältesten Israels kamen zu speisen mit dem Schwäher Mosches VOR GOTT!“