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Jüdischer oder Christlicher Messias II

. . . von Jehonatan Kiebitz . . .

. . von Jehonatan Kiebitz. .

BS“D

    Eine Hawdala zur Zukunft der Messianität!
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    zu Teil I

Denkwürdig erscheint mir besonders, dass der Schöpfer seine erste Prophetie der zukünftigen Erlösung der Menschheit, begründet in den Nachkommen der Eva, an die Schlange gerichtet ausspricht und deren Nachkommen. Wird die Schlange dabei bereits gestraft, dass sie ungeeignet und unberechtigt versucht hat, die Rolle des Erlösers / Erretters zu spielen und ihre Nachkommen (auch Nachfolger?) gleich für immer davor gewarnt? Ein Tier mit Intelligenz, das Heiligkeit beansprucht?

Der in Sünde gefallene und dem Tod verfallene Mensch bekam dabei die Bedeutung seiner Nachkommen im Erlösungswerk seines Schöpfers gezeigt. Unter den Kindern der Eva gab es immer eine Linie der Gerechten, in denen diese Hoffnung weiterlebte. Die Schlange bekam jedoch Einfluss über die Mehrheit, bis Noach als der einzige Gerechte übrig blieb mit seiner Familie.

Zwischen ihm und dem Rest der Welt machte Gott Hawdala, sonst wäre eine Erlösung nie mehr möglich gewesen. Noach wurde für die ganze Welt zur warnenden Mahnung und nur mit seiner Familie und den noch nicht entarteten Tieren per Schiff, das er angesichts einer ihn verspottenden Menschheit nach Gottes Anweisungen auf dem Festland baute, aus der Mabul (Flut) gerettet.

Damals war die ganze Erde nur ein zusammenhängendes Festland und umgeben von einem riesigen Weltmeer. Mit Noach machte der Schöpfer und Erlöser einen Neuanfang und dazu den Bund unter dem Regenbogen, nie wieder mit einer Flut alles auszulöschen. Die Schlange hörte aber nicht auf, die Rolle des Erlösers zu spielen. Sie brachte die Menschen dazu, den eigenen Namen an die Stelle des Heiligen Namens des Schöpfers und Erlösers zu setzen, das ist Babylon, die Selbsterlösung!

Am Anfang der Weltgeschichte hatte der Erlöser schon das Ziel und den Weg zur Erlösung der Menschheit im Auge. Als Voraussetzung für den Bund mit Noach teilte Er die Erde in Kontinente, die durch Meere voneinander getrennt sind. Dieses Weltereignis der Kontinentaldrift berichtet die Heilige Schrift nur in einem Nebensatz als Bedeutung des Namens Peleg:

    1. Moses 10,25: „Eber wurden zwei Söhne geboren, des einen Name war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt; und seines Bruders Name: Joktan.“

Nun geht es um die Nachkommen des Schem, gegenüber Noachs Erstgeborenem Japhet der jüngere Bruder, dessen Urenkel Eber war. Hier wird sichtbar, warum Abram die Frau für Jizchak durch Eliezer unter den Nachkommen des Eber suchen ließ, denn er war selbst dessen und damit des Schem Nachkomme. Die Linie der Gerechten vor und mit Noach setzte sich hier fort und auch Sarai stammte aus dieser Linie. Abram war die Ausnahme in Babel. Er blieb dem Heiligen Namen des Ewigen (Schem haKadosch) treu und folgte Seinem Ruf.
So wie Noach waren Abraham und Sarah, für Gott, den Ewigen, Auserwählte für einen Neuanfang.
Mit diesem Ehepaar vollbringt der Schöpfer und Erlöser nach dem Siebenfachen- nun neu das Achte Schöpfungswerk inmitten der Weltgeschichte mit Jizchak. Dessen Sohn Jaakov bekommt den Namen Israel, den Namen des Volkes Gottes auf dieser Erde, zum Träger und Lehrer der Tora für die Menschheit. Der Gott Israels ist der Gott der Zukunft!
Vergleich mit Japhet und Esau siehe am Schluss.

Wir überspringen hier die Geschichte Israels bis zum David, dem Maschiach, (von Gott Gesalbten) König Israels. David war König und Prophet zugleich. Er war im Rahmen des Landes Israel das Vorbild für das kommende Friedensreich des Schöpfers und Erlösers für die ganze Welt. Wodurch? Er überließ Gott die Legislative! Er richtete sich nach Ihm! Er regierte ausschließlich nach Gottes Ewigem Heiligem Gesetz. So regierte Gott durch ihn. Deshalb wurde ihm auch das Ewige Königreich verheißen und mit diesem Ziel der Frieden für die ganze Welt.

Wenn die Welt dafür reif ist, dann wird ein Nachkomme des Königs David der Maschiach sein, der gesalbte König. Durch ihn wird Gott, der Ewige, über die ganze Welt regieren auf der Grundlage Seines Ewigen Gesetzes. Dann wird das Erlösungswerk Gottes, des Ewigen, vollbracht! Wovon? Von der Schlange, die weiter die Welt verführt und die Rolle des Erlösers gespielt hat.

Wie spielt denn die Schlange eigentlich diese Rolle? Wir hatten eingangs darauf hingewiesen, wie der Schöpfer und Erlöser den Adam geschaffen hat zur Hawdala, zur Unterscheidungs-Fähigkeit und damit zur Verantwortlichkeit. Das kann nur geschehen auf der Gundlage von Gottes Gesetz.

Das ist der Punkt, den die Schlange → Teufel / Satan / Ankläger – angreift. Mit der Offenbarung dieses Gesetzes am Berg Sinai hat Gott dem Menschen das wieder zugänglich gemacht, was dieser mit dem Garten Eden verloren hatte: Den Baum des Lebens! Was Adam fehlte, im richtigen Moment als Streiter Gottes, des Ewigen, der Schlange entgegen treten zu können, das hatte Jaakov im Kampf am Jabbok bewiesen, als er den Namen Israel bekam, „Der Überragende ist Gott“. Durch ihn kann Gott regieren, heute, immer und ewig! Man nennt Israel auch den Finger Gottes (2. Moses 8,15).

Und wo ging dann der Weg der Schlange hin? Sie hat allem, was Gottes ist, und was Er Menschen anvertraut hat, etwas entgegen gestellt, einen Ersatz für jedes Original! Sie wusste dabei, etwas zu erfinden, was den Menschen befähigt, den Ersatz anzunehmen, zum Beispiel Götzen anstelle Gottes, Lügen in Form von Religionen und Philosophien anstelle des von Gott gesprochenen Wortes und Seiner Lehre, ein sogenanntes neues Testament anstelle der Heiligen Schrift, eine Zukunftshoffnung außerhalb der Prophetie Israels, Werke der Geschöpfe anstelle der Werke des Schöpfers und Erlösers, das Böse anstelle des Guten, was zum Tode führt anstelle dessen, wovon das Leben abhängt, einen Ersatz-Moses anstelle den treuesten Knecht Gottes, usw.

Was war nun diese Erfindung der Schlange? Adam war in dem Moment gefallen, wo er dazu gebracht wurde, einer Lüge zu glauben. An die Stelle der Hawdala, der Fähigkeit zu unterscheiden, was ja immer Licht, also die Wahrheit voraussetzt, und an die Stelle der Treue als Voraussetzung, Gottes Gesetz gehorchen zu können → setzte die Schlange den „Glauben“!
Wer bekommt heute keine Gänsehaut, wenn er in den Nachrichten sieht, was für grausame Morde täglich die Welt heimsuchen, begründet von den Mördern mit ihrem Glauben? Auch war der 2. Weltkrieg ein reiner Glaubenskrieg gegen Israel. Deutschland verlor zum Glück in → El Alamajn!

Was ist Kennzeichen des Glaubens? Er braucht jemand oder etwas, zum Bekämpfen. Das ist das Wesen der Schlange. Da kann nie Frieden werden. Was greift die Schlange zuerst an? Das Gesetz Gottes, auf dem die Zukunft des Messias Israels beruht. Dazu hat sie einen Anti-Messias gegen den Messias Israels erfunden, von dem die Gläubigen glauben sollen, dass er durch seinen Tod, an dem die Juden schuldig sind, die Welt vom Gesetz erlöst hätte.

Wenn die Menschen wüssten, dass dieses Gesetz das Geheimnis vom Baum des Lebens ist, dann würden sie ja den Unsinn des Anti-Glaubens durchschauen, der es ihnen zu verteufeln versucht. Bedenken sie die Zeiten der Inquisition, wo Israel gefoltert wurde, um Juden zu diesen Glaubens-Verbrechen zu zwingen? Heute kann es vorkommen, dass die Inquisition mit den Methoden der Psychiatrie vorgeht, ein Steckenpferd der Nazis, auch Euthanasie genannt! Mit dem Überfall auf Polen wurde die Euthanasie eingestellt. Die Gas-Mörder, schon in voller Routine, hatten in Polen die → Endlösung von Luthers Judenfrage übernommen – Sechs Millionen Opfer!

Wer die Lehren des sogenannten Reformators Luther kennt, kann sehen, wie mit den Juden alles Gute, Heilige, Gerechte, Treue, Aufrichtige, Wahrhaftige verteufelt wurde und unschätzbare Werte Israels durch die Feinde des Gottes Israels und Seines Messias geschändet und verbrannt wurden!
Heute rekrutiert die christliche Welt „Messianische Juden“. Diese geben vor, keine Christen zu sein, sondern jüdisch zu leben, und gerade dadurch überlisten sie Juden, den Glauben an den christlichen Messias anzunehmen, eine aggressive Zerstörung des Judentums, des Weges zur Erlösung der Welt.

An dieser Stelle würde ich es einfach zu dumm finden, die Frage nach dem Chistlichen Messias in den Raum zu stellen. Das ist ja im deutschen Sprachraum bis zum Erbrechen bekannt, und dafür hat man von Israel Millionen ermordet mit dem neutestamentarischen Vorwurf → Gottes Mörder zu sein. Die Treuen Gottes wurden von den „Gläubigen“ als Gottes Mörder zu Tode gequält!!!

Ein Punkt ist allerdings erreicht, der mit meinen einleitenden Fragen in den Raum gestellt wurde! Im Christentum wird dem christlichen Messias, den sie Christus nennen, den sie anbeten, von dem sie behaupten, dass er vom Tode auferstanden sei und wiederkomme, ein abschreckendes Gespenst gegenüber gestellt, ein gezielter Alptraum für die Zukunft. Sie nennen ihn den Antichrist! Was soll damit erreicht werden und was wird damit verteufelt?

    Jesaja 5, 20 (Übers. Zunz): „Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse, die Finsternis machen zu Licht und Licht zu Finsternis, die Bitteres machen zu Süßem und Süßes zu Bitterem.“

Israel freut sich auf das Kommen des Messias → Israel freut sich dabei auf den Dritten Tempel. Alle Prophetie für die zukünftige Erlösung der ganzen Menschheit macht Israel glücklich. Alle, die Israel in einer Tradition von Jahrhunderten verteufeln, hassen nichts so wie den kommenden Messias Israels. Sie wollen durch ihren „Glauben“ beweisen, dass ihr Messias der richtige ist. Dass der Messias Israels zu Gottes Ziel in der Erlösung der Menschheit gehört, bekämpfen diese „Gläubigen“ durch die Hetze, er wäre der Antichrist. Dass es einst kein Christentum mehr gibt ist ja keine Frage!

Zusammenfassung dieser Hawdala:
Der Jüdische Messias ist ein Mensch wie Mosche Rabenu oder David HaMelech, der, wie Gold, keine Verbindung mit anderen Elementen eingeht, aber als Katalysator Reaktionen bei anderen Elementen auslöst, die zur vollkommenen Harmonie (dem ewigen Schalom) führen zwischen Gott, dem Ewigen, Schöpfer des Himmels und der Erde, und dem Erlöser Israels, und allen, die sich Israel auf der Grundlage der Tora anschließen, dem Ewigen Heiligen Gesetz.

Der Christliche Messias ist, wie jeder von Menschenhand geschaffene Götze, eine Erfindung von Menschen, aber insofern viel gefährlicher, als es kein materiell-sichtbares Kunstwerk, kein sichtbar toter Gegenstand ist, sondern eine Theologie, eine Religions-Theorie, die wie die Evolutions-Theorie, ohne bewiesen werden zu können nur solange Menschen beschäftigt, wie sie geglaubt wird. Daher hat sie über Jahrhunderte Glaubensterrorismus ausgelöst bis zu den Folterungen der Inquisition bzw. Pogromen bis zum Holocaust. Durch ein Götzenbild → genannt Kruzifix oder das Zeichen des Kreuzes – führt sie trotzdem auch zu sichtbarem Götzendienst.

Um der Menschheit jedoch die Hawdala (Unterscheidung) zwischen dem echten und dem künstlichen Messias zu verunmöglichen, hat die christliche Theologie, indem sie das Gute und das Böse vertauscht, ein Schreck-Gespenst erfunden, um in den „Gläubigen“ Angst zu erzeugen vor dem Erlösungswerk des Schöpfers von Himmel und Erde, indem sie den Götzen an die Stelle des Guten platziert und vor dem Ziel alles Guten, dem echten Messias Israels, Angst auslöst mit der Lüge, es sei der Antichrist.

Im Umkehrschluss können wir aber nur folgern, dass bei dem millionenfachen Morden in der Kirchengeschichte derjenige der echte Messias ist, der den ewigen Schalom bringt und der christliche Messias der künstlich erfundene Antimessias ist, die Ausgeburt des Antisemitismus!

    Zum Abschluss: 1. Moses 32,29 (Am Ende des nächtlichen Kampfes am Jabbok):
    „Da sprach er: Nicht Jaakob soll mehr dein Name gesprochen werden, sondern Israel; denn du bist bei Gott und bei Menschen der Überragende geworden, da du vermocht hast.“

Dazu aus dem Hirsch – Kommentar:
„Nur wenn ein Jaakov, ein seiner äußeren Erscheinung nach nur unter die Ferse aller übrigen gewiesenes, die feindseligsten Angriffe und Kämpfe des materiell gerüsteten Gegners siegreich besteht, weist dieser Erfolg auf das Vorhandensein einer alle materielle Größe und Macht überwiegenden geistigen Kraft, auf das Vorhandensein einer Gottesallmacht hin, die sich eben in der siegreichen Ausdauer dieses äußerlich Schwachen offenbart, und ist somit gerade Jaakov (Fersenhalter) als Israel (Gott ist der Überragende) zu begreifen.
…Das ist für alle Zeit die Stellung Jakobs und Esaus zueinander geblieben. Politisch und religiös spricht Esau: Außer mir kein Heil, und erkennt seine Existenz für beeinträchtigt, so lange noch außer ihm ein Jakob, so lange es außer ihm noch eine Potenz gibt, die es beansprucht, auch zur Gestaltung der Welt in voller Berechtigung zu gehören. … Segnende Anerkennung ist das einzige, um welches Jakob mit Esau ringt.“

Esau und Japhet (Griechen-Christen) haben sich später ergänzt durch Kultur, Musen und Kunst als Säulen der Religion. Ohne Musik der Orgel, Choräle und Glocken wäre die Kirche undenkbar, aber mit Gottes Ewigem und Allerheiligstem Gesetz nicht mehr christlich, also nicht mehr vorhanden!
Der Zweite Tempel war mit Chanukka wieder geweiht, der Angriff auf die Tora aber nur verlagert. Seine Zerstörung war das Zeichen des aufkommenden Christentums und der Beginn des Galut Esav, die Zerstreuung Israels in die ganze Welt. Die Rückkehr Israels ins verheißene Land ist das Zeichen, dass der Heilige Name Gottes, des Ewigen, noch einmal groß wird, heute unter allen Völkern. Dazu
ist die Kontinentaldrift heute bereits überbrückt durch Elektronik und Flugzeuge.
Der Dritte Tempel wird zum Zeichen des echten Messias Israels und der Vollendung der Erlösung der ganzen Welt!


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1 Kommentar to “Jüdischer oder Christlicher Messias II”

  1. BS“D
    Schalom, lieber Herr Martienssen!

    Es gibt durchaus Beiträge zu Themen, bei denen man zunächst keine Kommentare in der dafür vorgesehenen Funktion einer Webseite erwartet, zum Beispiel wenn sich etwas voraussichtlich zu weit außerhalb vom gewohnten Horizont der Leser bewegt.
    Das besagt jedoch nicht, dass der Autor nicht selbst angesprochen wird und ihm persönlich Fragen gestellt werden. So ist es auch beim Thema „Jüdischer oder Christlicher Messias“ geschehen. Eine Frage, die mir aus dem Kreise der „Siebenten-Tags-Adventisten“ gestellt wurde, will ich nun selber in die Kommentar-Funktion eingeben, weil sie mir für alle Leser meines Artikels bedeutsam erscheint:

    Sinngemäßes Zitat der Frage: „Die Juden erwarten den Messias zum ersten Mal. Christen erwarten jedoch seine Wiederkunft, nachdem er vom Kreuzestode auferstanden und in den Himmel gefahren ist, von wo er zum zweiten Mal kommen wird!“

    Wer´s glaubt wird selig? Christen glauben, dass die Seligkeit aus dem „Glauben“ kommt! Wer´s nicht glaubt, ist also selbst d´ran schuld oder ein Fall für die Inqisition?
    Wenn wir bedenken, dass die Ersatztheologie alle Jüdischen Grundlagen deplaziert hat, um das Terrain selbst in Anspruch nehmen zu können, dann können wir unschwer das Original herausfinden, welches dabei ersetzt werden soll.

    Wer war denn der Messias (heb.: Maschiach, dt.: der Gesalbte) in Israel, dem das zukünftige und ewige Reich Gottes verheißen wurde? Das ist doch eindeutig! Kann das außer dem König David sonst noch jemand gewesen sein?

    Jemand anderes kann doch nur eine durch Menschen konstruierte Erscheinung sein, auf einen angeblichen Sohn Davids übertragen, mit dem der Gott Israels ersetzt, der daher zu Gott gemacht und angebetet wird. Das ist eine im heidnischen Denken nicht unübliche Praxis, allerdings nicht um den König David zu ersetzen. Dazu gehört noch ein ungeheurer Missbrauch des Wortes Gottes, die Erschaffung des sogenannten Neuen Testamentes anstelle der Heiligen Schrift.

    Via Himmelfahrt dessen Wiederkunft zu erwarten, wird aber gleichzeitig noch dazu benutzt, die Erwählung Israels als Volk Gottes durch die Gläubigen der Welt zu ersetzen. Damit müsste dessen Geburt aber bereits den zweiten Messias bedeutet haben und die Erwartung seines dritten Kommens bevorstehen.

    Die Erwartung des Messias Israels, nachdem König David das Friedensreich Gottes innerhalb der Grenzen des Landes Israel aufgerichtet hatte und durch dessen Sohn Salomo als Symbol dafür der erste Tempel in Jerusalem erbaut worden war, ist dieses Mal verknüpft mit der Erlösung der Gesamt-Menschheit. Ein Sohn des Königs David wird kommen, um als der Gesalbte Gottes das Friedensreich Gottes auf der gesamten Erde aufzurichten, das Reich auf der Grundlage des Ewigen Heiligen Gesetzes des Gottes Israels.

    Dazwischen liegt aber die Zerstörung des ersten Tempels und die Vertreibung des Volkes Israel in die Babylonische Gefangenschaft, sowie die erste Rückkehr des Volkes Gottes ins verheißene Land der Väter und der Bau des zweiten Tempels.
    Der Dienst im zweiten Tempel wurde 3 1/2 Jahre unterbrochen wegen der Entweihung dieses Tempels durch die Seleukiden, die hellenistisch-griechische Herrschaft in Syrien, und diese Unterbrechung mit dem Makkabäer-Krieg, bezeichnend einen Krieg gegen die Tora und das Ewige Gesetz Gottes und gegen jedes offenbarte Wort Gottes, wurde an einem 25. Kislev beendet.

    Mit Chanukka, der Wieder-Einweihung des zweiten Temnpels in Jerusalem, dem historischen „Weihnachtsfest“ mit der Offenbarung des Gottes Israels durch das Lichtwunder auf dem Jüdischen Lichterbaum, dem Symbol für den Baum des Lebens im Paradies, dem rein goldenen Leuchter, der Menora im Tempel, war das große Wunder entschieden, der Makkabäer-Krieg (Zitat aus dem Rödelheimer Siddur, übersetzt von Rabbiner Dr. S. Bamberger – das Dankgebet Israels zu seinem Gott an jedem Chanukka-Fest):

    „Für die Wunder, die Befreiung, die Ruhmestaten, die Siege und die Kämpfe, die du für unsere Väter vollbracht in jenen Tagen zu dieser Zeit, in den Tagen des Matitjahu, Sohnes des Jochanan, des Hohenpriesters, des Hasmonäers, und seiner Söhne, als das frevelhafte griechische Reich gegen dein Volk Israel aufstand, sie deine Lehre vergessen und die Satzungen deines Willens übertreten zu machen. Du aber in deinem großen Erbarmen standest ihnen bei in der Zeit der Not, strittest ihren Streit, führtest ihre Rechtssache, vollzogest für sie Vergeltung, gabst Starke in die Hand von Schwachen, Viele in die Hand Weniger, Unreine in die Hand Reiner, Frevler in die Hand Gerechter, Trotzige in die Hand derer, die sich mit deiner Lehre beschäftigen. Und dir schufst du einen großen und heiligen Namen in deiner Welt, und deinem Volk Israel verliehest du einen großen Sieg und Befreiung wie am heutigen Tage. Hierauf kamen deine Söhne in das Innere deines Hauses, schafften (den Götzendienst) fort aus deinem Palaste, reinigten dein Heiligtum, zündeten Lichter an in den Höfen deines Heiligtums und setzten diese acht Tage des Weihefestes ein, deinem großen Namen zu danken und Lob zu spenden.“

    Der Verlierer bei diesem Krieg war eigentlich die Schlange, das Listigste unter den Tieren, die die Rolle des Erlösers spielt. Sie gab jedoch nicht auf nach der militärischen Niederlage, sondern entfachte neu einen geistlichen Krieg gegen Israel weltweit, der wahrscheinlich in den Kreuzzügen und in allen Pogromen und dann im Holocaust seinen Höhepunkt gefunden hatte und immer wieder mit militärischen Mitteln Blutbäder anrichtete, die Griechisch – Christliche Religion, die Ersatztheologie mit dem Gräuel eines Bastard zwischen Gott und Mensch als angeblichem Erlöser!

    Ein Zeichen dieser aufkommenden griechischen Religion war die Zerstörung des zweiten Tempels, die Verwüstung des Landes Israel und die Zerstreuung des Volkes Israel in alle Kontinente. Der Bund mit Noach wirkte nun doppelt. Gott brachte nie mehr eine Vernichtung über die ganze Erde, und damit auch eine Erhaltung Israels, der Getreuen Gottes. Die Kontinentaldrift bewährte sich nun in zwei Hinsichten. Es gab nicht mehr nur noch einen Getreuen Gottes auf der Erde, wie in den Tagen des Noach mit seiner Familie, sondern das Volk Gottes unter allen Völkern!

    Ein Zeichen der Erlösung der ganzen Menschheit wird die Heimkehr Israels in das ihm von Gott zugeschworene Land sein und der Bau des dritten Tempels in Jerusalen. Dieser wird wieder das Werk des Maschiach sein, des Nachkommen Davids. Nachdem das Land für alle Völker unbewohnbar verwüstet war, ist es in der Hand des Volkes Gottes wieder wie ein blühender Garten und exportiert sogar Früchte und Blumen. Dieses Zeichen Gottes vereint leider die Völker im Neid gegen Israel, und sie wollen das Land unter sich teilen, um Israel zu vernichten.

    Der Maschiach wird, ebenso wie König David, kein Bastard zwischen Gott und Mensch sein, sondern einfach ein Mensch. Auch nur der gedankliche Versuch einer solchen Kreuzung zwischen Gott und Mensch ist absolut verwerflich und könnte niemals ein Vorbild für alle Menschen hervorbringen.
    Ist das Beispiel des Königs David ersetzbar? Ist das Ewige Heilige Gesetz Gottes durch irgend einen „Glauben“ ersetzbar? Kann man die Hoffnung Israels auf die Königsherrschaft Gottes und Seines Gesetzes über die ganze Erde durch Mord und Folter ersetzen?

    Schalom al Israel! Frieden über Israel!