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NOACH – Des Juden Katechismus und das vierte Wanderfest Teil 3

Klick auf Teil 2 || von Jehonatan Kiebitz

Besonders der für sie neuen und ungewohnten bürgerlichen Freiheit und Integration haben viele Juden nachgegeben, sich „Ihre“ (Gottes!) Tora relativieren zu lassen. Darauf kann der Rabbiner Hirsch nur angespielt haben, als er den Kalender des Juden seinen „Katechismus“ genannt hat, um die Juden zu erreichen, die auf der nichtjüdischen Seite nicht nur geliebäugelt sondern schon Gewohnheiten hatten. Mit der Ideologie liberaler „jüdischer“ „Reformgemeinden“ für „progressives“ (fortschrittliches!) Judentum, (finden sie die Tora reaktionär?), wurde versucht, Juden gegen die Tora-Treuen, ihnen zu antiquierten Orthodoxen, zu organisieren. Auffällig: Fronten innerhalb der jüdischen Welt, die heute auch im Staat Israel nicht zu übersehen sind. Israel hat das Galut Esav sogar noch im eigenen Land!

Die Welt hat, auch durch die sogenannten monotheistischen Religionen, ein gewisses Bild vom Paradies. Das Geheimnis des Sündenfalles wird schon selten bewusst sein. Nur im Judentum zu finden ist der Zusammenhang zwischen dem Baum des Lebens und der Tora. Inmitten der Zeit der Weltgeschichte und am unbewohnten Ort der Wüste hat sie der Ewige Seinem auserwählten Volk Israel anvertraut und dafür ein Heiligtum eingerichtet. Sichtbar ist der Weg zum Baum des Lebens nach Abrahams Beispiel offen dem Gehorsam gegenüber Gottes Wort, der dem Adam geraubt worden war, und bleibt verschlossen denen, die sich weiter dem verbotenen Baum zuwenden.

Welches Bild bietet sich heute? Antisysteme! Anstelle der Tora und Abrahams Gehorsam – Ersatz durch „Glauben“.
Jüdisches oder Christliches Kreuz?
Ist die Welt sich nicht im Klaren, dass sie in ihrem Umgang mit der Tora und Israel sich benommen hat, als könnte sie den Baum des Lebens fällen und ersetzen?

Bei all dem spielt der Schabbat eine hervorragende Rolle und führt direkt von der Schöpfungswoche als Zeichen Gottes zum Gottesberg Chorew, von dort in das Gesetzesheiligtum und darin in das „Allerheiligste“ und ist auf den beiden Bundes-Tafeln das vierte Gebot Gottes.
An dieser Stelle zwingt sich leider eine schreckliche Hawdala auf zwischen der Tora und den Religionen.

Etwa am Anfang der 80-iger Jahre lernte ich das Ehepaar Johannes & Hertha Pruss s. A. aus Düsseldorf kennen, die ein Bestattungsinstitut betrieben. Sie gaben ein Flugblatt heraus, auf dem sie den Unterschied sichtbar machten, zwischen den „Zehn Geboten im Katechismus“ der zwei größten Landeskirchen in Deutschland (katholisch bzw. protestantisch) und den Zehn Geboten Gottes, wie sie im 2. Buch Moses 20 in der jeweils autorisierten Bibelausgabe zu finden sind, und zwar innerhalb derselben Kirche. Sie bezogen sich besonders auf das Gebot des Schabbat.

Zitat: „Der Sabbat ist immer noch der Samstag und nicht der Sonntag. Heute lebt noch ein Volk zum Zeugnis für die ganze Welt, das sind die Juden. Sie zeigen allen Menschen den wahren Ruhetag des Ewigen an, des Heiligen Israels, der auch unser aller Schöpfer und Erhalter ist“.

Ist das ein tröstliches Beispiel, dass Israel seine universelle Aufgabe nicht verfehlt hat?
Zum Vergleich habe ich aus den im Flugblatt in vier Spalten zitierten Inhalten zu den Zehn Geboten Gottes die Anzahl der Worte gezählt, die in der jeweiligen Version der Bibelübersetzung bzw. des Katechismus zu sehen sind.

    Die inhaltlichen Veränderungen im Katechismus sind dabei gegenüber der Übersetzung zunächst nicht beachtet und werden hier auch nicht vollständig behandelt:

    In der katholischen Version vom Pattloch-Verlag, Aschaffenburg, zählt die Übersetzung der Zehn Gebote Gottes 317 Worte gegenüber der Fassung im katholischen Katechismus mit 72 Worten. Verbleiben 22,7 %. Fehlen 77,3 %.

    Bei Prof. Dr. M. Luther *) in der Fassung der privilegierten Württembergischen Bibelanstalt Stuttgart stehen der Übersetzung mit 294 Worten die Version der 10 Gebote im Katechismus mit 71 Worten gegenüber.
    Verbleiben 24,2 %. Fehlen 75,8 %.

Wir können davon ausgehen, dass in diesen Kirchen die Kinder im Unterricht dazu nur aus dem Katechismus unterrichtet werden und dabei „10 Gebote“ auswendig lernen, die ein Verständnis der zwei Tafeln in Moses Händen ausschließen. Sie „glauben“ zumindest, dass sie die 10 Gebote Gottes gelernt haben.

    Das den Bilder- und Götzendienst unter Strafe stellende Zweite Gebot, welches das Geheimnis der Erlösung für jeden Einzelnen tröstlich erkennen lässt, ist in diesen christlichen Kirchen abgeschafft. Es sind also nur noch 9 veränderte Gebote. Wie kann man 9 als 10 deklarieren? Aus dem zehnten Gebot hat man Zwei gemacht. Ein religiöser Kardinal-Trickbetrug! Ist es ein Beweis, dass die christlichen Kirchen andere Götter haben und nicht den Gott der Juden wollen?

    *) Die Übers. hat ein Urenkel vom Raschi mit seinem Team in Luthers Auftrag gemacht, der selbst kein Hebräisch konnte und auf der Wartburg nur das NT übersetzt hat, also nicht die Heilige Schrift!

    „Da liebte Jizchak den Esaw, denn er war auch Jäger mit dem Munde; Rivka aber liebte den Jaakob“ (1. Moses 25,28).
    Esaw – der raffinierteste Theologe? Der Ewige hat gewusst, warum er alles Heilige dem Nachkommen Abrahams anvertraut hat, dem ER den Namen Israel gab!

Auch in „unreligiösen“ Schulen lernen Kinder eine Unterscheidung von Bewusstseinsstufen. Das fängt an bei der Materie ohne Bewusstsein. Bei den Pflanzen kann man auch nicht von Bewusstsein sprechen, aber sie sind abhängig von Lebens-Bedingungen, haben also eine Lebensstufe. Den Tieren billigt man dann ein Bewusstsein zu, und den Menschen als „höchste Daseinsform“ das Selbstbewusstsein.
Das könnte ja noch eine Ähnlichkeit zum Schöpfungsbericht haben, wenn man nur die Reihenfolge sieht und den Schöpfer übersieht.

Den Tieren das Selbstbewusstsein abzusprechen, ist schon wieder ein Trick. Darin will man den Mensch vom Tier unterscheiden, indem man das Selbstbewusstsein zum „Aller“-höchsten macht. Man spricht auch den Tieren einen Geist ab. Sind die Tiere nicht manchmal treuer als die Menschen?

Kein Tier würde zwar dem dialektischen Materialismus folgen können, der lehrt, dass es keinen Geist und keinen Gott gäbe, weil alles nur eine Funktion der Materie sei. Haben Sie einmal versucht, einem Materialisten zu dem Bewusstsein zu verhelfen, wie großartig er sich dabei findet, geistlos zu sein?
Der Gott der Welt ist die Macht. Damit versucht sie den Geist, der ihr fehlt, das Wort Gottes, zu ersetzen. Gehört das auch zur „Religiösen Macht“ und zur mächtigen Geistlichkeit?

Ein künstlich hergestellter Götze besteht zweifellos nur aus Materie und wird über seinem Mangel an Geist auch nicht dadurch zu einem Bewusstsein gebracht, dass ihn Geistlose anbeten. Israel hat es in Ägypten durchgemacht, was Götzendienst mit dem Kalkül der Macht verknüpft bedeuten kann. Das hat Israel aber auch erfahren, wo es im „christlichen Abendland“ durch religiösen Terrorismus ermordet, vertrieben oder gefoltert wurde. Extrem hat Luther (Das Idol der Nazis) die Christen zum Mord an den Juden aufgewiegelt.
Die „Reichskristallnacht“ ist (zufällig?) Luthers Geburtstag!
„Aber Luther war doch ein Reformator! Er hat doch den katholischen Götzendienst abgeschafft!“ So könnte man die Antwort der Lutheraner erwarten. Das zweite Gebot Gottes hat er aber bei seiner „Reformation“ nicht vermisst.

An dieser Stelle würde ich der Schweiz Unrecht tun, wenn ich nicht erwähnen würde, dass die Schweizer Reformatoren alle den Kontakt mit Luther ablehnten. Die „Reformierte Kirche“ (der Schweiz) hat den „Heidelberger Katechismus“, der die Zehn Gebote Gottes im vollen Wortlaut enthält. Wie sie gleichzeitig ihre Sonntagspraxis vertreten kann, ist hier nicht das Thema.
Dass Machtgier und Götzendienst zusammenpassen, dürfte bereits durchgeklungen sein. Wo waren dann bei den Kreuzzügen, Pogromen und im Holocaust die Götzen?
Als die Griechen mit militärischer Macht vergeblich waren, haben sie nicht mehr in der bisherigen Weise getrachtet, alles, was vor dem Gott Israels heilig ist, auszurotten, sondern es zu antiquieren und den Ewigen Bund, den der Ewige, der Heilige Israels, mit Israel geschlossen hat, durch einen von ihnen erfundenen „Neuen“ Bund zu ersetzen. Ein neues Gottesbild, nicht aus Materie, sondern eine Ideologie?

Mit philosophischen und Theologischen Tricks hatten sie bereits gelernt, das Wort Gottes, die Tora und die Propheten, zu missbrauchen (Siehe 2. Moses 20, 7).
Dort hatten sie auch den Begriff „Neuer Bund“ gefunden (Jeremia 31, 31), wobei sie Bund mit Testament übersetzen. Damit meinten sie, die Welt vom Gesetz Gottes, dem Geheimnis der Erlösung, erlösen zu müssen, bzw. zu können. Die nun als „Neues Israel“ das „Alte Israel“ ersetzen wollten, waren „Jäger mit dem Munde“! Was haben sie denn gejagt? Sie nennen diese Jagd „Mission“, aber nicht Galut Esaw!

Der „Neue Bund“ ist nicht den Völkern verheißen, sondern speziell Israel. Er besteht auch nicht darin, Menschen, die glauben Israel ersetzen zu können bzw. zu müssen, vom „Gesetz“ zu erlösen, sondern Israel den vollkommenen Gehorsam gegenüber Gottes Heiligem Gesetz zu bringen. Damit wird Israel der Aufgabe gerecht werden, die zur Erlösung der ganzen Menschheit führen wird.

Das setzt die Erkenntnis voraus, dass der Gott Israels auch der Erlöser Israels und der ganzen Welt ist, dass Er einzig ist und dass es keinen anderen Erlöser gibt! Die die Welt vom Gesetz erlösen wollen: Warum kämpfen sie nicht gegen die „demokratischen Gesetzesinflationen“?
Vielleicht habe ich Sie, liebe Freunde, bis jetzt in einem Punkt zu lange warten lassen. Ich hatte ja der „modernen“ Pädagogik widersprochen, die den Tieren das Selbstbewusstsein abspricht, um mit dieser Degradierung der Tiere den Menschen ebenfalls degradieren zu können. Wenn nach dieser Lüge die höchste Daseinsform im Selbstbewusstsein besteht, was erhebt dann den Menschen über die Tiere?
Im Schöpfungsbericht ist dem Menschen eine Position über den Tieren zugeordnet. Das war noch vor dem Sündenfall! Haben Sie einmal erlebt, dass ein Tier lügt, oder dass ein Tier einer Lüge gegenüber einen großen „Glauben“ entwickelt? Wie schnell kann ein Mensch durch die Sünde doch unter dem Tier stehen!
König Salomo fragt, was der Mensch für einen Vorzug vor dem Tier hat, da doch alles eitel (vergänglich) ist !
Die Frage nach den Bewusstseinsstufen ist also doch noch nicht zum Ziel gekommen. Sie ist noch offen in dem Sinne, wo der eigentliche Unterschied ist zwischen dem Bewusstsein eines Menschen und dem eines Tieres. Diese Hawdala machen zwei hebräische Ausdrücke sichtbar, die ich noch etwas vorbereiten muss:
Fragen Sie einen Anhänger des dialektischen Materialismus, wie viel Millionen Jahre alt Ihre Uhr ist. Er glaubt ja nicht, dass es einen Geist gibt, der das Verständnis und das Geschick des Uhrmachers ausmacht. Für ihn hat sich ja alles zufällig von selbst entwickelt, auch sein „Selbstbewusstsein“. Von dem „Uhrmacher“, der die Zeitabläufe im Weltraum geschaffen hat, und damit auch den Jüdischen Kalender, will er ja sowieso nichts wissen. In diesen Fragen kann kein Tier mitreden. Es würde aber auch nicht aus seiner Art schlagen, wie mancher „Selbstbewusste“.

Hier wird zumindest sichtbar, dass es nicht nur eine Hawdala gibt zwischen Mensch und Tier, sondern auch zwischen Mensch und Mensch. Fehlt machen das Bewusstsein, welches sie vom Tier unterscheiden würde? Trotzdem müssen wir sie höflich behandeln. Sind sie doch alle demokratisch wahlberechtigt!

Die beiden hebräischen Ausdrücke lauten: „Ja, Furcht des Herrn, sie ist Weisheit und meiden vom Bösen, Einsicht“ (Hiob 28,28 eig. Übers.). Beide Begriffe stehen hier als Gleichung: „ist“. Das bedeutet das Gottesbewusstsein. Das macht das Ebenbild des Schöpfers, die Krone der Schöpfung aus. Die Sprüche des Königs Salomo sind insgesamt Sprüche der Weisheit, des Gottesbewusstseins.
Das Bewusstsein der eigenen Bestimmung zum Ebenbild Gottes schließt allen Götzendienst aus (2. Gebot – 2. Moses 20,4 – 6).
Dass Gottes Gnade denen gehört, die IHN lieben und SEINE Gebote halten (Vers 6) zeigt eindeutig, dass die Gnade untrennbar ist vom Gesetz. Wer das 2. Gebot wegnimmt, hasst die Gnade! Wer nicht „unter Gottes Gesetz, stattdessen unter der Gnade“ sein will, erliegt der Lüge!

Wenn es eine Schule gibt, die es bei diesem Thema mit den Kindern so weit bringt, wären Sie, liebe Freunde, dann schon zufrieden? Ich noch nicht! Die Frage nach den möglichen Bewusstseinsstufen wäre ja bei den Geschöpfen stehen geblieben.
Alles, was wir bisher erwähnt haben, ist doch auf einen kleinen Horizont begrenzt. Wo ist des Menschen Bewusstsein z.B. wenn er schläft? Es würde ohne Zweifel großen Schaden nehmen, wenn er nie mehr schlafen wollte oder könnte. Sind Sie mit mir einig, dass die höchste Bewusstseinsstufe auch nicht das Gottesbewusstsein sein kann?

Verzeihen Sie mir nun bitte, aber jetzt will ich es kurz machen: Das höchste Bewusstsein ist also nicht das Gottesbewusstsein eines Geschöpfes, sondern es ist Gottes Bewusstsein, das Bewusstsein des Heiligen, gelobt sei Er, der alle Dinge und sogar unser Herz ansieht. Wie unendlich weit reicht das Bewusstsein des Allmächtigen, das wir nicht zu ergründen und uns nicht einmal vorzustellen vermögen – ein Geheimnis Seines Heiligen Namens, dem unser aller Dank gebührt!

„Da ließ Gott ihr sagen: Zwei Völker in deinem Schoße und zwei Staaten; von deinem Inneren an werden sie sich scheiden; ein Staat wird mächtiger werden als der andere, und der mächtige dem geringeren dienen (1. Moses 25,23).

Heilig oder unheilig – Gedanken zu Chanukka.
In einem Mutterleibe begann die bedeutendste Auseinandersetzung der Weltgeschichte, zwischen dem von Gott erwählten System Seines Geistes und Seines Ewigen Gesetzes und zwischen dessen Antisystem mit ungeheurer religiöser und gleichzeitig weltlicher Macht (Israel mit Tora – Esaw mit Religion).
In der Statistik der Weltbevölkerung macht das kleine Israel nur ein Tausendstel aus, gehört aber heute in den Nachrichten aller Länder fast schon zum „Lokalteil“.

In seinem Galut Esaw steht Israel heute ca. dem dritten Teil der Weltbevölkerung gegenüber, der sich in seinem „Glauben“ verunsichert fühlt, wenn es ihm nicht gelingt, die Juden in seinem Interesse zu missionieren. Früher hat man die Juden, wenn sie dazu nicht bereit waren, einfach der Inquisition „anvertraut“.

Heute hat sich das Niveau dieser Auseinandersetzung geändert, es ist von einem Erwachen geprägt. Das „Weltgewissen“ fängt sogar an, nach einem Verständnis für die Juden zu suchen, wenn auch die Esaw- Gesinnung immer wieder für traurige Schlagzeilen sorgt.

Nun haben die Juden innerhalb der Jahre, in denen es in Deutschland keinen deutschen Staat mehr gab (vom Mai 1945 bis Oktober 1949), im Mai 1948 im Land Israel ihren eigenen Staat gegründet. Besonders der Eichmann- Prozeß im Jerusalem hat der Welt die Augen geöffnet für das Ausmaß des Völkermordes, dem vorher über sechs Millionen Juden zum Opfer gefallen waren.

Doch direkt nach der Staatsgründung Israels begann der Krieg, der diesen Staat noch verhindern wollte. Dem folgten weitere Kriege mit der Parole, Israel zu vernichten. Dass es nach Jahrtausenden solchen Ausmaßes an Leiden noch Juden gibt, hat die Welt stutzig gemacht. Es wird als Wunder erkannt. Andere Völker wären längst untergegangen (siehe Gedicht).

Dem Antisemitismus folgte zeitweilig die Erscheinung eines Philosemitismus. Die Ersatztheologie, mit der sich das Christentum Jahrhunderte hindurch an die Stelle Israels gestellt hatte und Israel sogar jegliches Existenzrecht absprach, ist in Erosion geraten. Man kommt an Israel nicht mehr so einfach vorbei und macht Zugeständnisse.

Immer größer wird die Zahl christlicher Leute, die sich vom Christentum distanzieren, aus ihrer Kirche austreten und vom Judentum etwas lernen wollen. Viele sind bei Reisen ins Land Israel erst zum Erwachen gekommen. Nun gibt es auch verschiedene Organisationen, die christlich und jüdisch zugleich in Erscheinung treten, z. B. als Forum des Dialoges.

Das alles wird jedoch davon übertroffen, dass es heute auch christliche Kreise gibt, die sich jüdisch nennen. Sie distanzieren sich, auch aus Überzeugung, vom Christentum, und wollen Juden sein. Mit Juden bekommen sie aber keinen Kontakt, denn sie nennen sich „Messianische Juden“. Sie wollen den Juden ihren Messias bringen und erkennen nicht, dass sie einen anderen Messias erwarten als die Juden, bleiben also suspekt.

Bedeutet das, dass Jaakob und Esaw, zwischen denen ja der historische Streit stattfindet, verschiedene Götter haben?

„Da sahen die Söhne des göttlichen Geschlechts die Töchter des Menschen, dass sie schön waren, und nahmen sich Frauen, woher es ihnen gefiel“ (1. Moses 6,2).
„Da sprach Gott: Ich will den Menschen von der Fläche des Erdbodens weg löschen vom Menschen bis zum Vieh …; denn ich bin veranlasst den Entschluss zu ändern, dass ich sie geschaffen habe.

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .
Lesungen: Kleines Hallel; 1. Moses 6,9 – 11,32 + Maftir: 4. Moses 28,9-15 Haftara: wegen Rosch Chodesch Jesaja 66 (sonst 54,1-10)
Stichpunkte der Lesungen am Schabbat NOACH entspr. Hawdala-Kalender:
< Sintflut. Bund unter Regenbogen. Name Babel. Turm – Spitze im Himmel / Gottes Diener mit Jerusalem getröstet – Nationen erfahren Gottes Herrlichkeit – Himmel und Erde neu. Neumond- und Schabbatfeier ewige Weltordnung > Psalm 29

Noach aber erreichte Wohlgefallen in den Augen Gottes“ (1. Moses 6,7 + 8).
„Da rief Jizchak den Jaakob und segnete ihn. Er befahl ihm und sagte ihm: Du sollst keine Frau von den Töchtern Kenaans nehmen“ (1. Moses 28,1).
„… da sah Esaw, dass die Töchter Kenaans in den Augen seines Vaters Jizchak missfällig waren, und da ging Esaw zu Ischmael …“ (1. Moses 28,8 + 9).

Was haben diese Zitate mit der Frage nach dem Messias zu tun?
War es nicht eine Heiratspraxis, die zur Sintflut führte? War nicht Esaws Heiratspraxis der endgültige Grund seiner Disqualifizierung?
Wodurch stand das Christentum von Anfang an gegen das Judentum? Es unterstellte dem Schöpfer des ganzen Universums, dem Heiligen Israels, gelobt sei Er, selbst, eine Heiratspraxis, und zwar mit einem seiner Geschöpfe. Da steht auch das 2. Gebot davor! Was man dabei erreichen wollte, ist eine Vermenschlichung des Gottes Israels und in dem Ergebnis ein Mensch, der als Gott angebetet werden müsste.

Es ist eine Religionstheorie, genauso wie die „Evolutionstheorie“, der Darwinismus. Eine Theorie entsteht oft durch Kalkül! Sie kann aber nur Akzeptanz finden, wenn sie bewiesen, also keine Theorie mehr ist, oder wenn sie geglaubt (!!!) wird.

Hier ist Israel das Licht der Welt geblieben. Es bleibt bei Gottes Gesetz, kann aber die Welt nicht zu seinem Verständnis zwingen. Es kann sich aber noch weniger diesen Aberglauben (!) aufzwingen lassen, der dem Anbeten eines Götzen gleichkommt. Da bleibt Israel nichts anderes übrig, als zu leiden. Wie lange schon? Seit Rivkas Frage (1. M. 25,22) ! Wie lange noch? Bis der Maschiach Israels kommt.

Israel hat dabei aber noch einen persönlichen Schmerz, den die Welt nicht kennt. Noach erreichte Wohlgefallen in den Augen Gottes (s. o.). Abraham nannte der Ewige seinen Freund. An Abraham und Sarah ließ der Ewige ein Wunder geschehen. Dieses Wunder kommt einer Neuschöpfung gleich. Im Greisenalter wurde ihnen ein Sohn verheißen und auch geboren.
Abraham und Sarah stammten aus der Linie des Schem, dem Träger des Segens unter den Nachkommen Noachs. Das Wunder mit ihnen geschah, um daraus ein ganzes Volk unter den Völkern entstehen zu lassen, das als der leidende Knecht Gottes in der Weltgeschichte zum Träger des Segens berufen ist, um durch das Gesetz Gottes den Weg zu ebnen für die Erlösung der ganzen Menschheit.

Ich hatte bereits früher darauf hingewiesen, dass es wohl nichts Jüdisches mehr gibt, wo nicht das Antisysten, auch mit Trickbetrug, etwas dagegengesetzt hätte. Das „Wunder“, das man dem Gott Israels mit einer „Heiratspraxis“ unterstellt, ist das nicht auch nur ein Trick-Anti-Wunder, um das Wunder von Israels Entstehung zu entstellen und zu untergraben?

Wer ist nun der Messias, auf den Israel so glücklich wartet? Messias heißt deutsch der Gesalbte, also nicht der Erlöser. Der Erlöser würde hebräisch Goel heißen. Auf jeden Fall kann es nur ein Mensch sein der, wie auch Jizchak, Vater und Mutter hat.

Der König David war das leuchtende Beispiel des „Gesalbten Gottes“ für die Weltgeschichte, der Mann, durch den der Heilige, Gelobt sei Er, regiert. David war König und Prophet zugleich, der treue Knecht Gottes. Er hatte sicher sein ideales Vorbild in Mosche Rabenu (Moses, unserem Lehrer). David hat der Ewige das Ewige Reich verheißen. Warum? Er baute nur auf das Ewige Gesetz des Gottes Israels, um keineswegs Israel „vom Gesetz zu erlösen“! Der Messias Israels wird ein Nachkomme Davids sein, ein Mensch (2. Moses 20,3).

Er wird alle Menschen zur wahrhaftigen Erkenntnis des Gottes Israels bringen, des Schöpfers von Himmel und Erde und des Erlösers der Welt, zum reinen Gottesbewusstsein!


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2 Kommentare to “NOACH – Des Juden Katechismus und das vierte Wanderfest Teil 3”

  1. […] In der Schöpfungsgeschichte der Bibel, die entgegen aller christlichen Lügen und zigtausend dafür im Namen der Kirche begangener Morde übrigens ausschließlich vom 1. Moses bis 2. Chroniken geht, sind mit „alle“ = alle Menschen der Welt gemeint. In unserer heutigen Parascha (Tora-Wochenlesung) begegnen wir erstmals einem „unserer Väter“, aus dem zwölf monotheistische Stämme von Israeliten und zwölf monotheistische Stämme von Ismaeliten „ausgingen“. Doch leider ging jeder „für sich“, allein! Einen Gott mit drei Erzvätern machte das Judentum zahlenmäßig zur geringsten Religion der Welt bis heute. Doch mit dem einzigen prophetischen Auftrag gegenüber allen Völkern für immer und ewig. Denn Gott sagt (5.Mo7) „ihr sollt ihre Altäre niederreißen und ihre Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherim umhauen und ihre Götterbilder [wie Jesu Kreuz] mit Feuer verbrennen. Denn du bist dem Ewigen, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der Ewige, dein Gott, erwählt, dass du Ihm zum Volk Seines Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der Ewige sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern -, sondern wegen der Liebe des Ewigen zu euch, und weil Er den Eid hielt, den Er euren Vätern geschworen, hat der Ewige euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.“ Die „errettende Herausführung“ im ersten der Zehn Gebote (sozusagen Gottes Wahr-Zeichen) taucht weder im Katechismus der römisch-katholischen Kirche Roms noch im Katechismus von Prof. Dr. Martin Luthers auf – vgl. Jehonatan Kiebitz: Des Juden Katechismus 3. […]