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Schabbat EKEW – Lohn Gottes für Juden und Israel

5. Mose 7,12 – 11,25 || Jesaja 49,14 – 51,3
Kommentar von Eric Martienssen

Einer der aufmerksamen nichtjüdischen Leser unserer Website teilte uns mit, dass er eine Vision vom Ewigen, gesegnet sei Er, bekommen habe, er sei ein Jude, und wollte nun zum Judentum konvertieren. Zunächst gab ich ihm den Giur betreffenden Artikel unseres unermüdlichen GSI-Autors und Freundes Israel Yaoz (klick → Gerim, bewusst zum Judentum Übergetretene!) zu lesen, verbunden mit dem Hinweis, dass dies jedoch ein völlig neues Leben bedeutete; er würde womöglich alle Freunde aus seinem alten Leben verlieren.

Auch wenn man nicht an Visionen oder Prophetien glaubt, hat der Eine Gott der Einzig gültigen Bibel (= 1. Buch Moses bis 2. Chroniken) eine enorme Attraktivität, alleine schon durch eine klare Ordnung und Weisung im Leben bis zum Ende und ewig darüber hinaus, wenn man z.B. das letzte Wort der Bibel betrachtet (2. Chroniken 36,23): „Alle Königtümer der Erde hat mir Er gegeben, der Gott der Himmel, und Er ist es, der mir zuordnete, Ihm ein Haus in Jerusalem, in Jehuda zu bauen. Wer unter euch von Seinem Volk ist: Er, Sein Gott, ist bei ihm, der ziehe hinauf!“ (Alijah)
Oben genannter Leser hatte das alles jedoch etwas beiseite gelassen und sich mit einer Frage direkt dem Wesentlichen zugewandt, wörtlich: „Was können Sie mir denn über das Kalenderproblem sagen? Denn der Gregorianische Kalender von heute ist doch eindeutig nicht der Kalender, den der Ewige angeordnet hat?“

    Vgl. dazu aktuelle Artikel von Jehonatan Kiebitz (Herausgeber: Hawdala-Kalender)

  • Schaltjahr für den Islam? In diesem Jahr war der 1. Aw, Rosch Chodesch Aw, der Neumondtag des fünften Monats in Israel, gleichzeitig der 1. Schawwal, der erste Tag des zehnten Monats im Islamischen Kalender … In diesem Jahr konnte man im Ramadan keine Nachrichtensendung sehen, bei der nicht die politischen Ereignisse, besonders der Gaza-Krieg, mit den religiösen Ereignissen des Islam verknüpft gemeldet wurden. Komischer Weise wurde dabei an hinkenden Vergleichen nicht gespart, um die Bedeutung des Islamischen Festes zu charakterisieren, z. B. „wie Weihnachten oder Ostern“. Das macht sichtbar, wie da grundverschiedene Welten sich neben- bzw. durcheinander bewegen… Artikel lesen >
  • Wie viele Heilige Abende hat ein Jahr? …Das Ganze läuft gesteuert vom Machtinteresse religiöser Institutionen als der vierten Seite ab und wird damit begründet, dass ein Mann, der den Namen Johannes der I. angenommen hatte, vor seit heute 1488 Jahren das Geburtsjahr des Juden Jeschu, der im Latein Roms Jesus heißt, festgelegt hat als das Jahr 0… Artikel lesen >

Und diese Frage möchte ich nun all unseren Lesern beantworten, und zwar so, wie das Judentum tagtäglich (er)lebbar und Gott in den jeweiligen Wochenabschnitten vielleicht bald auch Ihren Lebensabschnitten spürbar wird, wie diesem mit dem Namen EKEW (Lohn). Wir wollen den Wochenabschnitt in unserer Betrachtung diesmal ganz vorne, mit der so genannten „leichten Mizwa“ (dem eigentlich für jedermann im Judentum haltbaren „Gebot“), beginnen:

    Dafür (ekew), dass ihr diese Vorschriften hört und sie mit Sorgfalt übt, wird der Ewige, dein Gott, dir den Bund und die Huld bewahren, die Er deinen Vätern zugeschworen hat. (7,12)

Da der Ger jedoch keine jüdischen Väter hat, denen Gott dies zuschwor, bekommt er/sie beim Übertritt einen neuen Vater/Mutter zugeordnet, dessen Namen, je nachdem ob männlicher oder weiblicher Konvertit, er/sie auch als Zusatz zu seinem neuen, hebräischen Vornamen trägt (Abraham Avinu/Sarah Imenu). Doch um einen Anteil an der Ewigkeit (Verheißung) zu erlangen, benötigt es keines Übertrittes. Denn dafür reicht es – schließlich ist das Judentum keine Missionsreligion, die wie andere darauf aus ist, Mitglieder für sich und ihre selbstgemachten Verordnungen (Neues Testament/Koran) zu vereinnahmen – wenn man nur wenigstens die →Noachidischen Gebote achtet. Es sind nur sieben. Unter ihnen aber „natürlich“ (denn sie werden vielerorts als Naturgesetze verstanden) auch das Götzenanbetungsverbot (wie Gottessöhne, Heilige Geister und Kirchenväter), Unzuchtsverbot sowie das Verbot anderer Antisystemen gegen Gott (Jehonatan Kiebitz → Gottes System oder Antisystem?). Es gibt also tausende von Gründen sich sorgfältig zu überlegen, ob der Übertritt zum Judentum unbedingt sein muss, kann man doch auch ohnedies den Schabbat-Gottesdienst oder die Jüdischen Feste – ekew, wenn man den Christengötzen abgeschworen hat – gemeinsam mit seinen jüdischen Freunden in der orthodoxen Synagoge verbringen, wo man dann „natürlich“ recht bald auch eingeladen wird, vielleicht sogar am Kiddusch („Heiligung“ des gemeinsam eingenommenden Essens) teilzunehmen.

Denn „Liebe geht durch den Magen“, sagt der Volksmund. Und wenn wir uns auf das viele, in Anbetracht der wundersamen Rundumversorgung Gottes stets unverschämte Murren der Juden in der Wüste (bamidbar) besinnen, dann trifft diese Volksmundweise wohl auch auf das Volk Gttes zu. Doch im Unterschied zu den Religionen unserer Nachbarn danken wir dem Ewigen cleverer Weise nach dem Essen, wenn wir definitiv wissen, dass wir tatsächlich satt geworden sind. Aber Scherz beiseite, der wirkliche Grund liegt natürlich darin, dass wir uns in Unterscheidung (hawdala) zu allen heidnischen Religionen an Gottes Wort, die Tora, Seine persönlichen Versprechen uns gegenüber halten, wo es in unserem Abschnitt heißt (8,10): „Und du sollst essen und du sollst dich sättigen und Du sollst den Ewigen, deinen Gott preisen…“

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

So steht dieses Tischgebet, →Birkat Hamason, auch am Ende eines jeden Kiddush, das im Anschluss an den Schabbes- oder Festtagsgottesdienst in der Synagoge gehalten wird:

Stichpunkte der Parascha Ekew
nach dem jüdischen
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< Der Ewige will dein Herz erkennen – 40 Jahre Wüste. Du sollst erkennen, wovon der Mensch lebt: Nicht von Brot allein – von allem, was Gottes Mund ausspricht – Manna. Segen + Früchte des Landes – beim Essen den Ewigen nicht vergessen, sonst hochmütig und vernichtet wie Völker zuvor. || Gottes Werk: Erlösung Israels und vieler Kinder der Nationen, die den Ewigen suchen. Der Ewige tröstet Zion – gleich Eden seine Wüste > Psalm 75

Lebst Du nach Seinen Gesetzen und Seinem Kalender in Seinem Volk, wird Dir Seine Prophetie/Verheißung in unserem Wochenabschnitt „ganz nahe sein, in deinem Herzen und auf deinen Lippen, dass du sie tust“ (8,7-9):

    Denn der Ewige, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, in ein Land mit Wasserbächen, mit Quellen und Fluten, die im Tal und im Gebirge hervorbrechen. In ein Land mit Weizen, Gerste, Trauben (Kiddusch-Wein für die Heiligung Gottes Schabbats), Feigen und Granatäpfeln, in ein Land mit Oliven und Honig (=Datteln). In ein Land, in welchem du nicht in Armut Brot essen wirst, in welchem Dir nichts fehlen wird, in ein Land, dessen Gestein Eisen ist, und aus dessen Bergen du Kupfer hauen wirst.

Das Herz blüht auf, oder?
Schabbat Schalom


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