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Schaltjahr für den Islam

Jehonatan Kiebitz? – 4. Aw 5774
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Schalom, lieber Herr Martienssen!

In diesem Jahr war der 1. Aw, Rosch Chodesch Aw, der Neumondtag des fünften Monats in Israel, gleichzeitig der 1. Schawwal, der erste Tag des zehnten Monats im Islamischen Kalender. Im gregorianischen Kalender, der aus dem Kalender Roms, dem Julianischen Kalender, hervorgegangen ist, beginnt erst morgen ein neuer Monat mit dem 1. August, wobei der Islamische und der Jüdische Kalender beide morgen den fünften Tag des neuen Monats ausweisen.

Im → Hawdala-Kalender, der alle drei Systeme in eine Übersicht bringt, ist ersichtlich, dass jeder Neumond-Tag, das Sichtbarwerden des Molad, in Israel ein Halbfeiertag ist. Im Islam ist in diesem Fall der 1. Tag des zehnten Monats der zweithöchste Feiertag des Islamischen Jahres und heißt Id Al – Fitr, das Ramadan-Fest, das Ende der Fastenzeit während des ganzen neunten Islamischen Monats Ramadan. In der christlichen Welt ist morgen ein Zahltag nach dem Motto: “ Des Monats Tage Schwersten sind die letzten drei vor dem Ersten“.

In diesem Jahr konnte man im Ramadan keine Nachrichtensendung sehen, bei der nicht die politischen Ereignisse, besonders der Gaza-Krieg, mit den religiösen Ereignissen des Islam verknüpft gemeldet wurden. Komischer Weise wurde dabei an hinkenden Vergleichen nicht gespart, um die Bedeutung des Islamischen Festes zu charakterisieren, z. B. „wie → Weihnachten oder → Ostern“. Das macht sichtbar, wie da grundverschiedene Welten sich neben- bzw. durcheinander bewegen, ohne dass auch nur der Eine eine Ahnung davon hätte, was beim Anderen vor sich geht.

Das habe ich kurz vor meiner Alijah, meiner Einwanderung in Israel, sehr hautnah in Waldshut am Hochrhein erlebt, wo ich nach 18 Jahren als Bürger dieser Stadt bereits meinen Schiffscontainer nach Israel auf hoher See wusste. In dem Schulzentrum, in dem alle meine Kinder eine Schulzeit erlebt hatten, aber nun schon längst in Israel lebten, fand ein besonderer Tag statt. Es waren keine Lehrer da, sie waren zu einer Tagung in Stuttgart, aber die Schüler hatten Schulpflicht.

Der Ablauf war so geregelt, dass sich alle Schüler in verschiedenen Listen für drei Termine an diesem Vormittag eintragen konnten zu verschiedenartigsten Themen nach freier Wahl, sofern die Zahl der Teilnehmer für die betreffende Stunde noch nicht überschritten war. Zu jedem Themenkreis war ein Vertreter des Staates, einer Behörde, eines Berufsverbandes, einer Kirche bzw. religiösen Einrichtung eines Sportverbandes etc. engagiert worden. Für diese Vertreter war anschließend eine vierte Stunde anberaumt, wo sie unter sich über ihre gerade gemachten Erfahrungen sprechen konnten. Da befand ich mich auch in der Gesellschaft eines Repräsentanten des Islam und eines katholischen Pfarrers.

In meinem Fall, wo ich für Fragen an die Jüdische Gemeinde zuständig war, habe ich jeweils zuerst getestet, welche Fragen der Grund für die Teilnahme waren. Es war allgemein der Wunsch, etwas zu lernen, was die Unterscheidung der drei „monotheistischen Systeme“ möglich machte. Was war da besser geeignet, als ein Jahr dieser drei „Religionen“ aufzuzeigen. Erstaunt war ich bald, als ich merkte, dass etliche Kinder des türkischen Islam teilnahmen außer den traditionell katholischen Kindern dieser Stadt. Dann wurde es für mich auffällig, dass die Kinder untereinander über Dinge zu staunen hatten, wo sie sich die Reaktionen von Seiten der anderen Religion nicht erklären konnten.

Es war auch gerade August, nach dem jüdischen Jahr auch der Monat Aw, so wie heute, und nach dem Islam der Monat Receb, der siebente islamische Monat. Als ich erklärte, dass Mohammed drei Monate vor seinem Tode die Abhängigkeit aller Monate und damit aller Feiertage von der Jahreszeit für den Islam abgeschafft hatte als „Ausgeburt des Unglaubens“, um damit seine Rivalen in Mekka zu treffen, vor denen er Jahre zuvor nach Medina fliehen musste, war der Begriff des Schaltjahres zur Hauptsache geworden. Manchmal gehe ich dem Gedanken nach, wie weit Luther in seiner Glaubenspraxis mit Mohammed verwandt war.

Im Sonnenjahr ist ein Schaltjahr ein zusätzlicher Tag im Februar alle vier Jahre, und daher fast bedeutungslos, dafür hat aber auch der Monat mit dem Mond nichts zu tun. Im jüdischen Jahr, wie auch sonst im Orient, sorgt ein 13. Monat im Schaltjahr dafür, dass alle Monate in ihrer Jahreszeit bleiben. Insofern hat Mohammed die Zählung der Monate von 1 bis 12 beibehalten, aber den 13. Monat ganz abgeschafft. Durch die Differenz von 11 Tagen, die dem Mondjahr am Sonnenjahr fehlen, läuft im islamischen Jahr seitdem alles in der Jahreszeit rückwärts, und an seinem 34. Geburtstag ist der Mohammedaner entsprechend dem Sonnenjahr erst 33 Jahre alt.

Die Zählung der Monate begann immer mit dem 1 Monat, Nissan, der in Israel auch Frühlingsmonat heißt, also zur Zeit der Tag- und Nacht- Gleiche im Frühling ist. So muss auch ursprünglich der Muharem, der 1. islamische Monat, immer im Frühling gewesen sein. Der 9. Monat in Israel ist der Kislev und fällt immer in den Winter. Der 9. islamische Monat, der Ramadan, muss also ursprünglich auch immer in den Winter gefallen sein. Als ich das den Kindern sichtbar gemacht hatte, kamen die christlichen Kinder nicht mehr mit, warum alle islamischen Kinder ganz außer sich gerieten. Da ist ja Israel viel besser dran als die islamische Welt.
Eine Frage habe ich dabei streng vermieden anzurühren: „Ist sich Mohammed nicht bewusst gewesen, was er seinen Anhängern damit angetan hat?“

Wäre der Ramadan im Winter geblieben, hätte es vielleicht auch nicht zu diesem Gaza-Krieg zu kommen brauchen. Im Winter, wenn die Tage kurz und die Nächte lang sind, einen Monat lang in den Stunden, in denen die Sonne zu sehen ist, weder zu essen, noch zu trinken, erscheint schon viel verlangt. Wenn das in den Sommer gerät, könnte man es sogar als Grund ansehen, die Juden darum zu beneiden, dass sie nur einzelne Fastentage kennen und gar keinen Fastenmonat. Jetzt ist gerade ein Ramadan im Hochsommer zu Ende gegangen. …

Hier in Israel habe ich auch einen Akademiker kennengelernt, der ein arabischer Israeli ist. Ihm habe ich einmal meinen Kalender gegeben. Als er ihn im Folgejahr wieder haben wollte, habe ich ihn mit einer speziell für ihn angefertigten Darstellung überrascht, die er verstanden hat. Seitdem wartet er schon jedes Jahr auf den neuen Kalender. Dazu anschließend mehr.

Heute leben wir im Jahr 5774 bezogen auf die Erschaffung der Welt und damit des ersten Menschen, Adam. Die christliche Jahreszahl, vom Papst Johannes I. mit ihrer festgelegten Jahreszahl 526 eingeführt, bezieht sich auf die eine Person, in der sich das Christentum als ihren Gott begründet, das römische System, einen Menschen zu Gott zu machen, bis dahin den → Pontifex Maximus! Das ist nach der Zählung des Sonnenjahres heute 1488 Jahre her, seitdem gibt es also erst die christliche Zeitrechnung.

Die Islamische Jahreszahl ist gerade 1435 Mondjahre her, was umgerechnet 1393 Sonnenjahren entspricht, und bezieht sich auf das Jahr, in dem Mohammed vor seinen Rivalen von Mekka nach Medina geflohen ist, also wiederum auf nur eine Person. Das war also 95 Sonnenjahre nach der Einführung der christlichen Zeitrechnung. Wurde der Islam angesichts der Hegemonie-Bestrebungen des Papsttums eine arabische Abwehr gegen das Christentum? In der Zeit der Nazis hat sich jedenfalls der Islam mit den Lutheranern, die ja meist die Nazis waren, gegen die Juden verbrüdert, und nachdem die Nazis out sind, werden deren Hetzschriften gegen die Juden heute in der islamischen Welt als Bestseller gehandelt. Insofern lebt der Nationalsozialismus im Islam weiter. Was unterscheidet denn ihre Praxis heute von dem Wahn der „Endlösung“ der lutherischen Judenfrage? → Kristallnacht: Man feierte in Luthers Geburtstag

Hier also meine Empfehlung für einen islamischen Israeli: Im islamischen Jahr 1452 fällt der 9. Islamische Monat, der Ramadan, zusammen mit dem 9. Jüdischen Monat, Kislev, im Jahre 5795, ein Schaltjahr mit Adar I als 12. Monat und Adar II als Schaltmonat. Bis dahin müssen noch 20 Jahre vergehen. Dann geht die Sehnsucht aller Muslime in Erfüllung, dass der Fastenmonat wieder einmal im Winter ist.

Wenn dann die Abschaffung des Schaltjahres im Islam rückgängig gemacht wird, ist es ein gleitender Übergang, und der Ramadan bleibt einfach im Winter. Ich habe empfohlen, dann dem 11. Islamischen Monat, Z. Kaide I, als 12. Monat den Z.Kaide II folgen zu lassen, was in so einem Jahr den Zilhicce zum 13. Monat macht. Könnte das dem ganzen Islam in der Welt zur Rettung werden? Wäre es auch ein Schritt zum Frieden für Israel mit seinen Nachbarn?

Schalom auch allen Lesern der GSI-Webseite und deren Begründer Eric Martienssen!

Ihr Jehonatan Kiebitz,
zur Zeit mit Gewohnheiten im Bunker.

Zitat aus einer Jüdischen Zeitung:
Israel benutzt Waffen, um seine Bevölkerung zu schützen.
Die Hamas benutzt die Zivil-Bevölkerung (Frauen und Kinder), um ihre Waffen zu schützen.
Die Hamas setzt die palästinensische Bevölkerung in die Schusslinie des Feuers!



2 Kommentare to “Schaltjahr für den Islam”

  1. […] Bitte beachten Sie auch den originellen Beitrag des Herausgebers des Haedala-Kalenders, Jehonatan Kiebitz, in der Rubrik “Aktuelles” von Gods-Sabbath.de: → Schaltjahr für den Islam? […]

  2. […] und muslimische-Koran-Festtagskalender s. Jehonatan Kiebitz in seinem aktuellen GSI-Artikel: Schaltjahr für den Islam) andere Götter bezeugen und beschwören und mit solcherlei Gräuel den Bund des Ewigen […]