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Massej – Neue Züge kirchlich-palästinensischen Judenhasses

4. Mose 33,1 bis 36,13 || Jeremia 2,4-28; 3,4
von Eric Martienssen

In der Psychologie kennen wir den Begriff „Archetypus“ für im Hinterkopf gebliebene Bilder, die – obwohl teils solange her wie die Arche – unser heutiges Handeln beeinflussen, beispielsweise: Luther gut ↔ Juden schlecht. Die moderne politische Demoskopie nennt dieses Phänomen „längerfristige Wählerbindungen“, entsprechend derer wir manchmal völlig irrational, wenn tatsächlich in unserer Diaspora-Heimat Wahlsonntag ist, dort unser Kreuz machen, wo unsere verborgendsten Sehnsüchte in Erfüllung gehen könnten, obwohl die damit gewählten Kandidaten aktuell vielleicht exakt das Gegenteil von unserer Vorstellungswelt tun. Aufgrund dieser Phänomena erklären sich die christlich-religiös unterfütterten Judenhass-Demonstrationen sogar vermeintlicher Bildungseliten auf Deutschlands Straßen mit „Judensau“-Palästinenserparolen fast von selbst. Es benötigte lediglich wie dazumal eines kleinen intellektuell nachvollziehbaren Anstoßes und das Volk der Dichter und Denker erliegt seinen längerfristigen Wunschvorstellungen. Doch die kommen nicht aus dem fernen Palästina! Alleine den Kölner Dom schmücken heute noch zwei eingebaute riesige Judensau-Skulpturen, plus eine seit zwanzig Jahren täglich aktualisierte und gerichtlich genehmigte ständige Judensau-Ausstellung zur „politischen Bildung“ über die jetzigen „Verbrechen Israels“ direkt vor dem Dom-Haupteingang. Warum verbieten Gerichte dies der Katholischen Kirche nicht? Warum laden Lutherpfarrerstochter Merkel und Lutherpfarrer Gauck die ganze Welt zur Lutherdekade 2017 nach Deutschland ein, zu einem Hochfest für den doch wohl mit Abstand abscheulichsten Antisemiten der Weltgeschichte, wo doch schon die christliche Feier in seinen Geburtstag 1938 als Reichskristallnacht die Ausgeburt lutherisch-braunster Feierlaune offenbarte? Finanziert und publiziert – heute, 2008 bis 2017 – von Merkel-Freundin Friede Springer persönlich sowie ihren Zeitungen „Die Welt“ und „BILD“ verlegerisch. Warum die Lutherdekade nicht verbieten, und warum nur wurde sie 2008 überhaupt eingesetzt, wenn nicht zur latenten, subkutanen Volksverhetzung?

Man erkennt das Grauen, denn jetzt bereits spielt es „ur“ plötzlich keine Rolle mehr, dass ein gebildeter Deutscher natürlich weiß, dass die ihre eigenen Kinder zum Schutzschild für ihre Israelvernichtungsraketen nehmenden Palästinenser aus Hamas, Moslembrüderschaft oder Fatah Terroristen sind, die jedem Juden und dem Staat Israel prinzipiell das Existenzrecht absprechen. Ebenso wenig wie den Bildungsdeutschen die einstig nur „im Kopf“ erlernte Einsicht nicht vor eigenem, erneuten braunen Antisemitismus zurückhält, obwohl die Publikationen des „im Herzen“ größten Deutschen aller Zeiten, Martin Luther, heute „vermutlich den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllen“ → vgl. TAGESSPIEGEL: Von Luther zu Zündel – Das Handbuch des Antisemitismus! Da souffliert des Deutschen Seele automatisch, die Juden sind doch Schuld. Und alles ist aus! Assistiert allerdings – zugegeben – vom heutigen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vizepräsidenten des World Jewish Congress Dieter Graumann, der – wie deutsche evangelische Christen so tuend, als wüsste er von nichts – dem Ratspräsidenten der von evangelischen Christen der ganzen Welt feurig entgegen gefieberten antisemitischen Lutherdekade 2017 den „Koscher“ Stempel aufdrückt, indem er jüngst dem Nikolaus Schneider den Baeck-Preis für sein pro-palästinensisches Treiben und Finanzieren verlieh (Fakten s. Artikel: Graumann, Schneider, Baeck → Erst muss Lutherdekade weg)! Der Fairness halber muss man Graumann also zumindest eine Mitschuld am heutigen Bildungsmop auf deutschen Straßen zubilligen, wie auch Avi Primor, dem einstigen israelischen Botschafter in Deutschland, der seinem subtil polemisierenden Antisemitismus schon fast einen merkelinisch gauckelnde Güte verleiht, eben primorisch. Ein eigener aber kein artiger Zug. Völlig entgegen seiner von Gott gedachten und beauftragten Art, geradezu diese vernichtend.

Und schon sind wir wieder mitten in der Tora-Wochenlesung, der Parascha „Massej“ – Züge…
Aus 33 Vers 1: „Dies sind die Züge der Söhne Israels, auf denen sie aus dem Land Ägypten fuhren“ – jedem Juden steht es frei, sich die Wege, Stationen und Wunder Gottes in seinem persönlichen Leben aufzuschreiben, zu gedenken des Weges aus seinem persönlichen Ägypten / Sklavenhaus. Das hilft gegen Assimilation und Götzenverehrung in der Diaspora. Schon vergessen? Charlotte Knoblochs an Deutschland nach dem Beginn des heute – welch Überraschung? – lichterloh brennenden Antisemitismus gerichtete Frage in der Süddeutschen Zeitung 2012 → Wollt ihr uns Juden noch? Die Antwort auf die Frage ist jedoch wahrscheinlich, dass zu keinem Zeitpunkt der letzten Jahrhunderte ein Deutscher irgendeinen Juden von Herzen oder Seele gewollt hat, nur vom Kopf her, der archetypisch jedoch nicht die geringste Rolle spielt.

Aus 33 Verse 50-56: „Und der Ewige redete mit Moses im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho und sprach: Wenn ihr über den Jordan gegangen seid in das Land Kanaan, so sollt ihr alle Bewohner vertreiben vor euch her und alle ihre Götzenbilder und alle ihre gegossenen Bilder zerstören und alle ihre Opferhöhen vertilgen… [Tut ihr es nicht] … So wird’s dann geschehen, dass ICH euch tun werde, wie ICH gedachte, ihnen zu tun.“ – Das merkelinisch-lutherische Christentum muss ein vitales Interesse an der Aufrechterhaltung islamistisch-palästinensicher Götzendienste gerade jetzt im Gazastreifen haben, damit der Gott Israels die Juden doch aufgrund ihres Liberalismus bestraft.

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

Stichpunkte der Parascha Massej
nach dem jüdischen
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< Gebot für Landnahme: Götzendienste der Völker vernichten – wenn nicht, von Bewohnern und von Gott bedrängt. Grenzen Israels. Levitenstädte | | Strafe für Ungehorsam und Götzendienst. Aufruf zur Umkehr und Beseitigung von Israels Götzen, dann Segen und Ruhm aller Völker > Psalm 49

Bitte beachten Sie auch folgenden Artikel der GSI-Redaktion:
Der Weltkirchenrat (vs. Israel), Amman, Jordanien, im Licht dieser Sabbat-Lesung

Soviel zum Thema Götzendienste der Völker eindämmen – solange Menschen an deren Regierungen sitzen, die wie Merkel und ihre EU in der Ukraine einen ganzen Krieg zur Explosion bringen…

    (dessen Lunte sie durch verlogene wortbrüchige NATO-Osterweiterung selbst gelegt haben → DER SPIEGEL: Absurde Vorstellung! „Der Ukraine-Krieg, liebe FAZ, basiert auf dem deutsch-amerikanischen Wortbruch des 1990 Michail Gorbatschow gegebenen Versprechens, nach der Wiedervereinigung Deutschlands keine NATO-Osterweiterung zu betreiben!“ …kompletter Kommentar»)

…ist eine Erkenntnis über den Gott Israels ihrer eigenen Bibel nicht zu erwarten, geschweige denn eine Bekehrung. Bleibt die ebenfalls in unserer Parascha vom Ewigen, gelobt sei Er, thematisierte Landnahme. Die Besiedlung und ”das Wohnen im Lande Israel wiegt gegen alle anderen Gebote der Tora auf” (vgl. Israel Yaoz in unserer Rubrik „Christlich Jüdische Annäherungen“ → Verheißungen im Judentum STAAT ISRAEL 4). Denn für den Ramban beinhaltet „ICH habe EUCH das Land gegeben, es zu besitzen (2. Moses 3,8) das positive Gebot, „wir dürfen das Land nicht der Hand anderer Völker oder der Verwüstung überlassen“! Und nach Maimonides (Rambam in Hilchot Melachim 5,12) wird „jedem, der Erez Israel verlässt das so angerechnet, als huldigte er einem Götzenkult“. Diesen wieder ins Positive zu wenden, sollte wenigsten unser innerstes Bedürfnis in Form von Kritik am Götzenkult der Völker in der Diaspora sein, oder? Denn der israelisch-palästinensiche Konflikt ist ein von den christlichen Kirchen der Diaspora gegen den Gott Israels installiertes Antisystem.

Schabbat Schalom !


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6 Kommentare to “Massej – Neue Züge kirchlich-palästinensischen Judenhasses”

  1. Marion Parsch sagt:

    Lieber Herr Martienssen,
    Ich verwehre mich gegen Ihre Anschuldigung, dass kein Deutscher im Herzen für die Juden ist. Seit genau einer Woche beten viele „Deutsche“ und Israeli gemeinsam zweimal am Tag zur gleichen Uhrzeit (9 und 21 Uhr) für Israel. Eine Gebetsbrücke für drei Wochen, wenn nicht sogar länger. Gerne lade auch ich Sie dazu ein.
    Adonai ist der Gott Israels, ja!
    Und genau den rufen wir und keinen anderen, weil ER nur der EINE ist. Mir und auch den anderen Deutschen liegt viel daran, dass Israel endlich sein Recht zugesprochen bekommt.
    Wenn die deutsche Regierung, die sowie keine mehr ist, seit 1990, Waffengeschäfte mit Katar etc. macht und sich Israelfreundlich nennt, muss ich Ihnen zustimmen, dann ist das blanker Hohn und Volksverdummung. Dieselbe gibt dem Feind Waffen auch gegen das eigene Volk. Merken Sie was? Wir werden verkauft und zwar alle.
    Beten Sie mit, der Herr wird unsere Gebete nicht unerhört lassen
    Ein herzliches Schalom
    Marion Parsch

  2. Gods Sabbath sagt:

    Solange Sie in Ihrer Gebetsbrücke niemanden beheimaten, der einen Götzen anbetet, im schlimmsten Fall gar den vor knapp 2000 Jahren vom Pontifex Roms gekreuzigten Rabbiner von Nazareth, kann man Ihnen nur tiefsten Respekt zollen.

  3. Die Verachtung von Jesus Christus wird Ihnen noch vergehen, wenn sich Sacharia 12,10 erfüllt und der Geist Gottes über SEIN Volk Israel ausgegossen wird: „Sie werden mich (Jesus Christus) ansehen, welchen sie zerstochen haben….“

  4. Hildegard Hans sagt:

    Jahwe Adonai hat mir eine tiefe Liebe für die Juden und das israelische Volk ins Herz gegeben, so daß ich nur noch für dies Volk beten und bitten kann, „Maranatha“, damit sich Gottes Verheißung für sein Volk bald erfüllt.
    JAHWE Shalom
    Hildegard

  5. Gods Sabbath sagt:

    Dass Sie mit Zitat des vermeintlich frommen Abschlusswunsches „Maranatha“ Ihrer ebenso vermeintlich heiligen Bibel einen christlichen Fluch nach Gog Magog Manier über Israel und den Ewigen, gelobt sei Er, ausbringen, können Sie nicht wissen. Denn Gott, dessen Namen Sie unwissentlich missbrauchen, hatte jedem Menschen im 5.Mo.4 verboten, „Seinen Worten etwas hinzuzufügen“. Insofern ist Ihr frommer Wunsch im Abschluss eines Buches, welches Gott verboten hat, selbstredend der gröbste nur vorstellbare Spott gegen Gott. Dieser Gott Israels lässt Seine Bibel als Verheißung an all die Seinen (Sein Volk Israel zu dem jeder Mensch konvertieren kann) wie folgt enden (2. Chronik 36,23): Gott des Himmels, gegeben, „Er ist’s, der mir zuordnete, Ihm ein Haus in Jerusalem, in Jehuda zu bauen. – wer unter euch von all Seinem Volk ist: ER, sein Gott, ist bei ihm, er ziehe hinauf!“ Das wünsche ich Ihnen von Herzen, dass Sie gerettet werden, alsbald Sie das Erste Gebot von der gemeinten Errettung verstehen, denn die Juden haben es verstanden.

  6. […] morgen die ganze Welt? Und wieder sind nur Juden um Charlotte Knobloch (wir berichteten im Kommentar letzter Woche “Wollt ihr uns Juden noch”) mit wenigen tausend lernfähigen Deutschen vereint in […]