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Parascha BO – Exodus-Prophetie über islamisches Ägypten und christliches Kircheneuropa

Parascha-Toralesung: 2.Moses 10,1 bis 13,16; Haftara-Prophetenlesung: Jeremia 46,13-26

Kommentar: Würden wir unseren Schabbat-Kommentar von hinten beginnen, am Ende der Lesungstexte aus Jeremia/Jirmejahu Kapitel 46, dann entspräche das vom Propheten dort prophezeite Bild doch wohl eher dem Ägypten heute im Arabischen Frühling → vgl: Ägyptischer Frühlings-Pessach mitten in Deutschlands EKD-Lutherdekade, als dass es als Haftara Parallelstelle zur Parascha BO über den damaligen Auszug Israels dienlich sein könnte, oder? Wort GottesDann wiederum sollten wir uns grundsätzlich vergegenwärtigen, dass die Tora die Gesetze für das Volk Gottes lehrt, welches die Nationen/Völker – Gott derzeit noch nicht verstehen noch (an)erkennen wollend – natürlich nicht folgen können; es ist NOCH nicht an der Zeit. Wenn wir mit dieser Vorbemerkung im Kopf die Prophetenlesung betrachten, dann steht dort klirrend klar, was die Ägypter (Muslime, Palästinenser, Heiden, Christen) erwartet, wenn sie die Lehre des eigens für diesen „einen“ Lehrzweck erwählten Judenvolkes verachten und Gott zum dereinst „rechten Zeitpunkt“ – in der Zukunft – NICHT mit Gehorsam aus der Sklaverei der Moscheen und Kirchen folgen … folglich der Gottes lästernde Geist NICHT aus diesen vermeintlichen Gotteshäusern auszieht (Exodus des Heiligen Geistes). Warum sollte der Ewige, gesegnet sei Er, denn an den Völkern anders handeln als an Israel – ist Israel nicht (wider eigenem Willen übrigens – auch aus Ägypten wollten die Hebräer im Grunde nicht ausziehen, weshalb sie Gott „mit starker Hand“ herausführte) das Demonstrationsvolk Gottes für alle Völker? So betrachtet stehen sich einige der aktuellen Lesungstexte aus Tora und Propheten nur scheinbar reziprok gegenüber. Aber hören wir doch einfach einmal rein in den vermeintlich die Auszugsgeschichte Israels der Tora auf den Kopf stellenden Text der Verheißung (…für alle Völker): „Steige nur nach Gilad, hole Balsam her, Tochter Ägypten, du Jungfrau! vergebens mehrst Heilmittel du, für dich gibt es keine Heilung! Die Weltstämme hören deinen Schimpf, dein Kreischen erfüllt die Völker, ein Held ist über den anderen gestürzt, mitsamt beide gefallen! Die Rede, die der Ewige zu Jeremia dem Künder redete, auf das Kommen Nebukadnezars, Königs von Babel, das Land Ägypten zu schlagen. Verkündigt es in Ägypten und lasst es hören in Migdol und lasst es hören in Memphis und in Tachpanhes! Sagt: Stell dich auf und rüste dich! Denn das Schwert frisst alles rings um dich her. Warum sind deine Starken niedergeworfen? Keiner hielt stand, denn der Ewige hat sie niedergestoßen. Er hat viele stürzen lassen … Man rief dort: Der Pharao, der König von Ägypten, ist ein „Getöse“, das den rechten Zeitpunkt hat vorübergehen lassen! – So wahr ich lebe, ist das Erlauten des Königs, dessen Name ist ER, der Umscharte: ja, wie der Tabor unter den Bergen, wie der Karmel am Meer, wird es kommen. Mach dir das Gepäck zur Wegführung zurecht, du Siedlerin, Tochter Ägyptens! Denn Memphis wird zur Wüste werden und verbrannt, ohne Bewohner. Eine Kuh, schöntuerisch, das ist Ägypten. Eine Bremse kommt von Norden geflogen, sie kommt.“ (Ausz. Jer. 46,11-20)

„Komm“ ist auch die Übersetzung von „bo“, und auch unsere Toralesung beginnt, wenn nicht mit Bremsen, so doch mit Heuschrecken, der achten von den Zehn Plagen über Ägypten. Die Neunte Plage ist Finsternis (2Mo10,21-23): „Der Ewige sprach zu Mosche: Strecke deine Hand über den Himmel, dann wird Finsternis über dem Land Ägypten, man soll Finsternis tasten! Mosche streckte seine Hand über den Himmel, und in allem Land Ägypten wurde eine Finsternis, Düster, drei Tage lang, nicht sah einer den andern, nicht erhob einer sich von seinem Platz drei Tage lang. Aber bei allen Söhnen Israels war Licht in ihren Siedlungen.“

Noch zutreffender auf aktuelles politisches Geschehen hätte der Ewige, geheiligt sei Sein Name, diese Passage (hebr: passuk) wohl eher nicht ausdrücken können, oder? Merke, jetzt befinden wir uns nicht mehr in der Prophetie, sondern in der Wirklichkeit der Tora! Bei allen Söhnen Israels ist Licht in ihren Siedlungen, während das Antisemitisch-Christliche Europa Merkelinisch Gauckelnder Nation, geschlagen von Finsternis, das Nazi-Boykott „Kauft nicht bei Juden“ unter europäischer Flagge wiedereinführt. Jedoch ohne die stümperhaften Fehler Adolf Hitlers – nicht länger soll Judenboykott und Judenauslöschung als Makel sondern künftig als Beispiel Europäischer Einheit „Made in Germany“ genannt werden, wenn man im ach so christlichen Europa die Kennzeichnungspflicht von Siedlungsprodukten, also aus vermeintlich „besetzten Gebieten“ einführt, den Gebieten des israelischen Siedlungsbaus, die in Wirklichkeit aber an vielen Stellen den einzigen Schutz durch Pufferzonen vor dem Israel auslöschenden Überfall durch palästinensische und arabische Terrororganisationen darstellen, während Angela Merkel den Anführer dieser Terroreinheiten, Mahmud Abbas, der auch schon das Massaker von München 1972 verantwortete, ebenso wie ihre evangelische Kirche mit selbst verherrlichender Herzlichkeit als Staatsgast empfängt. Derweil Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vom katholisch-jüdischen US-Außenminister John Kerry am Neujahrsfeste zum Frieden gezwungen wird, Israelmörder frei zu lassen, deren Hasspotential im Gaza, auf dem Golan wie in allen Autonomiegebieten gefeiert empfangen wird. Davor hatte das Christuskindchen Jesus dem Lutherpfarrer Bundespräsident Joachim Gauck noch das Wunder in die Wiege gelegt, wie man Israel mit falschen Lippenbekenntnissen verurteilt und gleichzeitig die Ausmerzung der Juden in Israel betreibt. Und Lutherpfarrerstochter Angela Merkel verpasst dem Sylvester feiernden Deutschland „Gottes Segen“, also den Segen dessen, den niemand, aber auch wirklich niemand, so sehr hasst und abgründig in allem Reden und Tun verspottet wie sie, die Bundeskanzlerin. Gegen soviel Perversion und Zynismus muss sich irakisches Atombomben-Gerassel realistischer Weise als harmlos ausnehmen, ist doch deutsches Know-how in Sachen Endlösung der Judenfrage weltweit einzigartig. Q.e.d. übrigens, denn die deutsche Industrie hat es unter Merkels Licht oktroyierenden Augen nicht nur geschafft, in Umgehung des UN-Boykotts (Iran Embargo) mit die wichtigsten Baugruppen für deren Bombenprogramm nach Persien zu liefern, sondern eben auch, Opinion Leader in Sachen industrialisierter Wahrheit und Reinheit im rußschwarzen christlich-ägyptischen Krieg gegen das Gottes Licht in den Siedlungen Israels zu werden. Merkel führe, wir folgen dir! Aber wohin?

Indem unsere Haftara das Kapitel 46 Jeremias nicht zu Ende bringt sondern bereits mit dem Vers 26 endet, schweigt in unserer Haftara des Propheten Höflichkeit über Gottes Plan gegen die Deutschen, in deren Gebiet Er infolge der Vertreibung Israels durch die alte katholische Kirche nach dem Jahre 70, als diese Christenmacher Gottes Tempel in Jerusalem plündert und zerstörten, mehr Juden vertrieb als irgendwo anders hin in der Welt. Doch im Vers 28 steht das Ergebnis deutscher Berechnungen gegen Gott: „Du, Mein Knecht Jakob, fürchte dich nicht!, spricht der Ewige. Denn ICH bin mit dir. Denn allen Nationen, zu denen ICH dich vertrieben habe, werde ICH ein Ende machen!, aber dir werde ICH nicht ein Ende machen, sondern dich mit Maßen züchtigen und dich keineswegs ungestraft lassen.“

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

Stichpunkte der Parascha Bo
nach dem jüdischen
Hawdala-Kalender

< Plagen: Unterschied Israel und Ägypten. Pessach in Mizrajim und Auszug in Eile - Mazzot, Strafgerichte an Göttern Ägyptens | | Gott vernichtet Völker aber erlöst seinen Knecht Jakob >
Psalm 77

Bitte beachten Sie auch die Artikel „Alle Maßstäbe verloren“ sowie „Glaubens- und Götzenbilder in Israel“von Jehonatan Kiebitz im
Forum zum Hawdala-Kalender 5774, PDF

Es geht im Auszug Israels also um Züchtigung, 40 Jahre „Umerziehung“ in der Wüste, weg von den Götzenbildern Ägyptens, um dem → Einen Gott [echad] heilig zu werden, Volk Gottes zu sein. Das „Sein“ Israels ist mehr als „Haben“ wollen aller Völker zusammen genommen! Und dieser Lernprozess (man kann ebenso wenig durch „Beschluss“ zum Volk Gottes werden, wie man sich durch „Beschluss“ zum Klaviervirtuosen bekehren kann) beginnt jetzt, hier in unserer Parascha, und zwar mit den allerersten Geboten (Mizwot, Sg. Mizwa) der Tora überhaupt (Schmot/2.Moses12,1-2): „Da sprach Gott zu Mosche und zu Ahron im Lande Ägypten: Dieser Monat sei euch der Anfang der Monate; er sei euch der erste unter den Monaten des Jahres.“

Sei Euch! Das heißt, während der zeitliche Ablauf der Naturereignisse von Gott unabänderlich festgelegt war, müssen die Juden erstmals nach der Schöpfungsgeschichte der Welt und des Siebten Tages, des Schabbats für alles Sein, im Angesichte Gottes etwas festlegen, etwas TUN → Tun oder Verstehen, was kommt zuerst? (Werte mit Chabad lernen). So war der Bet Din – der Jüdische Gerichtshof – später also in Jerusalem dazu gesetzlich verpflichtet, den genauen Zeitpunkt des Neumondes, Rosch Chodesch, zu ermitteln. Entsprechend also unsere Zeit zu bestimmen und – nachher als von Gott (und keinen von einem Mörderpack erschaffenen Götzen) befreites Volk – unsere Geschichte zu gestalten. Zu diesem TUN wurden wir erstmals aufgerufen kurz vor dem Auszug aus Ägypten. Während, einschließlich des Sabbats, alles Schöpfungen des Einen Gottes waren, sind die drei Wallfahrtsfeste des Jüdischen Jahres zwar von Gott bestimmt, als mit historischen Ereignissen verbunden jedoch von Seinem Volk zeitlich festgesetzt: Pessach mit dem Auszug aus Ägypten, Schawuot mit der Offenbarung am Sinai (den übrigens die Arabische Halbinsel und mitnichten der heute Sinai genannte Landstrich bildet) und Sukkot erinnert an die vierzigjährige „Erziehungswanderung“ in der Wüste. Man muss und man kann an diesem TUN beim WERDEN, dieses Zusammenwachsens der Schöpfung Gottes mit der menschlichen Selbstbestimmung, alles Positive der Welt erkennen und annehmen.

Ein Prozess, den die Welt, die Nationen, Heiden, Christen und Muslime, die nichtjüdischen Völker also – völlig positiv gesehen – noch vor sich haben, so sich der Einzelne unter ihnen denn selbstbestimmte Freiheit nach Gottes Gesetzen sehnlich erwünscht. Doch auch dieser Prozess der Völker begann – man höre und staune – in unserer Parascha, denn „es wanderte vieles Schwarmgemeng [Mischvolk, also Nichtjuden] mit ihnen hinauf, dazu Schafe und Rinder, eine sehr gewichtige Herde. Sie buken den Teig, den sie aus Ägypten mitführten, zu Fladenkuchen, denn er hatte nicht gesäuert, denn verjagt wurden sie aus Ägypten und durften nicht säumen, und auch Zehrung hatten sie sich nicht zurechtgemacht … Ein und dasselbe Gesetz gelte für den Einheimischen und den Fremdling, der unter euch wohnt. Und alle Israeliten taten, wie der Ewige es Mosche und Ahron geboten hatte.“ (12,38-39+49-50) … und enden, wie dieses Einen Gottes Heilige Schrift endet (letzter Bibelvers 2.Chronik36,23): „denn Er ist es, der mir zuordnete, Ihm ein Haus in Jerusalem, in Jehuda zu bauen. – wer unter euch von all Seinem Volk ist [einschl. → Übergetretener und derer, die nach eigener Entscheidung unter ihnen wohnen]: Er, sein Gott, ist bei ihm, er ziehe hinauf!“

Der Schabbat ist Vorschatten der Ewigkeit / Ewigen Lebens. Schabbat Schalom,
Ihr Eric Martienssen


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1 Kommentar to “Parascha BO – Exodus-Prophetie über islamisches Ägypten und christliches Kircheneuropa”

  1. Carlos Kräutle sagt:

    Die Artikel bei Ihnen sind hochinteressant aber auch sehr schwer verständlich. Sie sollten besser redigiert werden.