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Toldoth – aber ICH liebte Israel und Edom hasste ICH

1. Moses 25,19 – 28,9; Prophetenlesung: 1. Samuel 20,18-42

Frank Rothert Toldot Linsengericht retouchedKommentar: Das Lesen alleine schon der Überschrift nach dem Gedankenstrich – aus Maleachi 1 – bringt jede rote Linsensuppe unsres Gefühlslebens wie auch den uns allen innewohnenden Gerechtigkeitssinns im Nu zum Überkochen. Nehmen wir das fertige Gericht also schleunigst von der heißen Platte! Toldoth heißt übersetzt soviel wie Nachkommen, Generationen oder Geschlechtsregister. Betrachten wir also unseren Tora-Wochenabschnitt (Parascha) ganz sorgfältig und nüchtern wie Beamte auf dem Einwohnermeldeamt. Welchen Einwohnermeldeamtes: von Kanaan! Vatergeschlecht: Abraham (Rufnamen jüdisch: Avraham, Avram, Abi, Ebi; arabisch: Ibrahim). Religionszugehörigkeit: 1. Jude/Israelit überhaupt + 1. Ismaelit ebenfalls (Standesbeamte zu seinem Kollegen: „Wat is dat denn für ne Mischpoche?“) Abraham zeugte Jizchak (Isaak, Isak). Jizchak war vierzig Jahre, als er Rivka (Rebekka), Tochter Betuels des Aramäers aus der Aramäerflur, Schwester Labans des Aramäers, sich zum Weibe nahm. Wohnhaft: → Staat Israel. Nationalität: Israelisch! (Spätestens hier saust zum zweiten Mal der Deckel von der Brühe – diesmal zerfetzt er das Zeltdach; es scheint, als flöge er mit allen Fragen der Menschheits- und Menschheitsauslöschungs-Geschichte befrachtet gen Himmel und berührte dort die Ewigkeit! Doch das Schlimmste kommt ja erst noch!) Isaak flehte zum Ewigen, denn Rebekka war unfruchtbar. Und Er ließ sich beflehen und Rebekka wurde schwanger. Doch, so der Ewige, gelobt sei Er:

    „Zwei Völker sind in deinem Leibe und zwei Nationen trennen sich von deinem Innern aus und die eine Nation wird stärker sein als die andere und die Große (die ältere) wird der Kleinen (der jüngeren) dienen.“ (1.Mo25,23)

Halten wir fest: Zwei Brüder einer Mutter! So verschieden voneinander wie zwei Nationen! Den älteren, den blutrünstigen Jäger Esau (das Judentum steht der Jagd, außer zur Nahrungsbeschaffung, ablehnend gegenüber, doch Esau liebte rot, das Blut), wird man später Edom rufen, nachdem er – weil es ihm nichts wert war – das Erstgeburtsrecht seinem jüngeren Bruder Jakob verkaufte; für einen lächerlichen Teller Linsengericht: „Esau sprach zu Jakob: Lass mich doch schlingen von dem Roten, dem Roten da, denn ich bin ermattet. Darum ruft man ihn mit Namen Edom, Roter.“

Von dem anderen der beiden Brüder, dem jüngeren, Jakob, Gott wird ihm später den Namen Israel (Jisrael) geben, hieß es gestern Abend in der „tagesschau“ der ARD, Das Erste, um 20 Uhr:
„Im Zuge des Nahost Friedensprozesses hat Israel erneut palästinensische Häftlinge frei gelassen. Insgesamt kehrten 26, meist zu lebenslangen Haftstrafen verurteilte Männer zu ihren Familien zurück. Zugleich treibt die israelische Regierung jedoch den Wohnungsbau in Ost- Jerusalem voran – in dem Gebiet, das die Palästinenser als Hauptstadt eines eigenen Staates beanspruchen. Die Häftlinge wurden, dessen ungeachtet, jubelnd zu Hause begrüßt.“ Im Bild: der triumphierend lachende, in Syrien aufgewachsene Edomiter Mahmud Abbas – sein Terroristenspitzname war Abbu Mazen / Gründer der PLO, verantwortlich zeichnend für das Olympiademassaker München 1972 – der triumphierend lacht, schließlich hatte er in Damaskus einst über das christlich-braun-deutsche Thema „Zusammenhänge zwischen Zionismus und Nazismus 1933-45“ promoviert. Dann schwenkt die ARD-Kamera auf Mark Regev, Regierungssprecher Israel: „Es ist sehr enttäuschend, dass die palästinensische Regierung den Terror nicht verurteilt, sondern freigelassene Terroristen sogar feiert.“

Wenn wir heute über Väter und Nachkommenschaften reden, lässt sich trefflich fragen, wie es sein konnte, dass die Tochter eines Lutherpfarrers (O-Ton Luther: „Brennt ihre Synagogen nieder, damit Gott sehe, dass wir Christen sind“) Angela Merkel überhaupt Bundeskanzlerin werden konnte? Liegt es nicht nahe sich zu fragen, dass – schließlich wurde auch Adolf Hitler von den Deutschen demokratisch zum Kanzler gewählt – lutherisches und nazistisches Gedankengut vom deutschen Volk ausdrücklich „erwünscht“ ist. Ist es dann nicht nur natürlich sondern sogar folgerichtig, wenn ausgewiesene terroristische Mörder, Hauptsache sie haben vor, Jakob/Israel auszulöschen, von der Lutherstochter Angela Merkel im Namen des Volkes des Holocausts als Staatsgäste herzlich willkommen geheißen werden? Um wie viel mehr gar vom Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck, gelernter Lutherpfarrer? Es liegt ganz offensichtlich auf der Hand, offen vor den Augen aller Welt, zumindest für Menschen die überhaupt sehen (und nicht mit Nichtwissen weiterhin widerlegen) wollen, dass die Lutherdekade → Graumann, Schneider, Leo Baeck: Erst muss Lutherdekade weg! – die am heutigen Tage, dem Reformationstag, exakt in vier Jahren nach deutsch-lutherischem Volkswillen ihren lodernden Höhepunkt erreichen soll, keinen anderen Zweck hat, als politisch korrekt wie Staatsempfänge für Israeli-Mörder ur-deutsche Wählerklientel bedienen soll. 70 % der Deutschen lehnen die Politik Jakobs zu Siedlungsgebieten und Gazastreifen ab, lehnen auch den Gott Israels ab. Ebenso viele deutsche Bürger, wie Luther für den größten Deutschen halten.

Kein Zufall, sondern politisch korrekter Antisemitismus! Weshalb wir im letztwöchigen Kommentar an das „Feigenblatt christlich-deutscher Nation“ → Israelkongress am Luthergeburtstag / vor 75 Jahren war er die Reichskristallnacht

Köln gedenkt zur Reichspogromnacht - oder doch "Christallnacht"? - gleich vergleichbar Banalem: Der Bildung in seinen Museen (vergessen das Kölner Beschneidungsurteil)

Köln gedenkt zur Reichspogromnacht – oder doch „Christallnacht“? – gleich vergleichbar Banalem: Der Bildung in seinen Museen (vergessen das Kölner Beschneidungsurteil)

auch den klaren Auftrag richteten, wenn er denn tatsächlich pro Israel sei und nicht nur „Feigenblatt“, die lutherische Kanzlerin zurück zu pfeifen, dass diese also künftig keine Israelis ermordenden Terroristen wie Mahmud Abbas empfängt, sondern diese künftig vor geplanten Deutschlandbesuchen fragt: „Erkennen Sie, Ihre Behörden und Ihre Leute das Existenzrecht Israels an“. Wenn Nein, kein Besuch in Deutschland! Außerdem ist die Lutherdekade durch einstimmigen Beschluss der Israelkonferenz zu beenden. Damit die Deutschen mit Günter Schabowski in der Nacht zum Luthergeburtstag / Reichskristallnacht / Mauerfall voller Überzeugung das Ende lutherisch-nationalsozialistischen Gedankengutes feiern können. Wann tritt das Ende in Kraft? „Das tritt nach meiner Kenntnis…ist das sofort, unverzüglich!“

Ein friedliches, judenfreundliches, gottesfürchtiges, deutsches Volk*. Kein Traum!
Schabbat Schalom,
Ihr Eric Martienssen

    *) Im Schacharit leSchabbat singen wir am Schluss in den Synagogen das „Lied zur Ehre Gottes“, Vorbeter/Kantor: „Seine Pracht ruht auf mir und ich bin stolz auf Ihn. Er ist mir nahe, wenn ich Ihn rufe.“ Gemeinde: „Er ist weiß und rot (=gütig und streng), Sein Gewand ist rot, als hätte Er die Kelter getreten, da Er von Edom kam.“ Vorbeter: „Er zeigt dem Bescheidenen den Tefilin-Knoten, so war das Bild vor seinen (Moses) Augen … von Anfang an war Dein Wort Wahrheit; Du rufst von jeher die Generationen. Wende Dich Deinem Volk zu, das Dich sucht.“
    Und hier noch kurz ein bemerkenswerter Beitrag aus dem Gesetz (Torah, Fünf Bücher Moses, 5.Mo23,8): „Verabscheue den Edomiter nicht, denn dein Bruder ist er.“ … im Gegensatz zu einem Christen, mit dem das Judentum in gar keiner Weise verwandt ist (ein solches Verwandtschaftsverhältnis ist eine blanke Erfindung des von Gott und allen guten Geistern verlassenen Neuen Testaments).


1 Kommentar to “Toldoth – aber ICH liebte Israel und Edom hasste ICH”

  1. Birgit Zeller sagt:

    G-tt gab einen Heilsweg und nannte das ’nie und nimmer‘ Religion. Die Religionen sind daher antisemitisch, da sie von Satan dem Feind G-ttes erfunden wurden, um seinen Krieg gegen G-tt und sein Volk zu führen. Dazu hatte er menschliche Schachfiguren, die für Ansehen dabei mitmachten, wie beispielsweise Luther, in Abbas hat er auch so eine Schachfigur, die eben religiös oder politisch extrem sind.