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Schabbat Bamidbar inkl Schawuot Grüße vs Pfingsten

4. Moses 1,1 – 4,20; Hosea 2,1-22

Kommentar von Eric Martienssen:
Kann es einen tieferen Grund dafür geben, warum der Schulchan Aruch „Orach Chajim“ (Weg zum Leben – Bestimmungen über das tägliche häusliche wie synagogale Leben des Juden, 428, 4) vorschreibt, den Wochenabschnitt „Bamidbar“ (In der Wüste) stets vor dem Wochenfest „Shawuoth“ (Wochen) zu lesen? Wenn ja, dann kann dieser u.a. in der simplen Erinnerung an die Wüstenzeit begründet sein. Daran, dass man erst einmal in die Wüste gegangen sein, die Wüste erlebt haben muss, um Gesetze des Lebens schätzen zu können. Im jüdischen Volk, → dem Volk Gottes – war die Welt ohne Tora (Weisung/Gesetz) stets als eine „geistige Wüste“ betrachtet worden . . .

: : : : : : : Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” : : : : : : : : :
Bis Anfang dieser Woche 2013 zumindest, als sich die delegierten Juden auf dem Jüdischen Weltkongress in Budapest mit „standing ovations“ ( → FAZ) von den „Gesetzen des Lebens“ verabschiedeten, indem sie sich einen lebenden Toten einluden und ehrten. Schlimmer noch, nach Gottes Gesetz sind schwule Männer „ein Gräuel, sterben sollen sie, sterben“! Bundesaußenminister Guido Westerwelle, dem der tosende Beifall jener Weltjuden in Ungarns Hauptstadt galt, ist jedoch nicht nur ein biblisch Toter – ein Mensch, der unter den Lebenden nicht leben darf, weil er Gottes Gesetz des Lebens, die ganze Schöpfung Gottes, „seid fruchtbar und mehret euch“, verhöhnt. Nein, dieser Guido Westerwelle versieht sein Tagewerk – oder sollte man Verbrechen sagen – in einem bis heute nur zum Schein erneuerten Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, welches zu großen Teilen ein Außenministerium der Leute war, die an dem teilgenommen haben, was im Dritten Reich geschehen ist“ (Zitat Deutschlandfunk-Interview: „Eine verbrecherische Organisationen war auch das Auswärtige Amt“ mit Dr. Moshe Zimmermann, Direktor des „Richard-Koebner-Center for German History“ an der Hebräischen Universität Jerusalem). But then again, schwerer sollten doch seine antisemitischen Taten der Gegenwart wiegen, als Guido Westerwelle nämlich die allererste überhaupt sich für niemals ändernde Deutschen bietende Gelegenheit nach dem Holocaust ergriff, Juden und das ganze Volk Israel im Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNO) zu verurteilen – tödlich zu verurteilen! „Nur aufgrund eines Vetos der USA wurde die Resolution nicht angenommen. In die Zeit der deutschen Mitgliedschaft fiel zudem der palästinensische Antrag auf Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen“, rühmt sich der vom Jüdischen Weltkongress hofierte Guido Westerwelle im eignen Land (s. „Nahostfriedensprozess“ Seite 12 seines ausgesprochen deutschen Berichtes über die Zeit im Sicherheitsrat, der seiner deutschen Chefin nur zu recht gewesen sein dürfte → Angela Merkel und brauner deutscher Antisemitismus?). Das Fatale des Jüdischen Weltkongresses ist, dass sich die deutschen Vertreter, wie 1933 schon, so begeistert wie durch und durch weltlich assimiliert für ihr wunderbar (antisemitisch) erblühendes Deutschland einsetzten → Zentralrats Juden ehren Lutherdekaden Präses Nikolaus Schneider EKD.

. . . Die → TORA VOM HIMMEL » (« so genannt vom ehem. Commonwealth-Obberrabbiner Jonathan Sacks) – alleine ist es, die ein Aufblühen überhaupt erst ermöglicht, ein geistiges und – im Falle Israels – auch ein staatliches. Was Jesaja (51,3) prophezeite, hat Israel → vgl. Die jüdische Geschichte STAAT ISRAEL » (von Israel Yaoz) – erfolgreich umgesetzt; eine Verwandlung: „die Wüste in einen Garten Eden und die Öde in einen Garten Gottes“!

    Bitte beachten Sie den Schawuot-Artikel von Jehonatan Kiebitz → Alle Maßstäbe verloren.

    Stichpunkte der Schawuot–Lesungen:
    Hallel, Megillat Ruth, 2. Moses 19,1 – 20,23; 4. Moses 28,26-31; Hesekiel 1,1-28 + 3,12
    nach dem jüdischen → Hawdala-Kalender von Jehonatan Kiebitz:
    < Israel bei Gott am Berg Sinai → Die Zehn Gebote auf zwei Tafeln aus Stein /Hesekiels Gesicht – Thron G’ttes >
    Psalm 19

Alle nichtjüdischen Völker haben den Ewigen und Israel derweil – wegen den Gesetzestexten – längst verlassen und sich eigenen Göttern zugewandt, bei denen alles ganz easy ohne Gesetze per heiligem Geist funktioniert (sie nennen dieses Fest Pfingsten). Die Juden sind – in diesem Falle glücklicherweise – sprichwörtlich alleine gelassen von allen Völkern, deren Göttern und heiligen Geistern … das ist ebenfalls Wüste! Aber auch ist Wüste, das andere Alleingelassensein, das alleine Stehen vor dem Ewigen, gelobt sei Er. Nicht nur Wüste als prägender, sondern auch einziger Ort, von Herzen → Demut zu lernen (PDF zum Gedicht von Jehonatan Kiebitz). Nur langsam begreifen die Völker, dass es anders nicht geht, frei zu werden von anderen Göttern, z.B. dem Christus der Kirche.

Zum morgigen 80. Gedenktag der Bücherverbrennungen vom 10. Mai 1933 sehen Sie hier einen Link, wie sich das Bild ins Gegenteil verändert hat. Heute verbrennen die Christen vorübergehend nicht jüdische Bücher, sondern die Heiligen Schriften des Islams, der Muslime, wenngleich mit unverändertem Postulat: Hassprediger Terry Jones: Den Juden das Maul stopfen! Deutschlands Kirchen haben ihre Schäfchen längst vergessen lassen, dass das Wartburgfest, bei dem hunderttausende Bücher den Flammen geopfert wurden, im Grunde NUR das dreihundertjährige Flammenfest der Thesenanschläge Luthers war. In der Nacht zu Martin Luthers Geburtstag gingen 1938 alle deutschen Synagogen in Flammen auf. Was denken sich die deutschen Christen wohl alles für Perversionen für das Fünfhundertjährige Flammenfest der Thesenanschläge Luthers im Oktober 2017, dem Ende der Lutherdekade aus, von dem Grünen-Spitzenkandidatin Göring-Eckhardt verspricht: „Wir wollen das Reformationsjubiläum groß feiern“? Wie, noch größer als am 9. November 1938, kann man da sich nur noch leise getrauen, zu fragen?

Doch gleich am Anfang unserer Parascha steht auch etwas von einer neuen Konstituierung Israels nach vierhundertjähriger Sklaverei: der Zählung der Stämme, denn es steht die kämpferische Auseinandersetzung mit den Völkern der Nichtjuden und speziell Kanaans bevor. Und da stehen wir heute, als hätte sich in dreieinhalbtausend Jahren nichts geändert. Hier ein paar Auszüge einer Rede von Benjamin Netanjahu in der „Bamidbar“-Woche vor zwei Jahren vor dem U.S. amerikanischen Kongress (offizielle Redeübersetzung der Botschaft des Staates Israel);
„In den letzten Jahren wiesen die Palästinenser zweimal generöse Angebote von israelischen Ministerpräsidenten zurück, einen palästinensischen Staat auf nahezu dem gesamten Territorium zu errichten, das Israel im Sechs-Tage-Krieg gewonnen hatte […]Es ist Zeit, dass Präsident Abbas sich vor sein Volk stellt und sagt: Ich werde einen jüdischen Staat akzeptieren.“ […] „Meine Freunde, in Israel müssen Sie keine Nationsbildung betreiben. Wir sind bereits gebildet. Nach Israel müssen sie die Demokratie nicht exportieren. Wir haben sie bereits. Sie müssen keine amerikanischen Truppen schicken, um Israel zu verteidigen. Wir verteidigen uns selbst. Sie sind sehr großzügig dabei gewesen, uns die Mittel zu geben, um die Verteidigung Israels selbst zu übernehmen. Danke Ihnen allen, und danke Ihnen, Präsident Barack Obama, für Ihre standhafte Verpflichtung gegenüber Israels Sicherheit.“
Hier steht Obama im Gegensatz zu Angela Merkel (müssen es eigentlich immer Deutsche sein, Beispiel: Erste Abstimmung Deutschland im Sicherheitsrat direkt gegen Israel?)
„Was Israel anbelangt: Wenn die jüdische Geschichte irgendetwas lehrt, dann das, dass wir Aufrufe zu unserer Vernichtung ernst nehmen müssen. Wir sind eine Nation, die aus der Asche des Holocaust entstanden ist. Wenn wir ‚Nie wieder‘ sagen, dann meinen wir ‚Nie wieder‘. Israel behält sich stets das Recht auf Selbstverteidigung vor.“ […] „Dies ist das Land unserer Vorväter, das Land Israel, in das Abraham die Idee des einen Gottes brachte, wo David sich Goliath entgegenstellte und wo Jesaia eine Vision von ewigem Frieden hatte. Keine Geschichtsverzerrung kann das vier Jahrtausende alte Band zwischen dem jüdischen Volk und dem jüdischen Land leugnen.“ – vgl. am Schluss unseres Artikels: „Christi Himmelfahrt oder Spott gegen Gott?” Wegen eines Pferdefußes Jerusalem teilen, geht’s noch?“

Schabbat Schalom weChag Schawuot Sameach



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