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EMOR – Deutsche und EU-Gerichte vs Israel und Cohn-Kahn-Juden

3. Mose 21,1 – 24,23; Haftara: Hesekiel 44,15 31
Die Sprüche der Väter 4

Kommentar von Eric Martienssen:

Im Prinzip haben wir mit unserer kommenden Tora-Wochenlesung EMOR inhaltlich zwei Abschnitte zu je zwei Kapiteln vorliegen. Beginnen wir unsere Betrachtung mit dem ersten Abschnitt, den Kapiteln 21 und 22, die an den Hohenpriester – den Cohen Gadol – Aharon und seine Söhne, die Cohanim, gerichtetet sind. Hier weist der Ewige, gesegnet sei Er, Mosche an: „Sprich [emor] zu den Priestern, den Söhnen Aharons, und spreche zu ihnen“… was für einen Auftrag sie innerhalb des Volkes Gottes und der ganzen Welt haben! Und genau dieser herausragende priesterliche Auftrag Gottes bringt die Welt gegen eben diese Cohanim – sie tragen auch immernoch Namen wie Cohn, Cohen, Coehn oder Kahn – und ganz Israel bis zum heutigen Tag auf. Oft bis zur Raserei:

So tollwütig und von allen guten Geistern verlassen passiert bei niemand Geringerem als dem Präsident des Bundesverfassungsgerichtes der Bundesrepublik Deutschland Andreas Voßkuhle, als dieser – quasi also im höchsten Namen des deutschen Volkes – seine Festrede zur Verleihung des Theodor-Heuss-Preises an den Juden, vor allem jedoch den „Cohen“, Daniel Cohn-Bendit, absagte. Dieser macht nämlich in (leider) „einzig-artiger Outspokenness“ zum Wohle Europas seinem priesterlichen Namen und Auftrag alle Ehre. Ganz im Gegensatz zu Herrn Voßkuhle, der es, als Richter, vorzog, den Cohen mit höchst fadenscheinigen Gründen – er habe sich „in nicht unproblematischer Weise“ zur Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern geäußert – verurteilte. Stellvertretend für alle Juden in Deutschland? Nein, zum Freispruch der deutschen Priester, die Kinder tatsächlich und nicht mit Worten missbrauchen. Deren Straftaten hat niemand Geringere als die Bundeskanzlerin Angela Merkel durch Einführung vom „Runden Tisch“ vereitelt. In dieser Zählweise wird nämlich das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel unserer Staatsführung – das Umkehren ins absolute Gegenteil – deutlich. Wir sprachen im letzten Kommentar bereits davon. Wörtlich:

    Abscheulich! Auch die Reaktion Angela Merkels offenbart das tote Grauen, indem sie diese Verbrechen durch ihren Runden Tisch scham- und sittenlos vereitelte! Vor allem jedoch vorsätzlich vereitelte. – Wie kann man so perverse, kindermissbrauchende Menschen unter dem Schutz der Kirche frei herumlaufen lassen und sogar weiterhin in der Seelsorge einsetzen? Wie andere Perverslinge gehören auch Ordensleute dieser Art in den Strafvollzug mit anschließender Sicherheitsverwahrung und nicht unter die Obhut einer so etwas begünstigenden Kirche s. Zölibat. Vorbeugend gegen Vorverurteilungen hatte sich der oberste deutsche Katholikenpriester vor sein Priestertum gestellt, insbesondere vor dem Hintergrund, dass ein Zusammenhang zwischen Zölibat und sexueller Übergriffigkeit nicht herstellbar wäre. Eine schlimme Verleumdungskampagne also? Ist ein diesbezüglicher Zusammenhang doch so abwegig, wie einen Zusammenhang zwischen übermäßigen Alkoholkonsum und Trunkenheit herzustellen, oder?

Im letzten Jahr bereits haben zwielichtige Europäer a la Angela Merkel mit Missbrauchsvorwürfen verhindert, dass ein Cohen, zufällig der geeignetste Mann zur Bewältigung der Euro-Krise, Staatspräsident Frankreichs wird. Natürlich waren auch diese Vorwürfe derart an den Haaren herbei gezogen, dass auch Dominique Strauss-Kahn keine Straftat nachweisbar war. Alleine, den Anschein erwecken, dass …, so lautet der Machtpoker des heutigen Deutschland. Auf Teufel komm raus, gegen Gott. Siehe dazu auch unsere Frage: Angela Merkel oder brauner deutscher Antisemitismus?, bei der wir der Gott verlassenen Verhaltensweise nachgehen, warum die Verbrecher, die Israel ohne Wenn und Aber vernichten wollen, von Angela Merkel als Staatsgäste empfangen werden, Israel jedoch, wenn es sich vor seiner Ermordung schützen will, dafür verurteilt wird?

„Mahmoud Abbas hat sich als hauptsächliches Hindernis für jeden Fortschritt im Friedensprozess erwiesen. Die Fatah wird im Vergleich zur Hamas als gemäßigter Flügel der Palästinenserbehörde betrachtet. Zu Unrecht. Abbas war – das weiß ich aus Recherchen vor der Produktion des Films „One Day in September“ genau – am Terrorakt an der Olympiade in München 1972 leitend beteiligt“, sagt niemand Geringerer als der Oscar prämiierte Arthur Cohn.

… Doch was eigentlich sonst noch soll Mosche den Cohanim gebieten bzw. befehlen? Die Feiertage zu halten soll er ihnen befehlen, sie zu achten (zu beobachten), also Achtung zu üben vor dem einen (1) Gott, der „Dich gerettet aus dem Sklavenhause Ägyptens“. Sprich: Erstes Gebot – Die Juden sind das einzige Volk, welche das Zehnwort, also die Zehn Gebote Gottes am Berg Sinai zu Schawuot empfingen und bis heute beobachten! Bei heidnischen Religionen hapert es oft schon dabei, allein nur das Erste Gebot zu zitieren, geschweige denn dessen Gott zu achten. So zum Beispiel die nach Trunkenheitsdelikten zurückgetretene EKD-Ratsvorsitzende und heutige Botschafterin der den Gott Israels verspottenden Lutherdekade. In einem Spiegelinterview Ende 2012 wurde Bischöfin Käßmann die Eingangsfrage gestellt, ob sie das Erste Gebot zitieren könne – sie konnte es nicht und sagte ein vermeintliches erstes Gebot auf, welches nicht einmal dem Sinne nach mit dem Ersten Gebot Gottes, selbst wenn man die Lutherbibel zugrunde legte, etwas gemein hatte. GSI verfasste zu dieser Tragödie eine Pressemitteilung (Erstes Gebot der Lutherdekade PDF).

Der Gott des Ersten Wortes ist natürlich auch der Gott Seines Vierten Wortes, des Schabbats, Seines Schabbats = Gottes Schabbat. Dieser Tag gehört Ihm! Er ist Sein Besitz, den Er mit Seinem Volk, dem Volk Gottes, Israel, teilen will (und allen, die sich zu Seinem Volk hinzu gesellen würden, Gerim – Bewusst zum Judentum Übergetretene). Und um diese Tage Seines Eigentums geht es, die Feiertage, die hier aufgelistet werden, beginnend natürlich mit dem Schabbat, dann den Bogen spannend von den Wallfahrtsfesten nach Jerusalem, Pessach, gefolgt, 50 Tage später, von der Übergabe der Tora an Schawuot bis zum Sukkot. Doch folgt in der Auflistung nach Schawuot nicht direkt Rosch HaSchana, wie wir es wohl alle erwartet hätten, sondern eine besondere Mizwa unterbricht unsren Ablauf:


    Und wenn ihr die Ernte eures Landes schneidet sollst du die Ecken deines Feldes nicht ganz fortnehmen indem du schneidest, und das Aufzulesende – versehentlich zu Boden Gefallene – Deiner Ernte sollst Du nicht auflesen; dem Armen und dem Fremden sollst du sie lassen, ICH bin Gott, euer Gott
    (3. Moses 23,22)

    Hier, als kleine Pause vom Felde, ein Sabbath Song:

    Finden wir hier nicht die Ahnmutter unsres Königs David, nämlich Ruth, eine Nichtjüdin in unsrer Seele wieder, die von dem, was wir übrig ließen überlebte, dann in Boas ihren Löser fand um später Ahnmutter Davids zu werden, aus dessen Geschlecht dereinst der Messias kommen wird? Sie hatte wahrlich Hunger gelitten und Schmerzen, wie auch der Nichtjude (dem einzigen, dem ein ganzes Buch unserer Heiligen Schriften gewidmet ist), Hiob, hier Kapitel 7: „Muss der Mensch nicht immer im Dienste stehen auf Erden und sind seine Tage nicht wie die eines Tagelöhners? … Ich will reden in der Angst meines Herzens und klagen in der Trübnis meiner Seele … dass ich mir wünschte, erwürgt zu sein (nachdem er alle seine Kinder verloren hatte, alles Gut, Haus und Hof und Gesundheit), und den Tod lieber hätte als meine Schmerzen. Doch keine Sekunde zweifelte Hiob an Gott!

Das Liegenlassen der versehentlich zu Boden gefallenen Ernte für die Armen und Fremden hat für Dr. D. Hoffmann etwas Grundlegendes im Judentum, Zitat:

    „Die Anerkennung Gottes als den Herrn des Bodens, die durch die Weihung des Zuerst Geernteten zum Ausdruck kommt … ICH bin der Ewige, euer Gott, schließt die Vorschrift; des Reichen und des Armen Gott bin ICH, dem ihr ja gemeinsam das Erste eurer Ernte dargebracht habt.“

Wir werden erinnert an das Wesentliche, das vom Wesen Gottes Zeugende, wie Er zu den Menschen steht: Die Jüdische Religion ist im gleichen Umfang auch Verpflichtung gegenüber dem Mitmenschen! Für unsere Weisen kann „mit ganzer Seele Gott zu dienen“ durchaus auch heißen, „sein Leben für Gott zu lassen“ (Brachot 54a). Die oben erwähnte Unterbrechung zwischen Schawuot und Rosch HaSchana will uns auch noch einmal verinnerlichen, dass es die Tora war, die dem ganzen Volk Israel vom Gott des Ersten Gebotes am Sinai gegeben worden war, für die das Volk Gottes später soviel Verfolgungen auf sich zu nehmen bereit sein musste; bereit, das eigene Leben für das an Schawuot offenbarte Wort, die Tora, zu geben.

Schabbat Schalom


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