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TEZAWEH Sabbat- Purim- und Tempellesungen – Kommentar

TEZAWEH: 2. Moses 27,20 – 30,10; 5. Moses 25,17-19; 1. Samuel 15,2-34
PURIM: Megillat Esther; 2. Moses 17,8-34

KOMMENTAR: Das Zelt Gottes (Stiftshütte/Mischkan), der Tempel in Jerualem, da wir Gott in der Weise unsrer heutigen Parascha Sündopfer bringen sollten, ist nicht mehr da. Geplündert auch all seine Schätze, mit denen sich die Kirche (plus der Erlöse aus 30.000 Versklavungen von Juden) den Bau ihres größten Bollwerks gegen Gott finanzierte → das Kolosseum in Rom (Film 49 min). Doch hat der Pontifex Roms den ewigen Gott und uns wirklich all der Schätze unseres Tempels beraubt? Betrachten wir doch nur einmal den ersten Satz unseres Wochenabschnitts Te’Zaweh (Buber-Rosenzweig-Übersetzung 2. Moses 27,20):

    „Du sollst befehlen den Söhnen Jisraels, sie sollen dir lauteres, gestoßenes Öl von Oliven zur Erhellung bringen, ein stetes Licht … (21) im Zelt der Begegnung … (22) als Weltzeit-Satzung für ihre Geschlechter von den Söhnen Jisraels.“

Aus dem absoluten Gegensatz des unlauteren Handelns der Kirche ↔ gegenüber der von Gott für das Licht geforderten Lauterkeit, erwachsen gleich mehrere erhellende Erkenntnisse. Als Erstes „unsere Mission“, denn das Licht der goldenen Menora symbolisiert das lautere Licht von Gott in dieser Welt. Und durch die aktive Beobachtung des Menoralichtes machen wir Gottes Leuchten zu unserem guten Licht. Auf diese Weise sind wir in der Lage, Gottes Licht allen Menschen zu verbreiten, damit → zu Seinem fest-gesetzten Zeitpunkt – Seine Prophetien in den bislang nur von uns gefeierten Festen auch den Nichtjuden zum Fest auf dem Tempelberg werden können. Denn dort (Jesaja 25,6-12) „auf diesem Berg hat Er verheißen, die Hülle zu verschlingen, die das Gesicht aller Nichtjuden verhüllt, und die Decke, die über alle Nationen gedeckt ist … abwischen wird mein Herr, Er, von alljedem Antlitz die Träne, und die Schmach Seines Volkes wird Er abtun von allem Erdland … ruhen wird Seine Hand auf diesem Berg, doch eingepresst wird Moab an seinem Platz, wie ein Strohbund in das Wasser des Düngerpfuhls eingepresst wird … Und das Bollwerk … Er streicht es nieder zur Erde bis in den Staub … (60,1-2) Erhebe dich [Jisrael], werde licht, denn dein Licht ist gekommen, Sein Ehrenschein, über dir ist er erstrahlt. Denn siehe, Finsternis bedeckt noch die Erde, Dunkelheit die Nationen, aber über dir strahlt Er auf, sein Ehrenschein lässt über dir sich sehn.“

Als zweite erhellende Erkenntnis aus unserer Parascha mag uns gereichen, dass wir Aaron und jeden Mann aus seinem Geschlecht (Cohen) salben sollen,

    „so sei ihnen Priesterschaft und Einsetzung auf Weltzeit“.

Das schließt aus, Priester Roms und Lutherdeutschlands zu segnen, die zwangsläufig Zig-Millionen Menschen umbringen mussten und heute noch müssen – indem sie z.B. ihre Missbrauchsopfer zum Schweigen bringen oder Lutherdekaden gegen Gott feiern –, damit ihre dunklen Verbrechen, wenn nicht von Gott, dann doch wenigstens von ihren treudummen Schäfchen weiter für ehrenhaft und gut gehalten werden.

Drittens, und jetzt kommen wir zum Filetstück der Kirchenlügen, ist unser Augenmerk auf das Opfervieh zu richten, auf das wir unsere Sünden legen sollen, damit wir uns unserer Sünden im Angesicht des Ewigen, gesegnet sei Er, bewusst bleiben. Diese bewusste Reue von Sünden ist im Christentum ersetzt worden durch ein Menschenopfer. Nicht irgendeines Menschen, sondern es musste ausgerechnet ein Rabbiner sein, den der Pontifex, ihr Papst, grausam hinrichten ließ, um die Schuld an dessen Tod dann auch noch den Juden anzudichten, und dieser ungeheure Blödsinn wird auch noch „geglaubt“. Juden indes dürfen sich daran erfreuen, dass sie an gar nichts glauben müssen – und zwar deshalb, weil sie einen Vater haben! Man kann jedes Kind fragen, ob es an seinen Vater glaubt. Es wird uns sagen: Was für ein Blödsinn, ich glaube doch nicht an meinen Vater, da drüben, in unserer Wohnung der Mann, das IST mein Vater!

Viertens hat die Kirche den Vater, den eigentlich jedes Kind, sogar unter den Gojim, eindeutig zu identifizieren wüsste, einfach ausgetauscht, indem sie IHM den Personalausweis abnahm. Dieser Personalausweis war das Erste Gebot. Indem der Klerus der Katholiken und der Luther der Protestanten → hier an den Gott verlassenen Lügen Margot Käßmanns (PDF) dargestellt – einfach den eingeschobenen Nebensatz von der
Sklaverei der Juden in Ägypten
aus dem Ersten Gebot in ihren Katechismen herausnahm, schließlich hatte die Kirche doch selbst die
Juden nach Rom verschleppt und versklavt,
war Gott nicht mehr der, der Er im → Wort Gottes einmal war, und so konnte man IHN durch jeden x-beliebigen „Glauben“ bis ins Heute hinein willkürlich ersetzen, so, wie man es kirchenpolitisch gerade brauchte.

Durch die römisch-evangelische Verballhornung des für alle Menschen grundlegenden Ersten Gebotes Gottes in Bezug auf die Befreiung Israels aus dem Sklavenhaus Ägyptens, wurden ganz aktuelle Polit-Grotesken überhaupt erst möglich. Momentan ist z.B. der „Glaube“ en Vogue, dass die Moslembrüderschaft in Ägypten künftig eine Gefahr für den Weltfrieden darstellen könnte. Und keiner dieser lammfrommen Christenmenschen der Kirche kommt mehr auf die kritische Selbstbeobachtung, dass die Kirche persönlich samt ihrer vermeintlich weltlichen Staatsmänner → Göring Geist Gaucks Gegen Gott – bereits höchstselbst seit Jahrhunderten die ultimative Zerstörung des Weltfriedens ist, wie Eingangs am Beispiel der Zerstörung Israels 70 n.d.Z. beschrieben, um durch pontifikale Usurpation dessen geistlicher und weltlichen Schätze ihre Blut besudelte und Kinder missbrauchende christliche Religion zu begründen.

Wahr ist, durch diese Menschen haben wir keinen Tempel mehr, darin wir opfern könnten dem wahren Gott, wie Er es uns an Te’zaweh anträgt. So bleibt uns nur, der Opferfreude- und Gaben, wie es heute geschrieben steht, in den Mussaf-Gebeten zu gedenken, bis dass → der Messias kommt und Erfüllung unserer Sehnsucht auf den Dritten Tempel. Ach, komme er doch morgen:

Tempel JerusalemMögen unsre Augen Deine Rückkehr nach Zion in Barmherzigkeit sehen, gelobt seist Du, Ewiger, der Seine göttliche Gegenwart nach Zion zurück bringt:

Du bist heilig und Dein Name ist heilig, und Heilige rühmen Dich jeden Tag bis in alle Ewigkeit. Gelobt seiest Du, Ewiger, der heilige Gott.

Du hast den Schabbat angeordnet, seine Opfergaben gewünscht:
Am Schabbat zwei makellose einjährige Schafe und zwei Zehntel Feinmehl, mit Öl gemischt als Speiseopfer und Weinopfer. Dies ist das Feueropfer für Schabbat, an jedem Schabbat neben den täglichen Feuer- und Weinopfern.
Die den Schabbat einhalten und ihn Wonne nennen, werden sich an Deiner Herrschaft freuen. Das Volk, das den siebten Tag heiligt, wird von Deiner Güte gesättigt und erfreut sein. Du hast am siebten Tag Freude und heiligst ihn, Du hast ihn den schönsten Tag genannt, eine Erinnerung an das Schöpfungswerk.

Und Israel ist gen Ende unserer Parascha versichert (29,44-46):

    „ICH heilige das Zelt der Begegnung, die Opferstatt, Aaron und seine Söhne heilige ICH, dass sie Mir priestern. Einwohnen will ICH in der Mitte der Söhne Jisraels, ICH will ihnen Gott sein, erkennen sollen sie, dass ICH ihr Gott bin, der ICH sie führte aus dem Land Ägypten, um einzuwohnen, ICH, in ihrer Mitte, ICH ihr Gott.“

Schabbat Schalom und
Purim Sameach – Karneval Ade
Ihr Eric Martienssen


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2 Kommentare to “TEZAWEH Sabbat- Purim- und Tempellesungen – Kommentar”

  1. BS“D

    Schabbat Schalom, lieber Herr Martienssen!

    Man ist nicht gewöhnt, Tora-Kommentare zu lesen, die so hautnah den Bezug zum Zeitgeschehen herstellen, wie Sie das können.
    Wenn ich jetzt wieder die Kommentarfunktion zu den Leseabschnitten aktiviere, geht es auch um ein Zeitgeschehen, aber zunächst nicht auf der politischen Bühne, sondern im jüdischen Jahr, und zwar um das → Purimfest.
    Vor zwei Wochen haben Sie die parallele Situation zum Schabbat Schekalim hervorgehoben. Heute ist der Schabbat Tezaweh wieder ein Schabbat mit Spezial-Parascha und Spezial–Haftara.
    Sie haben zwar den Leseplan korrekt angegeben aber nicht, wie bei Schekalim, besonders auf den Spezialfall hingewiesen.

    Der Schabbat → Sachor ist immer der Schabbat vor Purim und läutet bereits den Hintergrund des Geschehens von Purim ein, wie ebenfalls der Ta´anit Ester, der Fastentag vor Purim. Der Judenfeind in Persien war der Amalekiter Haman. Ein Holocaust über alle Juden des Persischen Imperiums war von Haman voll durchorganisiert worden.
    Das Wunder der Rettung der Juden statt deren Vernichtung wird seit dem jedes Jahr durch das Purim-Fest gefeiert, und dabei auf lustige und volkstümliche Weise an das historische Geschehen gedacht.
    „Gedenke, was dir Amalek unterwegs getan, als ihr aus Ägypten gezogen seid. …“ Das ist eins von den 613 Geboten der Tora!
    Das Geschehen hat sich in der Geschichte so oft wiederholt, ist aber dabei immer schlimmer geworden, bis → Deutschland, vom sogenannten Reformator Luther inspiriert, den Geist des Amalek extrem verkörpert hat, wobei von diesem christlichen Antisemitismus bereits die Welt so weit verseucht war, dass es für Israel kaum noch einen Ort der Zuflucht gab.
    Das endete mit der Großdeutschen Reichs–Kapitulation, und schon ein Jahr, bevor es wieder einen bzw. stattdessen zwei deutsche Staaten gab, wurde der neu gegründete → Staat Israel ausgerufen.

    Der christliche Antisemitismus (Amalek-Gesinnung) hat unterdessen auch die islamische Welt verseucht, und heute versucht die UN– Weltorganisation im Land Israels nicht einen jüdischen Staat einzurichten, sondern einen Antistaat zu etablieren, der nichts anderes will, als den Staat Israel, der am 6. Ijar seinen 65. Unabhängigkeitstag vor sich hat, ganz zu vernichten.

    Sobald Israel das Gebot vernachlässigt zu gedenken, was Amalek Israel angetan hat, und sogar fahrlässige „Friedens-Verträge“ mit Amalek eingeht, dann hat Israel immer wieder viele Tote zu beweinen.
    Damit sind wir von dem damaligen Persien zum heutigen Zeitgeschehen zurückgekehrt, wobei Persien gerade nicht nur erneut Israel (→
    Netanyahu: Das wichtigste Thema ist der Iran), sondern am Ende für die ganze Welt gefährlich wird.

    Schalom al Israel!
    Frieden über Israel und Purim Sameach! Ein fröhliches Purim-Fest!

    Gedicht „Mahnung Gottes (PDF mit SACHOR in Berlin) von Jehonatan Kiebitz

  2. […] hieltest, selber es warst, der – wie im Kommentar zur Toralesung der letzten Woche berichtet → Gottes Tempel in Jerusalem zerstört hat, um Dir mit dem Blut und den Schätzen der Juden ein Bollwerk gegen Gott, das Kolosseum in […]