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Schabbat Mikkez Chanukka Lesungen und Kommentar

Großes Hallel, sowie 1. Moses 41,1 – 44,17, 4.M. 7,48-59; Sacharja 2,14 – 4,7
Auszug aus dem Kommentar von Michael Schneider, Jerusalem

Kommentarauszug:
Im Kapitel 41 lesen wir, nachdem wir von der göttlichen Gabe Josefs vom Träumedeuten im vorigen Kapitel erfahren haben, von dem nächtlichen ‘erschreckenden’ Traum Pharaos. Sieben gesunde Kühe und sieben magere Kühe, gleichbedeutend sieben gute, reiche Jahre und sieben schlechte Dürrejahre. Nach zweijähriger Haft wird Josef vom Kerker in den königlichen Palast Ägyptens versetzt. Sehr kontrastreich, doch so sind die Wege und das Eingreifen Gottes, wie mit dem Auszug aus Ägypten, einen Tag zuvor waren sie noch geschlagene Sklaven und innerhalb von weniger als 24 Stunden marschierten sie triumphal als Freie und als Nation aus.

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

Bitte beachten Sie auch AKTUELLES Artikel » Die Jüdische Weihnachtsgeschichte Chanukka

So wie bei Daniel versuchte jedoch der Herrscher es erst noch mit allen herkömmlichen Mitteln, die ihm zur Verfügung standen, wie Wahrsager und Magier, bis sie einen ‘Hebräerjungen’ heran riefen. Doch „… da war keiner, der ihn deuten konnte“ (41,8 und 15).
Als Josef herangerufen wurde, gab dieser von vornherein bekannt, dass er nur ein Mund des Allmächtigen Gott Israels ist (41,25), nun mit dieser Deutung konnte sich Ägypten vorbereiten: „der Überfluß wurde zum Vorrat“ (41,34-36) So wurde der Auflöser zum Erlöser!

Und der richtige Mann am richtigen Ort dafür war Josef, dem der Name ‘Zephanat Paneah“ (Brot des Lebens auf alt-ägyptisch) gegeben wurde. Er rettete das ägyptische Reich. Was war die (Er)rettung laut Vers 55: „Geht zu Josef; tut, was er euch sagt!“. Das ist das Brot, Sein Wort!

„… nur der Thron (Pharaos) wird größer sein als du“ (41,40). Als sie ihn erkannten, fielen die Brüder vor ihrem Bruder Josef nieder, was eigentlich viele Jahre früher → vom damals verhassten Josef schon durch einen Traum vorausgesehen wurde.

Josefs Kommen nach Ägypten war von Anfang an von göttlicher Hand geführt, nicht nur um das ägyptische Reich, sondern um seinem Vater Jakob (Israel) und seiner Familie vor der kommenden Hungers- und Notjahre zum Retter zu werden, nachdem sie nach Ägypten ziehen mussten. D.h. Heilmittel vor der Krankheit. So wie es sich auch mit der Rettung des jüdischen Volkes zur Zeit Ahasverus zutrug, als Mordechai und Esther einem Putsch zuvorkamen, der sich später zum Vorteil wendete!

Jakob wie auch Josef trennten sich für ca. 20 schmerzhafte Jahre von ihrem Vaterhaus, um die göttliche Aufgabe zu erfahren. Die Parascha gibt uns die Lehre: Nichts in der Welt ist aus den Augen Gottes und alles dient dem Heilsplan. Sogar das Geld wie auch die ‘Königskelche’ in die Säcke der Brüder einzuschmuggeln und sie grundlos zu beschuldigen, waren – und sind leider noch – die antisemitischen Wellen in der Diaspora, die das Volk zum Sündenbock macht. Es waren und sind alle Mittels zum Zweck, ein Mittel gegen Assimilation und Heimkehr heute ins Land der Vater, zum Tisch Josefs.

In unserer Parascha erleben wir das erste Weinen Josefs, als er ‘seine Augen erhob und sah seinen Bruder Benjamin, den Sohn seiner Mutter… Und Joseph eilte [hinaus], denn sein Erbarmen (rachamim) wurden gross über seinen Bruder, und er suchte [einen Ort], zu weinen. Und er ging in das innere Gemach und weinte dort.“ (43,29-30)

Shabbat Shalom we Chanukka Sameach


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