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Parascha WaEtchanan Schabbat Nachamu Lesungen und Kommentar

5. Mose 3,23 bis 7,11; Jesaja 40,1-26
…zunächst Auszüge aus dem Vorwort von Michael Schneider, Jerusalem, zu seinem Kommentar

Am Sonntag [verlegt, weil am Schabbat nicht gefastet werden darf] trauerte das jüdische Volk an TISCHA BeAW um die Zerstörung des Jerusalemer Tempels: 586 v. durch die Babylonier und 70 n. durch die Römer…

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

…mit der Beute aus dem im Ersten christlichen Holocaust (befehligt vom Pontifex in Rom → den es schon 300 v.d.Z. gab) im Jahre 70 geplünderten Tempel und ganzen jüdischen Landes Israel im Israelischen Krieg wurde der → Bau des Kolosseums finanziert, zu dem die katholische Kirche – angeführt vom heutigen Pontifex – heute noch am Karfreitag pilgert, um ihrer ersten erfolgreichen Ausmerzung der Juden zu gedenken (offiziell der Ermordung ihres Christus durch sie selbst – makaber, oder?)

Stichpunkte der Parascha Wa’etchanan
nach dem jüdischen
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< Wiederholung des Bundes und Bundes-Gesetzes. Gottes Weg mit Israel; Erlösung aus Mizrajim - Erlösung aus allen Völkern zur Erkenntnis des Ewigen / Trost in Offenbarung der Herrlichkeit Gottes >Psalm 90 >

Bitte beachten Sie auch Deutschlands neurlichen Versuch der Entjudifizierung / Artikel der GSI-Redaktion:
Beschneidungsgesetz in Deutschlands Bundestag ohne Fragen nach Gott

Es ist der traurigste Tag im jüdischem Kalender, da durch die Geschichte hindurch zu dieser Zeit des Jahres mehrere Unglücke geschahen, wie die Vertreibung der Juden aus England 1290, aus Frankreich 1306, dann aus Spanien 1492 und der Entschluss von 1941 [vgl. Wikipedia: Endlösung der Judenfrage], die Juden in Polen in Ghettos einzusperren. Auch in der Neuzeit kam es an diesem besonderen Tag wieder zu Geschehnissen, wie z. B. dem Beginn des Abzugs aus dem Gazastreifen 2005, der Vertreibung von über 7000 Juden! Rabbiner sagen sogar, der nächtliche Kampf Jakobs mit dem „Mann Gottes“ in Peniel fand an diesem Tag statt. (1. Mose 32,25)
Auch als die zehn Kundschafter mit dem negativen Bericht aus dem verheißenem Land zurückkehrten, geschah dies an Tischa BeAw (am 9. des Monat Aw). An diesem Tag liest der Jude die Klagelieder vom Propheten Jeremia. Der Talmud schreibt: „Wer um Jerusalem und den Tempel trauert, wird letztlich an seinen Verdiensten um den Wiederaufbau und die Freude teilhaben!“
Übrigens, nachdem wir jetzt die drei Trauerwochen hatten, beginnen nun die „Sieben Trostwochen“ bis zu Rosch HaSchana, dem Neujahr! (angefangen mit unserem Schabbat „Nachamu – Tröstet!“ aus Jesaja 40,1).

Auszug aus dem Kommentar von Michael Schneider:
Unsere Schabbatlesung „Wa’Etchanan“ beginnt mit einem bewegenden Flehgebet Moses mit der Bitte, ihn doch – trotz seiner Sünde mit dem Felsenschlag – ins gelobte Land hineinzulassen. Er habe doch so auf diesen Moment gehofft. „Ich möchte doch hinüberziehen und das gute Land sehen, das jenseits des Jordan (liegt), dieses gute Bergland…
Wenn man genau hinschaut, erhielt Mose auf die Hälfte seines Flehens eine Antwort: Gott ließ ihn auf übernatürliche Weise von dem Aussichtspunkt Berg Nebo aus das verheißene Land vom Norden bis zur Negev Wüste im Süden sehen!

Die jüdischen Weisen sprechen sogar davon, dass Gott Mose ins „virtuelle Jerusalem gestellt“ hat, und von dort aus konnte er in alle vier Himmelsrichtungen schauen (3,27).

Mose kannte seine Leute, und darum die strenge Warnung vor dem Vergessen, bevor er starb: „Nur hüte dich und hüte deine Seele sehr, dass du die Dinge nicht vergißt, die deine Augen gesehen haben, und dass sie nicht aus deinem Herzen schwinden alle Tage deines Lebens! Und tue sie deinen Kindern und deinen Kindeskindern kund“ (4,9). Und wieder ab Vers 23: „Hütet euch, dass ihr ja nicht den Bund des HERRN, eures Gottes, vergesst, den er mit euch geschlossen hat… Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott! (hebr. El-Kana)“ Dies wiederholt Mose in Kapitel 5 Vers 9 nochmals, bevor er zum zweiten Mal den Dekalog (Zehn Gebote) auflistet.

In unserem Dekalog in 5. Mose steht das Schabbat-Gebot ein wenig anders, und zwar wie folgt: „Behüte/Beachte (schamor) den Schabbat, um ihn heilig zu halten“ und nicht, wie es in 2. Mose steht: „Gedenke (sachor) den → Schabbat….“
Wie erklären es die jüdischen Gelehrten? Das „Gedenke-Sachor“ steht für alle Tue-Gebote des Schabbats, und das „Behüte-Schamor“ steht für alle Tue-Nicht-Verbote!! Übrigens, die zwei Schabbatkerzen stehen für Sachor und Schamor.
Der Talmud zählt 39 Hauptkategorien von [kreativen] Aktivitäten – Melachot -, die am Schabbat verboten sind, basierend auf den Grundarbeitstypen für den Bau der Stiftshütte. Jede dieser Kategorien umfasst viele Unterkategorien. (s. „Judentum als Lebensform / 8. Der Sabbat“ von Alois Payer → Am Sabbat sind 39 Arten von Arbeit verboten)

Im 6. Kapitel finden wir das größte Gebot, angefangen mit dem Schma-Gebet, das täglich dreimal vom Juden gesprochen wird:
Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein! Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“ (6,4-5) Übrigens, das → Schma-Bekenntnisgebet spricht der Jude auf dem Sterbebett mit seinem letzten Atem.

Am Schluss des Wochenabschnitts erklärt Mose, warum Gott dieses Volk, Israel, erwählt hat. Nicht, weil es groß und mächtig sei, sondern im Gegenteil: Weil es das Geringste unter den Völkern ist und der Allmächtige durch dieses hartnäckige und rebellische Volk Wunder und Zeichen tun wird! Denn ‘in unserer Schwäche vervollständigt Er Seine Macht’.

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Insert of the GSI editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

GSI intern:
Bitte beachten Sie auch im GSI AKTUELLES den Artikel → Ersatztheologie

    Jesus: „Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Das machte die Nichtjuden rasend vor Eifersucht . . .

. . . nicht nur, dass Nichtjuden nicht wüssten, WAS sie anbeten (denn bis auf den heutigen Tag haben sie keine Kennt-nis des Ewigen, sie kennen Ihn nicht), sondern auch jede Illusion, dass von ihnen, den Nichtjuden, irgendwann einmal das Heil ausgehen könnte, machte der Rabbiner von Nazareth, gestreng der Tora, mit diesem einen Satz zunichte. Es gab nur einen Weg, wie Nichtjuden, Heiden, Kirchen, Christen zu den „Heilsbringern Gottes“ würden, durch die Ersatztheologie…

Interessant ist, dass alle Prophetenabschnitte, die an die Lesungen aus dem fünfte Buch Mose angesetzt sind, aus dem Buch Jesaja stammen! Unser Prophetenabschnitt aus Jesaja 40 beginnt mit den Worten: „Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Redet zum Herzen Jerusalems, und ruft ihm zu, dass sein Frondienst vollendet, daß seine Schuld abgetragen ist! Denn es hat von der Hand des HERRN das Doppelte empfangen für all seine Sünden.“
Ja, Jerusalem und das jüdische Volk hat doppelte Strafe – durch die Geschichte hindurch – erhalten, aber auch ihr Segen wird einmal doppelt sein!

Schabbat Schalom


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1 Kommentar to “Parascha WaEtchanan Schabbat Nachamu Lesungen und Kommentar”

  1. Birgit Zeller sagt:

    a propos Pontifex maximus:
    So schimpften sich zuerst die römischen Kaiser. Da Petrus ja nie wirklich der erste Papst war, gab es zur Zeit der Tempelzerstörung noch keine christlich-römische Kirche. Es war eine Mischung aus babylonischem Mysterienkult, Nimrod, Seramis und Tamuz. Wobei Tamuz die Reinkarnation Nimrods sein sollte und die Seramis die kosmische Mutter. Erst Konstantin hat in diese Kirche christliches Gedankengut reingepanscht. Machte aus der Himmelkönigin oder der kosmischen Mutter die Maria und Jesu und aus den Göttern Heilige. Also war es eben das römische Reich, das deb ersten Holocaust von dieser Seite her machte. Der Papst machte den Fortbestand des römischen Reiches. Jetzt blüht es auch politisch leider wieder auf. Es erinnert an das Buch Daniel (Weltreiche).
    Der alte Rabbiner Jeschua hat die katholische Kirche nie und nimmer aufgebaut.
    Dem Buch von Des Griffin nach, einem Verschwörungtheoretiker („Wer regiert die Welt? oder „Die Herrscher Luzifers 5. Kolonne“), soll Simon Magnus diese Kirche angeblich aufgebaut haben. Und die böse Verschwörung hätte mit Nimrod (erster, mächtiger Mensch) und Seramis angefangen, also Söhne Hams, die die Menschen eins gegen den Ewigen machen wollten.