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Olympiade MÜNCHEN 1972- Parascha DEWARIM- und Schabbat CHAZON-Kommentar

Parascha (Tora-Wochenabschnitt): 5. Mose 1,1 bis 3,22
Kommenatar von Eric C. Martienssen

Chief Rabbi Jonathan Sacks, London, Foto: coopermiall, bedenkt Auswechslung des Gott Israel Geistes, des Geistes der Tora, durch den Griechischen Geist

ERINNERUNG ! Sie ist der Grund, warum Moses alle Geschehnisse um Israel und später auch alle Gesetze seit dem Auszug aus Ägypten im Sefer Dewarim, dem 5. Buch Moses, wiederholt und auslegt, denn er spricht jetzt zu einer komplett neuen Generation Israeliten, die den Exodus nicht mehr selbst erlebt hat. Und was braucht jedes Volk und jeder Völkerbund der Welt? Das Wissen um seine Entstehungsgeschichte und Gesetze, eine (Ver-) Ordnung, die den Geist der Gründungsväter weitergibt! Im Falle Israel – dem ersten Nationalstaat der Welt, 3.000 Jahre bevor es im 19. Jahrhundert erst zu den ersten Nationalstaatsbildungen auch unter den heidnischen Völkern kommt – ist hier der alleinige Gründervater Gott persönlich, der Ewige, gesegnet sei Er. Folglich ist Gott auch alleiniger Gesetzgeber für die Nation. die gerade im Begriffe ist, in ihren Staat einzuziehen, das Land, darin Milch und Honig fließen sollen, wie den Juden durch ihre Erzväter Abraham, Isaak und Jakob von ihrem Gesetzgeber und künftigen Landesvater, Gott, verheißen war. Aber ob es wirklich so war, das Land? Wie jedes Volk, misstraute es Gott, wollte nach eigenem Geist leben, nach eigenem Gusto (lat. Geschmack, ital. al gusto = nach Belieben), ohne Gesetze des himmlischen Staatsorberhaupts – wie all die anderen Völker auch, die sich eigene Gesetze machten, ohne auf Gott hören zu müssen, und auch eigene Spiele inherhalb der „normalen“ Völker, ohne Gott. Damit sein Volk jedoch hören und verstehen konnte, begann Moses seine Rede über Gott in unserem Wochenabschnitt damit, dass er den Grund voranstellte, warum die Wüstenwanderung bis hierhin vierzig Jahre gedauert hatte, obwohl schon im zweiten Jahr zwölf Kundschafter in das künftige Land Israel ausgesandt worden waren, das ihnen Gott als das Land wo Milch und Honig fließt prophezeit hatte. Sie glaubten Ihm nicht, weil das, was diese sahen in dem Land, zehn von den Botschaftern Angst machte.
    In Wirklichkeit war es – und ist es bis auf den heutigen Tag – genau umgekehrt, nämlich dass die heidnischen Nationen, allen voran das christliche Deutschland, Angst vor den Israeliten hat, beziehungsweise den Verheißungen Gottes für die ganze Welt, unter federführendem Gottesgehorsam Israels. Deshalb nämlich werden immer wieder christliche Märchen, wie die Ermordung Gottes durch Juden oder „die Protokolle der Weisen von Zion“ mit ihren jüdischen Weltherrschaftsprognosen erfunden, damit unter keinen Umständen das eintrifft, was Gott in unserer Parascha durch Moses Seinem Volk zusagt (5. Moses 1,10+11): „Der Ewige, euer Gott, hat euch vermehrt, ihr seid heute so zahlreich, wie die Sterne des Himmels [10 Kapitel vorher wurde die Summe aller Israeliten, alle wehrfähigen Männer im Alter zwischen Zwanzig und Fünfzig, auf 601.730 gezählt]. Der Ewige, euer Gott, möge euch noch tausendmal mehr werden lassen, als ihr jetzt seid, und möge euch segnen, wie Er euch verheißen hat.“ Heißt im Klartext, alle Welt wird jüdisch werden. Die Juden [haben Gottes Gesetze bereits angenommen] zuerst, dann die Griechen, also die heutigen Christen durch Bekehrung zum Ewigen, dem Gott der Juden. Denn bei 601.730 hier genannten „wehrfähigen“ Israeliten, dürfen wir bei – hier nicht mitgerechneten – drei Kindern + Frau + Großeltern von einem Multiplikator von insgesamt 6 ausgehen, tausendmal = ca. 3,6 Milliarden Juden – Verheißung Gottes! Und das macht Christen so sehr Angst – den Ismaeliten, „unseren Brüdern, den Söhnen Esaus“ weniger, von denen später in unserer Parascha die Rede ist – dass sie immer mal wieder einen Holocaust vom Zaun brechen, damit sie aufs Neue die Macht über Gott erlangen, zumindest die Interpretationsgewalt, wer denn Gott ist, zurzeit ein Grieche namens Christus (aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzt soviel wie „der Gesalbte“), der mit dem jüdischen, beschnittenen Rabbiner von Nazareth so gut wie gar keine Ähnlichkeit hat, welcher noch dazu jedem den „Ort der ewigen Qual“ voraussagte, der einen anderen Gott als den der Tora anbeten würde – es handelt sich also um eine reine Erfindung der Kirche. Solche frühpubertären Gottverlassenheiten hatten die Juden in den 40 Jahren Wüste mannigfaltig durchlaufen, vom Goldenen Kalb angefangen, über Korach, das Einlassen mit den Moabiterinnen und so weiter und so fort. Aber jetzt, vor Israel, ganz und gar Volk Gottes. Na ja, fast, denn…

Da mochte keiner aus dem ganzen Volk mehr auf den Gott hören, der ihnen Milch und Honig zugesagt hatte. Im ‚Schma Israel‚ (Höre Israel) sagt ein Vers am Schluss: „Schaut nicht nach eurem Herzen und euren Augen, denn dann werdet ihr Mir untreu“. Genau hier liegt der Unterschied zwischen der Kultur des griechischen – olympischen – SEHENS und der Kultur des HÖRENS Israels.

Oberrabbiner Prof. Sir Jonathan Sacks aus London, Chief Rabbi of the United Hebrew Congregations of the Commonwealth, drückte es im Frühjahr dieses olympischen Jahres einmal so aus:
„Die griechische Kultur ist eine am Sehen orientierte Kultur. Das Judentum ist das exemplarische Beispiel einer am Ohr orientierten Kultur, in der der primäre Akt nicht das Sehen, sondern das Hören ist. Was bringt eine visuelle Kultur hervor? Statuen. Gemälde. Architektur. Skulpturen – und Zuschauer-Sportwettkämpfe . . .“

    Siehe Rom 72 (Wikipedia): „Nach einer neueren Rekonstruktion der Bauinschrift des Kolosseums wurde seine Errichtung aus der Beute des jüdischen Krieges finanziert, unter anderem mit dem im Jahr 70 geplünderten Goldschatz des Tempels von Jerusalem.“
    Olympiade Berlin 1936: „Die Welt und jüdische Olympioniken sind uns willkommen.“
    Olympiade München 1972: „Wir wollen mit dem Verzicht auf Polizeipräsenz im Olympiadorf – auch Juden müssen nicht geschützt werden – der Welt ein Zeichen des Friedens in Deutschland geben“ → Das Massaker von München an jüdischen Olympioniken war durch das ehemalige NSDAP-Mitglied, den freiwilligen Luftwaffenhelfer der Nazis und nachherigen Bundesinnenminister vor allem als Vizepräsident des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele, Hans-Dietrich Genscher, „bagatellisierend“ in Kauf genommen worden. In Wahrheit musste Genscher – wie eigentlich jedes deutsche Kind seinerzeit – wissen, dass noch nicht einmal ein Jahr zuvor die Palästinenser-Aufwieglerstaaten Syrien und Ägypten am höchsten Fastentag des Landes Israel hinterlistig überfallen hatten (Jom Kippur-Krieg), Palästinenser bereits mehrmals durch terroristische Geiselnahmen versucht worden waren, aus Israels Gefängnissen freizupressen, dass Palästinenser eng mit Baader-Meinhof – beide bereits in deutschen Gefängnissen einsitzend – kooperierten, die palästinensischen Terroristen überdies aber im Vorfeld von Helfern aus der deutschen Neonazi-Szene unterstützt worden waren (Akten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, BfV, die erst vor einem Monat auf Antrag des Politmagazins DER SPIEGEL – ausnahmsweise ungeschreddert – freigegeben wurden). Ein Mensch wie Genscher, der also – ganz aktiv → vom Palästinenser-Terror nicht gewusst haben will, als Bundesinnenminister auch keine Verbindung zum Deutschen Verfassungsschutz und dessen Erkenntnissen und auch keine Ahnung davon, was draußen in der Welt vor sich geht, gehabt haben will, wurde zur Belobigung zwei Jahre später zum Bundesaußenminister bestellt. Bezeichnend? Nein, es geht noch bezeichnender: Die luthergläubige Pfarrerstochter (Martin Luther: „Brennt Juden und ihre Synagogen nieder“) Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt die → Palästinenser-Terroristen als willkommene Staatsgäste. Schließlich muss man ja als guter Christ „mal vergessen“ können. Und was vor exakt einem Jahr auf der norwegischen Insel Utöja wirklich passierte, hat man ja überhaupt garnicht erst in der Presse zu lesen bekommen. Denn bis heute ahnt kein Deutscher – will es auch wie anno dazumal nicht wissen – dass die durch Breivik auf Utöja umgebrachten Sommercamp-Teilnehmer mitnichten wehrlose Unschuldsengel waren, sondern dass es sich bei den Ermordeten um wutschäumende Israelhasser handelte, die sich dort auf der Insel zu einer Anti-Israel-Hetzdemo schlimmster Art mit Israelboykott-Aufrufen versammelt hatten, eröffnet und offiziell mit einer Israel-Hetzrede staatsmännisch eingeleitet vom Außenminister Norwegens! So macht man, gottlos mit griechischer Christensaat, Staat. Eine Gedenkminute auf der Eröffnungsfeier in London indes für die Juden aus dem Olympischen Dorf 1972, wurde abelehnt → IOC verweigert Schweigeminute für Opfer des Olympia-Attentats ’72 (Süddeutsche). Man könnte die armen palästinensischen Terroristen ja kränken, die Schönheit der Eröffnungsfeier stören oder der Welt gar einen Anblick von Trauer geben, wo man sich doch freuen sollte.

„. . . Im Judentum sagt nicht das, was man sieht, die Wahrheit, sondern das, was man hört – und das ist alles. Wenn man sich auf das Sehen verlässt, geht man in die Irre … Die Kundschafter sahen – und zogen daraus bestimmte Schlüsse. Es waren falsche Schlüsse. Was sahen sie? Wann immer Sie eine Verteidigung des Judentums brauchen, hier ist sie. Erinnern Sie sich, dass Mose unter den vielen Dingen, die er den Kundschaftern aufgetragen hat, sagte: „Seht, was es für Städte sind, in denen sie wohnen, ob sie in Zeltdörfern oder in festen Städten wohnen!“ Und sie kamen zurück und sagten, die Städte seien befestigt und sehr groß. Im 5. Buch Mose , Kapitel 1, fügen sie noch hinzu, sie seien bis an den Himmel ummauert. Also: Was machen die Kundschafter? Sie folgerten, wenn die Städte stark sind, dann ist auch die Bevölkerung stark. Das war ihre Schlussfolgerung … Denken Sie nicht, dass die, die hinter den hohen Mauern eines selbst gewählten Ghettos leben, unbedingt die stärksten Juden sein müssen. Die stärksten Juden können ohne diese hohen Mauern leben. Im Vertrauen auf ihren Glauben können sie sich im Dialog mit anderen Glaubensüberzeugungen oder mit den Kulturen anderer Völker engagieren.“ (Hier geht es zum gesamten Vortrag von Rabbiner Sacks aus London → Tora vom Himmel.)

Das ist Israel heute, trotz christlicher Palästinenser-Sympathisanten. Außenminister Avigdor Lieberman hält sich zur Zeit in Brüssel auf. Es geht um die Vertiefung der Beziehungen zwischen Israel und der EU sowie auch bilaterale Themen. Darüber hinaus sollen die Entwicklungen im Nahen Osten und ihre Auswirkungen auf die Region Thema sein. Es wird erwartet, dass Lieberman die EU-Länder zur Aufnahme der Hisbollah in die Liste von Terrororganisationen auffordern wird (Außenministerium des Staates Israel, 23.07.12). Ob Deutschland wohl schon stark genug ist, Terroristen als Terroristen zu bezeichnen, auch wenn es überhaupt nicht um Juden trauert, bleibt zu hoffen.

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .


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< RÜCKBLICK: Gottes Streiten für Israel - Mizrajim bis Emori. Zorn wegen Untreue - Psalm 137 – 38 Jahre seit Kadesch, bis alle gefallen. VORBEREITUNG: Der Ewige wird für Israel streiten / WARNUNG: Aufruf zur Umkehr – Erlösung Zions durch Gerechtigkeit >

Bitte beachten Sie auch folgenden Artikel der GSI-Redaktion:
Beschneidungsgesetz in Deutschlands Bundestag ohne Fragen nach Gott

NICHT ZU VERGESSEN ! Der Schabbat vor Tischa B’Av wird auch Schabbat „Chazon“ – der Schabbat der Verkündigung – genannt und es wird der Haftara Teil der Weissagung Jesajas (1,1-27) gelesen, die letzte der drei „Lesungen der Trübsal“, bittet Michael Schneider aus Jerusalem zu bedenken. Denn Tischa beAv gedenkt der Zerstörung des 1. und 2. Tempels – neben Jom Kippur ist dieser Tag der einzige 25 Stunden dauernde Fastentag. Dazu finden unsere der englischen Sprache mächtigen Leser etwas zum Sehen und Hören, nämlich einen spannenden, hoch aktuellen Kommentar als Kurz-Video hier, ganz am Ende dieses Olymia-Kommentars, ein echter Krimi von Gottes Zerstörung des Turmbaus zu Babel bis 9/11, dem Datum, als der nächste menschliche Turmbau zerstört wurde. Video-Kommentar zur Haftara Chazon von Reuben Ebramihoff in Englisch:


Schabbat Schalom


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1 Kommentar to “Olympiade MÜNCHEN 1972- Parascha DEWARIM- und Schabbat CHAZON-Kommentar”

  1. Birgit Zeller sagt:

    Nur mal zur INFO: ich fand im Internet mehrere Hinweise auf ein geplantes Attentat auf die Olympiade 2012. ‚Bekam auch ein Mail mit dem Hinweis darauf. Bitte bei Google nachschauen – z.B. Olympia-London zittert vor dem Bus-Bomber. ‚Bin natürlich froh, wenn gar nichts passiert.
    1972 besichtigte ich das Münchner Olympiadorf. Danach hörte ich im Radio was passierte. Ich war so geschockt, dass ich mir seither keine Olympiade mehr anschaute.