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Dan Schueftan von Iran über Siedlungen bis christliches Europa vs USA in Synagoge Bonn

Nach kurzer und wie immer charmant pointierter Einführung durch → Dr. Margaret Traub ging es am Dienstagabend in einen überwältigenden Vortrag von Prof. Dr. Daniel Schueftan zur Sache – ungefähr nach dem Motto: was man bislang nie ahnte, wissen zu müssen, obwohl man es eigentlich doch immer wissen wollte. Die ungeschminkte Wahrheit, ohne Pathos, just plain how it is … und in perfektem Deutsch! Der heutige Direktor des Zentrums für Nationale Sicherheitsfragen an der Universität Haifa gehört seit dreißig Jahren zu den Beratern der israelischen Regierungen . . .

. . . und hat „einflussreich für den einseitigen israelischen Rückzug aus Gaza plädiert“, wurde Dan Schueftan vom mit veranstaltenden → Mideast Freedom Forum Berlin vorgestellt. Schueftans Vortrag wurde eine einzigartige Vorstellung „brechender“ Fakten („man muss die antisemitischen Feinde brechen“) gepaart mit einem vermutlich auch „dem christlichen Abendland“ eingängigen Witz, z.B. dass Europa noch nicht einmal sich selber im von ihm der Welt aufgezwungenen Wirklichkeitsfernen Dialog erkennen kann (sei doch offensichtlich: „ein Monolog im christlichen Europa ist, wenn einer mit sich selber redet, ein Dialog, wenn zwei mit sich selber reden“). Wen würden die Europäer glauben, mit ihren Dialogbemühungen bei gleichzeitigem Nichtwissen (→ Gaucks lutherische Bildungsamnesie) und Ablehnung der Realität im Nahen Osten und im Mittleren Osten zu beeindrucken, wenn nicht → Günter Grass mit seinen antisemitischen Gedichten?

Synagogengemeinde Bonn

„Die meisten von Ihnen hier sind doch sicher verheiratet“, holt der vor arrogant überlegenem Wissen nur so strotzende Schueftan in der prallvollen Synagoge zum nächsten Schlag aus, um Europa verständlich zu machen, dass es nichts verstanden hat und nichts versteht. „Wenn Sie verheiratet sind müssten Sie doch wissen, dass es Probleme gibt, die keine Lösung haben!“

In diesem Sinne wurde wohl auch Einjeder väterlich hart zum Denken bekehrt, der mit dem Vorurteil in den Vortrag gekommen war, dass Schueftan – war er doch vom Geiste her in höchstem Maße für die Räumung des Gazas verantwortlich – Gegner der Siedlungspolitik Israels sei – es gibt nicht DIE Lösung! Er selbst verkörperte allerdings den Inbegriff der inneren Stärke Israels, die durch den Gaza-Abzug zwar der Hamas Tor und Tür dort öffnete, jedoch die Gemeinschaft Israels stärkte. Und an der anderen Front: „Brauchen wir denn die unter palästinensischer Autonomie stehende Westbank – von mir aus brauchen wir auch Ost-Jerusalem nicht.“ Nur das Militär von uns sollte dort bleiben, insistiert Schueftan, um die Hisbollah aus dem Iran zu brechen. „Der einzige Grund, weswegen Israel heute noch existiert, ist die Angst der umliegenden arabischen Staaten vor der militärischen Schlagkraft des Landes.“

Unser Eindruck: Wer irgendwann einmal die Informationen der → Bundeszentrale für politische Bildung über Israel gelesen hat, hat einen entscheiden Anfang der Bildung gemacht → anders als Angela Merkel oder brauner deutscher Antisemitismus? Wer dann beginnen will, über und mit Israel aktiv zu denken, verantwortlich und praktisch, ohne den Christus Kirche oder den Mohammed Moschee, der MUSS sich Dan Schueftan einladen! Dieser würde seinen Vortrag in Ihrer Organisation dann aber wahrscheinlich wieder mit einem Witz beginnen, bevor er so zur Sache geht, dass man Angst bekommt zu Schlucken, weil man eine Sekunde verpassen könnte. Etwa mit diesen anschaulichen Joke, wo G’tt die Führer der drei monotheistischen Religionen zu sich ruft und ihnen mitteilt, dass Er eine Sintflut schickt – in 14 Tagen. Der Christ geht zu seinen Schäfchen, teilt dies mit, und sie beten direkt, dass innerhalb dieser 14 Tage Jesu wiederkommen möge und sie lernen im Tode zu leben. Das Volk des Islam reagiert ebenso, nur dass der Zwölfte Imam herbei gebetet wird und die Männer schon von Jungfrauen träumen. Nur das Volk Israel, die Juden, danken G’tt jetzt schon, dass Er ihnen tatsächlich in nur 14 Tagen beibringen will, Unterwasser zu leben!“ Das nämlich ist, sinngemäß, Sein Versprechen in der Tora, die das christliche Europa – anders als Amerika mit Ausnahme Barack Hussein Obamas – vollkommen ablehnt, weil es Juden ablehnt.

Schabbat Schalom
(der Vortrag wurde mitgehört von Eric Martienssen)


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