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Parascha Schabbat Tasria-Mezora Lesungen und Kommentar

3. Moses 12,1 – 15,33; Haftara (Prophetenlesung): 2. Könige 7,3-20

Kommentar von Eric Martienssen:
Im letzten Wochenabschnitt lasen wir davon, dass Aron und seinen Söhnen vom Ewigen, gelobt sei Er, verboten war, Wein zu trinken und anderes berauschendes Getränk, wenn sie in die Stiftshütte gehen, „auf dass ihr nicht sterbet“, dass dies ein ewiges Gesetz sei, „damit ihr unterscheidet zwischen dem, was heilig und nicht heilig (unheilig), zwischen dem was unrein und was rein ist, und den Kindern Israel alle diese Gesetze lehret“. Und wenn sich unsere heutige Doppel-Parascha Tasria (Wenn sie gebiert) – Mezora (Aussätzige) den Vorschriften der Reinigung nach der Geburt, alsdann jedoch den Vorschriften über den Aussatz widmet, dann finden wir hier vorgenanntes „Sterben“ im Sterben der Haut der Kinder Israels, wenn sie die Gesetze des Ewigen nicht beobachteten. Denn die Tatsache, dass die Betroffenen nicht zum Arzt, sondern zum Priester gehen sollen, zeigt uns, dass es sich eher weniger um eine infektiöse Hautkrankheit handeln könnte, als vielmehr um eine infektiöse Ungehorsamsstrafe, die, wenn sie nicht ausgerottet (sterben) würde, um sich greifen und das ganze → Volk Gottes befallen könnte, eben wenn wir den Ungehorsam gegen Gott, diese üble Krankheit, nicht aus unserer Mitte (auch unseren heutigen Gemeinden!) verbannen; an oberster Stelle steht dabei sicher die Üble Nachrede. Denn Rabbi Schmuel ben Nachmani sagte im Namen Rabbi Jonathans: „Wegen sieben Vergehen kommen Aussatzplagen – wegen Übler Nachrede (Laschon Hara), Blutvergießen, falschem Schwur, Unzucht, Hochmut, Raub und Missgunst“ (Arachin 16a).

    Jeder Aussätzige aber … bis über die Lippen soll er sich verhüllen … solange die Plage an ihm ist, soll er abgesondert bleiben, außerhalb des Lagers ist sein Sitz (3.M.13,45-46).

Wenn vom nichtjüdischen Umfeld heutzutage oft als kleinlich belächelt wird, dass der → Waffen-SS Schriftsteller Günter Grass für sein Gedicht Einreiseverbot in Israel vom israelischen Innenminister Jischai ausgesprochen bekam, da Grass seine Einstellung nie bereute (und offensichtlich geistig also immer in seiner SS-Einstellung verblieben war) und seine SS-Taten nie in der Verbannung verbüßen musste, dann finden wir die göttliche Begründung dieser Unerwünschtheit im „Lager der Kinder Israel“ in unserem Wochenabschnitt. Offiziell geschieht das natürlich unter Berufung auf das Gesetz, das ehemaligen Nazis die Einreise nach Israel verbieten kann. Doch in der heutigen christlich geprägten Gesellschaft, wo Gott und Sein Wort keine, und wenn überhaupt, eine als antiquiert oder ultra-konservativ beschimpfte Rolle spielt, darf es natürlich auch keine „ehemaligen“ Nazis mehr geben. Deshalb die ganze Aufruhr, obwohl doch jedem Menschen klar sein sollte, dass jeder Verbrecher, der bei der Waffen-SS war, eigentlich nach dem Holocaust lebenslang in den Aussatz des Gefängnisses mit anschließender Sicherheitsverwahrung bis zum Tode gehört hätte. Eben weil solche poetischen Auswüchse nach dem Motto: „Man wird mit letzter Tinte doch mal sagen dürfen“ vorprogrammiert sind. Nein, man sollte in einem Rechtsstaat eben nicht sagen dürfen, was eh erstunken und erlogen ist. Und es hätte nicht gesagt werden können, wenn Grass da gewesen wäre, wo er hingehörte, in lebenslanger Haft nämlich. Dahingegen hat er lediglich in Kriegsgefangenschaft eingesessen, zusammen mit Joseph Ratzinger, dem deutschen Papst. Auch der hat seine Einstellung nie geändert und die → neue Karfreitagsfürbitte „für die Juden“ verzapft, die dem Grass Gedicht in keiner antisemitischen, Israel verunglimpfenden Hinsicht nachsteht. Man darf eben nicht sagen – deshalb Aussätzigenlager, bis der Priester entscheidet, dass derjenige wieder rein ist.

Aber kehren wir kurz zurück zu den Gesetzen des Ewigen und der Unterscheidung, „was unrein und was rein ist, und (dass ihr) den Kindern Israel alle diese Gesetze lehret“! Auch hier sehen wir das Volk Gottes heutzutage klarer denn je unterschieden von allen Völkern der Welt. Z.B. vom Christentum, das sich im Neuen Testament einen Neuen Gott gesetzt hat, der mit dem Ewigen des Ersten Gebotes, besonders ausgeprägt in den Lutherischen Kirchen, nichts mehr zutun hat → s. neues Erstes Gebot der Lutherdekaden-Botschafterin Margot Käßmann. Übrigens entgegen dem ausdrücklichen Befehl des Rabbiners von Nazareth, den die Kirchen Jesus Christus nennen. Der nämlich hatte ultimativ dazu aufgerufen: „Du sollst den Ewigen, deinen Gott, anbeten und NUR Ihm alleine dienen“ (Lk 4,8). Völlig absurd also und gegen den Geist aller Gebote Gottes verstoßend, den Rabbiner von Nazareth selbst zum Gott erhoben zu haben, wie es die Kirche ihren Schafen einredet! Und deshalb auch die allergrößte von Gott selbst vorgenommene Unterscheidung zwischen dem Volk, welches heilig ist (wie ebenfalls letzte Woche gelesen in 11,45: „Denn ich bin der Ewige, der euch aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, um euer Gott zu sein: So sollt ihr heilig sein, denn ICH bin heilig“), und dem Volk in Gottes Aussätzigenlager, dem was unheilig ist, dem Dreieinigen Gott der Kirche. Die überdimensionalen Kirchtürme schreien eigentlich das, was die Seele des einzelnen Christen im tiefsten Innern weiß, über die ganze Stadt: Ich bin aussätzig – nicht zu Gottes Volk gehörig. Und um so schriller auch die Kirchglocken bei gleichzeitiger Verurteilung von Minarett und Muezzin.

Beide, Kirche und Moschee, finden wir im Abschnitt Mezora, wo es unter anderem (von den Himmeln aus betrachtet) auch um den Aussatz von Gebäuden geht:

    „Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ICH euch zum Besitze gebe, und ich den Ausschlag des Aussatzes über ein Haus in dem Lande eures Besitzes verhänge, so komme der, dem das Haus gehört [die Kirche und der einzelne Christ] zum Priester und berichte ihm: Es scheint mir, als ob ein Schaden am Hause sei.“
    Dazu auch → Himmelfahrt und Niedergang der Kirche des Christentums.

Beide, Neues Testament und Koran, verkehren das Wort Gottes so substantiell ins Gegenteil, dass beide Religionen, Christentum und Islam, unter dem Licht der Tora betrachtet, alle sieben Vergehen wie selbstverständlich in sich vereinigen: Üble Nachrede (Laschon Hara), Blutvergießen (vom Holocaust I / Kreuzzüge bis zum Holocaust, der mit → Martin Luthers Reichskristallnacht begann), falschem Schwur (in Deutschland und sogar in den USA wird der Amtseid der Präsidenten mit der Hand auf eine Lüge geschworen), Unzucht (die katholischen Priester und Ordensleute missbrauchen Kinder sexuell, die ehemalige Ratsvorsitzende Bischöfin Käßmann fährt sturzbesoffen Auto, und wird daraufhin zum Vorbild an Aufrichtigkeit erhoben), Hochmut (der Papst, selbst Hitlerjunge, lässt sich als „Heiligkeit“ anreden und bezeichnet sein eigenes Volk als Volk Gottes), Raub (der Pontifex hat mit seinem römischen Heer den → Tempel Gottes in Jerusalem geplündert und sich von dem Geld das Kolosseum gebaut) und Missgunst (seit der Rückkehr der Juden in ihr Land, 1948, versuchen die Kirchen ihnen – „theologisch“ begründet – das Land streitig zu machen mit Lügen über die Siedlungspolitik und Verbrechen Israels).

Es ist also am einzelnen Christen und Muslimen gelegen, zum Rabbiner (Judentum und → Gottes Wort) zu kommen und sich selber und dem Rabbi einzugestehen, dass man krank ist, aber gerne gesund wäre. Und auf diesen Schritt hat → der Ewige schon immer voller Sehnsucht nach Dir gewartet.

Schabbat Schalom


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2 Kommentare to “Parascha Schabbat Tasria-Mezora Lesungen und Kommentar”

  1. Birgit Zeller sagt:

    G-tt hat tatsächlich Israel das Gesetz gegeben, damit alle Welt sieht, was Sünde und Krankheit überhaupt ist und wie man dagegen angeht, woher das kommt etc. Wobei es tatsächlich so ist, dass die Sünden wie Neid, Hochmut und üble Nachrede (egal ob das, was man gegen jemand sagt, wahr ist oder nicht) Krankheiten an der Haut auch heute noch hervorrufen.

    Der andere Teil sind halt die Speiseregeln also Schweinefleisch macht Gicht und Athrose. Das ist medizinisch erwiesen.
    Die Beschneidung schützt nicht nur Männer sondern auch Frauen vor Krebs in den Intim-Organen.
    Der Genuss von Blut macht krank und nur das geschächtete Fleisch tut gut.
    Im Blut ist das Leben. Die Jerusalem University hat in den letzen 20 Jahren erforscht, dass es im Blut unzerstörbare Teile gibt, welche 1 Micron groß sind. Die weder durch Radioaktiviät noch durch Feuer zerstört werden können, auch in mehreren 1000 Jahren nicht.
    Das alles ist nur am Anfang schwer; irgendwann kommt der Ekel vor dem, und man kann es tatsächlich nicht mehr essen, was unrein ist.

  2. Gods Sabbath sagt:

    Gerade, was das Schwein angeht, haben wir mehrfache Bezüge zwischen der oben- und der davorstehenden Parascha. Es verhält sich alles wie bei dem unreinen Haus. Kirchen mögen von außen prunkvoll und golden aussehen, sind aber innerlich Schweine. Sie essen Schweine, obwohl es der Gott der Bibel in der letztwöchigen Parascha verbietet (3.M.11,7) denn: „das Schwein, es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein.“ Dem Schwein kann man von außen nicht ansehen, dass es innerlich (kein Wiederkäuer) unrein ist, ein echtes Schwein! Das Schwein ist also so unrein wie die Kirche … ein bzw. der Grund dafür, warum die Kirchen den Juden als das „Judenschwein“ und die „Judensau“ bezeichnet, um den Juden und den Gott der Bibel größtmöglich zu verspotten. Bis zum heutigen Tag ist noch vor ca. 30 Kirchen eine Abbildung oder Skulptur der „Judensau“ zu sehen. Gerade diese Verkehrung ist für die Kirche von existenzieller Bedeutung, da wenn ein Christ die Bibel lesen würde, würde er ja von Gott persönlich gesagt bekommen, dass er in Seinen Augen „das Schwein schlechthin“ ist. Dann aber würde der Christ traurig – und hier hilft ihm die Kirche und ihre Neue Bibel – das Neue Testament – mit ihrer die Wahrheit des Ewigen vollkommen ins Gegenteil verkehrenden Verspottung des Gottesvolkes aus der Bredouille. Übrigens wiederum nach Luthers Vorbild: „brennt die Synagogen und die Juden nieder Gott zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen sind.“ Und ihr Christen, seid gewiss, Gott sieht es :-)