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Paraschat Schabbat Bo Lesungen und Kommentar

2.Mose 10,1 bis 13,16; Jeremia 46,13-26

Auszüge aus dem Kommentar von Michael Schneider, Jerusalem:
Diese Lesung BO (Komm) beschreibt die drei letzten Plagen Ägyptens; der Machtkampf zwischen dem Gott Israel und dem (Menschen-)Gott Pharao mündet in den triumphalen Auszug aus der Gefangenschaft in die Freiheit!

Doch wir lesen von der letzten Plage, der Knock-Out Plage, dem Tod der Erstgeborenen, als das Erste Pessach gefeiert wurde.

. . . . . . . . Ergänzung der GSI-Redaktion – unser “Graues Kasterl” . . . . . . . . .

Engl. Kommentar von Rabbi Chaim Richman, Temple Institute, Jerusalem:
A new world order. Sounds scary, but thats exactly what G-d established when he commanded Israel, saying, „This month shall be to you the head of the months; to you it shall be the first of the months of the year.“ (Exodus 12:2)

Stichpunkte der Parascha Bo
nach dem jüdischen
Hawdala-Kalender

< Plagen: Unterschied Israel von Ägypten. Pessach in Mizrajim und Auszug in Eile - Mazzot, Strafgerichte an Göttern Ägyptens / Gott vernichtet Völker aber erlöst seinen Knecht Jakob >
Psalm 77

Bitte beachten Sie auch unseren AKTUELLES Artikel Übertritt zum Judentum betreffend:
Israel Yaoz: Gerim – bewusst zum Judentum Übergetretene »

Die Thora sagt uns zur Plage der Finsternis folgendes: „Da entstand im ganzen Land Ägypten eine dichte Finsternis drei Tage (lang). Man konnte einander nicht sehen.“ (2. Mose 10,22-23). Warum benutzte die Thora diesen Zusatz ‘Man konnte einander nicht sehen’ um die Ernsthaftigkeit/Härte der Finsternis zu beschreiben?
Wir finden hier eine große Lektion. Wenn jemand nicht die Bedürfnisse und Not des Nächsten sieht, ist er mit der Plage der Finsternis geschlagen/betrübt.

Die Zugeständnisse Pharaos steigern sich. Zunächst will er nur gestatten, Gott zu opfern, dann sollen nur die Männer Ägypten verlassen dürfen, später dann auch Frauen und Kinder, jedoch ohne alles Vieh. Aber Gott will das ganze Herz im Zerbruch sehen. Er lässt keine Kompromisse zu. Die Seinen sollen mit allem Hab und Gut ausziehen, wie Er schon es Abraham vorausgesagt hat!
Schon waren die Berater Pharaos so weit, dass sie dazu rieten, das Volk ziehen zu lassen. Doch das verhärtete Herz des Herrschers lenkte nicht ein. Wehe dem, der so handelt! Wer sich darin erkennt, dass er Gott widersteht, tut gut daran, sich zu ergeben. Ägypten und ‘alle, die auf ihn vertrauten’ gelangt später unter dem Babylonier Nebukadnezar unter das Gericht – der Prophetenabschnitt in Jeremia 46 berichtet davon.

Es dauerte nur drei Tage, sie aus Ägypten herauszuholen. Aber es brauchte 40 Jahre Wüstenwanderung, bis Kultur und Götzenliebe aus den Herzen der Kinder Israels verschwunden waren – eine sorgfältige Herzoperation!

Abraham wurde schon vorausgesagt, es würde 400 Jahre in Ägypten dauern, so erhielt Ägypten auf jede Generation (40 Jahre) eine Plage! So sehen es die Rabbiner.

Den künftigen Generationen wird geboten, des großen →Auszugs aus Ägypten mit Opferfesten zu gedenken. Ein fehlerfreies einjähriges Lamm wird am 10. Nissan ausersehen, am 14. Nissan geschlachtet und am 15. Nissan als Passahmahl genossen.

Bei der letzten Plage fällt auf: Pharao wollte die Israeliten, Gottes ‘erstgeborenen Sohn’ (2. Mose 4,22) umbringen.


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