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Schabbat Massej Lesungen und Kommentar

4. Mose 33,1 bis 36,13; Jeremia 2,4-28; 3,4
von Michael Schneider, Jerusalem

Kommentar:
Der Wochenabschnitt ist normalerweise eine doppelte Lesung (Matot-Massaj). Da wir uns jedoch im Schaltjahr befinden (der jüdische „Hawdala“-Kalender 5772 für viele D – A – CH -Städte in deutscher Sprache ist jetzt bestellbar, klick erstes Graues Kasterl hier»), wurden sie geteilt, und wir lesen nur die Lesung „Massaj – Wanderungen“.

Kapitel 33 rekapituliert die Stationen der Wüstenwanderung. Mose dokumentiert die ganze Wanderroute von Halteplatz zu Halteplatz (hätte er doch nur den Routenplaner von Google gehabt). Angefangen am 15. Nissan (Abib-Monat; Pessach), dem Tag des Auszuges aus Ramses, „während die Ägypter ihre Toten (Erstgeborenen) beerdigen“. Von Ramses, laut 2. Mose 12,37 am Ufer des Nils gelegen, ging es nach Sukkot am nördlichen Golf am Suez-Kanal. Wir lesen von bekannten Orten wie Jotvata – heute ein Kibbutz nördlich von Eilat, wo es die gute Milch gibt – und Etzion-Gever, das heutige Eilat. Übrigens wurden einige dieser Routen von Forschern nachgezeichnet und zahlreiche Thesen, die diese Wüstenstationen betreffen, geäußert.
So sollten auch wir unsere persönliche Reise mit Gott, unsere Lebensphasen, nach unserem Auszug aus unserem ‘Ägypten’ „dokumentieren“, wie der HERR uns immer wieder aus der Not heraus rettete.

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Insert of the GSI editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Der erste Schritt, dem Volk Gottes, den Juden, nach den Maßstäben des Ewigen beizuwohnen ist immer, gemeinsam an Pessach „mit ihnen hinauf zu ziehen“ aus Ägypten, wodurch das Erste Gebot („der ICH dich aus dem Land Ägypten heraus geführt habe“) für Heiden, also nichtjüdische Völker, überhaupt erstmals Gültigkeit erzielt.

Dann lesen wir vom Tod Aarons im Alter von 123 Jahren. Er war drei Jahre älter als sein Bruder Mose. Auf den Bergen Moabs (heute Jordanien), die auf das Gelobte Land blicken, nahe dem Berg Nebo und kurz vor der Einnahme des Gelobten Landes, schließt das Kapitel. Es erfolgt der göttliche Auftrag, alle Bewohner des Landes Kanaan zu vertreiben und die Relikte des fremden Kultes vollständig zu beseitigen (Vers 52). Es wird vorhergesagt, dass Überbleibsel davon zum ‚Dorn im Auge’ werden würden. Diese Vorhersage hat sich, wie man bis heute sehen kann, bestätigt.

Nun ist es soweit, Kapitel 34 zeichnet die Grenzen Israels auf und nennt die von Gott bestimmten Stammesführer, die an der Aufteilung des Landes mitwirken sollen. Mit Moses Worten „DIES IST DAS LAND“ beginnt die Realität. … Für manche ist Israel ein Minderheiten diskriminierendes Monster, für andere ein Vorzimmer zum Himmel. Beides entspricht nicht der Realität. Daher ist es wichtig, über Israel realistisch zu sprechen und wahre Informationen direkt aus dem Land zu bekommen. Dies ist das Land! Ein anderes Israel gibt es nicht!

Die Lesung, und damit auch das vierte Buch Mose, endet mit den sechs Zufluchtsorten für die Menschen, die unabsichtlich einen anderen Menschen getötet haben. Das fünfte und letzte Buch Moses ist die Abschiedsrede Moses, wo vieles nochmals wiederholt wird und er es niederschreibt.

Im Prophetenabschnitt aus Jeremia 2 sehen wir, dass die Befehle Gottes damals während der Wüstenzeit nicht eingehalten wurden. Der Allmächtige fragt: „Was haben doch eure Väter Unrechtes an Mir gefunden, dass sie von Mir wichen und hingen den nichtigen Götzen an und wurden so zunichte und dachten niemals: Wo ist der HERR, der uns aus Ägyptenland führte und leitete uns in der Wüste, im wilden, ungebahnten Lande, im dürren und finstern Lande…. Und Ich brachte euch in ein fruchtbares Land, dass ihr äßet seine Früchte und Güter…
Keiner gedenkt des Guten, auch nicht die Priester. Dann der Vers 13:
Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben.
Oder Vers 32:
Vergisst wohl eine Jungfrau ihren Schmuck oder eine Braut ihren Schleier? Mein Volk aber vergisst Mich seit endlos langer Zeit“ und sagen weiter ’Ich habe nicht gesündigt‘.
Schabbat Schalom


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