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Angela Merkel und brauner deutscher Antisemitismus

Kann man Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrer gestrigen Israel-Narretei eines typisch deutschen Antisemitismus bezichtigen – und wenn ja, was macht Deutschland, das sie zu repräsentieren vorgibt, durch sie aktueller denn je so braun wie anno dazumal? Da empfängt sie – im Namen des deutschen Volkes? – den Nachfolger des Milliarden-Betrügers am palästinensischen Volk und PLO-Chef Jassir Arafat, Mahmud Abbas alias Abu Mazen, der ebenso wie sein Vorgänger Unsummen europäischen Kapitals für Hetzkampagnen gegen Israel ausgibt, wie einen willkommenen Staatsgast.

Von welchem Staat aber, Merkel Islands? Und als Abbas offenbart, dass er noch in diesem Jahr die einseitige Staatsgründung eines Palästinenserstaates beantragen will, da lässt Merkel scheinheilig durchblicken, dass sie dies nicht befürwortete, weil sie doch weiß, dass Frankreich dies schon durchboxen wird, damit sie ihr vermeintlich deutsch-aufrichtiges Gesicht wahren kann. Und dann kann sie – wir hatten es doch gerade in der deutschen Verweigerung eines Libyeneinsatzes erlebt, wie’s läuft – lammfromm sagen, wir sind immer einer friedlichen, Geschichts verantwortlichen Position, in besonderem Maße gegenüber Israel verpflichtet, aber wer sind WIR in Wirklichkeit?

Gerade hatten wir es erst erlebt, dass der jüdische UN-Sonderermittler Goldstone zugeben musste, dass sein Bericht über den Krieg im Gaza eine einzige Lüge war – Goldstone muss jetzt Verleumdungsklagen und harte Verurteilungen erwarten. Aber die eigentlichen Verbrecher, die diesen gefälschten Bericht bei Goldstone einkauften, die UNO, was ist mit denen? Nein, Frau Merkel, Sie vertreten nicht das deutsche Volk – wir wollen nicht mehr wie unsere Väter – und Ihr Vater von ostdeutschen Kanzeln – Juden verspotten wie die Kirche und Luther es tat, und wir wollen Ihrer Falschheit gegenüber dem legitimen Staat Israel mit Bildung entgegentreten.

Wussten Sie eigentlich, Angela Merkel, dass die Bundesrepublik Deutschland extra für „völlig ahnungslose Menschen“ die „Bundeszentrale für politische Bildung“ geschaffen hat, damit sich braune Hinterlist nicht wieder in Deutschland breit machen kann. Warum gehen Sie nicht einmal dort hin und nehmen sich ein paar Stunden Zeit für Bildung über Israel und Deutsche Verantwortung, damit Dinge (auch hier hatten wir drüber berichtet – Grauer Kasten >) wie im Februar und März, von Ihnen zum blamierenden deutschen Schaden angerichtet, nicht wiederholen können? Ist Ihnen der entsetzte und empörte Anruf von Premier Netanjahu nach der UN-Abstimmung zum israelischen Siedlungsbau bereits entfallen, nachdem Sie in antisemitisch altdeutscher Weise im Sicherheitsrat dafür stimmten, Israel wegen seiner Siedlungspolitik abzumahnen? – Nein, es ist Ihnen nicht entfallen! Im Gegenteil, dieser äußerst berechtigte Anpfiff Natanjahus hat Sie rasend gemacht, oder, und jetzt wollen Sie es ihm heimzahlen? Liebe Frau Merkel, da wo Sie heute stehen, waren die Kirchen und die Deutschen schon. Wir waren der Hoffnung, wir hätten aus der Geschichte gelernt, und dass wir nie wieder so sein wollten.

Und wenn Sie am Sonntag in die Kirche gehen – man sagt Ihnen ja nach, dass Sie Christin seien – dann beten Sie doch mal ein Vaterunser über die Frage, wann eigentlich der Sabbat des Ewigen ist. Nur über Fragen gelangen Sie zu einer verantworlichen Beziehung zum Ewigen zurück und – so G’tt will – zu sich selbst. Denn solange Sie nichts wussten von Deutscher Verantwortung und der Entstehungsgeschichte samt Siedlungen des Staates Israel, konnten sie sehr leicht mit „Nichtwissen widerlegen“. Dann aber, dereinst, werden Sie erwachsen sein und mit Wissen verantwortlich handeln können. Solange aber sein Sie bitte so freundlich und machen Sie Ihr Nichtwissen nicht zum Grund kindlich dummer Eitelkeitshandlungen gegen Israel … vor allem aber missbrauchen Sie Deutschland nicht dafür.

Schabbat Schalom
Ihr Eric C. Martienssen

Bild: © stock.xchng (SXC)


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2 Kommentare to “Angela Merkel und brauner deutscher Antisemitismus”

  1. […] Existenzrecht Israels ab. Und Bundeskanzlerin Merkel empfing letzte Woche den Palästinenserchef Mahmut Abbas wie einen Staatsfreund. Ein wenig pervers wirkt dieser Freundschaftsbesuch im einstigen Nazideutschland aber dann erst, […]

  2. […] mitnichten aber von Israel ausging, verkehren deutsche Christen, Kirchen und Politiker (s.→ Angela Merkel und brauner deutscher Antisemitismus) heute ebenso vorsätzlich ins Gegenteil, wie die palästinensisch-muslimischen Urheber der […]