cat-right

Schabbat HaGadol Schabbat Acharej Mot Lesungen und Kommentar

3. Mose 16 – 18; Haftara-Prophetenlesung: Maleachi 3,4-24

Auszüge aus dem Kommentar von Michael Schneider,
NAI israel heute, Jerusalem:

An diesen Schabbat, dem „Großen Schabbat“ (hebr. „Schabbat Ha-Gadol“) wird, weil er vor dem großen Erlösungs- und Befreiungsfest, dem Pessach-Fest (das mit dem Seder-Abend am 18.April d.J. beginnt), steht, ein besonderer Prophetenabschnitt aus Maleachi 3 gelesen. Warum nennt man ihn „groß“? „Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare“ (Vers 23). Ja, es ist der „große Tag des HERRN“.
Dazu kommt noch, dass es die letzte Prophetie der Prophetenbücher ist. In diesem Abschnitt sind viele Hinweise auf den wahren künftigen Pessach, die Erlösung, die kommen wird, der Tag des HERRN, Erwartung des Messias, doch davor noch der Vorbote Elia. Als Symbol schenkt man einen weiteren Weinkelch ein, den sogenannten Elia-Kelch, am Seder-Pessachabend.

Der Prophet Maleachi (bedeutet: mein Engel / Bote) gab die Botschaft der endzeitlichen Erlösung von ganz Israel kund.
Ja, der Kreis des Heilsplans Gottes schließt sich nun, angefangen mit der Erlösung / Errettung der Kinder Israel aus Ägypten und enden mit der Erlösung durch den Messias Israels, in den „letzten Tagen“. Die selbe Anspielung, der Prophet Micha schreibt es so: „Wie in den Tagen deines Auszuges aus dem Ägyptenland werde Ich die Großwunder euch zeigen.
Die jüdischen Weisen schreiben sogar, das wie im Monat Nissan sie damals erlöst wurden, wird Israel auch wieder im Nissan in der Endzeit erlöst werden!

________________Kommentar zum Wochenabschnitt ________________

Unsere Lesung (Acharej Mot – Nach dem Tode) fährt fort mit weiteren Regelungen und (Ver)ordnungen zum heiligen und reinen Leben vor dem HERRN. Kapitel 16 beginnt mit den zwei Ziegenböcken (se’irim) bzw. Sündenböcken – „Ein Los für den HERRN und ein Los für Asasel“ (16,8). Davor wird betont, dass der Priester nicht einfach „zu jeder Zeit“ nach seinem freien Willen ins Allerheiligste kommen darf, sondern nur angepasst mit feierlicher Kleidung und gereinigt durch ein Opfer. Es war die Einleitung zum hohen Feiertag, dem Jom Kippur, dem Versöhnungstag im „siebten Monat, am Zehnten des Monats“, d.h. am 10. Tischri laut heutigem jüdischen Kalender. Es wurde zur „ewigen Ordnung“ (Chukat Olam).

In Kapitel 17 lesen wir von einem scharfen Verbot: „Keine Seele von euch soll Blut essen; auch der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt, soll nicht Blut essen.“ (17,12).

In Kapitel 18 werden Greueltaten „wie einst in Ägypten“ aufgelistet, besonders solche im sexuellen Bereich. Ja, übernehme keine solchen sündhaften Gebräuche von den Orten, von welchen du hinauszogst – wie heute die vielen unreinen Sitten, die durch TV, Internet und andere Medien in das Land schwappen. Gott möchte Sein Land rein haben, so auch jedes Individuum im Wandel mit Gott – getrennt von den Gebräuchen der Welt. Übrigens, Gott hatte es gut mit sexuellem Verkehr gemeint, denn es ist im Ursprung rein, nur der Mensch hat es verdorben!
Macht euch nicht unrein durch all dieses! Denn durch all dieses haben die Nationen (gojim) sich unrein gemacht, die ich vor euch vertreibe.

Die Botschaft von der Errettung aus Ägypten wurde am Schabbat vor dem Pessach/ Auszug gegeben, gleichdiesem lesen wir zu Schabbat vor Pessach diese Erlösung Endzeitbotschaft aus Maleachi.

Denn Er – und das sollte sich jeder gut einprägen: „… Ich, der HERR, ich habe mich nicht geändert; und ihr, Söhne Jakobs (Israels), ihr habt nicht aufgehört“.

Gott sei Dank, Er ist derselbe – damals und heute -, aber auch der zweite Teil des Verses ist ewig! Sein Volk, die „Söhne Jakobs“, werden nicht aufhören zu existieren trotz der vielfachen Versuche der Gegner dieses Volkes Israel, sie auszurotten. Mehr noch, trotz ihrer Sünden, wird Gott „das Herz der Väter zu den Söhnen wenden und das Herz der Söhne zu ihren Vätern!“

Ein Wort zu Pessach, dem Seder-Abend, der mit einer festlichen Mahlzeit eingeleitet wird. An diesem Abend erinnert sich der Jude an den Auszug aus der Sklaverei und Gefangenschaft in Ägypten vor über 3300 Jahren. Jedoch war der physische Auszug nur der erste Schritt. Gott benötigte eine Spanne von 40 Jahren, d.h. eine Generation in der Wüste, um „Ägypten“ aus ihren Herzen und ihrem Sinn zu tilgen – bevor sie ins Gelobte Land bzw. ins gelobte Reich Gottes treten durften!

Nach der Pessach-Erlösung fängt es erst recht an: Gott möchte ein heiliges Volk, nun als „Befreite bzw. Erlöste“ vom „alten Menschen“ zum „neuen Menschen“ im geistlichen Sinn erneuert und gereinigt. Die Erlösung, die zu Pessach geschah, war und ist geschichtlich und persönlich nur der erste Schritt! Dies sollte man nie vergessen!

Mögen wir jeden „Sauerteig“ des Bösen in unserem Herzen entfernen, wie ein gründlicher Pessach-Putz, der zu diesen Tagen in jüdischen Häusern ausgeführt wird.

Ein gesegnetes Erlösungsfest!


Stichworte zum Thema: , , , ,

Kommentarfunktion geschlossen.