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Schabbat TASRIA Lesungen und Kommentar

3. Mose 12,1-13,59; 2. Mose 12,1-20 [Schabbat HaChodesch]; Haftara-Prophetenlesung: Hesekiel 45,16-46,18

Taube (hebr. יונה) heißt “Dove” im Englischen, s. Abschlusssatz dieses Kommentars:
(Song “Dove” in honor of the Hadassa Hospital)

Auszug aus dem Kommentar
von Michal Schneider, israel heute, Jerusalem:

Unsere Parascha setzt die Reihe der Gebote fort, die sich dem Leibe widmen, angefangen mit den Speisegesetzen in der letzten Lesung. Wieder gibt uns Gottes Wort Vorschriften in Bezug darauf, was „heilig“ und „rein“ ist und was „unheilig“ und „unrein“ ist in den Augen Gottes für Sein Volk.

Nun betreten wir u.a. auch das Gebiet der Sexualität, angefangen mit dem „Gesetz der Wöchnerinnen“, und werden hier Reinheit und Unreinheit betrachten.
Wir lesen im 12. Kapitel von den sieben „unreinen“ Tagen (nidda) nach der Niederkunft der Frau, sowie den sich anschließenden 33 Tagen der „Blutreinigung“ (tehara). Somit ist sie nach der Geburt eines Jungen insgesamt 40 Tage unrein für jeden sexuellen Verkehr und das Betreten des Heiligtums, das sind heute die Gotteshäuser wie Synagoge und Gemeinde . . .

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Insert of the GSI editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Rabbi Richman erklärt, dass die hebräischen Tora Konzepte von „Tahara“ [Adjektiv: tahor – rein im Sinne der Tauglichkeit zum Betreten des Tempels / Opfer Darbringens] und „Tumah“ [Adjektiv: tame - unrein], unvollkommen als „spirituelle Reinheit“ und „spirituelle Unreinheit“ übersetzt, unglaublich schwer für uns sind, ausschließlich über den Verstand zu begreifen. Und das ist vielleicht deshalb so, weil die Konzepte und Realitäten, die sie ausdrücken, so viel größer sind als unser eigenes, individuelles Selbst. Der Zeitraum der Verunreinigung einer Mutter nach der Geburt eines Kindes zeugt von der reinen und vollkommenen Erkenntnis einer Welt zur nächsten inklusive der „notwendigen“ Verlust-Erlebnisse. „Die längere, das Mehr an Verunreinigung bei Geburt einer Tochter spiegelt das perfektere, das Mehr im Bild G-ttes, das in der weiblichen Seele verkörpert wird“…
Complete Video-Commentary of Rabbi Chaim Richman click GSI English site »

Da sich der volle Reichtum des bevorstehenden Neumond-Festes (HaChodesch), wie auch des Pessach-Festes, unser aller →Hoffnung auf den Dritten Tempel und nicht zuletzt Jerusalem als Ewige Stadt des Ewigen und Seines Volkes sich darin spiegelt, hier im Folgenden einige wunderbare Auszüge aus der Haftara (Prophetenlesung):
Dem Fürsten aber obliegen die Brandopfer und das Speisopfer und das Trankopfer an den Festen und an den Neumonden und an den Schabbaten, zu allen Festzeiten des Hauses Israel. Er soll das Sündopfer und das Speisopfer und das Brandopfer und die Heilsopfer zubereiten, um dem Haus Israel Sühnung zu erwirken. So spricht der Herr, der Ewige: Im ersten Monat, am Ersten des Monats, sollst du einen fehlerlosen Jungstier nehmen und das Heiligtum entsündigen. Und der Priester soll von dem Blut des Sündopfers nehmen und es an die Pfosten des Hauses tun und an die vier Ecken der Einfassung des Altars und an die Pfosten der Tore des inneren Vorhofs. Und der Priester soll von dem Blut des Sündopfers nehmen und es an die Pfosten des Hauses tun und an die vier Ecken der Einfassung des Altars und an die Pfosten der Tore des inneren Vorhofs … So spricht der Herr, der Ewige: Das Tor des inneren Vorhofs, das nach Osten weist, soll die sechs Werktage geschlossen sein; aber am Schabbattag soll es geöffnet werden, und am Tag des Neumondes soll es geöffnet werden. Und der Fürst soll durch die Vorhalle des Tores von außen her hineingehen und an den Pfosten des Tores stehen bleiben; und die Priester sollen sein Brandopfer und seine Heilsopfer darbringen, und er soll auf der Schwelle des Tores anbeten und hinausgehen; das Tor soll aber bis zum Abend nicht geschlossen werden. Und das Volk des Landes soll vor dem Ewigen anbeten am Eingang dieses Tores, an den Schabbaten und an den Neumonden … Und wenn der Fürst hineingeht, soll er durch die Vorhalle des Tores hineingehen; und auf demselben Weg soll er hinausgehen. Und wenn das Volk des Landes zu den Festzeiten vor den Ewigen kommt: wer durch das Nordtor hineingeht, um anzubeten, soll durch das Südtor hinausgehen; und wer durch das Südtor hineingeht, soll durch das Nordtor hinausgehen; er soll nicht durch das Tor zurückkehren, durch das er hineingegangen ist, sondern geradeaus soll er hinausgehen. Und der Fürst soll mitten unter ihnen hineingehen, wenn sie hineingehen; und wenn sie hinausgehen, soll er ebenso hinausgehen … So spricht der Herr, der Ewige: Wenn der Fürst einem seiner Söhne ein Geschenk aus seinem Erbbesitz gibt, so gehört es →seinen Söhnen, es ist ihr Grundeigentum als Erbbesitz … Und der Fürst soll nichts von dem Erbbesitz des Volkes nehmen, so dass er sie gewaltsam aus ihrem Grundbesitz verdrängt; von seinem eigenen Grundbesitz soll er an seine Söhne vererben, damit sich mein Volk nicht zerstreut, jeder aus seinem Grundbesitz.

. . . Nach der Geburt eines Mädchens ist die Zeit der Unreinheit doppelt so lang, nämlich 80 Tage (14 + 66). Nach Ablauf dieser Zeit wird ein Brandopfer gebracht, bei den Armen wiederum in Gestalt zweier Tauben.

Schabbat Schalom


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