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Schabbat TeSchuwa HaASINU Lesung und Kommentar

5. Mose 32, 1 bis 52; Hosea 14,2-10 und Joel 2, 15-27

Auszug aus dem Kommentar von Michael Schneider,
NAI israel heute, Jerusalem:

Dies ist unsere vorletzte Parascha (Wochenabschnitt) des Jahreslesezyklus, die vom ‘Lied Mose’ (hebr. Schirat Mosche) spricht. Das erste Lied Mose war das ‘Lied des Meeres’ (Schirat HaJam) als das Volk das Schilfmeer wundersam im Trockenen triumphal durchquerte. Jetzt in dem letzten Lied Mose ist es bevor sie den Jordan überqueren werden. Mit dem ersten Lied begann die Wüstenwanderung und mit dem Letzten endete die 40-jährige Journee. Das Lied Mose ist hier wie ein Testament an das Volk, bevor er es verlassen wird. Wie jedes Testament vor dem Sterben gibt es mindestens zwei Zeugen. Darum beginnt Mose das Lied ‘Horcht auf Himmel… und die Erde höre“.

Mose nahm Himmel und Erde als seine Zeugen, bevor er über Israel sprach. D.h. werden sie es einhalten, werden sie von Himmel (Regen etc.) und Erde (Fruchtbarkeit des Bodens etc.) beschenkt und gesegnet? Man darf nicht vergessen, Mose spricht hier zu der Generation, die ins Gelobte Land einziehen wird, und nicht die aus Ägypten ausgezogen ist!
In der Strophe Vers 7 in unserem 32. Kapitel lesen wir: „Frag deinen Vater, er wird es dir kundtun, deine Ältesten, sie werden es dir sagen!“

Wie ein Adler wird Gott Seine Flügel und Sein Augapfel über dieses rebellische Volk breiten, sagt uns die Strophe in Verse 10 und 11. Da es um den Anfang eines monotheistischen Glaubens geht, wird hier betont: „Der HERR allein, und kein fremder Gott war mit ihm!“

Mose weist schon auf schlechte Zeiten hin, die kommen werden, er spricht sogar von einer zukünftigen Vertreibung noch bevor sie das Land eingenommen haben!

Mose nennt das Volk, seine Leute, eine: Generation Verkehrtheit! (hebr. Am Tahafuchot) In anderen Worten, zwei Extreme, mal dient es Gott und mal dem Weltgeist!

God’s Sabbath International ist stets bemüht, Gemeinsames, manchmal sogar Verbindendes, zwischen Juden und Christen zu beobachten – hier:
Auch das Neue Testament spricht von der Doppelzüngigkeit und dem gespalteten Herzen der Person.

Eine Hoffnung für Seine treuen Diener lesen wir in Vers 36. Auch das war vorausgesehen: „Seht nun, dass Ich, Ich es bin und kein Gott neben Mir ist! Ich, Ich töte und Ich mache lebendig…“ (Vers 39) Die Reihenfolge ist interessant. Gott wird töten, dann aber es wieder zum Leben und Heilung rufen.
Ende des Liedes mit einem Happy End.

Dieses Lied Mose unseres Kapitel 32 wird auch in der Endzeit gesungen.

Da wir uns in den Zehn Bußtagen zwischen Rosch Haschana-Neujahr und Jom Kippur befinden, wurde eine besondere Haftara (Prophetenabschnitt) aus Hosea 14 angeknüpft, die zu Buße und Umkehr ruft: „Schuwa – Kehr um, Israel, bis zum HERRN, deinem Gott! Denn du bist gestürzt durch deine Schuld. Nehmt Worte mit euch und kehrt zum HERRN um!“

Schabbat Schalom und Gmar chatima towa!
(Möge deine Einschreibung [ins Buch des Lebens … an Jom Kippur] abgeschlossen werden.)


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