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Gott Glauben Homosexualität und orthodoxe Religionen

„Gott ist die Liebe“, sagt ein deutsches Kinderlied, ▼Video

womit wir mitten im Thema „Homosexualität und Gott“ wären. Denn Kindersegen ist unter Homosexuellen unmöglich. Punkt. Hätten sich Eltern der natürlichen Liebe – also Gottes Idee von Natürlichkeit (seid fruchtbar und mehret euch!) – versagt, gäbe es keinen einzigen Menschen auf der Erde, leider auch Sie persönlich nicht! Schon einmal drüber nachgedacht und erwachsen-verantwortlich bewertet? Dieses Gesetz von Gottes Natur und Seiner Liebe wird heute ausschließlich und nur noch im Judentum „gelebt“ und „gelehrt“; und zwar dem Orthodoxen Judentum, um genau zu sein! Mit großer Freude und Leidenschaft übrigens, denn (nicht nur) in diesem Punkt macht Glauben an den Einen Schöpfergott richtig ( viel :-) Spaß. Sogar im Gegensatz zu den Orthodoxen Kirchen, bei denen, als hätten sie Gottes Wort nie gelesen, die widernatürliche Spaßbremse bereits beim Zölibat ihrer Patriarchen anfängt und in der sich natürlicher Sex folglich als etwas Unanständiges in den Köpfen der (irre) geführten Schäfchen darstellt. Mancher mag es sich schon denken: der einzige natürliche Schutz vor Homosexualität und deren vermeintlich liebevoller Befürwortung ist, wenn man den Glauben an den Schöpfergott vorlebt, durch Liebe TUN und Freude am natürlichen Sex → seid Heilige.

Nichts lieber als das, möchte man glauben. Besonders gern glauben möchten dies ausgegrenzte, sich ausgegrenzt oder sich sonst wie einsam fühlende Menschen, die es auch in der jüdischen Orthodoxie gibt. Denn auch dort gibt es natürlich psychisch oder körperlich erkrankte Menschen und Homosexuelle. Auch in einer normalen Erziehung – die es, ganz nebenbei, gar nicht gibt – aufgewachsene oder später in einer Beziehung sexuell oder mental zurückgewiesene Menschen neigen dazu, selbst wenn sie heterosexuell empfinden, dann doch wenigstens für andere die Welt „besser zu erfinden“, als der Ewige sie gemacht hat in dem einzigen Schöpfungsgedanken der physischen Liebe zwischen Mann und Frau. Exklusiv. Können diese „Gut-Menschen“ aber einen irdischen Ersatz anbieten anstelle der Einzigen Liebe, des Einen Gottes, der DICH, nehmen Sie das ganz persönlich, „[so] herrlich gemacht hat“? (Haftara zum Schabbat letzter Woche „Reeh – Siehe“ Jesaja 55,5») …

Für Menschen, die sich – wie die Christen – einen Mensch zum Gott oder ihr Inneres Sein zur Göttlichkeit erhoben haben (Buddhismus) – leider auch liberale Juden aus ganz anderem Missverstandenseingefühl heraus – ist diese „Vermenschlichung“ der Schöpfungsliebe grauenhafter Weise eine fast unabwendbare Folge ihrer eigenen Lebenslügen. (Doch auch für sie, die den „Bund mit Gott“ überschreiten, gibt es den Monat zur Vergebung und Umkehr, s. kommenden Schabbat Schoftim».) Als eine Schande indes muss die Verführung zur Homosexualität von geistlich Abhängigen aus wirtschaftlichen oder strategischen – neuhochdeutsch „Business Development“ – Gründen genannt werden, von der ich bedauerlicher Weise selbst zeugen kann, denn ich machte nie ein Hehl daraus, dass bevor ich durch mein jahrelanges Bibelstudium fast selbstverständlich zum Orthodoxen Judentum kam ein engagierter Christ war und sogar über sieben Jahre hinweg einen eigenen monatlichen Gottesdienst innerhalb der Evangelischen Kirche durchführte. Während einer Podiumsdiskussion mit etlichen hundert Zuschauern in dieser Zeit hatte ich einmal postuliert, dass man alle Gottesdienste insbesondere für Homosexuelle, also Schwule und Lesben, weit öffnen sollte, damit sie „Gottes Wort von der Schöpfung und der Liebe hören und sich dann für ein normales, geliebtes Leben im Vertrauen auf Gott entscheiden können“, denn die häufige Anstiftung dazu, Gottes Gebrauchsanweisung zur Liebe, die Fünf Bücher Moses („Tora“, hebr. für Gesetz, Weisung) zu verlassen, sei in Wirklichkeit die krasseste Form von Lieblosigkeit. Um eine „Begegnung mit Gottes Wort“ zu initiieren, wünschte ich mir mit Homosexuellen gefüllte Gottesdienste und anschließende Seelsorgegespräche, und war gespannt auf die Reaktion des ranghöchsten Geistlichen der Runde.
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Auch alle Vereinigungen orthodoxer Juden rufen dazu auf, Homosexuellen und Homosexualität als vermeintliche Lösung betrachtenden Menschen mit Liebe und Verständnis zu begegnen und an einen Rabbiner (der sich im Gegensatz zu Pfarrern nicht als Führer sondern als Lehrer versteht) zu verweisen. Wenn Sie solche Neigungen empfinden, wenden Sie sich als Jude bitte an Ihr nächstgelegenes Rabbinat und bitten ohne Angabe von Gründen um ein persönliches Seelsorgegespräch. Das ist, so Gott will, der erste Schritt in eine, auch von Ihrer Seite aus, verbindliche Liebe mit Ihrem Schöpfer, denn der hat Sie geliebt vom Mutterleibe an – versprochen!
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Woraufhin der Superintendent von Bonn mir antwortete: „Herr Martienssen, als sie eben das Mikrofon für Ihre Rede anknipsten, hatten Sie die Bibel in der Hand, jedoch dann nicht aufgeschlagen – das möchte ich jetzt nachholen und an der fraglichen Stelle vorlesen: »3.Mose 20,13 Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.« – Aber wir sind eine liberale Kirche, um Ihre Frage zu beantworten.“


…“der dich [so] herrlich gemacht hat?“
– Erst war ich schockiert, als mir vorgestern ein orthodoxer Jude genau diese Worte des Ewigen ins Gegenteil verkehrte, nämlich so, dass wenn Gott etwas gegen Homosexuelle habe, Er sie doch überhaupt nicht gemacht hätte.“ Dass Gott niemals, zu keinem Zeitpunkt jemals, Homosexuelle gemacht hatte, sondern stets immer nur so genannte liberale und humanistische Menschen dies taten, um vor Gott damit die eigenen Sünden zu überlagern, war ihm nicht einsichtig. Er ist wild entschlossen das orthodoxe Judentum zu liberalisieren. Liebe? Ihm war bislang eine Frau zu finden geschweige denn Kinder zu zeugen nicht vergönnt. Selbstredend ergibt sich, wer allenthalben von Menschen für ein solches Leid verantwortlich gemacht wird. So entstehen Götzen. Diese bieten immer einen Ausweg an, ohne über sich und seine Liebesbeziehung zu HaSchem nachdenken zu müssen – Fremdgehen?

Liebe?
Ja, Liebe – das ist hier das Thema, wie eigentlich immer. „Siehe, Meine Freundin, du bist schön; schön bist du. Deine Augen sind wie Taubenaugen“, sagt Gott im Shir HaShirim, dem Lied der Lieder, zu Schulamith (Israel). Diese antwortet: „Siehe, mein Freund, Du bist schön und lieblich. Unser Lager ist grün.“ – Alle Bücher des Tenach sind heilig, meinte Rav Akiba ungefähr hundert Jahre nach der Zeitenwende schon, aber das Lied der Lieder ist das Heiligste. Die Allegorie der Liebe Gottes zu Israel (und allen Völkern, dereinst wenn diese sich von ihren Götzen ab und dem Einzigen Gott zuwenden) war für ihn Sinnbild der Liebe in einer exklusiven Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau, und er fragte sich: „Wenn Gott nur eine Frau, Israel, hat, wie können dann Menschen mehrere Frauen haben.“ Diese Frage war die Geburtsstunde der monogamen, exklusiven Ehe zwischen einem Mann und seiner Frau, unserer Kultur … bis zum heutigen Tag! Aber ist das wirklich so … bis zum heutigen Tag? Schon mehren sich vermeintlich liebevolle Freunde oder Freundinnen, die dem fremdgehenden Ehemann / der fremdgehenden Ehefrau in rührender Anteilnahme zustimmen: „ja, wenn du doch so unter deinem Ehemann/frau leidest und du doch in deiner neuen Beziehung richtig aufblühst – das sehe ich doch, liebes Kind – dann musst du dich doch schnellstens scheiden lassen, das bist du deinem Leben schuldig.“ Genau ein solches Fremdgehen ist heutzutage auch die Homosexualität – sie ist eine Klage gegen Gott und gleich auch dessen Verurteilung (wobei alle Berater, die auf den rechten Weg zurückführen wollen, ebenso gleich mit verurteilt werden). Es ist die Scheidung von Gott, dem „Freund, einst so schön und lieblich“, und Seiner Gebrauchsanweisung für das Gelingen des Lebens – das sollte der orthodoxe Jude wissen, der sich zu anderen Ufern aufmacht oder der „Freund“, der ihn dazu verführt oder ihm diesen Schritt leicht macht mit an den Haaren herbei gezogenen Lügen, dem Tod. Dies ist nämlich der Tod, den man im obigen Bibelzitat des Superintendenten stirbt, wenn man neben einem Mann liegt, wie neben einer Frau. Zu keinen Zeiten ist auch nur ein einziger Jude dafür physisch getötet worden – es ist ein viel grausamerer Tod, die – egal wie man es verdreht und wendet – selbst verschuldete Trennung von der ewigen Liebe. Aber jedem bleibt die Teschuwa, die Reue/Umkehr, das wird dann ein Fest, für denjenigen, der umkehrt (zurück zu den Wurzeln, sagt die Kabbala). Was jedoch mit demjenigen passiert, der diesen Geist „im Namen seiner Geister“ verstreute, darüber herrscht Unklarheit. Denn eines ist klar, man hat ja keinen Überblick darüber, wie viele Menschen man in diesem Geist getötet und infiziert hat, man kann auch seine Worte nicht ungeschehen machen.

Heute Morgen las ich im Frühgebet, wie Juden es jeden Morgen tun, nichts Besonderes also, so mutete es an, den Psalm 147. Rabbiner Samson Raphael Hirsch hatte diesen Psalm im 19. Jahrhundert – und immer noch aktueller denn je – wie folgt kommentiert:

“Nur das ist des Menschen Hoheit, dass das Gottesgesetz, das in allen übrigen Wesen mit zwingender Nötigung waltet, an den zu dessen Vernehmung mit Vernunft begabten Menschen zum Ausspruch kam, auf dass er es frei als das Gesetz seiner Bestimmung aufnehme, mit freiem Gehorsam es erfülle, und so mit gehobenem Haupt als der freie Diener des Gesetzes seines Schöpfers und Herrn sich bewähre, dem alle übrigen Wesen auf Erden in unbewusstem, unfreiem Zug folgen.“

Freiheit zur Liebe, aber viel zu holprig! Ganz anders ein einzelner Vers (3) daraus – als ich ihn las, schließlich gehöre ich, wie Homosexuelle nur auf ganz andere Weise, auch zu den Kandidaten mit gebrochenem Herzen, war alle Liebe zum Gesetz wieder da, betastbar, belastbar, eine (neue) Liebesbeziehung zu Gott, ein neuer Morgen, neues Leben als dort Sein Versprechen mir persönlich gegenüber erneuert wurde:

“Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“

Kann es sein, dachte ich, dass Rabbiner Hirsch den Gehorsam zum Gottesgesetz aus freiem Willen genau so, und nicht anders, gemeint hat? Als ich im Anschluss das „Schma Israel“ betete, war ich mir sicherer denn je:

„Du sollst den Ewigen, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und aus all deinem Vermögen … damit ihr an alle Meine Gebote denkt und sie haltet und eurem Gotte heilig seid“…

…“denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz,“ fügte der Rabbiner aus Nazareth hunderte von Jahren später bekräftigend hinzu (denn erst Paulus bzw. die Kirche hob die Gottesgesetze – inkl. nicht neben einem Mann zu liegen, wie neben einer Frau – auf, siehe hier Paulus Brief an die Römer Kap.7: „Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden und ihm abgestorben, das uns gefangen hielt, sodass wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens“ – also das komplette Gegenteil der Worte Jesu).

In meinem bislang noch unvollendeten Buch (8-seitiger Auszug») schrieb ich einen Satz, den ich selbst erst heute beginne, zu verstehen. Er lautet: „Leidenschaft erwuchs zu allen Zeiten aus Leid: Wer Israel vergisst, vergisst die Liebe.“
Möge Ihnen diese Liebe in der Verantwortung gegenüber einem Homosexuellen als Gewissheit beistehen, dass wenn dessen Leid mit Göttern, die ihr nicht kennt, überwunden ist, die Leidenschaft zum Ewigen und Einzigen Gott erst anfängt, Liebe und freies Leben pur – Versprechen des Ewigen, gelobt sei Sein Name!

Beginnen Sie ruhig schon an diesem Schabbes, Ihn ganz neu zu lieben, so wie es früher war, bei Ihrer Ersten Liebe – ganz unorthodox, so ist reine Liebe, sie gibt es exklusiv in der jüdischen Orthodoxie; ich glaube, es wird zum Verzweifeln schön.

Schabbat Schalom
Ihr Eric Martienssen


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