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Parascha Schabbat Behaalotcha Kommentar Auszüge

4. Moses 8,1 – 12,16; Haftara Sacharja 2,14 – 4,7

Kommentarauszug zusammengestellt von Eric Martienssen:
Die Parascha BeHa’alotcha erzählt vom Beginn der Wüstenreise der Israeliten weg vom Berg Sinai. Die Geschichten dieses Abschnitts geben mit Sünden und Streitereien Einblick in den Charakter des Volkes und ihrer Führer, Persönlichkeit und Führungsqualitäten werden aufgedeckt.

Die Demut Moses ist sicher sein herausragender Charakterzug und am Ende der Parascha heißt es auch, dass er überaus bescheiden war, mehr als jeder andere Mann auf der Erde. Auf den ersten Blick sind Demut Führungsstärke ein Widerspruch, denn eine Führungsposition erfordert doch ein starkes Selbstwertgefühl, Mut etwas durchzusetzen, unabhängig davon, was andere denken könnten. Trotzdem war Moses ein Mann von unerschütterlicher Selbstsicherheit, denken wir nur an das Handeln gegen die Straftäter nach dem Bau des Goldenen Kalbes. Wie viele Führungskräfte wären heute so bescheiden, dass sie gerne auch einmal ihren Schwiegervater fragen? Dann wiederum fühlt Moses sich von der Führung überfordert und bittet Gott um Hilfe, weil er nicht in der Lage ist, all die Menschen allein zu tragen, und Gott weist ihm siebzig Älteste zu seiner Unterstützung zu. ihn. Auf geht die Reise, weiter mit der Wolken- und Feuersäule. „Und an dem Tag, als die Wohnung aufgestellt wurde, bedeckte die Wolke die Wohnung des Zeltes des Zeugnisses; und am Abend war sie über der Wohnung wie das Aussehen eines Feuers bis zum Morgen. So war es ständig: die Wolke bedeckte sie, und des Nachts war es wie das Aussehen eines Feuers. Und sooft die Wolke sich von dem Zelt erhob, brachen danach die Söhne Israel auf; und an dem Ort, wo die Wolke sich niederließ, dort lagerten die Söhne Israel. Nach dem Befehl des HERRN brachen die Söhne Israel auf, und nach dem Befehl des HERRN lagerten sie; alle Tage, während die Wolke auf der Wohnung ruhte, lagerten sie. Und wenn die Wolke viele Tage auf der Wohnung stehen blieb, verrichteten die Söhne Israel den Dienst des Ewigen und brachen nicht auf.“

Kaum losgezogen beschwert sich das Volk, weil es – obwohl jeder satt wurde – kein Fleisch zu essen gab. „Und Mose zog sich in das Lager zurück, er und die Ältesten Israels. Und ein Wind ging von dem Ewigen aus und trieb Wachteln vom Meer herbei und warf sie auf das Lager herab.“ Dann ging es wieder darum, Führungsqualität zu zeigen, denn man redet ihm, Moses, übel nach. Kennen wir das nicht, Erfolg hat viele Väter, aber noch mehr Feinde, die, ohne selbst die Top-Verantwortung tragen zu müssen mindestens genauso gut zu sein glauben für den Job und diesen Anspruch – trotz fehlender Qualifikation – einklagen zu können glauben, gerade der Bruder nebst Frau. „Und Mirjam und Aaron redeten gegen Mose wegen der kuschitischen Frau, die er genommen hatte; denn er hatte eine kuschitische Frau genommen. Und sie sagten: Hat der Ewige nur etwa mit Mose geredet? Hat er nicht auch mit uns geredet? Und der Ewige hörte es. Der Mann Mose aber war sehr demütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren.“ Diese Demut, absolute Führungsstärke, die sah Gott an. „Und die Wolke wich vom Zelt, und siehe, Mirjam war aussätzig wie Schnee; und Aaron wandte sich zu Mirjam um, und siehe, sie war aussätzig. Da sagte Aaron zu Mose: Ach, mein Herr, lege doch nicht die Sünde auf uns, durch die wir töricht gehandelt und uns versündigt haben!“ – Also unterlassen wir es doch ebenfalls, töricht zu handeln, oder?
Schabbat Schalom


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