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Sabbat-Lesung und Kommentar für die 10. Woche 2009, (28. Feb.) Schabbat TERUMAH – Hebe:

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2. Mose 25,1 bis 27,19; Haftara 1. Könige 5,26 bis 6,13
Von Michael Schneider, NAI israel heute, Jerusalem

Kommentar:
Dieser Wochenabschnitt (Parascha) spricht von den Angaben, Vorschriften und dem Bauplan des Mischkan, der Stiftshütte. Zuvor wurde vom Volk eine Art Beisteuer oder Abgabe (hebr. Terumah) verlangt – „von einem jeden, den sein Herz dazu treibt“.

Der HERR – glaubt mir – braucht nicht unser Geld, sondern unser Herz, unsere echte innerliche Bereitschaft!

…………..T e l lH I M ….

Gott möchte vom Volk, dass es Ihm Seinen „Wohnort“ herstellt, die (Hin)gabe soll aber von Herzen kommen, von deinem Inneren her, und keinem anderem Motiv – so dass Er „mitten unter uns wohnen“ kann. Es geht hier nicht um den Zehnten (hebr. ma’asser), auf diesen, der für den laufenden Gottesdienst bestimmt ist, wird später eingegangen. Anschließend gibt Gott durch Mose die Vorschriften und Unterweisung der sieben Elemente oder Teile des Heiligtums und der Gegenwart Gottes bekannt, die von nun an mit dem Volk in die Wildnis ziehen sollen. Interessant, Chasal, die jüdischen Weisen, kommentierten, warum der Allmächtige über mehre Kapitel hinweg bis ins Kleinste Anweisungen über die Stiftshütte Mischkan, das Haus Gottes, und die Gottesdienste gibt (alles während der 40 Tage auf dem Berg Sinai!!), doch nur in 40 Versen wird die Erschaffung des Universums erklärt (s. erstes und zum Teil zweites Kapitel in 1. Buch Mose)!

Was wird hier betont?
1. Die Bundeslade (aron ha-brith; 25,10-22) – aus Akazienholz von innen und außen vergoldet. In der Wüste Sinai sind Akazien (schittim) fast die einzigsten Bäume, die zu sehen sind, sie haben starkes Holz and geben viel Schatten. Auf der Lade befinden sich gegenüberstehende Cherubim, die ihre Flügel ausstrecken und die Gesetzeslade überdecken. (Jedes Mal, wenn ich durch die Wüste im Süden Israels fahre, verwundern mich diese Akazienbäume und ich erzähle den Kindern von der Treue und Fürsorge Gottes, dass es gerade solch ein Baum war, der so viel Schatten gibt – es hätte ja auch eine Eiche sein können, mit kaum Schatten!)

2. Der Schaubrot-Tisch (schulchan lechem-panim; 25,23-29) – 12 Schaubrote repräsentieren die 12 Stämme Israels.

3. Der Menorah-Leuchter (menorah; 25,31-40) – dieser siebenarmige Leuchter muss aus einem Stück Gold sein, aus feinem (genauer: reinem) Gold. Die Lampen sollen „vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN brennen“ (27,20-21) und mit „reinem Öl aus zerstoßenen Oliven“ gefüllt werden. Sechs Arme, drei auf jeder Seite, symbolisieren die sechs Arbeitstage und der siebte Arm des Leuchters in der Mitte symbolisiert den Schabbat, der die restlichen Tage trägt. Eine authentische Abbildung des Tempelleuchters kann im Titusbogen in Rom gesehen werden, seit der Zweite Tempel von den Römern zerstört und geplündert wurde. Ein Replika dieses Leuchters wurde mittlerweile vom Tempelinstitut in Jerusalem nach Vorschrift nachgebaut, man kann es sich hinter Glas ansehen.

4. Die Stiftshütte (mischkan oder ohel moed; 26,1-30) – erst genaue Vorschriften der Stoffe und der vier Decken / Teppiche und dann das Holzgerüst – wieder aus Akazienholz. Alles wurde transportabel geplant, so dass es schnell ab- und aufgebaut werden konnte – denn wir reden von einer Wüstenwanderung, die 40 Jahre dauern sollte. Der biblische Begriff Ohel Moed für Stiftshütte bedeutet: ein Zelt (ohel) der Begegnung (moed), wo sich Mensch und Gott trafen. Ein Treffpunkt des Heiligen. Eine Stiftshütte nach den Angaben der Bibel im Maßstab 1:1 wurde von deutschen Christen errichtet und steht heute zur Besichtigung im Timna-Park ca. 30 km nördlich von Eilat – wo historische oder messianische Führungen angeboten werden.

5. Der Heiligtum-Vorhang (parochet; 26,31-37) – ein Vorhang der „eine Trennwand zwischen dem Heiligen (kodesch) und dem Allerheilgsten (kodesch kodaschim) bildet“ (26,33). „Dann sollst du die Deckplatte (kaporet) auf die Gesetzeslade im Allerheilgsten legen…“ Das Wort Kapporet was im Deutschen falsch als „Deckplatte“ übersetzt wird, leitet sich von „Kappara“ ab, was wiederum Entsühnung / Versöhnung (kippurim) kommt. Ja, durch Gottes Gnade ist unsere Sünde bedeckt, darum übersetzte man es im Englischen als ‘Mercy seat’ – Gnadenthron.
Interessant ist, dass die hebräsichen Worte Kapporet und Parochet die selben Buchstaben haben, nur in anderer Reihenfolge. Hinterm Vorhang (parochet) befindet sich die Gegenwart Gottes (schechina), die nur einmal im Jahr durch eine Person betreten wurde, d.h. nur durch den Hohepriester am Jom Kippur (Versöhnungstag).

God’s Sabbath International betrachtet die Schönheit christlich-jüdischer Gemeinsamkeiten. Deshalb sei bezüglich des Neuen Testamentes auch an dieser Stelle bemerkt:
Diese Parochet war es, die im Tempel „von oben nach unten zerriß“, als der Geist Jesu den Leib Jesu am Kreuz verließ!

Heute nennt man in den Synagogen den Vorhang, der das Volk von dem Heilgen Wort, der Thora, im Heiligem Schrank trennt, auch Parochet!

6. Der Altar (misbeach; 27,1-8) – außerhalb der (Stifts)Hütte stand der Brandopferaltar. Die Darbringung der Tieropfer wurde im Vorhof des Heiligtums verrichtet. Auch er wurde transportabel mit Ringen und Stangen errichtet.

7. Der Vorhof (chazer; 27,9-19) – in diesem inneren Hof des Heiligtums arbeiteten die Priester und Leviten zusammen.

Im nächsten Wochenabschnitt wird ausführlich auf Vorschriften und Angaben zur priesterlichen Kleidung eingegangen.


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