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Sabbat-Lesung und Kommentar für die 48. Woche 2008, (22. Nov.) Schabbat CHAJE SARAH – Saras Lebensalter:

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1. Mose 23,1 bis 25,18; 1. Könige 1,1 bis 31
Von Michael Schneider, NAI israel heute, Jerusalem

Kommentar:
Unsere Schabbat-Lesung beginnt mit Sarahs Tod und endet mit Abrahams Tod. Eine Auslegung sagt, dass Abraham seine Jugendliebe, Sarah, tot fand, als er mit Isaak gesegnet vom Berg Moriah zurückkehrte. Sarah konnte die Möglichkeit wohl nicht verkraften, dass die bittere Botschaft von der tatsächlichen Opferung Isaaks käme!!?? Sarah stirbt im Alter von 127 Jahren. Abraham führt nun mit Efron dem Hetiter um das Grundstück, in dem er „seine Tote“ bestatten will, eine Verhandlung, die alle Züge echten orientalischen Feilschens trägt. Rhetorische Floskeln und Höflichkeitsformeln werden in großer Fülle ausgetauscht. Nicht jedes „Ja!“ und nicht jedes „Nein!“ sind ganz wörtlich gemeint, und geschmückt mit Lobsprüchen wie: „Abraham, du bist ein Fürst Gottes unter uns…“ kommt man endlich zum Geschäft. Und als Efrons Augen das Geld sahen (Vers 13), schlug er ihm den vollen Preis auf! 400 Silberschekel.

Heute, im Angesicht der politischen Lage, wissen wir Gott sei Dank, dass wir die Beurkundung dieses Immobiliengeschäfts schriftlich überliefert bekommen haben. Es ist juristisch unangreifbar, dass das Eigentum einwandfrei auf Abraham übergegangen ist. Neben dieser heiligen Stätte Hebron trifft dies auch für den Tempelberg in Jerusalem zu (2. Samuel 24,24) und auch für die Grabstätte Josefs in Sichem, dem heutigen Nablus (Josua 24,32).

Kapitel 24 berichtet von dem Auftrag, den der alte Abraham seinem treuen Diener Elieser, dem „Herrscher über sein Haus“, erteilt. Früher, in seiner scheinbar endgültigen Kinderlosigkeit, war er sogar einmal bereit, ihm alles zu vererben (siehe Kapitel 15,2). Jetzt soll er seinem geliebten Sohn Isaak (Jitzchak) eine Frau aus Abrahams Vaterhaus nehmen. Bevor Abraham, der Vielgeprüfte und an Erfahrung Reiche, stirbt, will er sicher sein, dass die Linie des verheißenen Segens weitergeführt wird. Da kam eine kanaanitische Frau nicht in Frage (vergleiche 1. Mose 9,25). Abraham verweigerte jede Vermischung mit einem Fremdvolk bzw. dem Weltlichem, sondern war seiner Erwählung und dem Segen treu. Volle Unabhängigkeit und Absonderung, denn er sah die Gefahr von Assimilation!

Der Knecht erfleht ein klares Zeichen, und es trifft ein: Rebekka (Rivka), die Enkelin von Abrahams Bruder Nahor, aus Aram (24,15), spendet nicht nur ihm selbst, sondern darüber hinaus allen seinen Kamelen Wasser. Elieser schaut zu und fragt sich prüfend, ob sie die von Gott Bestimmte sei oder nicht (24,21). Wenn vor unseren Augen sich die Verheißung erfüllt, sollten wir über das skeptische Prüfen hinausgelangen!

Jakob und auch Mose trafen ihre Frauen am Brunnen!!!

Hier finden wir auch u.a. die bis heute im Judentum praktizierte Sitte von einem Trauerschleier bei der Braut während der Trauung unterm Baldachin (Chuppa), wie einst Rebekka es tat: „… Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich“. (24,65b)

Wussten Sie, dass gerade an diesem Schabbat von der Lesung „Chaje Sarah“ viele jüdische Besucher die Machpela Höhle in Hebron besuchen?

Dann begegnen wir zum ersten Mal Rebbekas Bruder Laban. Er sieht auf die vielen Geschenke. Streben nach Gewinn und Reichtum prägen seinen Charakter. Später wird Rebekkas Sohn Jakob über 20 Jahre für ihn arbeiten.
In Kapitel 25 lesen wir, dass Abraham in seinem Alter nochmals heiratet und sechs weitere Söhne von Ketura bekommt. Dann stirbt Abraham im „guten Alter“: 175 Jahre! Seine Söhne Isaak und Ismael begraben den Vater in der Machpela in Hebron (25,9). So sind dort die drei Erzväter und ihre Frauen beigesetzt: Abraham und Sarah, Isaak und Rebekka, Jakob und Lea. Nur Rahel nicht, Jakobs geliebte Frau. Ihr Grab befindet sich ‘am Wege gen Bethlehem’. Ferner, erzählt die jüdische Überlieferung/Tradition, dass auch Adam und Eva in der Machpela-Höhle beerdigt sind – da zwei Doppel-Höhlen dort entdeckt wurden (Mechpela = doppel).

Der Prophetenabschnitt, die Haftara, aus 1. Könige 1 spricht von den letzten Tagen König Davids und dessen Nachfolgeregelung- und -vorsorge, die leicht hätte scheitern können. Wie schon bei Abraham sorgte die Mutter dafür, dass der richtige Sohn seinen Platz einnahm.



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